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Kriegs- und Konfliktfotografien in Massenmedien nach Susan Sontags "Das Leiden anderer betrachten". Darstellungs- und Wirkungsweise

Title: Kriegs- und Konfliktfotografien in Massenmedien nach Susan Sontags "Das Leiden anderer betrachten". Darstellungs- und Wirkungsweise

Term Paper , 2018 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich im Allgemeinen mit dem Werk "Das Leiden anderer betrachten" von der amerikanischen Schriftstellerin und Publizistin Susan Sontag. Im Besonderen geht es dabei um die Darstellung von Kriegs- und Konfliktfotografien, deren Entwicklung in Verbindung mit den Massenmedien und deren unterschiedliche Wirkungsweisen auf den Rezipienten. Des Weiteren soll anhand dieser Arbeit auch auf die moralischen Fragen eingegangen werden, ob man individuelle Schicksale dazu verwenden darf, um allgemein gegen kriegerische Auseinandersetzungen vorzugehen oder ob ein Skandal darin liegt, dass authentische Aufnahmen von Kriegen und Konflikten überhaupt existieren.

Die Arbeit gliedert sich in zwei große Themenschwerpunkte, welche auch die Überkapitel drei und vier darstellen, wobei das erste und das zweite Kapitel die Funktionen haben den Leser präzise in das Thema einzuführen, sowie Auskunft über biographische Daten Susan Sontags zu geben. Im größten Teil dieser Arbeit, wird das aus neun Essays bestehende Werkt Das Leiden anderer betrachten zusammen gefasst, sowie die wichtigsten Thesen erläutert und kritisch analysiert. Im vierten Kapitel wird folglich ein praktischer Bezug zu dem Bildband War Porn von dem deutschen Kriegsjournalisten Christoph Bangert hergestellt, sowie dessen Arbeitsweise und moralische Vorstellungen dargelegt. Im letzten Kapitel wird mit dem Resümee eine Zusammenfassung und eine abschließende Konklusion der Arbeit formuliert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. SUSAN SONTAG: LEBEN UND WERK

3. DAS LEIDEN ANDERER BETRACHTEN

3.1 Die Reaktion bei der Betrachtung von Bildern des Leidens

3.2 Die Evolution der Darstellungsweise des Leidens

3.3 Authentizität und Wirkungsweise von Leidensbildern

4. WAR PORN

5. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Werk "Das Leiden anderer betrachten" von Susan Sontag, um die Darstellung und Wirkung von Kriegs- und Konfliktfotografien im Kontext moderner Massenmedien kritisch zu hinterfragen und die moralische Dimension der Bildnutzung zu beleuchten.

  • Kritische Analyse von Susan Sontags Thesen zur Kriegsfotografie.
  • Untersuchung der psychologischen Wirkung von Leidensbildern auf den Betrachter.
  • Kontrastierung theoretischer Ansätze mit der Praxis des deutschen Kriegsjournalisten Christoph Bangert (War Porn).
  • Reflektion über die Authentizität und die Instrumentalisierung von Bildern in globalen Konflikten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Reaktion bei der Betrachtung von Bildern des Leidens

Susan Sontag beginnt ihre Untersuchung über Kriegsfotografie mit einem Diskurs über den 1938 veröffentlichten feministischen Essay Drei Guineen von Virginia Woolf. In diesem setzt sich Woolf kritisch mit dem Gedanken über die Möglichkeit zur Verhinderung von Kriegen auseinander. Dies geschieht in Form einer Antwort auf einen fiktionalen Brief, von einem genauso pazifistisch eingestellten Londoner Anwalt. Obwohl beide gleichermaßen nach Möglichkeiten der Kriegsvermeidung suchen, ist Woolf der Meinung, dass zwischen ihnen womöglich kein wirklicher Dialog hinsichtlich des Themas umsetzbar sei, da sie eine Frau und er ein Mann ist. In anderen Worten geht Woolf auf Grund des Geschlechts von unterschiedlichen Realitäten der Gesprächspartner aus. Im Gegensatz zu den meisten Frauen führen Männer Krieg, schätzen ihn und sehen in ihm sogar eine gewisse Notwendigkeit. Woolf zufolge hat die Kriegsmaschinerie eindeutig ein männliches Geschlecht.

Um die Notwendigkeit der Kriegsverhinderung zu verdeutlichen, zieht Woolf „objektive“ Dokumentationen, nämlich Kriegsfotografien des spanischen Bürgerkrieges, hinzu. Diese Bilder verdeutlichen eine Führung von Krieg, welche zu dieser Zeit als barbarisch beschrieben wurde, da sich die Gewalt auch gegen Zivilisten richtete. Woolf schreibt, dass das Entsetzen, welches von diesen Gräuelbildern ausgeht, Menschen mit einem Gewissen notgedrungen zusammenschweißt und sie zu der Bekämpfung der Ursachen solchen Elends bewegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Kriegs- und Konfliktfotografie sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und der Zielsetzung der Arbeit.

2. SUSAN SONTAG: LEBEN UND WERK: Biographischer Abriss der amerikanischen Schriftstellerin und Intellektuellen Susan Sontag und Darstellung ihres Engagements.

3. DAS LEIDEN ANDERER BETRACHTEN: Analyse des gleichnamigen Werkes von Sontag, mit Fokus auf die psychologischen Reaktionen, die historische Entwicklung der Darstellung und die Frage der Authentizität.

4. WAR PORN: Auseinandersetzung mit der Arbeitsweise des Fotografen Christoph Bangert und der moralischen Kontroverse um die Veröffentlichung drastischer Kriegsbilder.

5. RESÜMEE: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und abschließende Konklusion zur Rolle von Bildern bei der Rekonstruktion komplexer Kriegsrealitäten.

Schlüsselwörter

Kriegsfotografie, Susan Sontag, Bildwirkungsweise, Authentizität, Christoph Bangert, War Porn, Massenmedien, Kriegsberichterstattung, Moral, Voyeurismus, Dokumentarfotografie, Rezipientenreaktion, Konfliktbilder, Bildinszenierung, visuelle Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung von Krieg und Leid in der Fotografie sowie deren Wirkung auf das Publikum und die Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die moralische Verantwortung bei der Darstellung von Gewalt, die mediale Vermittlung von Krieg und die psychologische Distanz oder Identifikation des Betrachters.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Sontags theoretische Einordnungen zur Wirkung von Leidensbildern kritisch zu reflektieren und diese mit zeitgenössischen journalistischen Praktiken zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kritische Analyse von Primärquellen der Autorin sowie ergänzenden Interviews, Zeitungsartikeln und theoretischen Untersuchungen zur Fotografiegeschichte angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Auseinandersetzung mit Sontags Thesen und die praktische Analyse des Bildbandes "War Porn" von Christoph Bangert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kriegsfotografie, Authentizität, mediale Inszenierung, moralische Verantwortung und Bildwirkung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich laut Sontag die Wirkung von Fotografie zum Fernsehen?

Sontag argumentiert, dass Standbilder durch ihre statische Natur und ihre Einprägsamkeit eine intensivere Erinnerungsleistung und tiefere Reflexion ermöglichen als die schnell vorbeiziehende Bilderflut des Fernsehens.

Welche moralische Haltung nimmt Christoph Bangert in Bezug auf seine drastischen Fotos ein?

Bangert vertritt die Ansicht, dass es unmoralisch wäre, die Bilder des Leids auszublenden, da sie als Zeugnisse dienen und zur Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit notwendig sind.

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Details

Title
Kriegs- und Konfliktfotografien in Massenmedien nach Susan Sontags "Das Leiden anderer betrachten". Darstellungs- und Wirkungsweise
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaftliche Fakultät)
Course
Einführung in die Philosophie I
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
17
Catalog Number
V1139629
ISBN (eBook)
9783346535238
ISBN (Book)
9783346535245
Language
German
Tags
Fotografie Das Leiden anderer betrachten Susan Sontag Kriegsfotografie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Kriegs- und Konfliktfotografien in Massenmedien nach Susan Sontags "Das Leiden anderer betrachten". Darstellungs- und Wirkungsweise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139629
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