Die Hausarbeit stellt einen volkswirtschaftlichen Vergleich der Finanzmarkt- und der Coronakrise in den USA an. Hierzu werden zunächst die US-amerikanische Volkswirtschaft sowie die beiden Krisen charakterisiert, um dann die Entwicklung relevanter ökonomischer Größen, der Aktienmärkte und wirtschaftspolitischer Maßnahmen gegenüberzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Charakterisierung der US-amerikanischen Volkswirtschaft
2 Charakterisierung der Krisen
2.1 Finanzmarktkrise
2.2 Corona-Krise
3 Vergleichende Gegenüberstellung der Krisen in den USA
3.1 Entwicklung ausgewählter ökonomischer Größen
3.1.1 Bruttoinlandsprodukt
3.1.2 Arbeitslosenquote
3.1.3 Verbraucherpreisindex
3.1.4 Schuldenstand und Nettokreditaufnahme
3.2 Entwicklung am Aktienmarkt
3.3 Wirtschaftspolitische Maßnahmen
4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die ökonomischen Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise und der Corona-Krise auf die US-amerikanische Volkswirtschaft. Dabei steht die Analyse zentraler Indikatoren sowie der staatlichen wirtschaftspolitischen Reaktionen im Vordergrund, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Krisenbewältigung aufzuzeigen.
- Charakterisierung der US-amerikanischen Wirtschaftsstruktur
- Vergleichende Analyse makroökonomischer Indikatoren (BIP, Arbeitslosenquote, VPI)
- Gegenüberstellung der Staatsverschuldung und fiskalpolitischer Maßnahmen
- Entwicklung und Reaktion der Aktienmärkte während beider Krisen
- Einfluss der Krise auf Konsum- und Sparverhalten der Haushalte
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Bruttoinlandsprodukt
„Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nach Abzug aller Vorleistungen. Es ist in erster Linie ein Produktionsmaß. Das Bruttoinlandsprodukt errechnet sich als Summe der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich des Saldos von Gütersteuern und Gütersubventionen.“25 Anhand des BIP lässt sich die Zielerreichung des Ziels „stetiges Wirtschaftswachstum“ messen.
In den USA wuchs das BIP seit 1980 bis heute um durchschnittlich 5,1 % pro Jahr. Es gab in diesem Zeitraum nur zwei Jahre, in denen das BIP im Vergleich zum Vorjahr nicht gewachsen ist: 2009 und 2020. 2009 verzeichnete man einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 %, 2020 waren es 2,3 %. Der eigentliche Unterschied zwischen der Intensität der Auswirkungen der Krisen wird aber erst deutlich, wenn man das BIP auf Quartalsebene betrachtet (vergleiche (vgl.) Abbildung 1). Zwar lag das Quartals-BIP während der Finanzmarktkrise vier Quartale am Stück unter Vorquartalsniveau, doch eben nur maximal 6,4 %. Der BIP-Rückgang war somit kontinuierlich und eher schwach. Ein gegenläufiges Bild zeigt sich bei der Corona-Krise. Erste Anzeichen der Krise zeigten sich im ersten Quartal 2020, als das BIP um 5,0 % gegenüber dem der Vorperiode zurückging. Im zweiten Quartal folgte dann jedoch ein Einbruch um 31,4 % gegenüber dem ersten Quartal. Zwar erholte sich das BIP im dritten Quartal wieder und stieg gegenüber dem zweiten Quartal um 33,4 % an, doch reichte selbst dieser Anstieg nicht, um auf Jahresbasis einen Rückgang des BIP zu vermeiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Charakterisierung der US-amerikanischen Volkswirtschaft: Das Kapitel bietet eine ökonomische Einordnung der USA als Dienstleistungsgesellschaft und beleuchtet Kennzahlen wie das BIP, die Handelsbilanz und die Konsumquote.
2 Charakterisierung der Krisen: Hier werden die Ursachen und die chronologische Entwicklung der Finanzmarktkrise sowie der Corona-Krise detailliert dargelegt.
3 Vergleichende Gegenüberstellung der Krisen in den USA: Dieses Kapitel analysiert systematisch die Unterschiede beider Krisen anhand von Wirtschaftsdaten, Aktienmarktverläufen und staatlichen Hilfspaketen.
4 Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt die außergewöhnliche Intensität der Corona-Krise im Vergleich zur Finanzkrise fest und reflektiert über die unterschiedliche taktische Herangehensweise der US-Politik.
Schlüsselwörter
USA, Volkswirtschaft, Finanzmarktkrise, Corona-Krise, Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosenquote, Verbraucherpreisindex, Staatsverschuldung, Konjunkturpakete, Aktienmarkt, S&P 500, Konsumquote, Wirtschaftspolitik, Fiskalpolitik, Rezession
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die ökonomischen Auswirkungen der Finanzmarktkrise ab 2008 und der Corona-Krise ab 2020 auf die USA.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten gehören makroökonomische Indikatoren, die Staatsverschuldung, der Aktienmarkt und die staatlichen Konjunkturmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Intensität und die Unterschiede in der wirtschaftlichen Auswirkung beider Krisen auf die US-Wirtschaft herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Untersuchung basiert auf einer vergleichenden Analyse statistischer Daten und ökonomischer Kennzahlen im zeitlichen Verlauf der Krisen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das BIP, die Arbeitslosenquote, den VPI, die Staatsverschuldung, die Aktienkursentwicklung und die verabschiedeten Konjunkturpakete.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Finanzmarktkrise, Corona-Krise, BIP, Fiskalpolitik, Staatsverschuldung und wirtschaftspolitische Maßnahmen geprägt.
Wie unterscheidet sich die Corona-Krise von der Finanzmarktkrise hinsichtlich des BIP-Rückgangs?
Während der BIP-Rückgang in der Finanzkrise stetig und moderat verlief, war er während der Corona-Krise schlagartig und weitaus umfangreicher.
Warum haben die Konjunkturpakete der Corona-Krise ein größeres Volumen als die der Finanzkrise?
Die US-Regierung stufte die Corona-Krise als deutlich schwerwiegender ein, was zu einem um 210 % höheren absoluten Volumen der Hilfsmaßnahmen führte.
Welchen Einfluss hatte die Krise auf das Sparverhalten der US-Amerikaner?
Durch staatliche Direktzahlungen an die Haushalte während der Corona-Krise stieg die Sparquote auf ein historisches Niveau von 33,7 % an.
Spiegeln Aktienmärkte laut der Arbeit die Realwirtschaft wider?
Nein, die Arbeit stellt eine deutliche Entkopplung fest, da Aktienmärkte primär Zukunftserwartungen einpreisen und nicht zwingend die aktuelle Lage der Realwirtschaft abbilden.
- Arbeit zitieren
- Louis Steinfeld (Autor:in), 2021, Vergleich der Corona- und Finanzmarktkrise am Beispiel USA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1137872