Das Monster inkognito. Menschliche Dualität in Werken von Robert L. Stevenson, Émile Zola und Bret Easton Ellis


Bachelorarbeit, 2021

35 Seiten, Note: 1,1

Anonym


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die grundlegende Ambiguität des Monsters: Historischer Umriss der Entwicklung von sichtbarer zu unsichtbarer Monstrosität
2.1. Exkurs: Das Konzept des „Sittenmonsters“ nach Michel Foucault

3. Das Bild der Anderen: Gesellschaftliche Wahrnehmung
3.1 Henry Jekyll und Edward Hyde – unvereinbare Gegensätze(?)
3.2 Jacques Lantier: Ein gefährlicher Trugschluss
3.3 Patrick Bateman: Anonymität der Oberfläche

4. Das Bild des Anderen: Gespaltene Subjekterfahrungen
4.1 Das Monster als Mittel der Befreiung
4.2 Das Monster als Bedrohung des Subjekts
4.3 Das Monster als Ersatz für das Subjekt

5. Zwischen Mensch und Tier: Spuren des Animalischen bei Stevenson, Zola und Ellis
5.1 Mordlust als animalischer Trieb

6. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Dass einprägsame Zitate, Neologismen oder Metaphern aus literarischen Werken immer wieder Einzug in den alltäglichen Sprachgebrauch erhalten, ist durchaus nicht selten. Mit der Zeit gerät die Herkunft solcher geflügelten Worte jedoch oft in Vergessenheit. Dem schottischen Autor Robert L. Stevenson aber gelang es (vielleicht unbeabsichtigt) einen Ausdruck zu prägen, der sich bis heute zuverlässig auf seine im Jahre 1886 veröffentlichte Novelle zurückführen lässt: In der Online-Version des Merriam-Webster findet sich „Jekyll and Hyde“ als Substantiv wieder, definiert als „one having a two-sided personality one side of which is good and the other evil“1.

Der althergebrachte Dualismus zwischen Gut und Böse, mit welchem sich die Menschheit seit vielen Jahrhunderten intensiv auseinandersetzt, wird in „The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde“ in einer einzigen Figur zusammengefasst und entfacht so den Diskurs über die Dualität der menschlichen Psyche. Die Figur des Dr. Jekyll ist angesehener Arzt und gewissensloser Krimineller, Mensch und Monster zugleich; diese Umstände machen sie zu einem Grenzgänger, dessen eindeutige Zuordnung zwangsweise ins Leere läuft. Womöglich ist gerade diese Transgression der Grund, warum das sprichwörtliche Erbe von Stevensons Schauernovelle schon wenige Jahre nach ihrer Veröffentlichung Autoren aus aller Welt dazu inspirierte, sich umfangreichen Neu- und Weiterbearbeitungen zu widmen. Auch innerhalb der Popkultur ist das Motiv des gespaltenen Ichs des Dr. Jekyll immer wieder adaptiert worden: Ob in Filmen, Zeichentrickserien, Comics oder auch in der Musik, wofür Serge Gainsbourgs „Docteur Jekyll et monsieur Hyde“ (1966) nur eines von unzähligen Beispielen darstellt. Andreas Dierkes fasst die potenziellen Gründe für die Popularität des „Jekyll und Hyde“-Motivs wie folgt zusammen:

Er [der Begriff] gibt dem Spannungsfeld zwischen Gut und Böse, sowohl in seiner moralisch-religiösen, als auch insbesondere in seiner ethisch-säkularen Form, ein prägnantes Gesicht – oder, besser gesagt, zwei prägnante Gesichter[…].2

Von Fortführungen, Überarbeitungen und Zitationen der Novelle abgesehen, lässt sich das Motiv der menschlichen Dualität jedoch auch in weiteren literarischen Werken wiederfinden; so etwa in Émile Zolas „La Bête humaine“ (1890) und Bret Easton Ellis‘ „American Psycho“ (1991). Die vorliegende Arbeit stellt einen Vergleich zwischen Stevensons vorbildhaftem Werk und den genannten Beispielen her. Im Fokus stehen hierbei insbesondere die dualen Strukturen, welche sich im Hinblick auf die Figuren Dr. Henry Jekyll, Jacques Lantier und Patrick Bateman erkennen lassen. Nach einer Darlegung der Ambivalenz im Begriff des Monsters, widmen sich die darauffolgenden Kapitel dem Verhältnis zwischen der Außenwirkung und dem Selbstbild der Protagonisten. Schlussendlich soll auch die in den Werken dargestellte Dualität zwischen Mensch und Tier untersucht werden.

2. Die grundlegende Ambiguität des Monsters: Historischer Umriss der Entwicklung von sichtbarer zu unsichtbarer Monstrosität

Für Kinder kommen Monster nicht selten als imaginierte Kreaturen daher, die trotz ihres wunderlichen Aussehens dazu fähig sind, freundlich, empathisch, liebenswürdig oder lustig zu sein. Kinderbücher wie beispielsweise Julia Donaldsons „The Gruffalo“ (1999), dessen titelgebende Monsterfigur sich vor einer Maus fürchtet, kombinieren die optische Andersartigkeit mit Eigenschaften, die durchaus menschlich anmuten. Auf diese Weise können Kinder lernen, dass der erste Eindruck trügen kann – und selbst die furchteinflößendsten Gestalten das Potenzial haben, in Wahrheit vertrauenswürdige Zeitgenossen zu sein.

Erwachsene jedoch begegnen dem figurativen Monster oftmals in einer anderen Gestalt: Auch für Mörder und andere Gewaltverbrecher ist die Bezeichnung geläufig und findet in Nachrichtensendungen ebenso häufig Verwendung wie in Literatur, Film und Fernsehen. Vor diesem Hintergrund fügen sich die zu untersuchenden Romanfiguren in dieses Muster, weshalb es zum Einstieg sinnvoll erscheint, sich mit dem grundlegend ambivalenten Begriff auseinanderzusetzen.

In seinem Ursprung ist das Wort „Monster“ nicht ausschließlich negativ konnotiert: Grundsätzlich beschreibt es ungewöhnliche Erscheinungen, wie etwa

seltsam gestaltete Fabelwesen (aus aufgeklärter Sicht sind sie Produkte der Imagination) sowie […] Individuen im Menschen-, Tier- und Pflanzenreich, die von der als normal angesehenen körperlichen Gestalt abweichen oder als miss- oder fehlgebildet gelten.3

Das lateinische „monstrum“, aus welchem sich das Wort ableitet, lässt sich zu Deutsch etwa mit „Zeichen“ oder „Mahnmal“ übersetzen. Zu Zeiten der Antike wurden diese unbekannten, nicht alltäglich auftretenden Phänomene gemeinhin als Mitteilungen göttlicher Instanzen aufgefasst, die sowohl eine positive als auch eine negative Bedeutung in sich tragen konnten. Daraus erklärt sich auch, weshalb die Menschen „seit jeher sowohl verunsichert wie fasziniert“4 auf sie reagieren. Mit dem wissenschaftlichen Fortschritt, welcher im Hinblick auf die Erklärungsversuche für abweichende Phänomene physischer, aber auch psychischer Art vor allem im 16. und 17. Jahrhundert Fahrt aufnimmt,5 rückt die Bedeutung des Monsters als Mitteilungsversuch höherer Mächte zunehmend in den Hintergrund; im darauffolgenden Jahrhundert „wird diese […] Vorstellung als Aberglaube entlarvt“.6 Diese Entwicklung verändert die Sichtweise auf Monstrosität, wodurch sie körperlichen Abweichungen „zumindest teilweise ihre Schauerlichkeit“7 nimmt. Zeitgleich jedoch rückt die psychische Devianz in den Fokus wissenschaftlicher Betrachtungen – und somit auch des gesellschaftlichen Interesses. Während Monstrosität zuvor hauptsächlich als etwas Sichtbares wahrgenommen wurde, worauf schon die lateinische Wortherkunft schließen lässt, erstreckt sie sich fortan weiter ins Innere: Die Ambiguität monströser Erscheinungen bezieht sich in dem Sinne nicht mehr ausschließlich auf das zwiegespaltene Verhältnis des Menschen zum Monster, sondern ebenso darauf, wie diese in Erscheinung treten. Spätestens durch Michel Foucaults Konzept des Sittenmonsters (monstre moral), welches er im vierten Teil seiner Vorlesung „Les Anormaux“ (1975) am Collège de France entwirft, wird dem augenscheinlichen Monster nun auch ein „unsichtbares“ gegenübergestellt.

2.1. Exkurs: Das Konzept des „Sittenmonsters“ nach Michel Foucault

Obwohl Foucaults Vorlesung beinahe im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts stattgefunden hat, richtet der französische Philosoph seine Überlegungen hauptsächlich auf das 18. und 19. Jahrhundert aus. Dies soll nicht unerwähnt bleiben, da Foucault sich in seinen Ausführungen meist auf ein „historisches Apriori“ bezieht, wodurch sie sich entsprechend eher als eine Art „Momentaufnahme“ begreifen lassen.8 Foucault unternimmt einen eigenen Definitionsversuch von Monstrosität, doch ist auch dieser von dualen Strukturen geprägt. So definiert Foucault das Monster zunächst als einen Gesetzesbruch, sowohl im Hinblick auf die Naturgesetze als auch auf das gesellschaftliche Recht.9 Abweichungen, die sich ausschließlich über körperliche Deformität (Foucault spricht von ihnen als „Gebrechlichkeit“) äußern, werden aus dem Bereich des Monströsen ausgeschlossen, da sie lediglich gegen die Gesetze der Natur verstoßen – für die Definition, die Foucault vorschlägt, sei dies allerdings nicht ausreichend.

Monstrosität gibt es nur dort, wo das in Unordnung gebrachte Naturgesetz an das Recht rührt, es umstürzt oder in Unruhe versetzt, sei es nun das Zivilrecht, das kanonische oder religiöse Recht. […] Gebrechlichkeit ist in der Tat etwas, was die natürliche Ordnung durcheinanderbringt, aber Gebrechlichkeit ist nicht Monstrosität, da sie ihren Platz im Zivilrecht oder im kanonischen Recht beibehält.10

Trotzdem fällt das physische Monster nicht vollends aus Foucaults Überlegungen heraus. Doch bezieht er vorrangig jene körperlichen Abweichungen mit ein, die „als Zwitterwesen, als paradoxe Schwellenfigur“11 beschrieben werden können – in solchen Fällen nämlich lassen ebendiese „Mischwesen“ auf einen Verstoß gegen das gesellschaftliche Recht (etwa durch Sodomie) schließen.12 Von dieser erkennbaren Monstrosität grenzt Foucault das Sittenmonster ab, einen „für die Gesellschaft sehr viel bedrohlichere[n] Fall“13, da es sich anhand seines äußeren Erscheinungsbildes nicht als solches erkennen lässt. Die Monstrosität dieses Typus konstituiert sich demgemäß aus einer Veranlagung zu deviantem Verhalten, einem Trieb, der dem sogenannten Sittenmonster ebenso angeboren zu sein scheint wie eine Deformität oder Missbildung dem erkennbaren Monster.14 Oder, wie es der Literaturprofessor Michael Niehaus zusammenfasst: „Das unsichtbare Monster, das Monster an sich, wäre also der Trieb selbst“.15

3. Das Bild der Anderen: Gesellschaftliche Wahrnehmung

3.1 Henry Jekyll und Edward Hyde – unvereinbare Gegensätze(?)

Der Begriff des unsichtbaren Monsters setzt ein soziales Umfeld, vor welchem es sich verbirgt, gewissermaßen voraus. In Stevensons Novelle wird der Außenperspektive allein aufgrund der Erzählstrategie eine wichtige Rolle zuteil: Die Geschichte vom misslungenen Experiment Dr. Jekylls wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass die Leserschaft bis zu seiner Stellungnahme am Ende des Werks ausschließlich mit der Außenwahrnehmung von Jekyll und seinem Alter Ego Hyde konfrontiert wird.16 Den Anfang markiert ein auktorialer Erzähler, welcher sich maßgeblich auf Jekylls Anwalt Mr. Utterson als Perspektivfigur bezieht. Mit diesem präsentiert Stevenson gleich zu Beginn das viktorianische Idealbild17 und somit den gesellschaftlichen Maßstab, der dem Werk zugrunde liegt. Utterson als „a man of a rugged countenance, that was never lighted by a smile […] and yet somehow lovable“18 ist das Kontrastbild zu der ersten Beschreibung Hydes durch seinen Begleiter Enfield, der Zeuge dessen Zusammenpralls mit einem jungen Mädchen geworden ist:

„Well, sir, the two ran into one another naturally around the corner; and then came the horrible part of the thing; for the man trampled calmly over the child’s body and left her screaming on the ground. It wasn’t like a man; it was like some damned Juggernaut.“19

Schon die erste Benennung Hydes spricht ihm seine Menschlichkeit ab – der englische Begriff „Juggernaut“ beschreibt eine unaufhaltsame, alles vernichtende Kraft20 –, wodurch er sich unmittelbar als Bedrohung für die Gesellschaft darstellt. Das Äußere Hydes scheint diesen Eindruck zu bestätigen: Obwohl Enfield Utterson gegenüber zugibt, die Gestalt Hydes nicht genau wiedergeben zu können, macht er eine Feststellung, die im Folgenden ähnlich von anderen Figuren der Novelle wiedergegeben wird: „I never saw a man I so disliked, and yet I scarce know why“.21 Auffallend sei ebenso ein „Gefühl von Deformität“, welche Enfield zwar nicht beschreiben kann, sich über ihr Vorhandensein aber sicher zu sein scheint („He must be deformed somewhere; he gives a strong feeling of deformity[…].“22 ). Ähnlich ergeht es Utterson bei seinem späteren Aufeinandertreffen mit Hyde, der seinen visuellen Eindruck jedoch hinterfragt:

‚[…]God bless me, the man seems hardly human! Something troglodytic, shall we say? […] or is it the mere radiance of a foul soul that thus transpires through, and transfigures, its clay continent? The last, I think; for, O my poor old Harry Jekyll, if ever I read Satan’s signature upon a face, it is on that of your new friend!‘23

Im Hinblick auf die Reaktionen der Figuren auf Hydes Erscheinung lässt sich die sinnbildliche Arbeit Stevensons unschwer erkennen. Die Gestalt Hydes suggeriert ihren Betrachtern eine Deformität, wodurch sich Anklänge der vorrangig im Mittelalter vorherrschenden augustinischen Vorstellung von körperlicher Monstrosität „als Störung der göttlichen Ordnung“24 zeigen, ein Hinweis auf das Werk des Teufels. Dies scheint Uttersons Erwähnung von „Satan’s signature“ zu bestätigen. Stevenson pointiert den unheimlichen Eindruck Hydes zusätzlich, indem er ihn mit einem heruntergekommenen, fensterlosen Gebäude,25 in welches ihn die Öffentlichkeit immer wieder eintreten sieht, verknüpft. Hyde wird als das personifizierte Böse stilisiert; ein gesellschaftlicher Störfaktor, welchem die Öffentlichkeit mit einer starken Abneigung begegnet – ebenfalls angedeutet in Enfields Bericht über den Zusammenstoß Hydes mit dem Kind („I never saw a circle of such hateful faces“26 ).

Die Verbindung zu Jekyll bleibt zunächst eine vage Andeutung. Er begegnet der Leserschaft lediglich in Gestalt seiner Unterschrift auf einem Scheck, welcher der aufgebrachten Gesellschaft als Genugtuung für den Zwischenfall dienen soll. Laut Enfield sei dieser von einer Utterson bekannten Person signiert worden, „the very pink of the properties, celebrated too, and […] one of your fellows who do what they call good“.27 So wird Jekyll (noch ohne namentlich genannt zu werden) als Kontrastfolie zu Hyde eingeführt. Die Nicht-Erwähnung des Namens betont laut Burkhard Niederhoff den „himmelweiten Unterschied zwischen Jekyll und Hyde“28, welcher sich erst im weiteren Verlauf der Handlung allmählich verringert: „Obwohl beide, Enfield wie Utterson, den Namen kennen, scheuen sie sich, ihn im Zusammenhang mit einer Person wie Hyde auszusprechen“.29 Für Enfield erscheint es dementsprechend eine logische Schlussfolgerung, dass der angesehene Jekyll den Scheck nicht freiwillig unterschrieben haben kann – „Blackmail, I suppose; an honest man paying through the nose for some of the capers of his youth“.30 Der Abstand zwischen den beiden Figuren wird im Folgenden zusätzlich durch den öffentlichen Gesamteindruck Jekylls betont. Beschrieben wird er als

a large, well-made, smooth-faced man of fifty, with something of a slyish cat perhaps, but every mark of capacity and kindness – you could see by his looks that he cherished for Mr Utterson a sincere and warm affection.31

Somit präsentiert sich Jekyll nicht nur optisch als das Gegenteil Hydes, sondern auch im Hinblick auf die Zuschreibungen, die seiner Persönlichkeit zuteilwerden. Im Vergleich zu der listigen Katze findet sich zwar „etwas Fragwürdiges und Verdächtiges“,32 doch wird diese Nebenbemerkung sogleich von einer weiteren positiven Eigenschaft nivelliert. Passend dazu gestaltet Stevenson auch Jekylls Wohnort: Inmitten älterer, als „handsome“33 beschriebener Gebäude, befindet sich das Haus Jekylls, gekennzeichnet durch „a great air of wealth and comfort“.34 Seine Eingangshalle, gilt Utterson als „the pleasantest room in London“;35 ein deutlicher Gegensatz zu dem Hauseingang, mit welchem Hyde assoziiert wird. Dass beide Häuser allerdings durch einen Innenhof miteinander verbunden sind – eine symbolische Verbindung zwischen Jekyll und Hyde – bleibt zunächst unentdeckt. Im Hinblick auf die Außenwirkung Jekylls scheint einzig die Figur des Dr. Lanyon aus der Reihe zu fallen. Sie ist es, die als erstes einen deutlichen Hinweis auf die Devianz Jekylls liefert: Obgleich ehemals eng befreundet, gibt er zu, sich insbesondere aufgrund dessen Forschungen (laut Lanyon „unscientific balderdash“36 ) von ihm distanziert zu haben – „He began to go wrong, wrong in mind“.37 Seine genauen Gründe bleiben zunächst unklar; allein, weil Lanyon im ersten Teil der Novelle eine eher untergeordnete Rolle zukommt. Das nächste und letzte Mal begegnet ihm der Leser im sechsten Kapitel, in welchem sich seine Abneigung gegenüber Jekyll potenziert zu haben scheint. Als Utterson dem erkrankten Lanyon gegenüber den Namen seines ehemaligen Freundes erwähnt, reagiert dieser stark ablehnend:

[…]‚I wish to see or hear no more of Dr Jekyll,‘ he said, in a loud, unsteady voice. ‚I am quite done with that person; and I beg that you will spare me any allusion to one whom I regard as dead.‘38

[...]


1 Merriam-Webster: „Jekyll and Hyde“ auf Merriam-Webster online (o.J.). (https://www.merriam-webster.com/dictionary/Jekyll%20and%20Hyde aufgerufen am 13.04.2021)

2 Dierkes, Andreas: A Strange Case Reconsidered. Zeitgenössische Bearbeitungen von R. L. Stevensons Dr Jekyll and Mr Hyde. Würzburg: Königshausen & Neumann 2009. S. 15.

3 Schmitz-Emans, Monika: Monster: Eine Einführung. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Monster. (APUZ 52/2013). Bundeszentrale für politische Bildung online 2013. S. 1. (https://www.bpb.de/apuz/175278/monster-eine-einfuehrung aufgerufen am 15.04.2021).

4 Magin, Ulrich: Monster. In: Auffahrt, Christoph/Bernard, Jutta/Mohr, Hubert/Imhof, Agnes/Kurre, Silvia (Hrsg.): Metzler Lexikon Religion. (Bd. 2) Stuttgart: J.B. Metzler 2005. S. 1016-1018. (https://doi.org/10.1007/978-3-476-00091-0_348 aufgerufen am 15.04.2021)

5 Vgl. Schmitz-Emans 2013. S. 3.

6 Kyora, Sabine: „Die ganz scheußliche Kreatur“: Monster in der modernen Literatur und im Film. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Monster. (APUZ 52/2013). Bundeszentrale für politische Bildung online 2013. S. 1. (https://www.bpb.de/apuz/175282/monster-in-der-modernen-literatur-und-im-film aufgerufen am 15.04.2021).

7 Schmitz-Emans 2013. S. 3.

8 Vgl. Parr, Rolf: Monströse Körper und Schwellenfiguren als Faszinations- und Narrationstypen ästhetischen Differenzgewinns. In: Geisenhanslüke, Achim/Mein, Georg (Hrsg.): Monströse Ordnungen. Zur Typologie und Ästhetik des Anormalen. Bielefeld: Transcript 2009. S. 23.

9 Vgl. Foucault, Michel: Die Anormalen.Vorlesungen am Collège de France (1974-1975). Berlin: Suhrkamp 2003. S. 76f.

10 Ebd. S. 87.

11 Parr, Rolf: Monstrosität, „das große Modell aller kleinen Abweichungen“. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Monster. (APUZ 52/2013). Bundeszentrale für politische Bildung online 2013. S. 1. (https://www.bpb.de/apuz/175276/monstroesitaet-das-grosse-modell-aller-kleinen-abweichungen aufgerufen am 16.04.2021).

12 Vgl. Foucault 2003. S. 87f

13 Parr 2013. S. 1.

14 Vgl. Ebd.

15 Niehaus, Michael: Das verantwortliche Monster. In: Geisenhanslüke, Achim/Mein, Georg (Hrsg.): Monströse Ordnungen. Zur Typologie und Ästhetik des Anormalen. Bielefeld: Transcript 2009. S. 93.

16 Vgl. Schmitz-Emans, Monika: Poetiken der Verwandlung. Innsbruck: Studienverlag 2008. S. 56.

17 Saposnik, Irving S.: The Anatomy of Dr. Jekyll and Mr. Hyde. In: Studies of English Literature, 1500-1900. Vol. 11, No. 4. Nineteenth Century. Houston: Rice University 1971. S. 719.

18 Stevenson, Robert L.: The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde. London: Penguin Popular Classics 1994. S. 10.

19 Ebd. S. 11.

20 Vgl. Merriam-Webster: „Juggernaut“ auf Merriam-Webster online (o.J.). (https://www.merriam-webster.com/dictionary/juggernaut aufgerufen am 17.04.2021)

21 Stevenson 1994. S. 15.

22 Stevenson 1994. S. 15.

23 Ebd.. S. 23.

24 Schmitz-Emans 2013. S. 14.

25 Vgl. Stevenson 1994. S. 11.

26 Ebd. S. 12.

27 Ebd. S. 13.

28 Niederhoff, Burkhard: Erzähler und Perspektive bei Robert Louis Stevenson. Würzburg: Königshausen &Neumann 1994. S. 36.

29 Ebd. S. 37.

30 Stevenson 1994. S. 13.

31 Ebd. S. 26.

32 Niederhoff 1994. S. 44.

33 Stevenson 1994. S. 23.

34 Ebd.

35 Ebd. S. 24.

36 Ebd. S. 19.

37 Ebd.

38 Stevenson 1994. S. 41f.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Das Monster inkognito. Menschliche Dualität in Werken von Robert L. Stevenson, Émile Zola und Bret Easton Ellis
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,1
Jahr
2021
Seiten
35
Katalognummer
V1138583
ISBN (eBook)
9783346510730
ISBN (Buch)
9783346510747
Sprache
Deutsch
Schlagworte
American Psycho, Dualität, Doppelleben, Dr. Jekyll and Mr. Hyde, La Bête humaine, Monster, gespaltene Persönlichkeit, Mörder, Mord, Devianz, Abweichendes Verhalten
Arbeit zitieren
Anonym, 2021, Das Monster inkognito. Menschliche Dualität in Werken von Robert L. Stevenson, Émile Zola und Bret Easton Ellis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1138583

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