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Narzissmus. Welchen Einfluss hat Narzissmus auf zwischenmenschliche, insbesondere partnerschaftliche Beziehungen?

Titel: Narzissmus. Welchen Einfluss hat Narzissmus auf zwischenmenschliche, insbesondere partnerschaftliche Beziehungen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Clara Jule Fischer (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Seminararbeit geht es darum, wie sich Narzissmus sich auf zwischenmenschliche und partnerschaftliche Beziehungen auswirkt. Dabei wird zunächst Narzissmus als solches definiert und auch ein Einblick in die Bindungstheorie gegeben. Im Weiteren wird dann das Bindungs- und Sozialverhalten von Narzisst*innen beleuchtet.

Wie genau wirkt sich Narzissmus auf die Beziehungen zu den Menschen in dem Umfeld der betreffenden Person aus? Erkennen Narzisst*innen selbst ihren eigenen Narzissmus oder sind sie frei von jeder Einsicht? Warum sollte ein Narzisst*in überhaupt eine Bindung mit einer Person eingehen, wenn man sowieso nur Augen für sich selbst hat und wie gestalten sich solche Bindungen?

Narzissmus ist heutzutage aktueller denn je und aller Munde, und wird häufig als übertriebene Selbstliebe definiert. Dies kann mit den sozialen Medien zu tun haben, in denen fast jeder sich heute selbst präsentiert und inszeniert mit Fotos und Videos und so seiner Selbstverliebtheit freien Lauf lassen kann. Der Begriff Narzissmus ist allerdings schon sehr viel älter. Ursprünglich stammt er aus der griechischen Mythologie.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Narzissmus

2.1 Definition

2.2 Narzissmus Spektrum Modell

3 Narzissmus und zwischenmenschliche Beziehungen

4 Selbst- und Fremdwahrnehmung

5 Bindungstheorie

5.1 Eltern-Kind-Bindung

5.2 Bindungsstile

5.3 Die Dimensionen Angst und Vermeidung

6 Bindung und Narzissmus

6.1 Studien zu Bindung und Narzissmus

6.2 Selbstvertrauen von Narzisst*innen

6.3 Sicherer Bindungsstil und grandioser Narzissmus

6.4 Ängstlicher Bindungsstil und vulnerabler Narzissmus

6.5 Vermeidender Bindungsstil und vulnerabler Narzissmus

7 Narzisst*innen in partnerschaftlichen Beziehungen

7.1 Verhalten in Beziehungen

7.2 Vor- und Nachteile für Narzisst*innen in Beziehungen

7.3 Narzisst*innen und ihre Beziehungspartner*innen

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen auf die Qualität und Gestaltung von zwischenmenschlichen, insbesondere partnerschaftlichen Beziehungen, wobei sowohl grandiose als auch vulnerable Facetten des Narzissmus betrachtet werden.

  • Definition und Differenzierung verschiedener Narzissmus-Typen
  • Analyse der Selbst- und Fremdwahrnehmung bei Narzisst*innen
  • Verbindung zwischen Bindungstheorien und narzisstischem Verhalten
  • Untersuchung von Beziehungsverhalten, Partnerwahl und Untreue

Auszug aus dem Buch

3 Narzissmus und zwischenmenschliche Beziehungen

Da sich Narzissmus laut dem DSM 5 (2013) insgesamt durch ein Gefühl der Grandiosität (in Fantasie oder Verhalten), mangelnder Empathie und der Überempfindlichkeit gegenüber der Bewertung anderer ausdrückt, lässt dies schon auf Probleme im zwischenmenschlichen Bereich schließen (American Psychiatric Association, 2013).

Narzisst*innen denken dabei, schöner und besser als andere Menschen, meinen mehr als andere zu verdienen und haben eine sehr hohe Anspruchshaltung gegenüber Anderen. Sie umgeben sich dabei meist mit Menschen, die ihrer Meinung nach auch einen hohen Status haben, da diese sie besser verstehen können und ihre Brillanz erkennen. Auf fehlende Bestätigung und Bewunderung regieren sie überrascht und vor allem gereizt, wenn sie kritisiert werden. Außerdem tendieren Narzisst*innen dazu, andere Menschen auszunutzen und zu ihren Gunsten zu manipulieren. Sie sind feinselig und unempfindsam gegenüber den Bedürfnissen und Wünschen anderer. Hierbei wird die paradoxe Tatsache deutlich, dass Narzisst*innen insgesamt auf die Selbstbestätigung anderer stark angewiesen sind, jedoch durch ihr ausbeuterisches und arrogantes Verhalten oft Beeinträchtigungen in ihrer persönlichen und zwischenmenschlichen Funktionalität aufweisen (American Psychiatric Association, 2013).

Die Problematiken in zwischenmenschlichen Beziehungen unterscheiden sich allerdings auch zwischen den beiden Facetten. Wink (1991) beschreibt dabei Einbildung und Missachtung anderer Menschen als Kernmerkmale des Narzissmus beider Ausprägungen (Wink, 1991).

Grandioser Narzissmus zeichnet sich mehr durch Extraversion, Exhibitionismus und Aggression aus, sowie auch offen zum Ausdruck gebrachte Machtorientierung, Manipulation Anderer und Selbstdramatisierung. Narzisst*innen des grandiosen Narzissmus werden meist als aggressiv, protzig, egoistisch, durchsetzungsfähig und egozentrisch wahrgenommen. Sie

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Aktualität des Narzissmus-Begriffs ein, beleuchtet seinen mythologischen Ursprung und formuliert die zentrale Fragestellung nach den Auswirkungen auf soziale Bindungen.

2 Narzissmus: Dieses Kapitel definiert Narzissmus aus klinischer sowie sozialpsychologischer Perspektive und führt das Narzissmus Spektrum Modell zur Differenzierung in Grandiosität und Vulnerabilität ein.

3 Narzissmus und zwischenmenschliche Beziehungen: Hier werden die allgemeinen Auswirkungen narzisstischer Charakteristika wie mangelnde Empathie und manipulative Tendenzen auf die Funktionalität in sozialen Beziehungen analysiert.

4 Selbst- und Fremdwahrnehmung: Das Kapitel untersucht, wie Narzisst*innen sich selbst im Vergleich zur Fremdwahrnehmung einschätzen und ob sie ihre eigene narzisstische Wirkung reflektieren können.

5 Bindungstheorie: Die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie werden erläutert, insbesondere die verschiedenen Bindungsstile und die Dimensionen Angst und Vermeidung.

6 Bindung und Narzissmus: Dieses Kapitel verknüpft die empirische Forschung zu Bindungsstilen mit den verschiedenen Formen des Narzissmus und beleuchtet deren Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl.

7 Narzisst*innen in partnerschaftlichen Beziehungen: Der Fokus liegt auf dem konkreten Beziehungsverhalten, inklusive der Partnerwahl, der Neigung zur Untreue und der Dynamik zwischen Idealisierung und Abwertung.

8 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und weist auf die Notwendigkeit hin, vulnerable Narzissmus-Facetten in zukünftigen Studien stärker zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Narzissmus, Bindungstheorie, Partnerschaft, Narzisstische Persönlichkeitsstörung, Grandiosität, Vulnerabilität, Selbstwertgefühl, Beziehungsverhalten, Untreue, Empathie, Zwischenmenschliche Beziehungen, Bindungsstile, Idealisierung, Manipulation, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das komplexe Phänomen des Narzissmus und analysiert, wie narzisstische Persönlichkeitsmerkmale die Qualität, Stabilität und Dynamik von zwischenmenschlichen sowie partnerschaftlichen Beziehungen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung des Narzissmus, die Rolle der Bindungstheorie, die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie spezifische Verhaltensmuster wie Manipulation und Untreue innerhalb von Liebesbeziehungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Literatur zu klären, welchen Einfluss Narzissmus – sowohl in grandioser als auch in vulnerabler Ausprägung – auf die Fähigkeit zur Gestaltung gesunder und emotional stabiler Partnerschaften hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung verschiedener psychologischer Studien, die unterschiedliche Aspekte von Narzissmus, Bindungsstilen und Beziehungszufriedenheit untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch das Narzissmus Spektrum Modell und die Bindungstheorie, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Bindungsstile, der Selbstvertrauensstrukturen von Narzisst*innen sowie deren konkretem Interaktionsverhalten in Partnerschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Narzissmus, Bindungsstil, Grandiosität, Vulnerabilität, Selbstwertgefühl, Partnerschaft, emotionale Intimität und manipulative Beziehungsführung definiert.

Wie unterscheidet sich die Bindung bei grandiosem und vulnerablem Narzissmus?

Während grandiose Narzisst*innen oft einen sichereren Bindungsstil vortäuschen, um ihren Selbstwert zu stabilisieren, korreliert der vulnerable Narzissmus häufiger mit Bindungsunsicherheit, Ängstlichkeit und einer stärkeren emotionalen Abhängigkeit vom Partner.

Warum neigen Narzisst*innen laut der Arbeit zu Untreue?

Die Neigung zur Untreue wird mit einem hohen Bedürfnis nach Nervenkitzel, einer pragmatischen Sicht auf Beziehungen zur Selbstaufwertung sowie einer geringeren emotionalen Bindung an den bestehenden Partner in Verbindung gebracht.

Welche Rolle spielt die Selbstwahrnehmung bei Narzisst*innen?

Narzisst*innen weisen oft eine positive Selbstwahrnehmung auf, die jedoch nicht mit der Fremdwahrnehmung übereinstimmt; sie neigen dazu, sich selbst optimistischer einzuschätzen und fühlen sich durch ihre Umwelt oft missverstanden.

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Details

Titel
Narzissmus. Welchen Einfluss hat Narzissmus auf zwischenmenschliche, insbesondere partnerschaftliche Beziehungen?
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Wirtschafts- und Sozialpsychologie)
Note
1,3
Autor
Clara Jule Fischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1138961
ISBN (eBook)
9783346512192
ISBN (Buch)
9783346512208
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Narzissmus Beziehungen Bindung Partnerschaft Liebe Bindungstheorie Verhalten Selbstwahrnehmung Fremdwahrnehmung Beziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clara Jule Fischer (Autor:in), 2021, Narzissmus. Welchen Einfluss hat Narzissmus auf zwischenmenschliche, insbesondere partnerschaftliche Beziehungen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1138961
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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