Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Blick in die Hippie-Szene in den USA mit ihren Riten und auch der aufkommenden Rockmusik der 60er-Jahre zu gewähren. Ein weiteres Augenmerk wird auf den Stellenwert von Drogen gerichtet, insbesondere Cannabis und LSD, mit einem Abriss ihrer Geschichte, sowie ihre Wirkungen, gesundheitlichen Folgen und Schädigungen. Der letzte Punkt soll über die drogenpolitischen Entwicklungen und Fortschritte der USA unmittelbar nach der Flower-Power-Zeit aufklären.
Die Abrisse von Cannabis, LSD und der Drogenpolitik sollen hier zentrale Schwerpunkte dieser Hausarbeit widerspiegeln. Inwieweit Drogen in der Hippiebewegung eine wichtige Rolle spielten und ob wirklich gerade diese Randgruppe an den Folgen der Drogenpolitik in den 70ern maßgeblich beteiligt war, soll Bestandteil des zum Abschluss kommenden Fazits werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Hippies – Eine Generation dreht am Rad
2.1 Die große Zeit der 'the's – Rock 'n' Roll als Befreiung von Geist und Körper
3. Die Drogen der Hippies und ihr Stellenwert innerhalb der Gruppe
3.1 Cannabis
3.2 LSD (Lysergsäure-diethylamid)
4. Drogenpolitische Folgen der 60er Jahre
4.1 The American Way of Life – War on Drugs
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Hippie-Bewegung der 1960er Jahre, ihrem Drogenkonsum (insbesondere Cannabis und LSD) und den darauf folgenden drogenpolitischen Entwicklungen, vor allem unter der US-Administration von Richard Nixon.
- Die Entstehung und Lebenskultur der Hippie-Bewegung
- Die Rolle von Rockmusik und Drogen als Symbole der Befreiung
- Wirkungsweisen und Risiken von Cannabis und LSD
- Der US-amerikanische "War on Drugs" und seine politische Instrumentalisierung
- Die Wechselwirkung zwischen Jugendprotest und staatlicher Repression
Auszug aus dem Buch
3.1 Cannabis
Cannabis ist den Menschen bereits seit tausenden von Jahren vor Christi Geburt bekannt. Schon damals wurden Kleidungsstücke und Seile aus dieser Pflanze, die zur Gattung der Hanfgewächse zählt, hergestellt. Auch wurden damals die heilenden Fähigkeiten erkannt und so wurde es unter anderem als Betäubungs- und schmerzlinderndes Mittel eingesetzt. „Als Rauschmittel etablierte sich Cannabis zunächst in Indien, wo die Pflanze aufgrund ihrer psychoaktiven Wirkung in bestimmten kultischen Handlungen einbezogen wurde“ (DHS k.J.).
Die beiden Formen in denen man Cannabis am häufigsten vorfinden kann, sind Marihuana und Haschisch. Beide werden zum Großteil von den weiblichen Pflanzen gewonnen, da diese einen wesentlich höheren Anteil an THC (Tetrahydrocannabinol) haben, durchschnittlich 5%. Ebenso unterscheidet sich der THC-Gehalt bei Marihuana und Haschisch. Marihuana, welches aus den getrockneten Blüten und Stängeln der Pflanze besteht, hat etwa einen Anteil von 1% - 15%, was stark von der Pflanze und deren Züchtung abhängt. Haschisch hingegen wird aus den Harzen der Blütenstände gewonnen, sein Gehalt schwankt zwischen 5% und 12% (vgl. DHS k.J.).
Wie auch bei vielen anderen psychoaktiven Drogen, wird der entstehende Rausch, wobei dem Körper eine Menge von 3 - 10 mg THC zugeführt werden muss (vgl. DHS k.J.), stark durch das Umfeld und das persönliche Befinden des Konsumenten beeinflusst. Gerade Cannabis besitzt die Eigenschaft, bestehende Gefühlslagen zu verstärken, was zu einem „euphorischen Rausch“ oder einem „Absturz“ führen kann. Ersteres ist durch leichte Heiterkeit und Lachanfälle gekennzeichnet, während man bei einem Absturz eher in sich gekehrt ist und lieber in Ruhe gelassen werden möchte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen Kontext der 1960er Jahre und definiert das Ziel, den Stellenwert von Drogen in der Hippie-Szene sowie die drogenpolitischen Konsequenzen unter Nixon zu analysieren.
2. Die Hippies – Eine Generation dreht am Rad: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturellen Hintergründe der Hippie-Bewegung als Protest gegen bürgerliche Normen und Industriegesellschaft.
2.1 Die große Zeit der 'the's – Rock 'n' Roll als Befreiung von Geist und Körper: Hier wird die Bedeutung von Rockmusik als identitätsstiftendes Medium und Ausdrucksform der Rebellion dargestellt.
3. Die Drogen der Hippies und ihr Stellenwert innerhalb der Gruppe: Dieses Kapitel erläutert die Funktion von Drogen als Instrument zur Bewusstseinserweiterung und Selbstfindung innerhalb der Subkultur.
3.1 Cannabis: Dieses Kapitel widmet sich der Geschichte, den Konsumformen sowie der psychischen und physischen Wirkung von Cannabis.
3.2 LSD (Lysergsäure-diethylamid): Hier werden die Entdeckung, die Wirkungsweise und die verschiedenen Dimensionen des LSD-Rausches, wie die ozeanische Selbstentgrenzung und der "bad trip", detailliert beleuchtet.
4. Drogenpolitische Folgen der 60er Jahre: Dieses Kapitel analysiert die staatliche Reaktion auf den Drogenkonsum und die Entstehung internationaler Anti-Drogen-Abkommen.
4.1 The American Way of Life – War on Drugs: Fokus auf die US-amerikanische Drogenpolitik während der Ära Nixon, insbesondere die Instrumentalisierung des Themas für politische Ziele.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die teils überdramatisierte Sichtweise auf den Drogenkonsum der Hippies im Verhältnis zu politischem Kalkül.
Schlüsselwörter
Hippie-Bewegung, 1960er Jahre, Drogenpolitik, Cannabis, LSD, Richard Nixon, War on Drugs, Bewusstseinserweiterung, Rockmusik, Subkultur, Psychedelika, Jugendprotest, Gesellschaftskritik, Betäubungsmittelgesetz, USA.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen der Hippie-Bewegung, ihrem Drogenkonsum und den darauf folgenden drogenpolitischen Maßnahmen in den USA während der Amtszeit von Richard Nixon.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Soziologie der Hippie-Generation, der pharmakologischen Wirkung von Cannabis und LSD sowie der politischen Instrumentalisierung von Drogenproblematiken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Drogen sowohl als Identitätsmarker innerhalb der Jugendbewegung fungierten als auch als Vorwand für staatliche Repression und politische Profilierung dienten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine interdisziplinäre Analyse, die historische Ereignisse, soziologische Phänomene und pharmakologische Wirkmechanismen kombiniert.
Was steht im Zentrum des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Hippie-Kultur, eine spezifische Analyse der Substanzen Cannabis und LSD sowie die Rekonstruktion des amerikanischen "War on Drugs".
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Hippie-Bewegung, War on Drugs, Psychedelika, Bewusstseinserweiterung und politische Instrumentalisierung.
Welche Rolle spielte der "War on Drugs" in Nixons Politik?
Nixon nutzte den Kampf gegen Drogen als strategisches Werkzeug, um von innenpolitischen Krisen (wie dem Vietnamkrieg) abzulenken und eine konservative Ordnungspolitik zu legitimieren.
Wie unterscheidet sich die Wirkung von LSD von der von Cannabis im Kontext der Hippies?
Während Cannabis eher als geselliges Mittel zur Stimmungsaufhellung genutzt wurde, diente LSD als komplexes Werkzeug für spirituelle Reisen, tiefe Selbstreflexion und die sogenannte "ozeanische Selbstentgrenzung".
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2007, Drogen und ihr Stellenwert in der Hippieszene, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1138520