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Digitale Literatur. Produktion und Rezeption von Cyberpoesie

Titel: Digitale Literatur. Produktion und Rezeption von Cyberpoesie

Hausarbeit , 2021 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Janosch Püschel (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Digitale Literatur zeichnet sich durch die aktive Einflussnahme der Leser*innen auf die Abfolge der Bestandteile des Werks und die Verwendung multimedialer Bestandteile aus. Welche Besonderheiten sich aus diesem Charakteristikum digitaler Literatur hinsichtlich des Produktions- und Rezeptionsprozesses ergeben , wird in dieser Hausarbeit am Beispiel von Cyberpoesie analysiert. Damit einhergehend soll die Frage beantwortet werden, ob Produzent*in und Rezipient*in von Cyberpoesie noch “Autor*in” und “Leser*in” im klassischen Sinne sind oder ob es sich hierbei vielmehr um “Künstler*in” und “Betrachter*in” handelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Arbeitsdefinitionen: Digitale Literatur und Cyberpoesie

3. Formen der Cyberpoesie

3.2. Interaktive Lyrik

4. Verhältnis Werk-Autor*in-Leser*in

4.1. Die Rolle des Werks

4.2. Rolle der Autor*innen

4.3. Die Rolle der Leser*innen

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie digitale Medien die Produktion und Rezeption von Cyberpoesie beeinflussen und inwieweit dadurch die klassischen Rollenbilder von Autor*in und Leser*in transformiert werden.

  • Charakteristika und Abgrenzung digitaler Literatur
  • Multimedialität als prägendes Gestaltungselement
  • Interaktivität und ihre Auswirkungen auf den Rezeptionsprozess
  • Transformation des Rollenverhältnisses zwischen Autor*innen und Leser*innen
  • Der Einfluss technischer Vorgaben auf den kreativen Schaffensprozess

Auszug aus dem Buch

4.2. Rolle der Autor*innen

Die Gestaltungsmöglichkeiten eines Gedichts, welche die Verwendung digitaler Medien eröffnet, hat einerseits Einfluss auf die Arbeitsweise der Autor*innen, andererseits auf ihre Rolle in der Trias Werk-Autor*in-Leser*in.

Autor*innen sind nicht mehr ausschließlich Schriftsteller*innen, sondern “Programmierer, Designer und Texter” in einer Person. Die Verwendung neuer Medien bringt die Notwendigkeit der Anpassung der Arbeitsweise, wenn es um die Produktion eines Gedichts geht, mit sich. Grundlegend ist, dass die Autor*innen den Umgang mit diesen neuen Medien, in der Regel dem Computer, beherrschen. Es ist entweder das Wissen zur Bedienung und Verwendung eines Programms nötig, welches zur Produktion von Cyberpoesie verwendet werden kann, oder aber das Wissen, wie man ein solches Programm sogar selbst entwickeln kann. Letzteres bedarf jedoch eines wesentlich größeren Aufwands, ermöglicht den Autor*innen aber gleichzeitig die maximale Freiheit und Entfaltung ihrer Kreativität bei der Produktion ihres Gedichts. Die Mehrheit der Autor*innen entscheidet sich dennoch für die Verwendung eines bereits vorhandenen Programms. Dabei ist anzumerken, dass durch die Verwendung eines solchen Programms dessen Entwickler*innen ein gewisses Maß an Einfluss auf das fertige Werk haben. Gleichzeitig bedeutet es eine Einschränkung der Autor*innen beim Erschaffen ihres digitalen Gedichts. Sie können sich nur innerhalb der Möglichkeiten künstlerisch entfalten, die ihnen das Programm gibt.

Durch das Wesen der Cyberpoesie findet, wie zu Beginn des Abschnitts bereits erwähnt, eine Veränderung des Zusammenspiels von Werk, Autor*innen und Leser*innen statt. Die Interaktivität zusammen mit der technischen Komponente führt zu einer Distanz zwischen den Autor*innen und ihrem Werk, die bei analoger Literatur so nicht auftritt. Die Autor*innen wissen nie genau, wie das konkrete Erscheinungsbild, der “Phänotyp” des Werks, den die Leser*innen letztendlich wahrnehmen, aussehen. Damit sind Rezeptionsprozesse für die Autor*innen schwieriger nachzuvollziehen und erfordert daher ein engeres Verhältnis zwischen Autor*innen und Leser*innen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der digitalen Literatur, Problemstellung des veränderten Kommunikationsverhaltens und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.

2. Arbeitsdefinitionen: Digitale Literatur und Cyberpoesie: Abgrenzung von digitaler Literatur gegenüber digitalisierter Literatur sowie Definition der Cyberpoesie als digitale Gattung der Lyrik.

3. Formen der Cyberpoesie: Vorstellung verschiedener Erscheinungsformen der Cyberpoesie, mit Fokus auf die interaktive Lyrik als zentrales Untersuchungsfeld.

4. Verhältnis Werk-Autor*in-Leser*in: Analyse der veränderten Rollen und Abhängigkeiten von Werk, Autor*in und Leser*in durch technische und interaktive Medieneinflüsse.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Transformation von Produktions- und Rezeptionsprozessen.

Schlüsselwörter

Digitale Literatur, Cyberpoesie, Computerlyrik, Interaktivität, Multimedialität, Rezeptionsprozess, Produktionsprozess, Autor*innenrolle, Leser*innenrolle, Hyperlyrik, digitale Medien, Kommunikation, Phänotyp, Werkkonzeption, multimediales Gesamtkunstwerk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der digitalen Literatur, insbesondere mit der Cyberpoesie, und analysiert deren Auswirkungen auf die traditionelle Kommunikation zwischen Produzenten und Rezipienten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Multimedialität von Cyberpoesie, der Einfluss von Interaktivität auf das Gedicht sowie die daraus resultierenden Verschiebungen der Rollen von Autor*innen und Leser*innen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob Produzent*in und Rezipient*in von Cyberpoesie noch als Autor*in und Leser*in im klassischen Sinne bezeichnet werden können oder ob neue Rollendefinitionen wie "Künstler*in" und "Betrachter*in" treffender sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung der Spezifika digitaler Literatur auf Basis etablierter medientheoretischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition der Cyberpoesie, die Vorstellung verschiedener Formen sowie eine detaillierte Analyse des Verhältnisses von Werk, Autor*in und Leser*in.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Untersuchung?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Cyberpoesie, Multimedialität, Interaktivität, digitale Literatur, Autorschaft und Rezeptionswandel.

Inwiefern beeinflussen Programme die Kreativität der Autor*innen?

Die Arbeit zeigt auf, dass Autor*innen bei der Nutzung bestehender Software zur Erstellung von Cyberpoesie einerseits eingeschränkt werden, andererseits aber durch die technischen Möglichkeiten neue Gestaltungsebenen erschließen.

Was verändert sich durch Interaktivität an der Rolle der Leser*innen?

Durch die Interaktion (z.B. das Anklicken von Links) werden Leser*innen in gewisser Hinsicht zu Mitgestaltenden des Werks, was eine Verschiebung von der rein rezeptiven Rolle hin zu einer Senderfunktion bewirkt.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Digitale Literatur. Produktion und Rezeption von Cyberpoesie
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Literatur und Medien
Note
1,0
Autor
Janosch Püschel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
10
Katalognummer
V1140740
ISBN (eBook)
9783346522177
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitale Literatur Cyberpoesie E-Poetry Interaktive Lyrik Computerpoesie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janosch Püschel (Autor:in), 2021, Digitale Literatur. Produktion und Rezeption von Cyberpoesie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140740
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Leseprobe aus  10  Seiten
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