Die Hafenanlagen im Piräus. Wasserversorgung des antiken Athens


Hausarbeit (Hauptseminar), 2020

24 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

1. Athen und Piräus im Kontext von Zeit und Raum

2.1. Gelände-Topographie
2.2.Historische Entwicklung

3. Die Hafenanlagen
3.1. Die Schiffshäuser des Piräus
3.2. Bucht von Phaleron
3.3. Kantharos
3.4. Zea
3.5. Mounichia

4. Die Wasserversorgung
4.1. Historische Entwicklung
4.2. Formen der Wasserversorgung

5. Fazit

6. Abbildungen

7. Literaturverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Das Archontat des Themistokles formte aus dem Stadtstaat Athen ein politisches, ökonomisches und maritimes Zentrum in der klassischen Antike, dessen Bedeutung weit über die griechische Halbinsel hinausreichte. Der Kern dieser Entwicklung hängt eng mit der Entwicklung des Piräus, einer unweit der antiken Stadt Athen befindlichen Halbinsel zusammen.

Piräus, als erste wissenschaftlich geplante Stadt, mit ihren parallelen Straßen und rechtwinkligen Kreuzungen,1 bildet hierbei den Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit, geschrieben im Kurs die Wasserversorgung des antiken Athens im Sommersemester 2020 an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Hierzu wurde bestehende, wissenschaftliche Literatur gesichtet und entsprechende Informationen in dieser Arbeit in sinnvoller Reihenfolge niedergeschrieben.

Zunächst wird in Kapitel 2.1 auf die topologischen Gegebenheiten der Halbinsel eingegangen. Nach den Perserkriegen bildeten die einzelnen piräischen Häfen und die dort angesiedelte Infrastruktur die Grundlage der Vormachtstellung Athens als See- und Handelsmacht.2 Deren historische Entwicklung wird im folgenden Abschnitt 2.2 näher untersucht.

Die auf der Halbinsel entdeckten, antiken Bauwerke werden daraufhin, zunächst allgemein und dann jeweils für jeden Hafen einzeln, untersucht. Die Schiffshäuser werden in Kapitel 3.1 beleuchtet. Eine künstlerische Visualisierung dieser zeigt die Abbildung 1 - Künstlerische Darstellung der athenischen Schiffshäuser, wohingegen die Abbildung 2 - Animierte Darstellung von in Schiffshäusern gelagerten Triremen diese am Computer aufbereitet darstellt. Die Bucht von Phaleron folgt in Kapitel 3.2, der Hafen von Kantharos in Kapitel 3.3 und die Militärhäfen Zea und Mounichia bilden in den Abschnitten 3.4 und 3.5 den Abschluss.

Das Kapitel 4 wiederum befasst sich mit der Wasserversorgung der Halbinsel. Zunächst wird in Abschnitt 4.1 die historische Entwicklung dieser umrissen, um in Unterkapitel 4.2 auf die genauere Form der Infrastruktur einzugehen.

Kapitel 5 bildet den Abschluss dieser wissenschaftlichen Untersuchung, in dem die hier dargestellten Ergebnisse zusammengefasst werden.

Das Literatur- und das Abbildungsverzeichnis bilden den formalen Abschluss dieser Arbeit.

2. Athen und Piräus im Kontext von Zeit und Raum

Zur Betrachtung der Hafenanlagen des Piräus und seiner Wasserversorgung ist es zunächst notwendig den geografischen und den historischen Kontext der Halbinsel zu beschreiben. Diese werden im folgenden Kapitel untersucht.

2.1. Gelände-Topographie

Insgesamt bilden die topographischen Gegebenheiten des griechischen Festlandes in seinen Gebirgs- und Vorgebirgszügen eine Orientierung der Streichrichtung von zumeist nordwestlich nach südöstlicher Richtung aus.3

Es ist aber anzunehmen, dass sich, im Gegensatz zu den meteorologischen und ozeanographischen Rahmenbedingungen dieser Zeit, die topographischen Gegebenheiten seit der Antike geändert haben. Vor allem aufgrund von seismischen und tektonischen Aktivitäten sowie einem durch verschiedene Faktoren begründeten Anstieg des Meeresspiegels im Mittelmeerraum, kam es zur Verschiebung der Küstenlinie, die einer weiteren und genaueren Untersuchung bedarf.4

So war die Halbinsel von Piräus früher eine Insel, die jedoch bis zum 5. Jahrhundert vor Christus wieder mit dem Festland verbunden wurde.5 Hierauf deuten die belegten Existenzen von Sümpfen in vormals unterhalb der Wasseroberfläche befindlichen Landabschnitten hin.6

Die Halbinsel selbst teilt sich in zwei Teilgebiete, das südwestliche Akte-Gebiet, rund um einen gleichnamigen Hügel von 58 Metern Höhe und den nordöstlichen Teil, der sich um den 86 Meter hohen Mounichia-Hügel erstreckt.7

Die Bodenbeschaffenheit der Halbinsel lässt sich als wasser- und ressourcenarm charakterisieren, wodurch eine Besiedlung nicht begünstigt wurde.8 9

Allerdings lassen sich entlang der Küsten der Halbinsel drei natürliche Häfen identifizieren. Zum einen den großen Kantharos-Hafen an der westlichen Uferseite des Piräus und zum anderen die beiden kleineren Häfen Zea und Mounichia am östlichen Ufer, die die bodenbedingten Einschränkungen wettmachten und zur Besiedlung führten.10 Deren historische Entwicklung wird im folgenden Kapitel kurz umrissen. Grafisch stellt die Abbildung 3 - Topographie der piräischen Halbinsel die einzelnen Häfen und die antike Hafenstadt dar.

2.2. Historische Entwicklung

Während Chrysoulaki u. a. 2017 von einer Bebauung von jungfräulichem, vorher ungenutztem und unbewohntem Land spricht,11 geht Eckert 2007 von einer ersten Besiedlung ab dem 9. Jahrhundert vor Christus und einer erwähnenswerten Bevölkerung auf dem Gebiet seit der Mitte des 6. Jahrhunderts vor Christus aus.12

[...]


1 Chrysoulaki u. a. 2017, 417 f.

2 Müller 2014, 34.

3 Eckert 2007, 19.

4 Eckert 2015, 40.

5 Chiotis 2019, 337.

6 Eckert 2007, 24.

7 Eckert 2007, 24.

8 Eckert 2007, 27.

9 Chrysoulaki u. a. 2017, 417.

10 Eckert 2007, 24.

11 Chrysoulaki u. a. 2017, 417f.

12 Eckert 2007, 27f.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Hafenanlagen im Piräus. Wasserversorgung des antiken Athens
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
2,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V1139232
ISBN (eBook)
9783346512642
ISBN (Buch)
9783346512659
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hafenanlagen, piräus, wasserversorgung, athens
Arbeit zitieren
Benedikt Ochs (Autor:in), 2020, Die Hafenanlagen im Piräus. Wasserversorgung des antiken Athens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139232

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