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Systemtherapie bei Alkoholabhängigkeit. Wie kann die Soziale Arbeit mit Suchterkrankungen umgehen?

Titel: Systemtherapie bei Alkoholabhängigkeit. Wie kann die Soziale Arbeit mit Suchterkrankungen umgehen?

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie und mit welchen Methoden kann die Soziale Arbeit mit Suchterkrankungen umgehen? Eine Antwort auf diese Frage bietet der sogenannte systemische Ansatz, auch Systemtherapie genannt.

Innerhalb dieser Hausarbeit soll ein kurzer thematischer Einblick zum systemischen Ansatz ermöglicht werden, der die Grundzüge dieses Konzepts leicht verständlich herausstellt. Diese Erkenntnisse werden dann konkret auf das Beispiel des Alkoholkonsums übertragen, um etwaige Schlussfolgerungen zu ziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Systemische Beratung

1.1 Kybernetik 1.Ordnung

1.2 Kybernetik 2.Ordnung

2. Alkoholabhängigkeit

3. Herleitung der wissenschaftlichen Fragestellung

4. Systemische Beratung bei Alkoholabhängigkeit

4.1 Möglichkeiten in der Praxis

5. Rückbezug in Anbetracht der Fragestellung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit systemorientierter Beratungsansätze auf das Krankheitsbild der Alkoholabhängigkeit. Ziel ist es zu analysieren, wie systemische Methoden, insbesondere unter Einbeziehung der Kybernetik 1. und 2. Ordnung, effektiv in der Sozialen Arbeit genutzt werden können, um Betroffene ohne die klassische Schuldzuschreibung ressourcenorientiert zu unterstützen.

  • Grundlagen der systemischen Beratung und systemtheoretische Konzepte
  • Differenzierung zwischen Kybernetik 1. und 2. Ordnung
  • Klinische Verlaufsformen und systemische Einordnung von Alkoholismus
  • Herausforderungen und Chancen systemischer Interventionen in der Suchthilfe
  • Methodische Ansätze wie die Symptomverschreibung in der Praxis

Auszug aus dem Buch

4. SYSTEMISCHE BERATUNG BEI ALKOHOLABHÄNGIGKEIT

Das Erfassen und Behandeln der Alkoholabhängigkeit im systemischen Ansatz stellt große Herausforderungen an den/die Sozialarbeiter/in. Zum einen verfolgt die Systemische Beratung nicht das Interesse, die Gewohnheiten der Menschen zu verändern (vgl. Herwig-Lempp 1988, S.195). Dieser Gedanke erscheint im ersten Blick beinahe „verantwortungslos“ und „zynisch“, wie Herwig-Lempp (1988) im Rahmen von Alkoholismus diskutiert. Trotzdem, oder gerade aufgrund dieser unorthodoxen Methoden entstehen neue Lösungswege (vgl. ebd., S.195).

Sowohl Akzeptanz und Respekt vor dem Klienten als auch das Verneinen einer objektiven Realität sind als besondere Merkmale herauszustellen. Der Mensch wird nicht als Summe seiner Fehler begutachtet, sondern agiert auf Augenhöhe mit seinem/seiner jeweiligen Therapeuten/Therapeutin (vgl. Herwig-Lempp 1988, S.195 f.). Die Entscheidungen liegen ausschließlich in der Hand des Alkoholabhängigen (vgl. ebd., S.196).

Der Grundstein der systemischen Beratung liegt im Aufzeigen von verschiedenen Lösungsmethoden, welche der Klient frei auswählen darf. Der mögliche Wunsch der Änderung seitens der Therapeuten entfällt in Zuge des Angebotes „alternativer Wirklichkeitskonstruktionen“ (Herwig-Lempp 1988). Dies bedeutet, dem Klienten soll ein anderweitiger Umgang mit Alkohol und den daraus resultierenden Folgen aufgezeigt werden (vgl. Herwig-Lempp 1988). Folglich liegt die Betrachtung nicht auf dem „falschen“ Verhalten des Klienten/Klientin, sondern auf dem Leid seiner Klienten/Klientin (vgl. ebd., S.196).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Relevanz der Suchtproblematik dargelegt und die Eignung des systemischen Ansatzes als ressourcenorientierte Alternative zu klassischen Methoden hinterfragt.

1. Systemische Beratung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der systemischen Therapie, insbesondere den Übergang von der Kybernetik 1.Ordnung zur Kybernetik 2.Ordnung.

2. Alkoholabhängigkeit: Hier werden Definitionen der WHO vorgestellt und die verschiedenen phasenhaften Verläufe der Abhängigkeitsentwicklung beschrieben.

3. Herleitung der wissenschaftlichen Fragestellung: Das Kapitel formuliert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Anwendbarkeit systemorientierter Ansätze bei Alkoholabhängigkeit.

4. Systemische Beratung bei Alkoholabhängigkeit: Hier wird der systemische Ansatz kritisch auf die Suchtbehandlung angewandt, wobei Konzepte wie Autonomie und alternative Wirklichkeitskonstruktionen diskutiert werden.

4.1 Möglichkeiten in der Praxis: Es werden konkrete systemische Techniken, wie die Symptomverschreibung, für die praktische Arbeit mit Abhängigen aufgezeigt.

5. Rückbezug in Anbetracht der Fragestellung: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der eingangs aufgeworfenen Fragestellung.

Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die den systemischen Ansatz als flexible, wenn auch nicht als allumfassende Methode einordnet.

Schlüsselwörter

Systemische Beratung, Alkoholabhängigkeit, Kybernetik 1.Ordnung, Kybernetik 2.Ordnung, Soziale Arbeit, Suchtprävention, Symptomverschreibung, Ressourcenorientierung, Wirklichkeitskonstruktion, Klientenzentrierung, Suchterkrankung, Beratungsmethodik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung systemischer Beratungsansätze in der Sozialen Arbeit, um Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit effektiv und ressourcenorientiert zu begleiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Systemtheorie, die verschiedenen Phasen der Alkoholabhängigkeit sowie die praktische Umsetzung systemischer Interventionen in der Suchthilfe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern lässt sich ein systemorientierter Ansatz auf das Krankheitsbild der Alkoholabhängigkeit anwenden, und welche Methoden werden in Zuge dessen genutzt?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Transfer systemtheoretischer Konzepte auf das spezifische Feld der Suchtberatung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Konzepte (Kybernetik 1. und 2. Ordnung) erklärt, die Suchtkrankheit definiert und die systemische Praxis, inklusive konkreter Techniken, diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Systemische Beratung, Alkoholabhängigkeit, Kybernetik, Soziale Arbeit, Ressourcenorientierung und Wirklichkeitskonstruktion.

Wie unterscheidet sich der systemische Ansatz vom klassischen Umgang mit Alkoholikern?

Anstatt eine objektive Diagnose zu stellen oder zwanghaft auf Abstinenz hinzuwirken, agiert der systemische Berater auf Augenhöhe und erkennt die Autonomie des Klienten an, indem er alternative Perspektiven anbietet.

Was versteht die Arbeit unter "Symptomverschreibung"?

Dies ist eine Technik, bei der die Person ihre Symptome zunächst aufrechterhalten oder verstärken soll, um durch die paradoxe Intervention ein neues Gefühl von Selbstkontrolle und Verantwortungsübernahme zu entwickeln.

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Details

Titel
Systemtherapie bei Alkoholabhängigkeit. Wie kann die Soziale Arbeit mit Suchterkrankungen umgehen?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1139613
ISBN (eBook)
9783346515636
ISBN (Buch)
9783346515643
Sprache
Deutsch
Schlagworte
systemtherapie alkoholabhängigkeit soziale arbeit suchterkrankungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Systemtherapie bei Alkoholabhängigkeit. Wie kann die Soziale Arbeit mit Suchterkrankungen umgehen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139613
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Leseprobe aus  14  Seiten
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