Voraussetzungen der Managertätigkeit - Soft Skills?


Essay, 2007

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soft Skills - Begriffsdefinition und -einordnung
2.1. Sozialkompetenz
2.2. Selbstkompetenz
2.3. Methodenkompetenz

3. Alternative Modelle: Der Soft Skills Würfel

4. Führungskräfte und Soft Skills

5. Erwerb von Soft Skills?

6. Fazit

Quellen

1. Einleitung

„Soft Skills“ ist ein Begriff aus dem Berufsleben, der den meisten Arbeitenden schon einmal begegnet ist. Doch keiner weiß es genau in Worte zu fassen was es ausmacht über Soft Skills zu verfügen und was Soft Skills sind. Wohl aber sind die Vorstellungen der Arbeitnehmer genauer wenn es darum geht eine Führungsperson zu beschreiben, die über keine oder nur schwach ausgeprägte Soft Skills verfügt. Das Thema der mangelnden Skills bei Führungspersonen ist so beliebt, dass es sowohl in Großbritannien mit „The Office“, als auch in Deutschland mit „Stromberg“ als Fernsehserien zum quotenreichen Serien-Spektakel wurde, in dem das Thema aufgegriffen und zu zahlreichen Gags verarbeitet wurde und damit zur Erheiterung der Zuschauer erheblich beiträgt.

In dieser Arbeit soll nun genauer beleuchtet werden, was Soft Skills sind, wie sie

„entstehen“ – unter Berücksichtigung der Frage ob und wenn ja inwiefern sie erlern- oder erwerbbar sind oder nicht – und inwieweit sie für die Tätigkeiten des Managers von Bedeutung sind.

Das Vorgehen in dabei wird sein, dass zuerst in Kapitel 2 grundlegende Begriffe wie Schlüsselqualifikationen, Soft Skills und Hard Skills definiert und die durchschnittlich übliche Aufteilung der Kompetenzen auf die Soft Skills dargestellt werden. Ebenso wird zu Beginn des 2. Kapitels darauf eingegangen warum es zu dieser Aufteilung kam und inwiefern sie als durchschnittlich zu bezeichnen ist. In Kapitel 3 werden dann neuere Modelle, wie der Soft Skills Würfel dargestellt, während im nachfolgenden Kapitel 4 über Soft Skills und Führungskräfte diskutiert wird. Den Erwerb von Soft Skills und bestehende Meinung von Autoren werden in Kapitel 5 diskutiert.

Im Fazit wird dann abschließend resümiert welche Erkenntnisse die vorhergehenden Kapitel geliefert haben in Bezug auf die Ausgangsfragen und besonders auf die zentrale Frage, wie bedeutsam Soft Skills für den Manageralltag sind.

2. Soft Skills - Begriffsdefinition und -einordnung

In der einschlägigen Literatur – die zumeist aus Ratgebern besteht - wird mit sämtlichen Begriffen die das Feld der Soft Skills umfasst nur so umhergeworfen ohne dass einvernehmliche Definitionen der Begriffe gegeben sind, geschweige denn das überhaupt für das jeweilige Buch definiert wird was unter den darin allgemein gerne verwendeten Begriffen wie Soft Skills, Sozialkompetenz oder Kommunikationsfähigkeit zu verstehen ist. Viele dieser Ratgeber verwenden beispielweise den Begriff Soft Skills analog mit der Sozialkompetenz. Taucht man jedoch genauer in die Materie ein und versucht eine Struktur zu finden, stellt man fest, dass Soft Skills und Sozialkompetenz nicht dasselbe ist. Sozialkompetenz stellt generell eine Unterkategorie der Soft Skills dar. Während die Sozialkompetenz die Fähigkeit zum generellen Umgang mit anderen Menschen beschreibt, handelt es sich bei Soft Skills um einen Überbegriff aller Kompetenzen, inklusive der Sozialkompetenz. Somit kann man beide Begriffe nicht in einen Topf werfen, sofern man sich zuvor eine Struktur überlegt hat.

Nach der Durchsicht diverser Literatur die sich mit den Fähigkeiten von Führungspersonen beschäftigt, erschien es als naheliegend die zentralen Begriffe dieses Themas wie folgt zu definieren:

Hard Skills: Fachkompetenzen in Form von Fachwissen über Vorgänge und Abläufe im Rahmen der beruflichen und fachlichen Tätigkeit.

Soft Skills: Fähigkeiten auf primär sozialer und menschlicher Ebene, die für die Interaktion im beruflichen Alltag, also besonders mit Mitarbeitern und Kunden, nötig sind oder dem Umgang mit den Menschen erleichtern und/oder fördern.

Schlüsselqualifikationen: Gebilde aus Soft Skills und Hard Skills, welches in seiner Gesamtheit den Arbeitenden für seine beruflichen Aufgaben und Tätigkeiten qualifiziert.1.

Hard Skills sind somit die Grundlage der fachlichen Kompetenz, die nötig ist um eine bestimmte Tätigkeit auszuüben und werden beispielweise durch Studium, Lehre oder jegliche andere Art von Ausbildung oder Erfahrung in der Praxis erworben, während Soft Skills als soziale Komponente andere Wege des Erwerbs zugrunde legen. Welche dies sein könnten, wird in Kapitel 5 „Erwerb von Soft Skills?“ nachgegangen. Um Soft Skills nun verständlich und übersichtlich zu machen, werden sie in diverser Literatur meistens in drei Bereiche unterteilt: Sozialkompetenz, Selbstkompetenz und Methodenkompetenz. Die folgenden drei Abschnitte sind ein Versuch darzulegen, wie diese Bereiche abgegrenzt werden. Fakt ist, dass die Grenzen schwammig sind und manche Fähigkeiten mehreren Bereichen zugeordnet werden könnten, was die Einordnung erheblich erschwert. Um jedoch eine Struktur in die Kompetenzen zu bringen und eine vorläufige Übersicht zu erhalten, ist es nun das Ziel einen Rahmen zu geben und somit werden die Fähigkeiten hier nach häufigster Nennung für einen bestimmten Bereich eingeordnet.

2.1. Sozialkompetenz

Fähigkeiten der Sozialkompetenz sollten alle Kompetenzen sein, die die soziale Komponente, das Miteinander, den Umgang mit anderen Menschen zentralisieren.

Hierzu gehören die Fähigkeiten der verbalen und nonverbalen Kommunikation und somit auch der Fähigkeit zur Anwendung der Rhetorik einschließlich Verhandlungsgeschick, Motivationsfähigkeit und Konfliktfähigkeit und Fähigkeit zum Konfliktmanagement. Achtsamkeit und Einfühlungsvermögen bzw. Empathie gegenüber Anderen sowie die Fähigkeit zum Networking einschließlich einer grundlegend vorhandenen Menschenkenntnis gelten ebenfalls als soziale Kompetenzen, was die Fähigkeit zum Teamwork unabdingbar integriert. Ein mancher Verfasser von Werken über Soft Skills vertritt auch die Meinung, dass Takt und Stil im Sinne des Knigge ein Teil der Sozialkompetenz seien, allerdings ist offensichtlich, dass die Fähigkeiten der nonverbalen Kommunikation gepaart mit

Konfliktmanagement, Empathie und Fähigkeit zum Teamwork wohl ein gebührliches Verhalten gegenüber Kollegen implizieren könnte.2,3,4

Wie man hier bereits sieht, implizieren viele Fähigkeiten wiederum auch anderes Können.

[...]


1 Zellweger (2004) S. 13

2 Huck-Schade (2003) S. 15

3 Mühleisen (u.a.) (2005) S. 107f.

4 Deutscher Manager-Verband e.V. (2003) S. 11ff.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Voraussetzungen der Managertätigkeit - Soft Skills?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Lehrforschungsprojekt: Was tun Manager wenn sie managen?
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V113993
ISBN (eBook)
9783640151899
Dateigröße
409 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Voraussetzungen, Managertätigkeit, Soft, Skills, Lehrforschungsprojekt, Manager
Arbeit zitieren
Anna Schultze (Autor), 2007, Voraussetzungen der Managertätigkeit - Soft Skills?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113993

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