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Der Vorschlag einer EU-Finanztransaktionssteuer. Kann sie zur Stabilisierung und Stärkung des Finanzsektors beitragen?

Title: Der Vorschlag einer EU-Finanztransaktionssteuer. Kann sie zur Stabilisierung und Stärkung des Finanzsektors beitragen?

Bachelor Thesis , 2021 , 32 Pages , Grade: 11.0

Autor:in: Maximilian Narkus (Author)

Economics - Finance
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Einführung einer EU-Finanztransaktionssteuer und der zentralen Frage, ob eine einheitliche europäische Finanztransaktionssteuer zur Stabilisierung und Stärkung des Finanzsektors beitragen kann. Hierzu wird zunächst ein Einblick in den geschichtlichen Hintergrund sowie der Methodik einer FTS gegeben, um einerseits zu verdeutlichen, welch langer Konzeptionsweg mit dieser Steuer einhergeht und welche Staaten bisher Erfahrungen mit einer nationalen Lösung gesammelt haben. Außerdem wird im Folgenden dargestellt, auf welcher theoretischen Grundlage eine FTS aufgebaut ist und welche Art der Bemessungsgrundlage festgelegt werden könnte.

Auch werden die Sichtweisen unterschiedlicher Ökonomen bezüglich der Höhe einer FTS dargestellt. Des Weiteren soll in einer Kosten-Nutzen-Gegenüberstellung erörtert werden, welchen Nutzen und welche Gewinne ein Staat einerseits durch die Steuer vereinnahmen, welche potentiellen Kosten und Kostenträger andererseits aber auch entstehen können. Daran anknüpfend wird der derzeitige Stand der Umsetzungen in Ländern der Europäischen Union dargelegt, worunter konkret die Länder Frankreich, Italien und Spanien betrachtet werden sollen.

Nachdem 2011 die Europäische Kommission bereits einen ersten Vorschlag vorlegte, welcher allerdings abgelehnt wurde, konzentriert sich diese Arbeit ab Kapitel 2b) auf das 2019 vorgestellte deutsch-französische Modell. In der Analyse werden die Kernthesen des Vorschlages vorgestellt und mithilfe von Prognosen mögliche Auswirkungen auf die betroffenen Marktteilnehmer sowie mögliche Anreizwirkungen abgeschätzt. Final beschäftigt sich die Arbeit mit einer kritischen Betrachtung des zur Debatte stehenden deutsch-französischen Vorschlages.

Es werden mögliche Vor- und Nachteile, die im Laufe dieser Arbeit gesammelt werden, zusammengetragen und gegenübergestellt. Das Ziel ist es dadurch, zu einer neutralen und validen Bewertung zu gelangen, um eine sinnvolle politische Empfehlung aussprechen und die Forschungsfrage anhand der erarbeiteten Informationen beantworten zu können. Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, der Beantwortung der Forschungsfrage und einem Ausblick auf mögliche Zukunftsszenarien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

B. Hauptteil

1. Nähere Betrachtung einer Finanztransaktionssteuer

a. Geschichtlicher Hintergrund

b. Funktionsweise & Bestimmung einer FTS

c. Kosten und Nutzen

2. Finanztransaktionssteuer innerhalb der EU

a. Aktuelle Europäische Umsetzung

b. Übersicht des deutsch-französischen Vorschlages

3. Kritische Betrachtung des deutsch-französischen Vorschlages

a. Vorteile des deutsch-französischen Vorschlages

b. Nachteile des deutsch-französischen Vorschlages

c. Politische Empfehlung

C. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung einer einheitlichen europäischen Finanztransaktionssteuer (FTS) und analysiert, ob diese zur Stabilisierung und Stärkung des Finanzsektors beitragen kann, wobei insbesondere das deutsch-französische Modell kritisch beleuchtet wird.

  • Geschichtliche Entwicklung und theoretische Grundlagen der Finanztransaktionssteuer
  • Analyse von Kosten-Nutzen-Relationen und verschiedenen Besteuerungsmodellen
  • Gegenwärtiger Stand der Umsetzung in Frankreich, Italien und Spanien
  • Kritische Bewertung des deutsch-französischen Vorschlags hinsichtlich Vor- und Nachteilen
  • Politische Handlungsempfehlungen zur Optimierung des Steuermodells

Auszug aus dem Buch

a. Geschichtlicher Hintergrund

Historisch betrachtet reicht die Idee einer FTS bis ins 17. Jahrhundert zurück. England führte 1694 die Stempelsteuer ein, wobei ein Steuersatz auf das Abstempein von Aktien erhoben wurde (Rodewald 2012: 33). Sie diente zur Finanzierung des damaligen Kriegs gegen Frankreich. 1765 plante England, den stamp act auf die britischen Kolonien in Amerika auszuweiten. Der dadurch entstandene Aufstand trug maßgeblich zum Ausbruch des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges bei (Hochgeschwender 2016: 208 ff.). Dies verdeutlichte, welche weitreichenden Folgen steuerliche Restriktion haben können. Die Grundlage moderner Ansätze konzipierte John Maynard Keynes (1936) unter Angesicht der amerikanischen Wirtschaftskrise in den 1920er-Jahren. In seinem berühmten Werk “The General Theory of Employment, Interest and Money“ fordert Keynes u.a. die Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen (Keynes 1936: 80 ff.).

Ziel seiner theoretischen Analyse war es zu erörtern, ob der spekulative Handel am Finanzmarkt einen negativen Einfluss auf Entscheidungen, die in der Realwirtschaft getroffen werden, nehmen könnte. Um risikoreiche Spekulationen einzudämmen, nennt Keynes die FTS als ein mögliches staatliches Instrument. Er kam zu der Erkenntnis, dass eine FTS den kurzfristigen und spekulativen Handel eingrenzen könnte. Keynes beschrieb aber auch die Gefahr, dass sich eine FTS investitionshemmend auf alle Marktteilnehmer auswirkt und sich dadurch rezessive oder gar depressive Markttendenzen entwickeln bzw. verstärkt werden könnten (Burger 2019 : 4).

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Hinführung zum Thema der Finanztransaktionssteuer und Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Stabilisierung des europäischen Finanzsektors.

1. Nähere Betrachtung einer Finanztransaktionssteuer: Historischer Rückblick auf die Steuerkonzepte, Erläuterung der theoretischen Funktionsweise anhand von Preis-Mengen-Modellen sowie Analyse der Kosten-Nutzen-Struktur.

2. Finanztransaktionssteuer innerhalb der EU: Detaillierte Betrachtung aktueller nationaler Umsetzungen in Frankreich, Italien und Spanien sowie Vorstellung des spezifischen deutsch-französischen Modells.

3. Kritische Betrachtung des deutsch-französischen Vorschlages: Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen des deutsch-französischen Modells unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Prognosen und politische Empfehlung zur Ausgestaltung.

C. Zusammenfassung: Resümee der bisherigen Ergebnisse und Ausblick auf die Wirksamkeit einer europäischen Lösung.

Schlüsselwörter

Finanztransaktionssteuer, FTS, Europäische Union, Finanzmarkt, Steuermodell, deutsch-französischer Vorschlag, Aktienhandel, Spekulation, Bemessungsgrundlage, Finanzmarktkrise, Steuerumgehung, Marktstabilität, Besteuerung, Anreizwirkung, Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept einer einheitlichen europäischen Finanztransaktionssteuer und analysiert deren Potenzial zur Stabilisierung des Finanzmarktes.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Schwerpunkte bilden die historische Entwicklung der Steuer, die ökonomischen Wirkungsmechanismen, aktuelle nationale Modelle sowie eine kritische Evaluation des deutsch-französischen Vorschlags.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob eine einheitliche europäische Finanztransaktionssteuer tatsächlich zur Stabilisierung und Stärkung des Finanzsektors beitragen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es erfolgt eine Literaturanalyse sowie eine Auswertung wissenschaftlicher Studien und Prognosen zu steuerlichen Auswirkungen auf Marktteilnehmer und Volatilität.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der FTS, den Status quo in ausgewählten EU-Staaten sowie eine kritische Analyse des deutsch-französischen Modells.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie FTS, Finanzmarktstabilität, Besteuerungsmodelle, Steuerumgehung und ökonomische Lenkungswirkung aus.

Warum wird das "Schwedische Modell" als Negativbeispiel genannt?

Es wird angeführt, weil es durch Konstruktionsfehler zu massiven Handelsverlagerungen ins Ausland führte, statt die angestrebten Einnahmen zu generieren.

Welche Schwachstellen identifiziert die Autorin am deutsch-französischen Vorschlag?

Hauptkritikpunkte sind die exklusive Konzentration auf den Aktienhandel, die Vernachlässigung des Derivatehandels sowie die hohe Anfälligkeit für Umgehungsstrategien.

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Details

Title
Der Vorschlag einer EU-Finanztransaktionssteuer. Kann sie zur Stabilisierung und Stärkung des Finanzsektors beitragen?
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Professur für Volkswirtschaftslehre II)
Course
Fach für Öffentliche Finanzen
Grade
11.0
Author
Maximilian Narkus (Author)
Publication Year
2021
Pages
32
Catalog Number
V1140720
ISBN (eBook)
9783346516060
ISBN (Book)
9783346516077
Language
German
Tags
Volkswirtschaftslehre Finanztransaktionssteuer Steuer Finanzen Wirtschaftswissenschaften Ökonomie Politik Bachelorarbeit Thesis Scherf Gießen Wirtschaft Economic Covid Pandemie Corona Olaf Merkel Spd Cdu Effizienz Einnahmen Umverteilung Defizite Deutschland Global Europa Usa Amerika Fts Finanztransaktionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Narkus (Author), 2021, Der Vorschlag einer EU-Finanztransaktionssteuer. Kann sie zur Stabilisierung und Stärkung des Finanzsektors beitragen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140720
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