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Die Möglichkeiten der direkten Fehlerkorrektur. Inwieweit spielen sie eine lernförderliche Rolle?

Titel: Die Möglichkeiten der direkten Fehlerkorrektur. Inwieweit spielen sie eine lernförderliche Rolle?

Hausarbeit , 2020 , 12 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Annemarie Tippel (Autor:in)

Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Schule gibt es für Lernende in jedem Schuljahr einen Stundenplan, der eine Übersicht über die zu erlernenden Fächer gibt. Ab der dritten Klasse wird in den Bundesländern Berlin und Brandenburg auch schon die erste Fremdsprache eingeführt, welche meist Englisch ist.

In dieser Arbeit soll ein Überblick über die direkte Korrektur von Fehlern im mündlichen Fremdsprachunterricht geschaffen werden. Dafür wird zunächst kurz erläutert, weshalb die Mündlichkeit im Fremdsprachunterricht überhaupt von Bedeutung ist. Nach einer Einführung in die Fehlerunterscheidung werden mögliche Korrekturstrategien der direkten Fehlerkorrektur betrachtet und auf ihre Lernförderlichkeit untersucht. Wie kann eine Lehrkraft die Fremdsprachenlernenden durch Korrektur zu korrekter Sprache hinführen? Wie kann dieses Feedback aussehen, um eine lernförderliche Rolle zu übernehmen? Diese Fragen werden in dieser Arbeit betrachtet und untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mündliche Fremdsprachenbewertung

3. Die Rolle von Fehlern

4. Lernförderlichkeit

5. Direkte Korrekturstrategien

5.1 explicit error correction

5.2 recast

5.3 Handicap-Signal

5.4 Reparatur

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der direkten Fehlerkorrektur im mündlichen Fremdsprachenunterricht und analysiert, inwieweit verschiedene Korrekturstrategien einen lernförderlichen Einfluss auf den Spracherwerb und die Selbstwirksamkeit der Lernenden ausüben.

  • Bedeutung der mündlichen Kommunikation im Fremdsprachenunterricht
  • Differenzierung zwischen Fehlertypen (errors vs. mistakes)
  • Theoretische Grundlagen zur Lernförderlichkeit und Selbstwirksamkeit
  • Analyse und Bewertung spezifischer Korrekturstrategien
  • Empfehlungen für ein lernförderliches Lehrerfeedback

Auszug aus dem Buch

5.2 recast

Neben der expliziten Korrektur gibt es die Möglichkeit zur impliziten Korrektur. Darunter versteht man die Korrektur durch beispielsweise ein recast, der Wiederholung oder Erweiterung der gemachten, fehlerhaften Aussage der Lernenden. Bei dieser Korrektur wird Hilfe zur Selbstkorrektur oder Peer-Korrektur gegeben (Timm 220). Demnach hat diese Korrektur keine Züge von Demütigung oder Bloßstellung in sich. Die Fehler werden hier als mistake kategorisiert und durch die implizite Korrekturhilfe wird ihnen keine große Bedeutung zugeschrieben. Der Redefluss der Lernenden wird hier jedoch auch unterbrochen, was Lernende verunsichern könnte. Generell erscheint diese Strategie jedoch als lernförderlich. Die Umgestaltung der fehlerhaften Aussage kann erweitert oder isoliert erfolgen (Lochtman 9). Die folgenden Beispiele verdeutlichen ein solches recast:

isolierte Umgestaltung: L: he eat …

T: he eats …. what?

L: he eats … a banana

erweiterte Umgestaltung: T: How did the thieves try to get the money?

L: … the thieves try… to get the money with a pistol.

T: They tried it with a gun? But, did they finally get it?

L: No.

(vgl. Lochtmann 9)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit des Fremdsprachenerwerbs und stellt die Forschungsfrage nach der lernförderlichen Gestaltung der direkten Fehlerkorrektur im Unterricht.

2. Mündliche Fremdsprachenbewertung: Dieses Kapitel thematisiert die komplexen Aufgaben der Lehrkraft bei der Bewertung mündlicher Leistungen und hebt die Bedeutung des kommunikativen Sprachhandelns hervor.

3. Die Rolle von Fehlern: Hier werden Fehler als wichtige Lernbegleiter identifiziert und die didaktische Unterscheidung zwischen systematischen 'errors' und Performanzfehlern, den sogenannten 'mistakes', erörtert.

4. Lernförderlichkeit: Das Kapitel definiert Lernförderlichkeit unter Rückgriff auf das sozial-kognitive Konstrukt der Selbstwirksamkeitserwartung und betont die Bedeutung motivierender Rückmeldungen.

5. Direkte Korrekturstrategien: Dieser Hauptteil analysiert verschiedene Verfahren wie 'explicit error correction', 'recast', 'Handicap-Signal' und 'Reparatur' hinsichtlich ihrer Wirkung auf den Lernprozess.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass implizite Strategien wie 'recast' und 'Handicap-Signal' aufgrund ihrer schonenden Art und Förderung der Eigeninitiative lernförderlicher sind als explizite Korrekturmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Fremdsprachenunterricht, Fehlerkorrektur, direkte Korrektur, explicit error correction, recast, Handicap-Signal, Reparatur, Lernförderlichkeit, Selbstwirksamkeit, Sprechkompetenz, Fehleranalyse, Lehrerfeedback, Fremdspracherwerb, Didaktik, mündliche Leistung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Methoden der direkten Fehlerkorrektur durch Lehrkräfte im mündlichen Fremdsprachenunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle von Fehlern, die Bewertung mündlicher Schüleräußerungen und die Analyse spezifischer Korrekturstrategien auf ihre Lernförderlichkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, wie Lehrkräfte durch korrektives Feedback zu einer fehlerfreien Sprache hinführen können, ohne die Lernenden zu demotivieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung fachdidaktischer Literatur und theoretischer Konzepte zur Fehlerkorrektur und Selbstwirksamkeit basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Strategien 'explicit error correction', 'recast', 'Handicap-Signal' und 'Reparatur' detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Lernenden bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Fehlerkorrektur, Lernförderlichkeit, Selbstwirksamkeit und kommunikativer Fremdsprachenunterricht charakterisieren.

Warum wird zwischen 'errors' und 'mistakes' unterschieden?

Die Unterscheidung ist für die Korrektur entscheidend, da 'errors' als systematische Kompetenzfehler gelten, während 'mistakes' als nichtsystematische Performanzfehler bewusst korrigiert werden können.

Warum schneiden 'explicit error correction' und 'Reparatur' schlechter ab?

Diese Strategien unterbrechen den Redefluss und können bei den Lernenden Angst vor Bloßstellung oder Demütigung auslösen, was die Motivation für weitere Äußerungen mindert.

Was macht das 'Handicap-Signal' zu einer effektiven Strategie?

Es erscheint als natürliche Nachfrage, ermöglicht Eigeninitiative zur Selbstkorrektur und vermeidet den Eindruck einer direkten Zurechtweisung.

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Details

Titel
Die Möglichkeiten der direkten Fehlerkorrektur. Inwieweit spielen sie eine lernförderliche Rolle?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1.7
Autor
Annemarie Tippel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V1140007
ISBN (eBook)
9783346516138
ISBN (Buch)
9783346516145
Sprache
Deutsch
Schlagworte
möglichkeiten fehlerkorrektur inwieweit rolle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annemarie Tippel (Autor:in), 2020, Die Möglichkeiten der direkten Fehlerkorrektur. Inwieweit spielen sie eine lernförderliche Rolle?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140007
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Leseprobe aus  12  Seiten
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