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Resilienz gegen Mobbing. Der Einfluss des Elternhauses

Title: Resilienz gegen Mobbing. Der Einfluss des Elternhauses

Term Paper , 2021 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Yvonne Fitzner (Author)

Psychology - Social Psychology
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Diese Arbeit untersucht die Frage: Welche Faktoren müssen gegeben sein, um Resilienz gegen Mobbing zu entwickeln, dargestellt am Beispiel des Rückhalts im Elternhaus?

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Mobbing" steht noch ganz am Anfang. Es gibt bisher weder ein eindeutiges theoretisches noch ein empirisch fundiertes Mobbingkonzept. Dies spiegelt sich auch in der Uneinigkeit der verschiedenen Definitionen des Begriffs "Mobbing" wider. Kennzeichen von Mobbing erkennt Politi in einem aggressiven Verhalten. Dieses richtet sich systematisch, wiederholt und über einen längeren Zeitraum gegen ein Individuum. Zudem entsteht das aggressive Verhalten meist in Gruppen. Demnach ist Mobbing eine Form von Gewalt, die sich in einem sozialschädlichen und Norm abweichenden Verhalten von Individuen zeigen kann. Ebenso findet der Begriff "Bullying" hierfür Verwendung.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Relevanz

2.1 Mobbing – ein Thema mit Brisanz

2.2 Prävention – wehret den Anfängen

3 Definitorischer Teil

3.1 Mobbing

3.2 Erscheinungsformen

3.3 Opfer- und Tätermerkmale

3.4 Psychosoziale Auswirkungen

3.5 Resilienz- und Schutzfaktoren

3.6 Prävention

4 Familiäre Schutzfaktoren

4.1 Eltern-Kind-Bindung

4.2 Erziehung

4.3 Geschwisterbeziehung

4.4 Familienklima

5 Präventionsmaßnahmen

5.1 Fast

5.2 Triple-P

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss familiärer Strukturen und Erziehungsstile auf die Ausbildung von Resilienz bei Kindern und Jugendlichen im Kontext von Mobbingerfahrungen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie ein stabiles Elternhaus als protektiver Faktor wirken kann, um die Widerstandsfähigkeit gegen psychische und soziale Belastungen durch Mobbing zu stärken.

  • Mobbingphänomene bei Kindern und Jugendlichen
  • Die Rolle der Resilienz- und Schutzfaktoren
  • Familiäre Einflussgrößen wie Bindung und Erziehungsstil
  • Präventionsstrategien zur Förderung elterlicher Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

4.1 Eltern-Kind-Bindung

Bindung wird als eine „intensive, überdauernde, sozial-emotionale Beziehung" zwischen der Bezugsperson und dem Kind verstanden (Gerrig, 2018, S. 412). Ainthworth definiert Bindung "als zeitliches und räumlich überdauerndes emotionales Band zwischen zwei Personen". (Pinquart, Schwarzer & Zimmermann, 2011, S. 198).

Es können vier Bindungstypen unterschieden werden:

1. „Unsicher gebundene, vermeidende Kinder“ suchen kaum Kontakt zur Mutter und reagieren ängstlich, sobald eine Trennungssituation auftritt. Eine Beruhigung von anderen Personen ist möglich.

2. „Sicher gebundene Kinder“ hingegen suchen den Kontakt und die Nähe der Mutter. Nach Trennungssituationen lassen sich diese schwer von anderen Personen beruhigen.

3. „Unsicher gebundene Kinder mit ambivalenten Interaktionsverhalten“ reagieren passiv oder wütend auf die Bezugsperson nach Trennungserfahrungen. Ihr Verhalten zur Bezugsperson ist von einer Ambivalenz geprägt. Sie suchen die Nähe, aber gleichzeitig auch die Distanz.

4. Kinder, die der „D-Komponente“ (desorganisierte und desorientiertes Bindungsverhalten) zugehören, lassen sich in keine der voran genannten Kategorien zuordnen. Ihr Reaktionsstil ist zu schwach. Es wird vermutet, dass sich diese Kinder in einem inneren Konflikt zwischen Angst und Annäherung befinden (Burger, 2020, S. 7).

Unsichere Bindungsorganisationen zählen zu den Risikofaktoren in Hinblick auf Mobbing (Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2015, S. 22). Zu erkennen ist, dass diese Kinder weniger gut in Peergroups integriert sind, kaum Freundschaften schließen und in mehr soziale Konflikte verwickelt sind als sicher gebundene Kinder. Aus Sicht der Lehrer werden diese Kinder als weniger sympathisch empfunden und teilweise aggressiv wahrgenommen (Zimmermann & Scheuer-Englisch, 2013, S.8).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Mobbings unter Schülern ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Bedeutung des Elternhauses für die Resilienzbildung.

2 Relevanz: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Mobbing und Prävention vor dem Hintergrund gestiegener Fallzahlen und der Digitalisierung.

3 Definitorischer Teil: Es werden zentrale Begriffe wie Mobbing, Täter-Opfer-Merkmale, psychosoziale Folgen und das Konzept der Resilienz wissenschaftlich definiert.

4 Familiäre Schutzfaktoren: Das Kapitel analysiert spezifische familiäre Einflussgrößen, darunter Bindungsqualität, Erziehung, Geschwisterbeziehungen und das allgemeine Familienklima.

5 Präventionsmaßnahmen: Hier werden beispielhaft Präventionsprojekte wie Fast und Triple-P vorgestellt, die zur Stärkung elterlicher Kompetenzen dienen.

6 Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung der Familie für die Resilienz und fordert eine verstärkte staatliche Förderung entsprechender Frühpräventionsprogramme.

Schlüsselwörter

Mobbing, Resilienz, Elternhaus, Schutzfaktoren, Erziehungsstil, Eltern-Kind-Bindung, Cybermobbing, Prävention, Triple-P, Fast, Psychosoziale Gesundheit, Familienklima, Gewaltprävention, Kindesentwicklung, Sozialpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welchen Einfluss das Elternhaus als protektiver Faktor auf die Entwicklung von Resilienz gegen Mobbing bei Kindern und Jugendlichen hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Mobbing, der Analyse von familiären Schutzfaktoren und der Vorstellung von Präventionsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche Bedingungen im familiären Umfeld gegeben sein müssen, um die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gegenüber Mobbingerfahrungen zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle psychologische Studien und Konzepte zum Thema Mobbing und Resilienz zusammengeführt und ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst die wissenschaftlichen Grundlagen von Mobbing und Resilienz, gefolgt von einer detaillierten Analyse familiärer Schutzfaktoren wie Erziehung und Bindung sowie der Darstellung konkreter Präventionsprogramme.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mobbing, Resilienz, Familiäre Schutzfaktoren, Eltern-Kind-Bindung und Prävention charakterisieren.

Welche Bindungstypen unterscheidet die Autorin im Hinblick auf Mobbingrisiken?

Die Autorin unterscheidet zwischen sicher gebundenen Kindern und verschiedenen Formen unsicherer Bindungsmuster (vermeidend, ambivalent, desorganisiert), wobei unsichere Bindungen als Risikofaktor für Mobbing gelten.

Warum wird im Fazit eine stärkere staatliche Unterstützung gefordert?

Die Autorin argumentiert, dass trotz der nachgewiesenen Wirksamkeit von Frühförderprogrammen diese bisher keine breite öffentliche Aufmerksamkeit erfahren und oft an Finanzierungshürden der Kommunen scheitern.

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Details

Title
Resilienz gegen Mobbing. Der Einfluss des Elternhauses
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Yvonne Fitzner (Author)
Publication Year
2021
Pages
12
Catalog Number
V1139409
ISBN (eBook)
9783346514486
ISBN (Book)
9783346514493
Language
German
Tags
Mobbing Bullying Elternhaus Schutz Prävention Eltern-Kind-Bindung Psychosoziale Auswirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Fitzner (Author), 2021, Resilienz gegen Mobbing. Der Einfluss des Elternhauses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139409
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