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Rumänisches Pflegepersonal in Deutschland

Ein Vergleich des deutschen und italienischen Pflegesystems

Título: Rumänisches Pflegepersonal in Deutschland

Trabajo Escrito , 2020 , 16 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Melina Blumenröther (Autor)

Romanística - Estudios rumanos
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In der Arbeit behandle ich die Fragen, wie mit rumänischem Pflegepersonal in Deutschland umgegangen wird und wieso dies der Fall ist. Ebenso behandle ich die Frage, welche Konsequenzen die Arbeitsumstände für die betroffenen Menschen haben. Dazu wird zuerst darauf eingegangen, weshalb man in Deutschland so häufig auf ausländische Arbeitskräfte zurückgreift. Hierzu wird das deutsche Pflegesystem mit dem italienischen Pflegesystem verglichen, in dem ebenso häufig auf ausländische Arbeitskräfte zurückgegriffen wird.

Im Folgenden wird der Prozess dekomponiert, den die Migrant*innen durch ihre Auswanderung durchmachen. Hierzu wird das Rubikon-Modell der Handlungsphasen auf den Prozess angewandt und zuvor kurz erklärt. Nach der Dekomposition des Prozesses wird auf die Probleme im Umgang mit und das Missverständnis für die rumänischen Migrant*innen durch ihre Arbeitgeber eingegangen. Abschließend wird auf die psychischen, familiären und körperlichen Folgen dessen für die Migrant*innen eingegangen. Auf Basis dieser Unterpunkte ziehe ich abschließend ein Fazit, zu der in Deutschland vorherrschenden Gesamtsituation der betrachteten Personengruppe.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das italienische und das deutsche Pflegesystem im Vergleich

3. Der Entscheidungsprozess zu migrieren

3.1 Das Rubikon Modell der Handlungsphasen

3.1.1 Abwägephase

3.1.2 Planungsphase

3.1.3 Handlungsphase

3.1.4 Bewertungsphase

4. Probleme der rumänischen Pflegekräften in Deutschland

5. Folgen für die Migrant*innen

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die prekäre Situation von rumänischen Arbeitskräften in der informellen 24-Stunden-Pflege in Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, warum trotz bestehender Pflegesysteme ein hoher Bedarf an illegal beschäftigtem ausländischem Personal besteht, welchen Migrationsprozess diese Personen durchlaufen und welche weitreichenden psychischen, familiären und körperlichen Folgen ihre Arbeitssituation nach sich zieht.

  • Vergleich des deutschen und italienischen Pflegesystems hinsichtlich der Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften.
  • Anwendung des Rubikon-Modells der Handlungsphasen auf den Migrationsprozess rumänischer Pflegekräfte.
  • Analyse der Beweggründe und der häufigen Entscheidung für eine illegale Beschäftigung (Schwarzarbeit).
  • Untersuchung der Arbeitsbedingungen und der sozialen Isolation in Privathaushalten.
  • Darstellung der psychosomatischen und sozialen Folgen der Migrations- und Arbeitssituation.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Abwägephase

Die meisten Rumänen und Rumäninnen, die sich dafür entscheiden in Deutschland in der Pflege zu arbeiten, kommen aus ärmlichen Verhältnissen und/oder sehen keinen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit obwohl sie eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium vorweisen können. In Deutschland steigt währenddessen die Nachfrage nach günstigen Arbeitskräften, die meist selbst bei schlechter Bezahlung mehr verdienen als in ihrer Heimat.

Die eigene finanzielle Absicherung und die damit zusammenhängende finanzielle Sicherheit für die eigene Familie in der Heimat sind vermutlich der Hauptgrund für die Entscheidung über einen unabsehbaren Zeitraum nach Deutschland zu kommen. Meist senden die Pfleger*innen ihr verdientes Geld an ihre Familie in Rumänien, um dieser einen besseren Lebensstandard zu ermöglichen. Dies ist oft nur möglich, weil die Pfleger*innen die Möglichkeitbekommen im Haushalt der zu pflegenden Person unterzukommen, wodurch die Unterkunft für die Dauer des Aufenthalts gesichert ist und selten Mieten fällig werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der rumänischen Erwerbsmigration in die informelle Pflege ein und formuliert die Forschungsfragen zur Situation und den Konsequenzen für die Betroffenen.

2. Das italienische und das deutsche Pflegesystem im Vergleich: Dieses Kapitel vergleicht die Pflegesysteme beider Länder und analysiert, warum in beiden Sektoren ein hoher Bedarf an informeller, meist ausländischer Pflege besteht.

3. Der Entscheidungsprozess zu migrieren: Anhand des Rubikon-Modells wird der Migrationsentscheidungsprozess der Pflegekräfte in vier Phasen dekomponiert.

3.1 Das Rubikon Modell der Handlungsphasen: Einführung in das motivations-psychologische Modell, das zur Analyse des Migrationsprozesses angewandt wird.

3.1.1 Abwägephase: Erläuterung der Beweggründe wie Arbeitslosigkeit und finanzieller Druck in der Heimat bei gleichzeitiger Nachfrage nach günstigem Personal in Deutschland.

3.1.2 Planungsphase: Betrachtung der legalen und illegalen Möglichkeiten der Auswanderung, wobei die Schwarzarbeit als häufigste Option identifiziert wird.

3.1.3 Handlungsphase: Beschreibung der aktiven Suche nach Haushalten und der Aufnahme der oft unter prekären Bedingungen stattfindenden Arbeit.

3.1.4 Bewertungsphase: Analyse der Reflexion des Handelns, der Selbstwahrnehmung unter Druck und der langfristigen Folgen der getroffenen Entscheidung.

4. Probleme der rumänischen Pflegekräften in Deutschland: Darstellung der sozialen Isolation, der fehlenden Wertschätzung und der extremen Anforderungen an die Pflegekräfte.

5. Folgen für die Migrant*innen: Untersuchung der psychischen Belastungen, wie dem sogenannten „Italiensyndrom“, sowie der familiären Entfremdung und körperlichen Auswirkungen.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse, die auf die Notwendigkeit einer systemischen Veränderung und der Bekämpfung der Ausbeutung hindeutet.

Schlüsselwörter

Rumänien, Deutschland, 24-Stunden-Pflege, Schwarzarbeit, informelle Pflege, Migrationsprozess, Rubikon-Modell, Arbeitsmigration, Ausbeutung, Italiensyndrom, soziale Isolation, Pflegesystem, prekäre Beschäftigung, Pflegenotstand, Familienentfremdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der hohen Zahl rumänischer Migranten, die in Deutschland in der informellen 24-Stunden-Pflege tätig sind, und beleuchtet die Hintergründe dieser Arbeitsverhältnisse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören der Vergleich der Pflegesysteme, die Analyse des Migrationsentscheidungsprozesses, die Arbeitsbedingungen in Privathaushalten sowie die daraus resultierenden psychischen und sozialen Folgen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, wie mit rumänischem Pflegepersonal in Deutschland umgegangen wird, warum diese informelle Beschäftigung so häufig vorkommt und welche Konsequenzen die Arbeitsumstände für die betroffenen Personen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse genutzt?

Zur Strukturierung und Analyse des Migrationsprozesses wird das Rubikon-Modell der Handlungsphasen von Heckhausen und Gollwitzer verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Systemvergleich, die Dekomposition des Migrationsentscheidungsprozesses in vier Phasen sowie die Untersuchung der spezifischen Probleme und der psychosomatischen Folgen für die Pflegekräfte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Schwarzarbeit, informelle Pflege, Migrationsentscheidung und die damit verbundenen sozialen sowie psychischen Belastungen.

Was besagt das angewandte Rubikon-Modell in diesem Kontext?

Es dient dazu, die psychologischen Stufen der Migration von der ersten Abwägung über die Planung und aktive Handlungsphase bis zur finalen Bewertung zu systematisieren.

Warum wählen so viele Pflegekräfte trotz der Risiken den illegalen Weg?

Die Arbeit macht deutlich, dass meist ein finanzieller Notstand in der Heimat und der Mangel an legalen, kostengünstigen Alternativen die Betroffenen in die Schwarzarbeit treiben.

Was genau ist das im Text erwähnte „Italiensyndrom“?

Es handelt sich um eine durch die schwierigen Arbeitsbedingungen und die fehlende psychische Verarbeitung der Migration ausgelöste Depression, die oft erst nach der Rückkehr diagnostiziert wird.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Rumänisches Pflegepersonal in Deutschland
Subtítulo
Ein Vergleich des deutschen und italienischen Pflegesystems
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,7
Autor
Melina Blumenröther (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
16
No. de catálogo
V1137611
ISBN (Ebook)
9783346511867
ISBN (Libro)
9783346511874
Idioma
Alemán
Etiqueta
rumänisches pflegepersonal deutschland vergleich pflegesystems
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Melina Blumenröther (Autor), 2020, Rumänisches Pflegepersonal in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1137611
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