Reproduktion der Bildungsungleichheit in Deutschland nach Pierre Bourdieu


Hausarbeit, 2018

18 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Begriffe Pierre Bourdieus
2.1. Die Kapitalarten als Ausdruck der sozialen Position
2.2. Der Habitus und Klassen im sozialen Raum

3. Reproduktion der sozialen Ungleichheit
3.1. Ressourcenaspekt
3.2. Regelaspekt
3.3. Machtaspekt

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Bildungsungleichheit und deren Reproduktion, bildet trotz Schulpflicht, Bildungsexpansion und Bildungsreform weiterhin ein Strukturmerkmal moderner Gesellschaften (Hadjar und Becker 2009: 205). Wobei sich insbesondere eine soziale Ungleichheit von Bildungschancen zwischen den Sozialschichten beobachten lässt und weiterführende Bildung ein Privileg höher gestellten Schichten darstellt (Müller und Pollak 2016: 380). In der Regel sind höher gestellte Kinder mittels dieser Bildungsabschlüsse in der Lage vergleichsweise günstige Lebenschancen und eine privilegierte Lebensführung zu realisieren (Becker 2009b: 82). Die Diskussion über die Existenz und die Folgen von Bildungsungleichheit sind dabei nicht nur im wissenschaftlichen Diskurs, sondern auch in der medialen Berichterstattung allgegenwärtig. Dies zeigt beispielsweise die Debatte über die Ungleichheit zwischen eingewanderten und einheimischen Kindern beim Bildungserfolg, welche durch die Flüchtlingskrise an Aktualität gewann (Esser 2016).

Die folgende Arbeit widmet sich somit einem hochaktuellen und gesellschaftlich relevanten Thema. Dabei soll aufgezeigt werden in welchen Teilaspekten sich die Reproduktion von Bildungsungleichheit äußert und wie die jeweiligen Teilaspekte auf die Reproduktion der Bildungsungleichheit wirken.

Die theoretische Grundlage bilden dabei die Kapitalformen, der Habitus und die Klasse nach Pierre Bourdieu. Kapital bildet dabei für Bourdieu (2009: 111) als vis insita eine Kraft, die den objektiven und subjektiven Strukturen innewohnt und gleichzeitig als lex insita grundlegendes Prinzip der inneren Regelmäßigkeit der sozialen Welt ist. Die unterschiedlichsten Formen des Kapitals werden im Gliederungspunkt 2.2. eingehend erläutert. Der aus der spezifischen Kapitalstruktur ableitbare Ressourcenaspekt soll dabei die Bedeutung der drei Kapitalformen, dem ökonomischen, dem kulturellen und dem sozialen Kapital für den Bildungserfolg oder eben die Reproduktion von Bildungsungleichheit aufzeigen.

Die von Bourdieu vorgenommene Konzeption des Habitus wiederum soll, als eine Vermittlungsinstanz zwischen dem Handeln und der Struktur aufgefasst werden und bildet innerhalb der Soziologie Bourdieus das zentrale Konzept, das er zur Erklärung der Genese von Praxisformen heranzieht (Barlösius 2006: 47, Schwingel 2011:62). Der klassenspezifische Habitus und die aus diesem ableitbare Klassenstruktur bilden dabei den zweiten Teilaspekt der Bildungsungleichheit dem Regelaspekt der in Punkt 3.2. näher erläutert wird. Als letzter Aspekt gilt es schließlich die Wirkung von Macht auf die Reproduktion von Bildungsungleichheit näher zu betrachten, wobei auch hier deutlich wird wie die Verteilung von Kapital und die klassenspezifischen Habitus wirken. Den Abschluss dieser Arbeit bildet das Fazit.

2. Die Begriffe Pierre Bourdieus

Im deutschsprachigen Raum ist Bourdieu mit seinen Arbeiten zum Zusammenhang von Kapitalstöcken und Bildungschancen (1983) und besonders durch seine Studie „Die feinen Unterschiede“ (1982) bekannt, in dieser geht es um die Reproduktion sozialer Ungleichheit über die Bildung und den klassenspezifischen Habitus (Becker 2009a: 482). Des Weiteren liefert das von ihm und seinem Mitarbeiter Jean-Claude Passeron 1971 erschienene Werk „Die Illusion der Chancengleichheit“, weitere bildungssoziologische relevante Aspekte. Die soziologische Denk- und Sichtweise Bourdieus soll dabei am Leitfaden seiner zentralen Begriffe, ausgehend von einer Explikation der Kapitalarten erfolgen. Die aus den Kapitalarten ableitbare Klassenstruktur sowie der Klassenspezifische Habitus wird im Anschluss daran näher erläutert.

2.1.Die Kapitalarten als Ausdruck der sozialen Position

Bourdieu richtet sein Augenmerk auf die Akkumulationsweise und Transformierbarkeit von Ressourcen, weshalb er um deren Logik und Dynamik herauszuarbeiten sich an Marx‘ Kapitalbegriff anlehnt (Müller 2016: 47). Dabei bildet das Kapital als akkumulierte Arbeit, entweder in Form von Materie oder in verinnerlichter, inkorporierter Form, die Grundlage dafür, dass die Wechselspiele des gesellschaftlichen Lebens nicht wie einfache Glückspiele verlaufen (Bourdieu 2009: 111). Vielmehr benötige die Akkumulation von Kapital ob nun in Form von Materie oder in verinnerlichter, inkorporierter Form, vor allem Zeit. Dabei kann das Kapital sowohl Profite produzieren, sich selbst reproduzieren oder auch wachsen. Mithilfe des Konzepts der Kapitalakkumulation möchte Bourdieu laut Fröhlich (1994: 34): „das theoretische Problem der Erklärung von objektiver wie subjektiver Persistenz lösen“.

Allerdings sieht Bourdieu die ausschließlich ökonomisch-materielle Dimension des Kapitalbegriffs problematisch, denn: „dieser wirtschaftswissenschaftliche Kapitalbegriff reduziert die Gesamtheit der gesellschaftlichen Austauschverhältnisse auf den bloßen Warentausch, der [...] vom Eigennutz geleitet ist (Bourdieu 2009: 112)“. Weshalb die Wirtschaftstheorie implizit alle anderen Formen sozialen Austausches zu nicht­ökonomischen und somit uneigennützigen Beziehungen erklärt (Bourdieu 2009: 112). Mit diesem derart reduzierten Kapitalbegriff lassen sich jedoch nicht die Eigenarten vorkapitalistischer Wirtschaftsformen sowie auch die Besonderheiten der nicht warenförmigen Ökonomie erfassen. Somit muss eine wirklich allgemeine Wissenschaft von der ökonomischen Praxis laut Bourdieu (2009: 112) in der Lage sein, auch all die Praxisformen einzubeziehen, die zwar einen objektiv ökonomischen Charakter tragen, aber als solche im gesellschaftlichen Leben nicht erkannt werden. Diese Pluralität der Einsätze der Kapitalformen verweist demzufolge auf eine plural verfasste „Welt von Ökonomien“ (Bourdieu 2015: 96). Dabei kann das Kapital, in Abhängigkeit zum jeweiligen Anwendungsbereich und den Transaktionskosten, in drei unterschiedliche Arten auftreten: dem ökonomischen, dem kulturellen und dem sozialen Kapital.

Das ökonomische Kapital ist dabei am einfachsten zu fassen, handelt es sich doch dabei um die verschiedensten Formen des materiellen Reichtums. Somit ist diese Kapital Form laut Bourdieu (2009: 113) unmittelbar und direkt in Geld konvertierbar und eignet sich besonders zur Institutionalisierung in der Form des Eigentumsrechts. Des Weiteren können die anderen Kapitalarten unter Einsatz ökonomischen Kapitals erworben werden. Das kulturelle Kapital ist zwar unter bestimmten Vorrausetzungen in ökonomisches Kapital konvertierbar, hat jedoch eine kulturelle Eigenlogik, die sich von der Logik des materiellen Reichtums deutlich unterscheidet (Schwingel 2011: 88). Eine

Institutionalisierung des kulturellen Kapitals erfolgt dabei in Form schulischer Titel.

Ausgehend von der Annahme der Bildungsökonomie, welche einen Zusammenhang zwischen Bildungsinvestitionen und ökonomischen Investitionen eruiert, behauptet Bourdieu, dass sowohl die Familie als auch die Schule gleichsam wie zwei Märkte operieren. Diese bringen unterschiedliche Modalitäten des Bildungserwerbs und unterschiedlich stark gebildete Habitus hervor (Müller 2016: 53). Um somit den Restriktionen der Bildungsökonomie zu entgehen, unterscheidet Bourdieu drei Zustände des kulturellen Kapitals: den inkorporierten Zustand, den objektivierten Zustand und dem institutionalisierten Zustand.

Dabei lassen sich laut Bourdieu (2009: 114) die meisten Eigenschaften des kulturellen Kapitals aus der Tatsache herleiten, dass es eine Körpergebundenheit und Verinnerlichung voraussetzt. Dies unterscheidet es im besonderen Maße vom ökonomischen Kapital, welches nicht körpergebunden auftritt. Des Weiteren erfordert die Akkumulation von inkorporierten kulturellem Kapital einen Verinnerlichungsprozess in Form von Bildungsarbeit, die eine gewisse Zeit erfordert. Das Ableisten der Bildungsarbeit durch eine fremde Person ist aufgrund der Personengebundenheit und den Zeitkosten nicht möglich, vielmehr muss die Zeit vom Investor persönlich investiert werden. Das Resultat dieses Prozesses bildet dabei laut Müller (2016: 53): „ein verinnerlichtes, körpergebundenes und Dispositionen verfestigtes Potenzial einer Person“. Das inkorporierte Kapital ist damit ein Besitztum, das zu einem festen Bestandteil der Person geworden ist, woraus sich wiederum eine inflexible nicht konvertierbare Ressource ergibt. Bourdieu (2009: 115) spricht dabei von einem Habitus, denn aus „Haben“ ist „Sein“ geworden. Eine Inkorporierung von kulturellem Kapital kann sich völlig unbewusst vollziehen, wobei verkörperlichtes Kulturkapital immer von den Umständen seiner ersten Aneignung geprägt bleibt, wie beispielsweise die typische Sprechweise einer Klasse oder Region (Bourdieu 2009: 115).

Objektiviertes Kulturkapital hingegen tritt in Form von Gemälden, Schriften oder Denkmälern auf, also in materieller Form, was aufgrund seiner Übertragbarkeit unweigerlich in die Nähe des ökonomischen Kapitals rückt. Allerdings lässt sich beispielsweise bei einer Gemäldesammlung nur das juristische Eigentum übertragen, nicht jedoch die kulturellen Fähigkeiten, was den Genuss der Gemälde ermöglicht (Bourdieu 2009: 117). Diese kulturelle Fähigkeit ist dabei nichts anderes als inkorporiertes Kulturkapital. Somit setzt eine Aneignung von objektiviertem kulturellen Kapital, sowohl ökonomisches Kapital für den Kauf einer materiellen Aneignung als auch inkorporiertes Kapital für die symbolische Aneignung voraus.

Die dritte Erscheinungsform des Kulturkapitals bildet dessen Institutionalisierung in Bildungstiteln. Durch die Vergabe eines Bildungstitel, wie beispielsweise eines Schulabschlusses, verfügt die Person nicht nur über inkorporiertes, sondern auch über legitimes kulturelles Kapital (Schwingel 2011: 90). Dies schafft einen eindeutigen Unterschied zwischen dem Titelinhaber und dem Autodidakten, dessen kulturell inkorporierte Kompetenzen zwar überlegen sein können, der jedoch ständig unter Beweiszwang steht (Bourdieu 2009: 118). Durch den schulischen oder akademischen Titel ist es möglich, die Besitzer derartiger Titel zu vergleichen sowie durch die Bestimmung des Geldwertes, der für den Erwerb eines schulischen Titels erforderlich ist, lässt sich sogar ein Wechselkurs ermitteln, der die Konvertibilität zwischen kulturellem und ökonomischem Kapital garantiert (Bourdieu 2009: 118).

Neben den bereits genannten Kapitalformen, dem kulturellen und dem ökonomischen Kapital bezeichnet Bourdieu das soziale Kapital als eine weitere eigenständige Ressource. Das Sozialkapital umfasst dabei die Gesamtheit der aktuellen und potenziellen Ressourcen, welche mit einem dauerhaften Netz von mehr oder weniger institutionalisierten Beziehungen gegenseitigen Kennens oder Anerkennens verbunden sind (Bourdieu 2009: 119). Somit bildet eine Gruppenzugehörigkeit die Grundlage für das Sozialkapital, wobei für das Volumen sowohl die Ausdehnung des Beziehungsnetzes als auch der Umfang des Sozialkapitals der Beziehungspartner von Bedeutung ist. Dabei ist die Existenz eines Beziehungsnetzes weder eine natürliche noch soziale Gegebenheit so Bourdieu (2009: 120), sondern das Produkt einer fortlaufenden Institutionalisierungsarbeit. Die Institutionalisierungsarbeit ist somit notwendig für die Produktion und Reproduktion der dauerhaften nützlichen Verbindungen. Ein umfassendes Netz an sozialen Beziehungen, das durch den Akteur aufrechterhalten wird, gewährleistet somit eine Profitchance bei der Reproduktion von ökonomischem und kulturellem Kapital. Gleichzeitig jedoch bedarf die Reproduktion von Sozialkapital eine unaufhörliche Beziehungsarbeit, in welcher Zeit und Geld investiert wird und somit auch indirekt ökonomisches Kapital.

Das Kriterium der Anerkennung, durch welches das Sozialkapital definiert ist, führt zudem zur Form des symbolischen Kapitals, welches verstanden wird als wahrgenommene und legitim anerkannte Form der vorhergenannten Kapitalarten (Schwingel 2011: 92). Zu dieser Kapitalart lässt sich unter anderem das kulturelle Kapital zählen, wenn dieses durch Titel legitimiert ist oder sämtliche Formen des Kredites an sozialer Anerkennung (Schwingel 2011: 92 f.). Anzutreffen ist diese Kapitalform somit in Verbindung mit den anderen Kapitalformen, wobei es in der Lage ist deren spezifische Effizienz und Wirksamkeit zu steigern (Bourdieu 2016: 396).

Entscheidend für die Platzierung des Individuums in der gesellschaftlichen Hierarchie bilden allerdings die ökonomischen, kulturellen und sozialen Kapitale. Zudem sorgt die Kombination für die Differenzierungen der einzelnen gesellschaftlichen Klassen (Abels 2009: 311). Nachdem nun die Kapitalarten und ihre spezifischen Ausprägungen eingehend erläutert wurden, erfolgen nun die Explikation des Habitus und dessen Wirkung auf die Klassenzugehörigkeit eines Akteurs. Die Bedeutung der Kapitalarten für die Reproduktion von Bildungsungleichheit erfolgt in Punkt 3.3. dieser Arbeit

2.2.Der Habitus und Klassen im sozialen Raum

Ausgehend von der Kennzeichnung der sozialen Klasse aufgrund der Kombination der Kapitalarten kommt es zu einem Prozess der Klassifikation und Distinktion im Zuge dessen sich die Individuen bestimmte Positionen in einem sozialen Raum zuordnen. Dabei kommt es zu einer Wechselbeziehung zwischen den strukturellen Bedingungen wie Einkommen, Geschlecht, Alter und Berufsstandund praktischenHandlungsweisen wie Lebensstil Konsum, oder politischem Verhalten (Abels 2009: 312).

Der Habitus fungiert als Vermittlungslied zwischen der Position den spezifischen Praktiken und Vorlieben. Den dieser bildet die Verinnerlichung der durch seine spezifische Klassenlage erzwungenen Handlungsformen und erzeugt gleichzeitig als Schemata selbst wiederum spezifische Praxisformen und Kriterien der unterschiedlichen Bewertung der Produkte dieser Praxis (Bourdieu 2016: 279). Allerdings legt er sich dabei nicht ins Detail fest, sondern seine Vereinheitlichungsweise beschränkt sich darauf Schemata und Muster hervorzubringen, welche wiederum in zwei Richtungen wirken (Barlösius 2006: 48). So generiert er erstens Praktiken und Werke, die jeweils einem Schema und Muster folgen und zweitens generiert er Muster der Wahrnehmung, wodurch die Sicht-, Unterscheidungsweisen und Lesarten prinzipiell ähnlich werden (Barlösius 2006: 48).Somit ist der Habitus nicht nur ein strukturiertes Produkt (opus operatum), sondern auch eine strukturierende Struktur (modus operandi). Er repräsentiert somit ein Stück verinnerlichte Gesellschaft und leitet gleichzeitig unbewusst spezifische Praxisstrategien an (Müller 2016: 41).

Dem sozialen Akteur gelingt es durch seinen spezifischen Habitus mit jenen Menschen zuinteragieren,die einen ähnlichen Lebensstil oder sich in einer ähnlichen Position im sozialen Raum befinden. Sie befinden sich als in der gleichen sozialen Lage und es entsteht eine Beziehung zwischen den objektiven Bedingungen einerseits und den Praktiken der Lebensführung andererseits (Schwingel 2011: 114). Bourdieu (2016: 175) spricht dabei von dem Klassenhabitus, der als einheitsstiftendes Erzeugungsprinzip der Praxis fungiert. Bei den sich daraus ergebenden Klassen unterscheidet Bourdieu zwischen drei Großen. Die erste, die herrschende Klasse, setzt sich aus zwei Fraktionen zusammen. So verfügt die erste Fraktion über ein großes ökonomisches Kapital, für diese stehen beispielhaft die Unternehmer, während die zweite Fraktion über großes kulturelles Kapital verfügt, für die wiederum die Intellektuellen stehen (Abels 2009: 313). Die zweite große soziale Klasse stellt die Mittelklasse oder das Kleinbürgertum dar, wohingegen die dritten Klasse schließlich die Klasse die Klasse der schlechthin Beherrschten ist, oder Volksklasse (classe populaire) wie sie auch genannt wird (Schwingel 2011: 110-111). Die einzelnen Klassen zeichnen sich somit, sowohl durch eine unterschiedliche Lebensführung aus als auch durch eine unterschiedliche Verteilung der Kapitalarten aus.

3. Reproduktion der sozialen Ungleichheit

Nach der Klärung der wichtigsten Begriffe Pierre Bourdieus soll nun ein Blick auf die unterschiedlichen Teilaspekte der Reproduktion der Bildungsungleichheit geworfen werden. Dabei geht es für Bourdieu und Passeron (1973: 91) bei der Reproduktion um die Weitergabe, zum einen der Struktur der Kräfteverhältnisse und der symbolischen Verhältnisse zwischen den Klassen und zum anderen um eine Reproduktion der Strukturen der Verteilung von Kapital unter diesen Klassen. Die einzelnen Teilaspekte sollen nun im Einzelnen näher erläutert werden.

3.1.Ressourcenaspekt

Anhand des Ressourcenaspekts soll deutlich werden, inwieweit der Schulerfolg abhängig ist von der Ausstattung und der Qualität der bereits erläuterten Kapitalarten. Dabei stellt Bourdieu (2009: 113) eine Beziehung zwischen dem Schulerfolg, also dem spezifischen Profit, den Kinder aus verschiedenen sozialen Klassen auf dem schulischen Markt erlangen können und der Verteilung des kulturellen Kapitals zwischen den Klassen und Klassenfraktionen her.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Reproduktion der Bildungsungleichheit in Deutschland nach Pierre Bourdieu
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Veranstaltung
Pierre Bourdieu-Perspektiven auf soziale Ungleichheit
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V1139661
ISBN (eBook)
9783346515131
ISBN (Buch)
9783346515148
Sprache
Deutsch
Schlagworte
reproduktion, bildungsungleichheit, deutschland, pierre, bourdieu
Arbeit zitieren
Max Krampert (Autor:in), 2018, Reproduktion der Bildungsungleichheit in Deutschland nach Pierre Bourdieu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139661

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