Intermedialität im modernen Adoleszenzroman am Beispiel von "Tschick"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2020

20 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Intermedialität: Definition und literaturwissenschaftliche Relevanz

3. Der Adoleszenzroman als literarische Gattung
3.1 Der moderne Adoleszenzroman
3.2 Tschick als moderner Adoleszenzroman

4. Intermedialität in Tschick
4.1 Intertextualität
4.2 Film, Fernsehen und Videospiele
4.3 Musik
4.4 Medienkritik

5. Fazit: Intermedialität im modernen Adoleszenzroman

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Medien sind unmittelbare Bestandteile des Alltags, des Erlebens. […] [In der Literatur sind sie] Verstärker, Verflüchtiger, Verbindung, Metapher, Erinnerung.“1 Medien sind ein konstanter Begleiter in der gegenwärtigen Kultur und Lebenswelt von Jugendlichen. Deshalb ist davon auszugehen, dass Adoleszenzromane im 21. Jahrhundert die zunehmende Bedeutung von Medien in ästhetischer oder funktionaler Hinsicht aufgreifen und thematisieren. Die folgende Arbeit untersucht das Zusammenspiel von verschiedenen Medien in Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick (2010). Für diesen Zweck wird in einem ersten Schritt Intermedialität definiert. Bevor die Bedeutung und Funktion von Intermedialität in Herrndorfs Adoleszenzroman näher beleuchtet werden kann, ist es notwendig, vorher den modernen Adoleszenzroman zu definieren und Tschick als solchen charakteristisch einzuordnen. In einem abschließenden Schritt werden die Ergebnisse revidiert, indem herausgearbeitet wird, welche Rolle Intermedialität im modernen Adoleszenzroman spielt.

2. Intermedialität: Definition und literaturwissenschaftliche Relevanz

Intermedialität ist in verschiedenen Wissenschaftsbereichen unterschiedlich definiert. Die interdisziplinäre Forschung ist sich jedoch in der Tatsache einig, dass dieser Begriff, aufgrund der stark zunehmenden Medialisierung aller Lebensbereiche, in wissenschaftlichen Diskursen mehr berücksichtigt werden muss.2 Wolf versteht unter dem Begriff Intermedialität: in einem weiten Sinn jedes Überschreiten von Grenzen zwischen konventionell als distinkt angesehenen Ausdrucks- oder Kommunikationsmedien; in einem engeren ‚werkinternen‘ Sinn analog zur Intertextualität, die eine in einem Text nachweisliche Einbeziehung mindestens eines weiteren (verbalen) Textes bezeichnet, eine in einem Artefakt nachweisliche Verwendung oder (referentielle) Einbeziehung wenigstens zweier Medien.3

Dementsprechend versteht Wolf unter Intermedialität einen intendierten, referentiellen Bezug zwischen zwei unterschiedlichen Mediensystemen. Auf diese Definition wird sich die folgende Arbeit stützen. Die Intermedialitätsforschung untersucht hauptsächlich drei Phänomene: die Medienkombination, den Medienwechsel und intermediale Bezüge. Die Medienkombination ist eine Kombination unterschiedlicher Medien, die in einem Medium materiell präsent ist.4 Ein Beispiel hierfür ist die der Arbeit zu Grunde liegende Romanausgabe von Tschick mit einem Anhang zum Film, welche Bildausschnitte aus der Literaturverfilmung enthält. Der Medienwechsel beschreibt die Transformation einesMediums in ein anderes, wobei das neue Medium das vorherige als Quelle heranzieht.5 Die Literaturverfilmung von Tschick, die inhaltlich nur wenig vom schriftlichen Original abweicht, kann als Medienwechsel beschrieben werden. Intermediale Bezüge bezeichnen Bezugnahmen von einem Text eines Mediums auf einen anderen Text eines anderen Mediums.6 Wolfgang Herrndorfs Roman enthält eine Vielzahl von intermedialen Bezügen, da der literarische Primärtext mehrere referentielle Bezüge zu verschiedenen Mediensystemen herstellt wie beispielsweise zum Film oder zur Musik. Der mittlerweile international verwendete Begriff der Intermedialität ist seit den 1990er Jahren u.a. in der Literaturwissenschaft anzutreffen.7 Intermedialität ist besonders für die Literaturwissenschaft relevant, da dieser Begriff präziser ist als der der Intertextualität,8 vor allem unter der Berücksichtigung, dass nicht alle Medien, zu denen ein literarischer Text Bezug nehmen kann, zwangsläufig auch Literaturtexte sein müssen. Intermedialität als Wechselbeziehung zwischen verschiedenen Medien schließt demnach traditionelle Kunstformen und neue digitale Kunstformen und Medien mit ein. Des Weiteren ist die Intermedialitätsforschung relevant für die Geisteswissenschaften, weil Intermedialität per definitionem interdisziplinär ist und Phänomene untersucht, die zu unterschiedlichen Teildisziplinen gehören wie beispielsweise zu der Film-, Medien-, Musik-, Kunst- oder Kulturwissenschaft.9 Daher kann die intermediale Perspektive einen multimedialen und interdisziplinären Blick auf den eigentlichen Forschungsgegenstand fördern und zur Kontextualisierung beitragen, da die Intermedialitätsforschung Phänomene untersucht, welche traditionell zu verschiedenen Teildisziplinen der Geisteswissenschaft gehören. „All[e] […] Phänomene können selbstverständlich monomedial untersucht werden. Aber sie erhalten erst eigentlich Plastizität, wenn sie aus intermedialer, medienvergleichender Perspektive erhellt werden.“10

3. Der Adoleszenzroman als literarische Gattung

Der Adoleszenzroman ist ein junger Gattungsbegriff, der in der deutschen Literaturwissenschaft erst seit den 1980er Jahren etabliert ist, wobei die Anfänge dieser Gattung bis in das 18. Jahrhundert zurückreichen.11 Der physiologische, psychologische und soziologische Übergang von der Kindheit in das Erwachsenensein ist von den jeweiligen kulturhistorischen Umständen stark geprägt, daher macht es einen enormen Unterschied, obman Adoleszenz in der Literatur des 18. oder 21. Jahrhunderts untersucht. Dieser durch Modernisierungsprozesse bedingte gesellschaftliche Wandel innerhalb der Adoleszenzphase wird in den Gattungsausprägungen des Adoleszenzromans thematisiert.12 Es wird unterschieden zwischen dem klassischen bzw. traditionellen, modernen und postmodernen Adoleszenzroman. Gansel betont jedoch, dass nicht jeder Jugendroman als Adoleszenzroman eingeordnet werden kann, da der Adoleszenzroman nach spezifischen inhalts- und stoffbezogenen Merkmalen determiniert wird.13 Sowohl die Adoleszenzphase als auch die literarische Gattung sind besonders in den letzten Jahrzehnten in den westlichen Industrieländern einem konstanten Wandel ausgesetzt,14 der u.a. durch die zunehmende Bedeutung von Medien in modernen Gesellschaften zu begründen ist. Deshalb ist davon auszugehen, dass der moderne Adoleszenzroman diese Medialisierung in ästhetischer Hinsicht aufgreift und thematisiert. Im Folgenden werden die gattungstypologischen Merkmale des modernen Adoleszenzromans erläutert.

3.1 Der moderne Adoleszenzroman

Für Gansel ist „das Entstehen des modernen Adoleszenzromans Reflex auf den Prozess von Modernisierung.“15 In Deutschland ist der moderne Adoleszenzroman seit den 1950er Jahren anzutreffen und seit den 1970er Jahren erlangt dieser zunehmend Popularität. Zentrales Thema ist die Initiationsreise des Protagonisten, der sich in einer Identitätskrise befindet und auf der Suche nach sich selbst ist. Diese existentielle Krise endet, anders als noch im traditionellen Adoleszenzroman, nicht mit dem tragischen Schülertod. Besonders Werke wie J. D. Salingers The Catcher in the Rye (1951) haben den modernen deutschen Adoleszenzroman mit der Initiationsthematik nachhaltig beeinflusst.16 Es findet eine Entwicklung vom melancholischen, männlichen und apolitischen Protagonisten hin zum humorvollen, sozialrealistischen Adoleszenzroman statt, der auch weibliche Protagonistinnen zum Vorschein bringt.17 Im Gegensatz zum klassischen Adoleszenzroman wird der moderne Adoleszenzroman sowohl von erwachsenen als auch von jugendlichen RezipientInnen gelesen, zumal besonders seit den 1980er Jahren die Grenzen zwischen Erwachsenen- und Jugendliteratur immer fließender werden.18 Der jugendliche Protagonist kann sich mit der westlichen und kapitalistischen Industriegesellschaft nicht identifizieren und entwickelt innere Werte wie Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein.19 Konflikte mit Autoritätspersonen aus dem eigenen Elternhaus oder aus der Schule werden entdramatisiert und Themenbereiche wie Freundschaft, Sexualität, Popmusik, Liebe, Jugendkultur, Medien und Reisen rücken in den Vordergrund. Des Weiteren ist der moderne Adoleszenzroman gekennzeichnet durch einen Ich-Erzähler, Komik, vulgäre und vom Medieneinfluss geprägte Jugendsprache und moderne Erzähltechniken wie beispielsweise Bewusstseinsstrom oder innerer Monolog.20

3.2 Tschick als moderner Adoleszenzroman

„Der moderne Adoleszenzroman ist bei aller Jugendspezifik keine dezidierte Zielgruppenliteratur mehr, sondern zeichnet sich durch einen offenen Lesebezug aus.“21 Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Herrndorfs Roman, der als allgemeinliterarisch eingestuft wird,22 als plurimediales Produkt in zwei verschiedenen Typen von Einbandillustrationen erhältlich ist. Es gibt verschiedene Covergestaltungen für jugendliche und für erwachsene LeserInnen, was ein Indikator dafür ist, dass Herrndorfs moderner Adoleszenzroman ein Crossover-Erfolg ist, da dieser sowohl Adoleszente als auch Erwachsene adressiert.23 Im Zentrum der Romanhandlung stehen die zwei vierzehnjährigen Antihelden Maik Klingenberg und Tschick (kurz für Andrej Tschichatschow). Beide Romanfiguren lassen sich als individuell und damit nach Gansel als „einmalig und unwiederholbar“24 beschreiben. Maik kommt aus einer wohlhabenden Familie, die jedoch momentan finanzielle Schwierigkeiten hat. Er ist Einzelkind einer alkoholsüchtigen Mutter und einem desinteressierten Vater und hat außerdem zum Anfang des Romans keine Freunde, da er sich in einer unscheinbaren Außenseiterposition befindet. Tschick ist der neue russische Schüler in Maiks Gymnasialklasse, der einen Hang zur Kriminalität hat und aus armen Verhältnissen kommt. In Tschick werden gesellschaftliche Probleme wie Integration, Rassismus, Alkoholismus, Jugendkriminalität, Außenseitertum und Homosexualität thematisiert. Diese schweren Themen werden mit einer für den modernen Adoleszenzroman typischen humorvollen Haltung verknüpft.25 Ein Beispiel hierfür ist Maiks Reizwortgeschichte für den Deutschunterricht:

Normal wird vom Alkohol jeder lustig, aber wenn das eine bestimmte Grenze überschreitet, werden die Leute aggressiv, und als meine Mutter dann wieder mit dem Küchenmesser durch die Wohnung lief, stand ich mit meinem Vater oben auf der Treppe, und mein Vater hat gefragt: „Wie wär`s mal wieder mit der Beautyfarm?“ [...] Und das hab ich alles in meinen Aufsatz reingeschrieben. Um das Wort „Rettung“ unterzubringen, hab ich noch die Episode mit dem Küchenmesser dazugenommen, und weil ich gerade so in Fahrt war, auch noch, wie sie morgens die Treppe runtergekommen ist und mich mit meinem Vater verwechselt hat. [...] Die Klasse ist beim Vorlesen durchgedreht vor Begeisterung [...], so unter dem Motto: Wie kann ein Sechstklässler nur so endgeile Aufsätze schreiben?26

Der homodiegetische Ich-Erzähler bietet einen Einblick in das Innenleben von Maik. Der Roman hat, aufgrund des kontinuierlichen Gebrauchs von Umgangssprache und der Verwendung von vulgären Ausdrücken, einen jugendlich-authentischen Erzählton. Beispiele hierfür sind Ausdrücke wie „endbescheuerte Mutter“ (T. 21), „Arsch“ (T .39), „Asi“ (T. 41), „Pussy“ (T. 51), „Russenschwuchtel“ (T. 151), „Oberspastis“ (T. 154) und „gefickt“ (T. 171). Im Zentrum von jedem Adoleszenzroman steht die Adoleszenzphase des Helden, wobei die Handlung sich auf die identitätsstiftende Entwicklungsphase konzentriert. Da der moderne Adoleszenzroman durch den amerikanischen Initiationsroman stark geprägt wurde, ist die Initiationsreise im modernen Adoleszenzroman nach dem Muster Ausbruch – (innere) Reise – Rückkehr leitmotivisch.27 Amon beschreibt dies folgendermaßen:

Die Figuren sind auf der Suche [...] nach sich selbst, nach Veränderung, [...] sie wollen Neues erkunden, Abenteuer erleben und vor allem möchten sie sich vom Rest der Gesellschaft abheben. Es kommt dadurch zu einer inneren und nicht nur äußeren Reise, [...] eine Weiterentwicklung der Persönlichkeit. [...] [Die Reise] ermöglicht den Figuren die Auseinandersetzung mit ihrer Identität bzw. die Bewältigung eines weiteren Schrittes in Richtung Erwachsenwerden.28

In Tschick freunden sich die zwei Protagonisten schnell miteinander an und Tschick kann Maik dazu überreden mit ihm eine Reise in einem geklauten Lada anzutreten. Typisch für den modernen Adoleszenzroman ist das veränderte Generationenverhältnis, welches dem Jugendlichen widerstandslose Freiheiten ermöglicht.29 Die Möglichkeit für Maik überhaupt diesen Roadtrip erleben zu können, liefern ihm seine Eltern, da seine Mutter in einer Entzugsklinik ist und sein Vater auf einer zweiwöchigen Geschäftsreise. Die aufkommende Langeweile trotz Maiks „Umwelt aus Swimmingpool, Klimaanlage, Pizzadienst und Videobeamer“ (T. 69) und der Wunsch endlich mal etwas zu erleben, da er unglücklich verliebt ist, „langweilig ist und keine Freunde hat“ (T. 21), bringen Maik dazu mit Tschick in einem geklauten Auto ohne Führerschein die Großstadt zu verlassen. Tschick und Maik wollen „in die Walachei“ (T. 20) und Verwandtschaft von Tschick besuchen. Da Maik ihm nicht glaubt, dass es die Walachei wirklich gibt, da diese „nur ein Wort ist“ (T. 97), „tipp[t] [er] [...] bei Wikipedia ,Walachei‘ ein.“ (T. 100) Da Herrndorf dem Rezipienten nicht offenbart, was das Ergebnis von Maiks Recherche ist, fühlt sich der Leser dazu animiert den intermedialen Bezug zum Wikipediaeintrag in die Tat umzusetzen und selbst bei Wikipedia das Wort ‚Walachei‘ einzutippen. Denn schließlich lautet die Devise: „Dann googelst du einfach.“ (T. 175) Obwohl die Walachei eine real-existierende Region in Rumänien ist, ist das wahre Reiseziel von Tschick und Maik im doppelten Sinn zu verstehen. Beide sehnen sich nach Abenteuer und elternunabhängiger Freiheit, demnach ist die Walachei im Sinne von einer weit entfernten und unkonkreten Region ihr tatsächliches Reiseziel.30 Die Willkürlichkeit des Ziels und die Tatsache, dass es den beiden primär um das Unterwegssein geht, wird u.a. dadurch deutlich, dass sie sich dazu entscheiden „nur noch Orte mit einer Primzahl als Kilometerstand“ (T. 107) anzusteuern. Durch den geklauten Lada, das Fahren ohne Führerschein und das mehrmalige Vertauschen und Klauen von Autokennzeichen rebellieren Maik und Tschick, „wenn auch nicht bewusst, gegen die Gesellschaft und ihre Regeln.“31 Die jugendlichen Helden sind insgesamt sechs Tage unterwegs, bis die Reise durch einen Autounfall endet. Diese kurze Zeitspanne ist typisch für den modernen Adoleszenzroman.32 Die Tatsache, dass der Roman mit einer Prolepse beginnt und Maik in einem metanarrativen Kommentar andeutet, dass sich, als er „Tschick kennenlernte, [...] einiges [änderte]“ (T. 40), verdeutlicht die Bedeutung der Reise auf inhaltlich-funktionaler Ebene. Die Reise der beiden ist folglich eine Metapher für ihre Entwicklung. Die Entstehung von Maiks neuen Freundschaften zu Tschick und Isa, einem Mädchen, welches er auf der Reise trifft und das für kurze Zeit mitfährt, seine neugewonnene Selbstbewusstheit und tolerante Offenheit und die verschiedensten Personen, die er und seine Freunde auf ihrer Reise treffen, sind identitätsstiftende Erlebnisse für Maik. Das Ende von Herrndorfs Roman ist typisch für einen modernen Adoleszenzroman, denn Maiks Leben ist von materiellen Statussymbolen geprägt und trotzdem wendet er sich von Oberflächlichkeiten ab und entwickelt innere Werte wie Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein und hinterfragt die vermittelten Werte vom Elternhaus.33 Dies wird vor allem deutlich, als Maik vor Gericht, anders als vom Vater gewünscht, sagt, dass „[beide] die Idee [hatten]“ (T. 235) und wenn Maik am Ende des Romans feststellt, dass:

Seit ich klein war, hatte mein Vater mir beigebracht, dass die Welt schlecht ist [...] und das Fernsehen erzählte es auch. Wenn man Spiegel TV guckte: Der Mensch ist schlecht. Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht. Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war. (T. 209)

Diese moralische Charakterentwicklung wird auch in der symbolischen Schlussszene deutlich, wenn Maik und seine Mutter belanglosen Besitz in den Pool werfen und sich somit von einer materiellen und oberflächlichen Welt lösen, die ihm jetzt wie „ein[e] ander[e] Welt“ (T. 254) vorkommt. Es ist an dieser Stelle wichtig zu erwähnen, dass obwohl Tschick in einem postmodernen Kontext entstanden ist und es zahlreiche postmoderne Adoleszenzromane gibt, welche vor Herrndorfs Roman veröffentlicht worden sind, die Bestimmung eines Adoleszenzromans in klassisch, modern oder postmodern primär von inhaltlich-stilistischen Merkmalen abhängt und nicht nur vom historischen Entstehungskontext.34

[...]


1 Schweikart, Adoleszenz im Medienalter. Jugend und Medien in aktuellen Jugendromanen, S. 54.

2 Vgl. Wolf, Intermedialität: Konzept, literaturwissenschaftliche Relevanz, Typologie, intermediale Formen, S. 11.

3 Wolf, Intermedialität, S. 327.

4 Vgl. Dörr und Kurwinkel, Intertextualität, Intermedialität, Transmedialität. Zur Beziehung zwischen Literatur und anderen Medien, S. 7.

5 Vgl. Dörr und Kurwinkel, S. 8.

6 Vgl. Dörr und Kurwinkel, S. 8.

7 Vgl. Wolf, Intermedialität: Konzept, literaturwissenschaftliche Relevanz, Typologie, intermediale Formen, S. 11.

8 Vgl. Wolf, Intermedialität: Konzept, literaturwissenschaftliche Relevanz, Typologie, intermediale Formen, S. 11.

9 Vgl. Wolf, Intermedialität: Konzept, literaturwissenschaftliche Relevanz, Typologie, intermediale Formen, S. 13.

10 Wolf, Intermedialität: Konzept, literaturwissenschaftliche Relevanz, Typologie, intermediale Formen, S. 17.

11 Vgl. Wagner, Postmoderne im Adoleszenzroman der Gegenwart, S. 23.

12 Vgl. Wagner, S. 27.

13 Vgl. Gansel, Der Adoleszenzroman. Zwischen Moderne und Postmoderne, S. 359.

14 Vgl. Wagner, S. 38-39.

15 Gansel, S. 368.

16 Vgl. Gansel, S. 368-371.

17 Vgl. Wagner, S. 75-77.

18 Vgl. Wagner, S. 82-83.

19 Vgl. Gansel, S. 379.

20 Vgl. Wagner, S. 422-427.

21 Gansel, S. 369.

22 Vgl. Wagner, S. 162.

23 Vgl. Hoffmann, Crossover. Mehrfachadressierung in Text, Markt und Diskurs, S. 162-169.

24 Gansel, S. 370.

25 Wagner, S. 96.

26 Herrndorf, Tschick, S. 27-31. Alle weiteren Zitate aus diesem Primärtext werden im Text mit „T.“ abgekürzt.

27 Vgl. Wagner, S. 422.

28 Amon, „Ist der Weg das Ziel?“ Das Motiv des Roadtrips in der aktuellen deutschsprachigen Adoleszenzliteratur, S. 16 & 99.

29 Vgl. Wagner, S. 90.

30 Vgl. Amon, S. 44.

31 Amon, S. 51.

32 Vgl. Wagner, S.

33 Vgl. Gansel, S. 379.

34 Vgl. Wagner, S. 94.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Intermedialität im modernen Adoleszenzroman am Beispiel von "Tschick"
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Philosophische Fakultät - Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien)
Veranstaltung
Adoleszenzromane von Anton Reiser bis Tschick
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1139396
ISBN (eBook)
9783346514523
ISBN (Buch)
9783346514530
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adoleszenz, Adoleszenzroman, Literaturwissenschaft, Tschick, modern, postmodern, Intermedialität, Medien, intermedial, Intertextualität, Medienkombination, Medienwechsel, intermediale Bezüge
Arbeit zitieren
Jella Delzer (Autor:in), 2020, Intermedialität im modernen Adoleszenzroman am Beispiel von "Tschick", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139396

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