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Die "Lais" der Marie de France. Merkmale des Anglonormannischen und sprachliche Verbindungen zu England

Titre: Die "Lais" der Marie de France. Merkmale des Anglonormannischen und sprachliche Verbindungen zu England

Dossier / Travail de Séminaire , 2021 , 16 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Sophie Barwich (Auteur)

Philologie française - Linguistique
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Zunächst wird ein Überblick über die Verwendung des Anglonormannischen im zeitgenössischen gesellschaftlichen Kontext, sowie sein Status in der Forschung gegeben, ehe Leben und Werk der Marie de France näher beleuchtet werden. Anschließend werden einige Gründe für und gegen eine Zuordnung der ihr zugeschriebenen "Lais" zum insularen oder kontinentalfranzösischen Sprachraum vorgestellt. Es folgt eine Untersuchung von Auszügen aus den "Lais" auf Merkmale des anglonormannischen Dialekts und der Onomastik, die auf England als Aufenthaltsort der Marie de France und Entstehungsort der "Lais" hinweisen. Abschließend wird aus den Ergebnissen der vorliegenden Arbeit eine Schlussfolgerung gezogen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Anglonormannische zur Zeit von Marie de France

3. Marie de France

3.1 Affiliation zu Frankreich

3.2 Affiliation zu England

4. Linguistische Merkmale der Lais

5. Sprachliche Untersuchung der Lais

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachlichen Merkmale der Lais von Marie de France, um durch eine linguistische Analyse Rückschlüsse auf die Herkunft der Autorin sowie den Entstehungsort ihrer Werke zu ziehen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern sich die Verwendung des Anglonormannischen und englischer Lehnwörter als Indiz für einen Aufenthalt in England interpretieren lässt.

  • Status und Gebrauch des Anglonormannischen im 12. Jahrhundert
  • Biographische Unsicherheiten bezüglich der Person Marie de France
  • Analyse von Toponymen und mittelenglischem Vokabular in den Lais
  • Linguistische Auswertung orthographischer Besonderheiten
  • Sprachkontakt und Multilingualität im mittelalterlichen England

Auszug aus dem Buch

3.2 Affiliation zu England

Wenn Marie de France Ihre Zugehörigkeit zu Frankreich betont, so spricht dies jedoch umso deutlicher für England als Ihren wahrscheinlichen Aufenthaltsort: “The arguments mustered in favor, if not of an English origin, then at least of English residence, are so numerous and diverse as to be almost convincing” (Bloch 2003: 4). Viele in der Forschung vorgenommenen Zuordnungen zu England basieren auf “impressionistic notions of national character” (Bloch 2003: 4) in Maries Werk. Einen weiteren Hinweis liefern die Fables, die Marie de France nach eigener Angabe aus dem Englischen im “book of King Alfred” ins Französische übersetzt haben soll (vgl. Bloch 2003: 7). Diese Sprachkompetenzen sprechen deutlich für eine Affiliation sowohl zu England als auch zu Frankreich, auch wenn ein Vergleich englischer Wörter in Maries Fables mit dem Angelsächsischen zur Zeit König Alfreds darauf hinweist, dass die sprachlichen Unterschiede zu groß waren, um eine direkte Übersetzung durch Marie de France anzunehmen und somit von einem von ihr verwendeten späteren, im Mittelenglischen verfassten Manuskript auszugehen ist, das sie übersetzte (vgl. Hazell 2003).

Unter den Gründen, die für Marie de France als eine in England lebende Dichterin sprechen, finden sich jedoch insbesondere linguistische Aspekte : Viele sprachliche Merkmale in Ihren Werken, darunter den Lais, lassen sich dem anglonormannischen Dialekt zuordnen. Zudem enthalten die Lais zahlreiche geographische Bezeichnungen und Beschreibungen mit Bezug auf England sowie Vokabular aus dem Mittelenglischen. Aufgrund der zuvor beschriebenen sprachlichen Situation im England des 12. Jahrhunderts scheint es außerdem nicht unwahrscheinlich, dass auch Marie de France sowohl des Französischen bzw. Anglonormannischen als auch dem Englischen mächtig war. Das Anglonormannische als Sprache der Literatur in England, die an den Adel gerichtet war, wäre somit die erste Wahl für das Verfassen der Lais gewesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung definiert das Anglonormannische, beschreibt den historischen Kontext der bilingualen Gesellschaft in England und erläutert die Relevanz einer sprachwissenschaftlichen Untersuchung der Lais von Marie de France.

2. Das Anglonormannische zur Zeit von Marie de France: Das Kapitel reflektiert den Forschungsstatus des Anglonormannischen und argumentiert gegen dessen Einstufung als fehlerhafter Dialekt, indem es die soziokulturelle Realität und den Gebrauch als internationale Sprache des Mittelalters hervorhebt.

3. Marie de France: Hier werden die biographischen Defizite bezüglich der Autorin diskutiert und die Anonymität thematisiert, die durch ihre Selbstnennung in den Werken nur teilweise aufgebrochen wird.

3.1 Affiliation zu Frankreich: Dieser Abschnitt beleuchtet die Namensgebung der Autorin und diskutiert, inwiefern die Herkunftsangabe „de France“ als Indiz für eine Verbindung zur Île-de-France zu werten ist.

3.2 Affiliation zu England: Das Kapitel analysiert sprachliche Hinweise und geographische Bezüge, die England als Entstehungsort der Lais nahelegen, und diskutiert die Rolle der Autorin in einem multilingualen Umfeld.

4. Linguistische Merkmale der Lais: Es wird die Forschungsdebatte zur Stoffherkunft der Lais aufgegriffen und die Bedeutung sprachlicher Analysen zur Identifizierung der Entstehungsregion dargelegt.

5. Sprachliche Untersuchung der Lais: Anhand von Textauszügen werden englische Ortsnamen, mittelenglisches Vokabular und orthographische Charakteristika des Anglonormannischen (wie Lautverschiebungen und Schreibungsvarianten) konkret untersucht.

6. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz der anonymen Identität der Autorin die sprachlichen Befunde eine enge Verbindung von Marie de France zu England und dessen aristokratischem Umfeld belegen.

Schlüsselwörter

Marie de France, Anglonormannisch, Altfranzösisch, Sprachkontakt, Lais, England, Mittelenglisch, Onomastik, Sprachgeschichte, Literaturwissenschaft, Bilinguismus, Skripta-Tradition, Identitätsforschung, Mediävistik, Orthographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Lais der Marie de France unter dem Aspekt ihres sprachlichen Entstehungskontexts, insbesondere im Hinblick auf das Anglonormannische.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Sprachkontaktforschung, die mittelalterliche Literaturgeschichte und die biographischen Identitätsfragen der Dichterin Marie de France.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Untersuchung sprachlicher Merkmale und topographischer Referenzen zu prüfen, wie wahrscheinlich eine Verortung von Marie de France in England ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert historische Sprachbetrachtungen, eine linguistische Analyse von orthographischen Besonderheiten und eine onomastische Auswertung der Lais.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Anglonormannischen, die biographische Analyse von Marie de France sowie die konkrete sprachliche Untersuchung von Textauszügen hinsichtlich Dialektmerkmalen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Anglonormannisch, Marie de France, Lais, Sprachkontakt, Bilinguismus und England als kultureller Raum.

Warum spielt das „de“ im Namen von Marie de France eine besondere Rolle?

Es ist ein zentraler Anhaltspunkt, um ihre Herkunft zu bestimmen, wobei diskutiert wird, ob es eine spezifische Region in Frankreich oder ihre soziale Stellung markiert.

Was sagen die Ortsnamen in den Lais über die Herkunft der Autorin aus?

Die Verwendung englischer Toponyme wie Winchester oder Regionen wie South Wales legt eine enge Vertrautheit der Autorin mit der englischen Geographie nahe.

Wie erklärt die Autorin die Verwendung englischer Wörter in den Lais?

Sie deutet dies als Hinweis auf eine bilinguale Leserschaft und das gesellschaftliche Umfeld des englischen Adels, für den die Werke vermutlich verfasst wurden.

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Résumé des informations

Titre
Die "Lais" der Marie de France. Merkmale des Anglonormannischen und sprachliche Verbindungen zu England
Université
LMU Munich  (Romanische Philologie)
Note
2,3
Auteur
Sophie Barwich (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
16
N° de catalogue
V1138018
ISBN (ebook)
9783346510952
ISBN (Livre)
9783346510969
Langue
allemand
mots-clé
Anglonormannisch Altfranzösisch Sprachgeschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sophie Barwich (Auteur), 2021, Die "Lais" der Marie de France. Merkmale des Anglonormannischen und sprachliche Verbindungen zu England, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1138018
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Extrait de  16  pages
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