Diese Hausarbeit nimmt engen Bezug auf die Themenstellung, die im Zusammenhang mit der dreijährigen Ausbildung zum Altenpfleger beziehungsweise zur Pflegefachkraft steht.
Der antike Philosoph Diogenes, der um 400 vor Christus lebte, erkannte es schon damals: „Die Grundlage eines jeden Staates ist die Ausbildung der Jugend“. Dieses Zitat ist auch heute noch aktuell. Wer in die berufliche Bildung investiert, erreicht beispielsweise den Status als Fachkraft in der Pflege, sichert seine berufliche Zukunft und beteiligt sich am Wohlergehen der Gesellschaft . Diesen „Fachkraftstatus“ in der Pflege zu erwerben, ist für jeden Auszubildenden anfangs noch ein sehr langer Weg. Bei dem Auszubildenden besteht oftmals große Unsicherheiten. Er stellt sich die Frage: Welche Rechte und Pflichten habe ich? Was darf ich von den Ausbildungsträgern verlangen? Hier möchte die Hausarbeit helfen, bestehende Fragen zu beseitigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Voraussetzungen für den Lernort Praxis
2.1 Der praktische Ausbildungsbetrieb
2.2 Leitbild und Mitarbeiterverantwortung
2.3 Das Ausbildungskonzept
2.4 Kosten und Refinanzierung der Ausbildung
3 Seine eigene Ausbildung erfolgreich organisieren
3.1 Pflichten des Auszubildenden
3.2 Rechte des Auszubildenden
4 Verantwortungsbereich der Pflegefachschule
5 Die Organisationsstruktur des praktischen Ausbildungsbetriebes
5.1 Krank- / Gesundmeldungen, Urlaubsanträge und hilfreiche Personen
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Auszubildenden in der Pflege Orientierung zu bieten, indem sie die strukturellen Rahmenbedingungen der dreijährigen Ausbildung zum Altenpfleger bzw. zur Pflegefachkraft erläutert und die spezifischen Rechte und Pflichten verdeutlicht.
- Rechtliche Grundlagen und Voraussetzungen für den Lernort Praxis
- Strukturierung und betriebliche Organisation der Ausbildung
- Darlegung der Rechte und Pflichten für Auszubildende
- Verantwortungsbereiche von Pflegefachschulen und Betrieben
- Praktische Hinweise zu organisatorischen Abläufen wie Krankmeldungen
Auszug aus dem Buch
2 Voraussetzungen für den Lernort Praxis
§ 4 Altenpflegegesetz legt nicht nur die Träger fest, die ausbilden können, sondern bestimmt gleichzeitig, dass die praktische Ausbildung in einer ambulanten und stationären Einrichtung erfolgen muss. Es dürfen nur Einrichtungen nach § 71 SGB XI in der praktischen Ausbildung vermitteln, deren Tätigkeitsgebiet im Mittelpunkt Pflege und Betreuung alter Menschen steht. Hierzu zählen z. B. Altenpflegeheime, -hilfezentren sowie Seniorenzentren oder -heime, -residenzen und Ambulante (Pflege)dienste bzw. Hauskrankenpflegedienste. Das heißt, dass wenn der praktische Ausbildungsbetrieb eine stationäre Einrichtung ist, muss der Auszubildende auch in einer ambulanten Einrichtung ausgebildet werden und umgekehrt. Der praktische Ausbildungsbetrieb ist gesetzlich verpflichtet, die Ausbildung durch ihren Zweck gebotener Form planmäßig, zeitlich und sachlich gegliedert so zu gestallten, das das Ziel der Ausbildung in der vorgesehenen Ausbildungszeit erreicht werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der beruflichen Pflegeausbildung und identifiziert zentrale Unsicherheiten bei Auszubildenden bezüglich ihrer Rechte und Pflichten.
2 Voraussetzungen für den Lernort Praxis: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen an Ausbildungsbetriebe, die Bedeutung des Leitbildes und die Notwendigkeit strukturierter Ausbildungskonzepte.
3 Seine eigene Ausbildung erfolgreich organisieren: Hier wird der Fokus auf die aktive Rolle des Auszubildenden gelegt, wobei spezifische Pflichten und korrespondierende Rechte detailliert aufgeführt werden.
4 Verantwortungsbereich der Pflegefachschule: Dieser Abschnitt beschreibt die Rolle der Schule als zentrale Instanz für die Ausbildungsorganisation, Notengebung und theoretische Wissensvermittlung.
5 Die Organisationsstruktur des praktischen Ausbildungsbetriebes: Das Kapitel bietet eine praktische Orientierungshilfe für formale Prozesse wie Krankmeldungen und die Identifikation relevanter Ansprechpartner innerhalb eines Betriebs.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der strukturellen Voraussetzungen zusammen und betont die Notwendigkeit von Engagement aller Beteiligten für einen erfolgreichen Abschluss.
Schlüsselwörter
Altenpflege, Pflegefachkraft, Ausbildung, Lernort Praxis, Ausbildungsstruktur, Rechte und Pflichten, Praxisanleitung, Ausbildungskonzept, Pflegefachschule, berufliche Handlungsfähigkeit, Ausbildungsorganisation, stationäre Pflege, ambulante Pflege, Ausbildungsvergütung, Sorgfaltspflicht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den strukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Ausbildung zum Altenpfleger oder zur Pflegefachkraft und unterstützt Auszubildende bei der Orientierung in ihrem Berufsalltag.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Voraussetzungen für den Lernort Praxis, die Rechte und Pflichten der Auszubildenden, die Rolle der Pflegefachschulen sowie die betriebliche Organisationsstruktur.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, bestehende Unsicherheiten bei Auszubildenden bezüglich ihrer Rolle und der Verantwortlichkeiten der Ausbildungsträger durch eine strukturierte Aufbereitung zu beseitigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse relevanter gesetzlicher Vorgaben (z. B. Altenpflegegesetz, SGB XI) sowie fachspezifischer Handbücher zur praktischen Pflegeausbildung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden detailliert die Voraussetzungen für Ausbildungsbetriebe, die Pflichten und Rechte der Lernenden, der Verantwortungsbereich der Pflegeschulen sowie praktische Abläufe in der Einrichtung analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Altenpflegeausbildung, Lernort Praxis, Ausbildungsstruktur, Rechte und Pflichten sowie Praxisanleitung charakterisiert.
Warum ist die Unterscheidung zwischen stationärer und ambulanter Ausbildung wichtig?
Laut § 4 Altenpflegegesetz ist eine abwechslungsreiche praktische Ausbildung in beiden Settings (stationär und ambulant) gesetzlich vorgeschrieben, um ein breites Tätigkeitsspektrum abzudecken.
Welche Rolle spielt das Ausbildungskonzept im Betrieb?
Ein Ausbildungskonzept dient als Grundlage für die Strukturierung der Ausbildung, indem es Abläufe, Verantwortlichkeiten und die Lernförderung im Betriebsalltag festlegt.
- Arbeit zitieren
- Anja Luther (Autor:in), 2018, Auszubildende zur Pflegefachkraft oder Altenpfleger. Rechte und Pflichten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140879