Diese Unterrichtsstunde bezieht sich auf das Finden und Verbessern von Fehlern in Musterfolgen. Sie ist dabei die 4. Stunde der dazugehörigen Unterrichtseinheit. Die ganze Unterrichtseinheit ist ein eine Rahmenhandlung eingebettet und die Schüler begeben sich auf verschiedene Abenteuer im Musterland. In der hier vorgestellten Unterrichtsstunde muss der verzauberte Musterwald passiert und am Schluss die kaputte Hängebrücke repariert werden, um den den nächsten Hinweis auf dem Weg zum Schatz zu bekommen. Die Arbeitsblätter sind dreifach differenziert, so dass alle Schüler auf ihrer jeweiligen Niveaustufe selbstständig arbeiten können. Die Stunde war für die Schüler der 2. Klasse unglaublich motivierend und hat sie zu echten Entdeckern werden lassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Sachanalyse
2. Kompetenzformulierung
3. Stundenparaphrasierung
4. Verlaufsplanung
5. Geplantes Tafelbild
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, mathematische Kompetenzen im Bereich „Muster und Strukturen“ in einer zweiten Grundschulklasse zu fördern, indem die Schülerinnen und Schüler lernen, systematisch Fehler in periodischen Musterfolgen zu identifizieren, zu korrigieren und ihr Vorgehen fachsprachlich zu begründen.
- Grundlagen der Mustererkennung und Strukturverständnis
- Identifikation und Kategorisierung verschiedener Fehlerarten
- Einsatz der „Think-Pair-Share“-Methode zur Förderung des mathematischen Austauschs
- Strategieentwicklung zum systematischen Korrigieren von Mustern
- Differenzierung des Lernangebots zur individuellen Förderung
Auszug aus dem Buch
Sachanalyse
Keith Devlin (1998) definiert Mathematik als Wissenschaft von Mustern (vgl. Merschmeyer-Brüwer & Spindeler 2010: 6). Demzufolge sind „alle Sätze, Formen und Algorithmen als Muster anzusehen“ (ebd.). Deutlich wird die Stellung von Mustern und Strukturen auch darin, dass die Bildungsstandards einen eigenen inhaltlichen Kompetenzbereich „Muster und Strukturen“ benennen, dem zusätzlich eine übergeordnete Rolle zukommt. Die Schülerinnen und Schüler sollen „Gesetzmäßigkeiten erkennen, beschreiben und darstellen“ (KMK 2004: 13). Hierbei wird das Herausarbeiten von Strukturen angestrebt, die die innermathematischen Beziehungen in unterschiedlichen mathematischen Zusammenhängen veranschaulichen (vgl. Merschmeyer-Brüwer & Spindeler 2010: 6).
Muster im Mathematikunterricht sind als wiederholt zu beobachtende, regelhafte Phänomene zu bezeichnen (vgl. Lüken 2013: 4). Weiter definiert Lüken Muster als das „geordnete Ganze“ (ebd.), welches durch eine regelmäßige Wiederholung gleichbleibender Elemente gekennzeichnet ist.
Struktur meint den Aufbau bzw. die Anordnung der Teile des Ganzen zueinander. Bezogen auf Musterfolgen spricht man hierbei auch vom Grundbaustein (vgl. ebd.: 5). Diesen zu identifizieren und zu verstehen, ist die wesentliche Erkenntnis, die durch die Arbeit mit Musterfolgen angebahnt werden soll (vgl. Lüken 2017: o. S.). Die Muster, die Grundschulkinder kennenlernen, lassen sich grob in vier Musterarten kategorisieren: sich wiederholende Musterfolgen, wachsende Musterfolgen, Muster als funktionale Beziehungen sowie räumliche Muster (vgl. Lüken 2014: 776). In der vorliegenden Prüfungslehrprobe kommen lediglich sich wiederholende Musterfolgen zum Tragen, weshalb diese anschließend näher betrachtet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Sachanalyse: Dieses Kapitel definiert mathematische Muster und Strukturen theoretisch und grenzt insbesondere sich wiederholende Musterfolgen als Gegenstand der Lehrprobe ein.
2. Kompetenzformulierung: Hier werden die übergeordnete Stundenkompetenz sowie spezifische Teilkompetenzen im fachlichen, sozialen und methodischen Bereich festgelegt.
3. Stundenparaphrasierung: Dieses Kapitel erläutert den didaktisch-methodischen Ablauf der Lehrprobe, vom Einstieg bis zur Sicherung, unter Einbeziehung der gewählten Rahmenhandlung.
4. Verlaufsplanung: Die Verlaufsplanung stellt die Phasen der Stunde, die geplanten Lehrer-Schüler-Aktivitäten sowie die methodische Umsetzung tabellarisch dar.
5. Geplantes Tafelbild: Hier wird die visuelle Strukturierung des geplanten Tafelbildes inklusive Arbeitsauftrag und Formulierungshilfen abgebildet.
Schlüsselwörter
Muster, Strukturen, Grundbaustein, Mathematikunterricht, Grundschule, Fehleranalyse, Musterfolgen, Kompetenzorientierung, Didaktik, Differenzierung, Think-Pair-Share, Fachsprache, Problemlösen, Regelmäßigkeit, Unterrichtsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung und methodischen Gestaltung einer Unterrichtsstunde im Fach Mathematik für eine zweite Grundschulklasse zum Thema „Muster und Strukturen“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen das Verständnis für sich wiederholende Muster, das Erkennen des Grundbausteins sowie das systematische Finden und Korrigieren von Fehlern innerhalb dieser Muster.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Strukturen in Mustern zu identifizieren und methodisch fundierte Korrekturen vorzunehmen, während sie gleichzeitig ihre mathematische Fachsprache erweitern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf didaktische Konzepte des entdeckenden Lernens und nutzt die „Think-Pair-Share“-Methode, um den individuellen Erkenntnisprozess mit kooperativem Austausch zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Sachanalyse, die Kompetenzformulierung, die detaillierte Beschreibung des Unterrichtsverlaufs sowie die konkrete Planung von Tafelbild und Arbeitsmaterialien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mustererkennung, Grundbaustein, Fehleranalyse, Differenzierung und entdeckendes Lernen bestimmt.
Welche Rolle spielt die Rahmenhandlung „verzauberter Musterwald“?
Die Rahmenhandlung dient dazu, Spannung zu erzeugen, die Schüler zur selbstständigen Entdeckung des Themas zu motivieren und einen konkreten Kontext für die „Reparatur“ fehlerhafter Muster zu schaffen.
Wie wird die Differenzierung innerhalb der Stunde umgesetzt?
Die Differenzierung erfolgt qualitativ über die Komplexität der Muster (Länge des Grundbausteins, Art des Fehlers, Position) sowie quantitativ durch die freie Wahl der Arbeitsblätter nach Schwierigkeitsgrad.
- Arbeit zitieren
- Tobias Grimm (Autor:in), 2020, Hier stimmt etwas nicht. Entdecken und verbessern von Fehlern in Musterfolgen (Grundschule, Klasse 2), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139214