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Neue Akteure am Markt

Das Geschäft der Zeitungsverlage mit Editionen

Titel: Neue Akteure am Markt

Seminararbeit , 2007 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mireille Murkowski (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit der Platzierung von Sondereditionen in einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis setzten die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage aus einer Krise heraus neue Maßstäbe auf dem Buchmarkt und sorgten für eine veränderte Wettbewerbssituation.
Welche Vor- und Nachteile daraus sowohl für die anbietenden und Lizenz gebenden Verlage, als auch für den Buchhandel resultieren und welchen Einfluss diese Editionen auf das Kaufverhalten der Buchkonsumenten ausüben, wird in dieser Hausarbeit allgemein betrachtet.
Eine einführende Marktübersicht kann bei der Fülle der erschienenen Editionen nur einen allgemeinen Einblick, jedoch keinen kompletten Überblick bieten. Diesbezüglich werden sich, auch die Betrachtungen der anbietenden Verlage exemplarisch auf den Süddeutschen Verlag und seine Buch-Editionen beschränken, dabei müssen andere Medien wie Hörbücher, Musik-CDs und Film-DVDs in diesem begrenzten Rahmen vernachlässigt werden.
Die Informationen stützen sich vorwiegend auf Veröffentlichungen des brancheninternen Magazins Börsenblatt des deutschen Buchhandels, sowie einzelne Seminarprotokolle des Studiengangs Buchwissenschaft der Universität München und Eigenpublikationen der Verlage. Frei zugängliche Veröffentlichungen über aktuelle branchenrelevante Marktanalysen scheinen bezüglich dieses Themas nicht zu existieren, da schriftliche Anfragen an ausgewählte Buchhandlungen und Verlage keine Beantwortung fanden, konnten zeitnahe Angaben nicht berücksichtigt werden.
Vertiefte Darstellungen zu den jeweiligen Editionen, ihren Medien und deren Auswirkungen sowohl auf die verschiedenen Segmentbereiche als auch auf die verschiedenen Käufergruppen müssen weiteren Einzelbetrachtungen vorbehalten bleiben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Marktübersicht

3 Anbietende Verlage am Beispiel der Süddeutschen Zeitung

4 Lizenz gebende Verlage

5 Buchhandel

6 Einfluss auf das Kaufverhalten

7 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Sondereditionen, die von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen zu günstigen Preisen angeboten werden, auf den Buchmarkt. Dabei wird analysiert, welche Auswirkungen diese Strategie auf anbietende sowie lizenzgebende Verlage und den stationären Buchhandel hat und inwiefern sich das Kaufverhalten der Konsumenten durch diese Produkte verändert hat.

  • Marktentwicklung und Entstehung von Sondereditionen in der Zeitungsbranche
  • Analyse der Erfolgsfaktoren am Fallbeispiel der Süddeutschen Zeitung
  • Strategische Perspektiven der lizenzgebenden Publikumsverlage
  • Auswirkungen auf die Umsatzmargen und Strukturen im Buchhandel
  • Untersuchung der Preissensibilität und des Kaufverhaltens verschiedener Zielgruppen

Auszug aus dem Buch

3 Anbietende Verlage am Beispiel der Süddeutschen Zeitung

Mit dem Start der 50bändigen SZ-Bibliothek betrat die Süddeutsche Zeitung im März 2004 nach eigenen Angaben Neuland im Bereich der Zusatzgeschäfte. Das attraktive Angebot belletristischer Literatur in einheitlicher Hardcoverausstattung zu unterstem Taschenbuchpreisniveau sollte nicht nur die Leser-Blatt-Bindung zu bereits bestehenden Kunden stärken, sondern auch neue Leser und Käuferschichten an die Zeitung heranführen. Dabei solle die als Gesamtkunstwerk geschaffene Edition, so Geschäftsführer der Süddeutschen Zeitung Klaus Josef Lutz, auf die Sammelleidenschaft der Deutschen setzend, mit dem Slogan „Lese. Freude. Sammeln“ einen positiven Marketingeffekt für das Lesen an sich bewirken, müsse aber auch dem Qualitätsanspruch und dem Image der SZ gerecht werden.

Neben dem äußerst günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis, das eine wesentliche Rolle für den kommerziellen Erfolg der hochwertigen und exklusiv gestalteten Produkte spiele, seien laut Lutz vor allem die Unterstützung einer kompetenten Redaktion und ein gezieltes Marketing als Erfolgsfaktoren zu nennen. Zum einen verursachen die serielle, einheitliche Gestaltung und die hohe Auflage der Produkte geringere Herstellungskosten. Da es sich bei den Ausgaben nicht um Novitäten sondern um bereits erschienene Titel handelt, werden die Lizenzen aus den Backlisten der Publikumsverlage für einen begrenzten Zeitraum erworben.

Jedoch wären nicht alle Verlage bereit gewesen, ihre Rechte für die SZ-Bibliothek zur Verfügung zu stellen, konstatiert Thomas Steinfeld, Literaturchef der Süddeutschen Zeitung in einem Interview mit Jörg Steinleitner vom ThaliaMagazin, deshalb hätte man mit einem beschränkten Fundus arbeiten müssen. Allerdings hätte man es auch nicht auf einen Kanon abgesehen, sondern wollte vielmehr eine von persönlichen Vorlieben geprägte Bücherliste erstellen, so Steinfeld. Jene, von der Feuilletonredaktion ausgewählte Mischung aus Bestsellern und weniger bekannten Titeln birgt zwar ein gewisses Absatzrisiko, reduziert aber ebenso die Lizenzgebühren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Sondereditionen als Reaktion der Verlage auf die Marktkrise und Formulierung der Fragestellungen.

2 Marktübersicht: Darstellung der Entwicklung von Sondereditionen als neues Geschäftsfeld der Zeitungsbranche und der Ausweitung auf diverse Medienprodukte.

3 Anbietende Verlage am Beispiel der Süddeutschen Zeitung: Untersuchung der Erfolgsstrategie der SZ-Bibliothek hinsichtlich Marketing, Vertrieb und Redaktionsarbeit.

4 Lizenz gebende Verlage: Analyse der unterschiedlichen Einstellungen und Erfahrungen von Publikumsverlagen bezüglich der Lizenzvergabe für Billig-Editionen.

5 Buchhandel: Bewertung der Auswirkungen der Sondereditionen auf den Buchhandel unter Berücksichtigung von Margen, Umsatzverschiebungen und Marketingeffekten.

6 Einfluss auf das Kaufverhalten: Wissenschaftliche Untersuchung zur Veränderung der Preissensibilität und zum Kaufverhalten verschiedener Konsumentengruppen.

7 Zusammenfassung: Resümee über den Erfolg der Geschäftsmodelle und Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung.

Schlüsselwörter

Sondereditionen, Zeitungsverlage, Buchmarkt, SZ-Bibliothek, Lizenzvergabe, Publikumsverlage, Buchhandel, Kaufverhalten, Preissensibilität, Marketingstrategie, Zusatzgeschäft, Belletristik, Leserbindung, Markenführung, Medienwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das Phänomen, dass Zeitungs- und Zeitschriftenverlage verstärkt günstige Buch- und Medieneditionen anbieten, und bewertet deren Auswirkungen auf den gesamten Buchmarkt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Angebotsstrategien der Verlage, die Positionierung der lizenzgebenden Publikumsverlage, die ökonomischen Folgen für den Buchhandel sowie die Verhaltensänderungen der Buchkäufer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Vor- und Nachteile der Sondereditionen für die beteiligten Akteure zu beleuchten und den Einfluss dieser Produkte auf das Konsumverhalten der Leser zu eruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Hausarbeit angewandt?

Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung von Branchenpublikationen (insbesondere dem "Börsenblatt"), Seminarprotokollen der Buchwissenschaft der Universität München sowie vorliegenden Marktforschungsstudien der GfK.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Strategie des Süddeutschen Verlags, die differenzierte Sichtweise der Publikumsverlage, die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen auf den Buchhandel sowie die empirische Untersuchung des Leserverhaltens.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sondereditionen, Marktsegmentierung, Preissensibilität, Lizenzmanagement und Wettbewerbssituation in der Verlagsbranche definieren.

Warum wird die Süddeutsche Zeitung als zentrales Fallbeispiel herangezogen?

Die Süddeutsche Zeitung gilt mit der SZ-Bibliothek als Pionier dieser Strategie im deutschen Markt und liefert daher das am besten dokumentierte und erfolgreichste Beispiel für eine solche Markendehnung.

Wie reagierte der stationäre Buchhandel auf die Billig-Editionen?

Der Buchhandel begegnete den Editionen ambivalent: Einerseits wurden Margeneinbußen und Substitutionsängste beklagt, andererseits wurde ein positiver Marketingeffekt für das Medium Buch und die Erschließung neuer Käuferschichten registriert.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neue Akteure am Markt
Untertitel
Das Geschäft der Zeitungsverlage mit Editionen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Neuere deutsche Literatur)
Veranstaltung
SE Welt der Verlage. Das Geschäft mit Büchern
Note
1,0
Autor
Mireille Murkowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
10
Katalognummer
V113846
ISBN (eBook)
9783640161782
ISBN (Buch)
9783640226917
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verlage Sondereditionen Verlagssondereditionen Bücher Sondereditionen des Süddeutschen Verlages Bucheditionen des Süddeutschen Verlages Bucheditionen der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage veränderte Wettbewerbssituation des Buchmarktes Kaufverhalten der Buchkonsumenten anbietende und Lizenz gebende Verlage Absatzkrise der Zeitungsverlage
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mireille Murkowski (Autor:in), 2007, Neue Akteure am Markt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113846
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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