Das Ziel dieser Arbeit ist, die Situation in jedem von Baltischen Ländern, die mit einer bestimmten Art der Migration verbunden ist – Asylanten in den letzten 10 Jahren, nach der Ratifikation der Genfer Konventionen 1951 und des Protokolls über die Rechtsstellung der Flüchtlinge, zu analysieren, sowie auch Prozeß über die Asylgewährung und gesetzliche Basis jedes Landes bezüglich dieser Migrationskategorie zu beschreiben.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1.Geschichte der baltischen Region
1.1 Genfer Konventionen 1951 und Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 1967
1.2 Dublin-II-Verordnung (Dublin Regulation)
2. Litauen
2.1 Grundzüge des Asylrechts
2.2 Asylprozess
2.3 Statistik
3. Estland
3.1 Grundzüge des Asylrechts
3.2 Asylprozess
3.3 Statistik
4. Lettland
4.1 Grundzüge des Asylrechts
4.2 Asylprozess
4.2 Statistik
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die Situation von Asylanten in den baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland im Zeitraum von ca. 1997 bis 2007. Ziel ist es, die jeweiligen nationalen Asylprozesse, die gesetzliche Basis sowie die Auswirkungen der Ratifikation der Genfer Flüchtlingskonvention auf die Migrationspolitik dieser Länder darzustellen und zu vergleichen.
- Historische Entwicklung der baltischen Region und deren Einfluss auf die Migration
- Internationale Rahmenbedingungen wie die Genfer Konventionen und die Dublin-II-Verordnung
- Detaillierte Untersuchung des litauischen Asylsystems, der Rechtsgrundlagen und statistischer Daten
- Analyse der estnischen Asylgesetzgebung und der Entwicklung der Antragszahlen
- Darstellung des lettischen Asylverfahrens und der entsprechenden gesetzlichen Dokumente
- Vergleichende Betrachtung der Gründe für unterschiedliche Asylzahlen in der Region
Auszug aus dem Buch
1.Geschichte der baltischen Region
Zu baltischen Staaten gehören Litauen, Lettland und Estland. Im 20. Jahrhundert hat sich die Geschichte dieser Länder grundlegend geändert. Referenzpunkt war Revolution und die sie begleitenden Ereignisse in Russland 1917. Neben Finnland und dem unabhängig gewordenen Polen erscheinen auf der Weltkarte drei neue Staaten: Lettland, Estland (aus dem russischen Gouvernement Estlandien) und Lettland (Kurlandien und Liflandien).
Lange Zeit haben die drei baltischen Länder unter ihrer besonderen geografischen Lage gelitten. Im Osten grenzen sie an Weißrussland und Russland, im Süden an Polen und ans russische Gebiet Kaliningrad (ehemalige deutsche Stadt Königsberg). Durch solche Lage wurden die baltischen Staaten abwechselnd von Deutschland und der Sowjetunion beeinflusst. Das baltische Gebiet wurde aufeinanderfolgend okkupiert – erst von sowjetischen, danach von deutschen Truppen und 1940 wurde das ganze Territorium von der UdSSR besetzt.
In der Zeit zwischen 1940 und 1958 Jahren haben die baltischen Länder einen bedeutenden Bevölkerungsverlust erlebt. Ca. 1,5 Mio. Menschen sind wegen der Ausweisungen, Kriegshandlungen und Holocaust ums Leben gekommen. Das hat insbesondere Akademiker und Volksminderheiten betroffen. In der Nachkriegszeit wurden die baltischen Länder von Russen und anderen ethnischen Gruppen der Sowjetunion besiedelt (meistens aus Russland, Weißrussland und der Ukraine). Industrialisierung hat auch weitere Arbeitsimmigration aus der Sowjetunion verursacht. 1989 hat die Zahl der Ausländer 10% der gesamten Bevölkerung erreicht.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Migration in der Geschichte und das spezifische Interesse an den baltischen Staaten nach Wiedererlangung ihrer Unabhängigkeit dar.
1.Geschichte der baltischen Region: Ein Überblick über die wechselvolle Geschichte des Baltikums im 20. Jahrhundert, inklusive Besatzungszeiten und demografischer Veränderungen.
1.1 Genfer Konventionen 1951 und Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 1967: Erläuterung der internationalen Grundlagen für den Flüchtlingsschutz, die als Basis für die nationalen Gesetze der baltischen Länder dienen.
1.2 Dublin-II-Verordnung (Dublin Regulation): Beschreibung des EU-Mechanismus zur Bestimmung des für einen Asylantrag zuständigen Staates.
2. Litauen: Detaillierte Betrachtung der litauischen Asylpolitik, der Rechtsgrundlagen und der Implementierung internationaler Standards.
2.1 Grundzüge des Asylrechts: Vorstellung der nationalen Gesetze in Litauen, die den Rahmen für die Gewährung von Flüchtlingsstatus und zusätzlichem Schutz bilden.
2.2 Asylprozess: Beschreibung des administrativen Ablaufs von der Antragstellung bis zur Entscheidung durch das Migrationsdepartement.
2.3 Statistik: Analyse der statistischen Daten zu Asylanträgen und Entscheidungen in Litauen im Jahr 2007.
3. Estland: Darstellung der estnischen Gesetzgebung und praktischen Umsetzung der Asylverfahren.
3.1 Grundzüge des Asylrechts: Zusammenfassung der estnischen Regelungen und der Definition des Flüchtlingsbegriffs gemäß nationalem Recht.
3.2 Asylprozess: Erläuterung der Verfahrensschritte sowie der Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern in Estland.
3.3 Statistik: Auswertung von Daten über Herkunftsländer und Asylentscheidungen in Estland zwischen 1997 und 2007.
4. Lettland: Untersuchung des lettischen Systems unter Berücksichtigung der zahlreichen gesetzlichen Grundlagen.
4.1 Grundzüge des Asylrechts: Auflistung der relevanten lettischen Gesetze und Verordnungen sowie der Kriterien für eine Asylantragstellung.
4.2 Asylprozess: Erläuterung des administrativen Verfahrens, der Registrierung und der Betreuung im Zentrum Mucenieki.
4.2 Statistik: Überblick über die Antragszahlen und Anerkennungsquoten in Lettland, insbesondere für das Jahr 2007.
Schlüsselwörter
Migration, Asylrecht, Baltikum, Flüchtlingsstatus, Genfer Konventionen, Dublin-Verordnung, Litauen, Estland, Lettland, Asylbewerber, Integration, Migrationspolitik, Gesetzgebung, Statistiken, Aufenthaltserlaubnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Asyl- und Migrationssysteme in den drei baltischen Ländern Litauen, Estland und Lettland in der Dekade nach der Ratifikation der Genfer Konventionen.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung nationaler Asylgesetzgebungen, den administrativen Asylprozessen und der statistischen Aufarbeitung von Asylanträgen und deren Ausgang.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Prozess der Asylgewährung und die gesetzliche Basis in jedem der drei Länder zu beschreiben, um ein Verständnis für die jeweilige Situation von Asylanten zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von nationalen Gesetzen, internationalen Abkommen sowie der Auswertung von Statistiken der jeweiligen Migrationsdepartements.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in länderspezifische Kapitel, die jeweils die Grundzüge des Asylrechts, den Ablauf der Asylprozesse und statistische Daten zur Antragsbearbeitung detailliert darstellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Migration, Asylrecht, baltische Staaten, Genfer Konventionen, administrative Asylprozesse und statistische Integration charakterisiert.
Warum gibt es laut dem Fazit Unterschiede in den Asylzahlen zwischen Litauen und den anderen baltischen Staaten?
Das Fazit deutet darauf hin, dass die unterschiedlichen Zahlen auf strengere Immigrationssysteme in Lettland und Estland, deren geringere ökonomische Attraktivität sowie auf eine effektivere Zusammenarbeit der Grenzbehörden zurückzuführen sein könnten.
Was ist das Zentrum Mucenieki?
Es handelt sich um ein lettisches Zentrum für die Unterbringung und Registrierung von Asylbewerbern, in dem während des laufenden Verfahrens Betreuung und Grundversorgung gewährleistet werden.
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- MA Maryana Kitaychyk (Author), 2008, Nationale Flüchtlings- und Asylpolitiken: Die Situation in Baltikum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113756