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Arbeits- und Organisationsbedingungen von Pflegenden im stationären Alltag

Quantitative Studie zur Erfassung von Burnout

Title: Arbeits- und Organisationsbedingungen von Pflegenden im stationären Alltag

Diploma Thesis , 2008 , 118 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian J. Pape (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Hintergrund: Ziel dieser Untersuchung soll es sein, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion über Burnout in der stationären Gesundheits- und Krankenpflege zu leisten. In den letzten Jahren wurde über das Thema Burnout kaum noch in Fachzeitschriften publiziert, obwohl die Brisanz der Thematik zunimmt. Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit
Arbeitsbedingungen in der stationären Pflege und deren Bedeutung für das Phänomen Burnout.
Forschungsfragen: Im Ergebnisteil wurden u.a. folgende Hypothesen überprüft:
€ Belastende Arbeitsbedingungen korrelieren positiv mit Burnout. Es wird angenommen, dass es einen signifikanten Unterschied zwischen den einzelnen belastenden Arbeitsbedingungen gibt.
€ Es wird angenommen, dass die subjektiv empfundene mangelnde gesellschaftliche
Anerkennung hoch mit dem Phänomen Burnout korreliert, insbesondere mit der Dimension der Depersonalisation.
Design: Zur Beantwortung der Hypothesen wurde ein quantitativer Ansatz gewählt. Diesbezüglich wurde sich für ein Querschnitts-Korrelations-Design entschieden.
Methode: Die Erfassung der Daten erfolgte durch einen Fragebogen. Die Auswertung erfolgte mit dem Statistikprogramm SPSS 11.0®und 15.0®. Diagramme wurden mit dem Datenauswertungsprogramm Microsoft Excel 2007® erstellt.
Ergebnis: Die Hypothesen konnten nur zum Teil bestätigt bzw. widerlegt werden. U.a. konnte eine geringe negative Korrelation zwischen Gesellschaftliche Anerkennung und der Depersonalisation gemessen werden. Des Weiteren korrelierte lediglich ein Prädiktor (Arbeitsbedingungen)signifikant mit der emotionalen Erschöpfung.
Schlussfolgerungen: In der Untersuchung konnte bestätigt werden, dass ein Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen und Burnout. Darüber hinaus ist zu klären, inwieweit die empfundene gesellschaftliche Anerkennung eine Rolle im Burnoutprozess spielt. Diesbezüglich sind weitere Untersuchungen notwendig. Genauso ist die Frage zu stellen, ob Burnout durch quantitative Verfahren erfassbar ist. Dies wird zum einen dadurch begründet, dass kontroverse
Meinungen in der Fachwelt darüber bestehen, ob Pflegekräfte mit Burnout überhaupt an Fragebogen-Aktionen teilnehmen. Zum anderen deuten die geringe Rücklaufquote und die vorliegende Untersuchungsergebnisse darauf hin.
Schlagwörter: Burnout, burn-out, Arbeitsbedingungen im Krankenhaus, Stress und Burnout, burnout nurse

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Zielsetzung der Untersuchung

2. Theoretischer Bezugsrahmen

2.1 Begriffsklärung

2.1.1 Das Phänomen Burnout

2.1.2 Begriffsexplikation des Konzeptes

2.2 Definitionen, Symptomatik und Verlauf von Burnout

2.2.1 Definitionen

2.2.2 Symptomatik und Verlauf

2.3 Erklärungsansätze von Burnout

2.3.1 Individuenzentrierte Ansätze

2.3.2 Interpersonelle Ansätze

2.3.3 Organisationale Ansätze

2.4 Modelle von Burnout

2.4.1 Existenzielles Modell von Pines

2.4.2 Modell nach Maslach und Jackson

2.4.3 Sequentielles Prozessmodell nach Leiter

2.4.4 Gemeinsamkeiten der theoretischen Modelle

2.5 Ursachen zur Entstehung von Burnout

2.5.1 Persönlichkeitsmerkmale und Burnout

2.5.2 Arbeitsbedingungen und Burnout

2.6 Angrenzende Konzepte

2.6.1 Stress

2.6.2 Depression

2.7 Theoretisches Rahmenmodell des Burnouts

3. Fragestellung und Hypothesen

3.1 Fragestellung

3.2 Hypothesen

4. Methodisches Vorgehen

4.1 Forschungsansatz

4.2 Untersuchungsdesign

4.3 Datenerhebung

4.3.1 Beschreibung desFeldzuganges und der Stichprobe

4.3.2 Untersuchungsablauf

4.3.3 Ein- und Ausschlusskriterien

4.3.4 Ethische Überlegungen

4.3.5 Gütekriterien

4.4 Datenerhebungsinstrumente

4.4.1 Instrument zur Erfassung von Burnout (MBI-D ©)

4.4.2 Operationalisierung der Dimension zur Erfassung von Arbeitsbedingungen

4.4.3 Operationalisierung der Dimension zur Erfassung von gesellschaftlicher Anerkennung

4.4.4 Soziodemografische Daten

4.5 Pretest

4.6 Statistische Auswertung der Daten

5. Ergebnisdarstellung

5.1 Demografische Daten

5.2 Reliabilität der Instrumente

5.3 Deskriptive Beschreibung der Dimensionen

5.3.1 Burnout (MBI-D©)

5.3.2 Arbeitsbedingungen

5.3.3 Gesellschaftliche Anerkennung

6. Hypothesenüberprüfung

6.1 Hypothese 1

6.2 Hypothese2

6.3 Hypothese 3

6.4 Hypothese 4

6.5 Hypothese 5

7. Diskussion

7.1 Fragestellung 1

7.2 Fragestellung 2

7.3 Fragestellung 3

7.4 Fragestellung 4

7.5 Fragestellung 5

7.6 Grenzen der Studie

7.7 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen im stationären Alltag und dem Auftreten von Burnout bei professionell Pflegenden mittels eines quantitativen Querschnitts-Korrelations-Designs, um Faktoren zu identifizieren, die die Burnout-Gefährdung beeinflussen.

  • Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung und Burnout-Dimensionen
  • Einfluss der gesellschaftlichen Anerkennung auf Burnout
  • Unterschiede der Burnout-Belastung zwischen verschiedenen Fachrichtungen
  • Auswirkungen von Berufserfahrung und Stellenanteil auf Burnout
  • Validierung des MBI-D© im stationären Pflegekontext

Auszug aus dem Buch

1.1 Hinführung zum Thema

Im Rahmen des demografischen Wandels in Deutschland wird es in naher Zukunft eine steigende Anzahl pflegebedürftiger Menschen geben, die von professionellen Pflegenden betreut werden müssen. Die stationäre Krankenhausversorgung ist zunehmend für Patienten vorbehalten, die eine Akutversorgung benötigen. In Anbetracht dieser Tatsache sind Pflegekräfte mit kürzeren Verweildauern von pflegebedürftigen Menschen und steigenden Fallzahlen sowie der vermehrten Behandlung von Schwerstkranken konfrontiert, was unweigerlich zu einer Intensivierung der pflegerischen Arbeit führt. Die stetig steigende Arbeitsbelastung hat wiederum zur Folge, dass Pflegekräfte verstärkt der Gefahr von Burnout ausgesetzt sind. Diese Mehrbelastung spiegelt sich in der Fluktuationsrate bei stationär Pflegenden wider. Die durchschnittliche berufliche Verweildauer von Gesundheits- und KrankenpflegerInnen liegt bei drei bis sieben Jahren.

Neben der Rekrutierung von Pflegekräften ist die Förderung des Berufsverbleibs eine zentrale Strategie, um den steigenden Bedarf an professioneller Pflege zu gewährleisten (vgl. Hasselhorn et al. 2003). Der vorzeitige Ausstieg aus dem Beruf ist nicht nur als ein gesellschaftliches Problem zu betrachten, sondern vielmehr als ein zentrales Problem für die betroffenen Krankenhäuser. Die Fluktuation führt zu zusätzlichen Belastungen für das Pflegepersonal, durch die Einarbeitung von neuem Personal sowie den Verlust an „Fachwissen“, was sich wiederum negativ auf die Pflegequalität auswirkt (ebd.). Hierbei stellt sich heute die Frage, was Pflegekräfte mitbringen müssen, um im Gesundheitsmarkt bestehen zu können. Die in der Vergangenheit geforderten „soft skills“, wie Kommunikationskompetenz und Teamfähigkeit, werden von der Gesellschaft vorausgesetzt. Der erfolgreiche Umgang mit Stress und Belastungen ist zur eigentlichen Kernkompetenz der stationären Gesundheits- und Krankenpflege geworden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Arbeitsbelastung und Fluktuation in der Pflege durch demografischen Wandel und den wachsenden Bedarf an Stressbewältigungskompetenzen.

2. Theoretischer Bezugsrahmen: Definiert das Burnout-Konstrukt, erläutert verschiedene theoretische Erklärungsmodelle und beleuchtet Einflussfaktoren wie Arbeitsbedingungen und Persönlichkeitsmerkmale.

3. Fragestellung und Hypothesen: Formuliert zentrale Forschungsfragen zum Einfluss von Arbeitsbedingungen, gesellschaftlicher Anerkennung und Berufserfahrung auf das Burnout-Erleben.

4. Methodisches Vorgehen: Erläutert das quantitative Querschnitts-Design, die Stichprobenauswahl in drei Krankenhäusern sowie die eingesetzten Erhebungsinstrumente zur Messung von Burnout und Arbeitsbelastung.

5. Ergebnisdarstellung: Präsentiert die demografischen Daten sowie deskriptive Auswertungen der Burnout-Dimensionen und Arbeitsbedingungen anhand statistischer Analysen.

6. Hypothesenüberprüfung: Prüft die aufgestellten Hypothesen mittels Regressions- und Varianzanalysen auf ihre statistische Signifikanz.

7. Diskussion: Reflektiert die Studienergebnisse kritisch im Kontext der theoretischen Annahmen, diskutiert die Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Burnout, Arbeitsbedingungen, Gesundheits- und Krankenpflege, Stress, Depersonalisation, Emotionale Erschöpfung, Pflegende, Quantitative Studie, Berufserfahrung, Gesellschaftliche Anerkennung, Arbeitsbelastung, Krankenhaus, Fluktuation, MBI-D, Personalschlüssel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen den Arbeits- und Organisationsbedingungen in der stationären Pflege und dem Burnout-Syndrom bei den dort beschäftigten Pflegekräften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Burnout-Dimensionen, die Auswirkungen der Arbeitsumgebung (wie Zeitdruck oder Schichtdienst), die Rolle der gesellschaftlichen Anerkennung sowie der Einfluss von Berufserfahrung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob spezifische Arbeitsbedingungen signifikant zur Entstehung von Burnout beitragen und wie sich dies auf verschiedene Fachabteilungen verteilt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein quantitativer Ansatz in Form einer nicht-experimentellen Querschnittsstudie gewählt, bei der Daten mittels Fragebögen erhoben und statistisch ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Burnout, die methodische Darstellung des Studiendesigns, die deskriptive Ergebnisdarstellung sowie die anschließende Prüfung der Hypothesen.

Welche Schlagwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Burnout, Pflegeberuf, Arbeitsbedingungen, Emotionale Erschöpfung und Depersonalisation.

Welche Rolle spielt der MBI-D Fragebogen in dieser Studie?

Das Maslach Burnout Inventory (MBI-D) dient als standardisiertes Instrument zur Messung der Häufigkeit und Intensität von Burnout-Symptomen bei den teilnehmenden Pflegekräften.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der gesellschaftlichen Anerkennung?

Die Studie deutet darauf hin, dass die wahrgenommene gesellschaftliche Anerkennung einen Einfluss auf das Erleben von Depersonalisation nimmt, wenngleich die Signifikanz in der kleinen Stichprobe teils begrenzt bleibt.

Welche Besonderheit ergab sich bei den Fachrichtungen?

Bei der Fachrichtung "Innere Medizin/Chirurgie" deuteten erhöhte Burnout-Werte auf mögliche Auswirkungen von Umstrukturierungsprozessen innerhalb der untersuchten Klinik hin.

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Details

Title
Arbeits- und Organisationsbedingungen von Pflegenden im stationären Alltag
Subtitle
Quantitative Studie zur Erfassung von Burnout
College
University of Applied Sciences Osnabrück  (FH Osnabrück)
Course
Diplomarbeit
Grade
1,3
Author
Christian J. Pape (Author)
Publication Year
2008
Pages
118
Catalog Number
V113734
ISBN (eBook)
9783640132669
ISBN (Book)
9783640135332
Language
German
Tags
Arbeits- Organisationsbedingungen Pflegenden Alltag Diplomarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian J. Pape (Author), 2008, Arbeits- und Organisationsbedingungen von Pflegenden im stationären Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113734
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