Kurzexpose`
Aus der primären Zielsetzung der Unternehmen, die gegenwärtige und künftige Wirtschaftlichkeit optimal zu gestalten, ergeben sich zwei wesentliche Aufgaben. Zum einen auf längere Sicht die Existenzsicherung des Unternehmens, sowie die kurzfristige Ergebnisoptimierung (vgl. Hofmann 2001, 18). In der aktuellen ökonomischen Situation der Unternehmen hängt die optimale Erfüllung der Aufgaben stark von ihren Erfolgsfaktoren ab. „[A]uf der Faktorebene [sind dies]… [eine] hohe Qualifikation/Motivation von Mitarbeitern…“ (Hopfenbeck 2000, 678). Diese Eigenschaften der Beschäftigten führen zu mehr Produktivität und steigern die Innovationsfähigkeit im Unternehmen. Sicherlich erzielt ein MA, der motiviert seine Arbeit angeht und sich mit den Zielen des Unternehmens identifiziert, bessere Arbeitsergebnisse als ein AN, der nur Dienst nach Vorschrift macht.
In den letzten Jahren findet zum Aspekt Motivation eine verstärkte Diskussion statt. Nahezu alle Unternehmen suchen im Zeitalter des zunehmenden globalen Wettbewerbs nach Möglichkeiten, die Leistungsbereitschaft und Leistungsabgabe der MA zu aktivieren bzw. zu steigern. Die Führungskräfte müssen ihr Personal motivieren, sonst werden selbst hochqualifizierte und gut informierte MA nicht zum Unternehmenserfolg beitragen (vgl. Kaplan u. a. 1997, 131). Die Ansprüche und Bedürfnisse der AN haben sich von Grund- und Sicherheitsbedürfnissen verstärkt hin zu mehr Selbstverwirklichung entwickelt. Somit stellt sich verstärkt die Fragestellung nach den individuellen Bedürfnissen der MA. Motivation kann hier viel auslösen. Die jeweiligen Arbeitsaufgaben sind so zu gestalten, dass sich der Einzelne mit den Zielen der Organisation identifizieren kann. Im Folgenden werden die sich aus dieser Problematik ergebenden wesentlichsten theoretischen Konzepte zum Thema Motivation erläutert. Anhand einer existenten Gegebenheit aus der betrieblichen Praxis werden die negativen Auswirkungen aufgezeigt, die sich aus der Ignoranz der Motivationstheorien ergeben. Es wird klar, wie motivierte MA zur Zielsetzung der Unternehmung beitragen.
Inhaltsverzeichnis
1 Inhalt der Problemstellung
2 Begriffe und Theorien
2.1 Begriffserklärungen
2.1.1 Motiv / Bedürfnis
2.1.2 Motivation/Arbeitsmotivation
2.1.3 Hygienefaktoren (extrinsisch) u. Motivatoren (intrinsisch)
2.2 Inhaltstheorien
2.2.1 MASLOWs Bedürfnisspyramide
2.2.2 ALDERFERs ERG-Theorie
2.2.3 McGREGORs X-Y Theorie
2.2.4 HERZBERGs Zwei-Faktoren-Theorie
2.3 Prozesstheorien
2.3.1 ADAMs Gerechtigkeitstheorie
2.3.2 LOCKEs Zielsetzungstheorie
3 Motivation im Unternehmen
3.1 Situation und Ablauf
3.2 Motivationsverlauf der Frau S.
3.3 Analyse und Bewertung
3.4 Maßnahmen und Strategien
4 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Übergang von theoretischen Motivationmodellen hin zur Anwendung in der betrieblichen Praxis, um aufzuzeigen, wie Demotivation durch gezielte Managementmaßnahmen vermieden und Leistungsbereitschaft gefördert werden kann.
- Grundlagen der Motivation und Bedürfnismodelle
- Inhaltstheorien (Maslow, Alderfer, McGregor, Herzberg)
- Prozesstheorien (Adams, Locke)
- Praxisanalyse eines Fallbeispiels
- Strategien zur Steigerung der Mitarbeitermotivation
Auszug aus dem Buch
3.1 Situation und Ablauf
Beteiligte Personen sind: Frau S, 27 Jahre alt und Marketing-Managerin Herr L, 58 Jahre alt und Abteilungsleiter Marketing/Vertrieb Herr K, 53 Jahre alt und Teamleiter von Frau S
Frau S hat in ihrem Jahrgang als eine der besten den Studiengang Wirtschaft an der Fachhochschule in Dortmund erfolgreich abgeschlossen. Kurze Zeit später zieht Sie von Werl nach München, um hier Ihren ersten Job im Arbeitsmarkt anzutreten. Frau S arbeitet als Marketing-Managerin in einem großen Unternehmen, innerhalb der Abteilung Marketing/Vertrieb. Die Abteilung besteht aus den Teams Marketing und Vertrieb. Unmittelbare Führungskraft von Frau S ist der Teamleiter K. Die Abteilung setzt sich insgesamt aus 24 Personen zusammen. Das Team von Frau S besteht aus 9 MA, welche alle aufgrund ähnlicher Aufgaben annähernd gleich bezahlt werden.
Die letzen drei Jahre hat sich Frau S stets konsequent weitergebildet. Erst vor kurzem hatte Sie erfolgreich die Prüfung zur Marketingfachkauffrau bei der IHK abgelegt. Aufgrund der Produktivität könnte Frau S zweifelsohne hinsichtlich der Quantität Ihrer Arbeitsleistung als beste Kraft der Abteilung bezeichnet werden. Darüber hinaus zeichnete sich die junge Frau in regelmäßigen Teammeetings und Arbeitskreisen häufig durch Ihre Innovationsfähigkeit und qualitativen Beiträge aus. Oft wurden dadurch bestehende Prozesse optimiert. Bei den wenigen Sonderaufgaben, in welche Sie eingebunden wurde, zeigte Sie ein großes Engagement. Bei den meisten Kollegen, jedoch nicht bei allen, war S beliebt. Dies lag u. a. daran, dass Frau S sehr zielorientiert war und Probleme i. d. R. direkt ansprach.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Inhalt der Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung der Mitarbeitermotivation als Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb zur Existenzsicherung und Ergebnisoptimierung.
2 Begriffe und Theorien: Definition grundlegender Begriffe sowie Darstellung der wichtigsten Inhalts- und Prozesstheorien zur Motivation.
3 Motivation im Unternehmen: Anwendung der theoretischen Modelle anhand eines praktischen Fallbeispiels einer Marketing-Managerin zur Analyse von Führung und Motivation.
4 Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Bedeutung von Anreizsystemen und der Notwendigkeit einer individuellen Berücksichtigung der Mitarbeitermotivation.
Schlüsselwörter
Motivation, Arbeitsmotivation, Inhaltstheorien, Prozesstheorien, Maslow, Herzberg, Mitarbeiterführung, Leistungsfähigkeit, Demotivation, Personalentwicklung, Management, Zielsetzungstheorie, Gerechtigkeitstheorie, Unternehmenserfolg, Arbeitsbedingungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet die Kluft zwischen theoretischen Motivationstheorien und deren konkreter Umsetzung in der betrieblichen Praxis.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt psychologische Motivationsmodelle (Inhaltstheorien und Prozesstheorien) sowie deren praktische Anwendung im Unternehmenskontext.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen durch das Verständnis und die Anwendung von Motivationstheorien die Arbeitsleistung der Mitarbeiter positiv beeinflussen und demotiverende Situationen vermeiden können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Neben der Literaturrecherche zu verschiedenen Motivationstheorien nutzt die Arbeit die Analyse eines konkreten, praxisnahen Fallbeispiels einer Marketing-Managerin.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung von Motivationskonzepten und eine anschließende Fallstudie samt Analyse und Maßnahmenkatalog.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Motivation, Arbeitsmotivation, Maslow, Herzberg, Führung, Personalentwicklung und Leistungssteigerung sind zentrale Begriffe der Untersuchung.
Wie reagiert das Management im Fallbeispiel auf die Ambitionen von Frau S?
Die Führungskraft handelt inkonsequent und ohne klare Kommunikation, was dazu führt, dass sich die Mitarbeiterin unverstanden fühlt und ihre Motivation abnimmt.
Welche Maßnahmen werden für Frau S empfohlen?
Empfohlen werden Job Enlargement, Job Enrichment, eine variable Vergütung basierend auf Zielerreichung sowie eine gezielte Einbindung in Projektarbeit.
- Arbeit zitieren
- Udo Siedau (Autor:in), 2006, Von der Motivationstheorie zur Motivationspraxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113769