Mit dieser Arbeit will ich versuchen, zu verdeutlichen, wie die Betreuung von Personen mit Demenz zu verbessern und zu professionalisieren ist. Als angehende Sozialarbeiterin möchte ich der Frage nachgehen, wie man diesen Menschen helfen kann. Bei dementen alten Menschen sind das Denken, Fühlen und Handeln verändert. Sie können sich aber an ihr vergangenes Leben noch sehr genau erinnern, auch wenn es zurzeit nicht mehr abgerufen werden kann. Konnte ein dementer Mensch bestimmte Konflikte bisher nicht lösen, hat er jetzt das Bedürfnis, alles aufzuarbeiten. Er ist ständig unruhig, scheint ununterbrochen auf dem Weg zu sein, Ungelöstes wieder zu „reparieren“.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Demenz – Begriffserklärung
2.1 Verschiedene Formen von Demenz
2.1.1 Sekundäre Demenzformen
2.1.2 Primäre Demenzerkrankungen
2.2 Entstehung einer Demenz – Risikofaktoren
3 Das Verfahren der Validation als psychosoziale Interventionsmöglichkeit bei Demenzpatienten
4 Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Verfahrens der Validation nach Naomi Feil als psychosoziale Interventionsmöglichkeit in der professionellen Betreuung von Demenzpatienten, um deren Lebensqualität und Würde zu verbessern.
- Grundlagen und Definition der verschiedenen Formen von Demenz
- Analyse von Risikofaktoren bei der Entstehung demenzieller Erkrankungen
- Die Methode der Validation nach Naomi Feil als humanistische Interventionsstrategie
- Praktische Anwendungsschritte und Techniken in der gerontologischen Sozialarbeit
- Professionelle Haltung und Empathie in der Begleitung verwirrter alter Menschen
Auszug aus dem Buch
3 Das Verfahren der Validation als psychosoziale Interventionsmöglichkeit bei Demenzpatienten
Es gibt zahlreiche nicht medikamentöse Interventionsstrategien bei Demenz, die sich positiv auf die Krankheitsbewältigung, das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Betroffenen auswirken können.
Bei allen anwendbaren Methoden gilt, folgende Grundregeln für die Betreuung von Demenzkranken zu beachten: die Tatsachen akzeptieren, sich auf Unerwartetes einstellen, Gewohnheiten erhalten, Kommunikation.
Zur Anwendung auch in fortgeschrittenen Demenzstadien eignen sich solche Methoden, wie: Validation, Das Realitäts- Orientierungs- Training (ROT), Selbst- Erhaltungs- Therapie (SET), Die Erinnerungstherapie, Musik- und Maltherapie (vgl. Weyerer 2005: 18).
Um das Verfahren der Validation zu erörtern, möchte ich vorerst die Schwerpunkte nennen, auf deren Grundlage dieses Kapitel aufgebaut werden soll.
Ich beginne mit der Begriffserklärung der Validation nach Naomi Feil. Weiter leite ich zu den Zielen dieser Methode über. Anschließend daran folgt eine genauere Beschreibung der einzelnen Schritte bei der Anwendung individueller Validation. Den Abschnitt schließe ich mit einer kurzen Reflexion.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den demographischen Wandel in Deutschland und die damit wachsende Bedeutung der professionellen Sozialarbeit in der Demenzbetreuung.
2 Demenz – Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert den Begriff Demenz medizinisch, klassifiziert verschiedene Krankheitsformen und erläutert die relevanten Risikofaktoren für deren Entstehung.
3 Das Verfahren der Validation als psychosoziale Interventionsmöglichkeit bei Demenzpatienten: Hier wird die Validationsmethode nach Naomi Feil detailliert vorgestellt, ihre Ziele definiert und der praktische Anwendungsprozess für Sozialarbeiter erläutert.
4 Schlussbemerkungen: Das Fazit unterstreicht den hohen Wert von Empathie und Akzeptanz für die psychosoziale Praxis und ordnet die Validation als essenzielles Instrument der Gerontopsychiatrie ein.
Schlüsselwörter
Demenz, Validation, Naomi Feil, Sozialarbeit, Gerontologie, Psychosoziale Intervention, Alzheimer, Demenzstadien, Betreuung, Lebensqualität, Empathie, Kommunikation, Gesundheitswesen, Pflegewissenschaft, Orientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die professionelle Betreuung von Menschen mit Demenz und setzt sich kritisch mit der Methode der Validation als psychosozialer Interventionsmöglichkeit auseinander.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Formen von Demenz, die Entstehung der Krankheit sowie die Anwendung humanistisch orientierter Pflegemethoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Methode der Validation nach Naomi Feil die Würde und das Wohlbefinden des demente Menschen im Betreuungsalltag besser gewahrt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse aktueller gerontologischer Fachliteratur und klinischer Konzepte.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil erstreckt sich von der klinischen Begriffserklärung der Demenz bis hin zur konkreten schrittweisen Anleitung für Validationsanwender.
Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Validation, Demenzbetreuung, Gerontopsychiatrie und psychosoziale Interventionsmethoden charakterisieren.
Wie unterscheidet sich die Validation von klassischen Orientierungstrainings?
Im Gegensatz zu Verfahren wie dem Realitäts-Orientierungs-Training (ROT), die den Kranken zur Realität zwingen wollen, akzeptiert die Validation die subjektive Erlebniswelt des demenzkranken Menschen.
Warum ist die Unterscheidung in drei Stadien bei der Alzheimer-Demenz wichtig?
Die Stadien-Einteilung hilft dem Validationsanwender dabei, die individuellen Bedürfnisse und die kognitiven Fähigkeiten des Patienten besser einzuschätzen und die Technik entsprechend anzupassen.
Welche Rolle spielt der Sozialarbeiter bei der Validationsanwendung?
Der Sozialarbeiter übernimmt eine wichtige Rolle, indem er nicht wertet, sondern durch Beobachtung und Empathie hilft, das Wohlbefinden des Klienten zu steigern und seinen Rückzug in die Isolation zu verhindern.
- Quote paper
- Danuta Lade (Author), 2008, Das Verfahren der Validation nach Naomi Feil als psychosoziale Interventionsmöglichkeit bei Demenzpatienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113762