In dieser Arbeit wird es um den Raumbezug von Heimat gehen und im Zuge dessen um den Heimat- und Naturschutz sowie Landschafts- und Stadtplanung. Speziell soll untersucht werden, inwiefern sich der Heimatbegriff unter Bezugnahme der Globalisierung entwickelte. Die sogenannten Vilmer Thesen zum Thema Heimat- und Naturschutz wurden im Jahr 2001 von Reinhard Piechocki, Ulrich Eisel, Stefan Körner, Annemarie Nagel sowie Norbert Wierbinski geschrieben und im Jahr 2003 publiziert. Dabei sei die fünfte These essentiell für dieses Thema. Weiterhin sei der Artikel von Stefan Körner „Heimat in der globalisierten Welt“ wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Die fünfte Vilmer These
Heimat in der globalisierten Welt
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Raumbezug des Heimatbegriffs im Kontext der Globalisierung sowie dessen Bedeutung für den Heimat- und Naturschutz sowie die Stadtplanung unter Bezugnahme auf die Vilmer Thesen.
- Die Entwicklung des Heimatbegriffs im Zeitalter der Globalisierung.
- Die kritische Auseinandersetzung mit der fünften Vilmer These.
- Die Rolle des Naturschutzes und der Landschaftsplanung im urbanen und ländlichen Kontext.
- Die Wechselwirkung zwischen technologischem Fortschritt, Mobilität und dem Bedürfnis nach Identität.
- Der Wandel vom traditionellen Heimatschutz zum modernen Regionalbewusstsein.
Auszug aus dem Buch
Die fünfte Vilmer These
Die sogenannten Vilmer Thesen bestehen aus 12 Thesen, welche Philosophen, Biologen sowie Vertreter des Bundesamtes für Naturschutzes gemeinsam entwickelten und veröffentlichten. In allen Thesen geht es um Heimat, Naturschutz, deren begrifflichen Wandel, die Entstehung des Heimatschutzes als auch um Folgen und Konsequenzen des Naturschutzes. Es geht den Entwicklern darum, die Begrifflichkeiten zu erläutern und den Begriff Heimat für den Naturschutz zu instrumentalisieren. Dabei sei es den Autoren wichtig, den Heimatbegriff frei zu machen von dem nationalsozialistischen Beigeschmack, den er lange Zeit hatte.
Das Augenmerk dieser Arbeit liegt allerdings in der fünften These: „Heimat“ wird im Zeitalter der Globalisierung zu einer kritischen Kategorie. Seit den 1970er Jahren gebe es eine Weiterentwicklung des Bewusstseins für den Umweltschutz. Dieser rühre daher, dass die wirtschaftlichen sowie ökologischen Grenzen des Wachstums erkannt wurden. Vor allem habe man erkannt, dass die Menschheit nicht ewig mit einem derartigen Verhalten von Beschleunigen und Vervielfachen weiter machen können. Es habe eine Rückbesinnung auf die Natur und Gesellschaft aus einer Sicht gegeben, die nicht die Gesichtspunkte der Technik und Verwaltung im Fokus haben. Im Gegenteil, diese Erinnerung stelle den Schutz der Umwelt sowie die Erhaltung der sozialen und gesellschaftlichen Strukturen in den Vordergrund. Es seien neue Begrifflichkeiten für die Heimatbewegung und das Heimatbewusstsein kreiert worden, um die Begriffe seiner jeweiligen Vergangenheit zu entziehen. Man habe den Begriff des Heimatbewusstseins umgewandelt zum Regionalbewusstsein und den Begriff der Heimatbewegung zur Regionalbewegung, um den vorangegangenen Bedeutungen Widerstand zu leisten und einer neuen Bedeutung Raum zu geben.
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Sehnsucht nach Heimat und Identität als Gegenbewegung zur Globalisierung und definiert den Raumbezug als zentralen Untersuchungsgegenstand.
Die fünfte Vilmer These: Dieses Kapitel analysiert die Bedeutung der fünften Vilmer These, die Heimat als kritische Kategorie im globalen Zeitalter positioniert, und setzt sich mit der Geschichte des Heimatschutzes auseinander.
Heimat in der globalisierten Welt: Hier wird Stefan Körners Sicht auf die Differenz zwischen Stadt und Land sowie die Notwendigkeit einer neuen, urbanen Auslegung des Heimatbegriffs in der Raumplanung diskutiert.
Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Heimat trotz technologischer und gesellschaftlicher Transformationen ein zentrales kulturelles Bedürfnis bleibt, das eine Verbindung aus ökologischen und sozialen Aspekten erfordert.
Schlüsselwörter
Heimat, Globalisierung, Vilmer Thesen, Naturschutz, Landschaftsplanung, Raumbezug, Regionalbewusstsein, Identität, Urbanisierung, Stadtplanung, Ökologie, Gesellschaft, Kultur, Nachhaltigkeit, Heimatbewegung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Heimatbegriffs im Zeitalter der Globalisierung und dessen Auswirkungen auf den Naturschutz sowie die Stadt- und Landschaftsplanung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Vilmer Thesen, der historische Wandel des Heimatschutz-Verständnisses, die Bedeutung von Heimat für das gesellschaftliche Wohlbefinden und die Herausforderungen durch zunehmende Mobilität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist zu analysieren, wie sich der Heimatbegriff unter dem Einfluss der Globalisierung verändert hat und wie dieser in moderne planerische Konzepte integriert werden kann, ohne in nationalistische Muster zu verfallen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse publizierter Aufsätze und Thesen, insbesondere der Vilmer Thesen, sowie auf fachwissenschaftliche Diskurse zur Landschafts- und Freiraumplanung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der inhaltlichen Auslegung der fünften Vilmer These, der Kritik von Stefan Körner an der städtischen vs. ländlichen Heimatwahrnehmung und den Ansätzen von Katrin Romahn zur Operationalisierung des Heimatbegriffs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Heimat, Globalisierung, Vilmer Thesen, Naturschutz und Regionalbewusstsein.
Welche Rolle spielt der Begriff des „Raumbezugs“ in der Arbeit?
Der Raumbezug wird als wesentliches Merkmal von Heimat identifiziert, welches sich durch technologische Entwicklungen und höhere Mobilität von einer rein lokalen auf eine überregionale Ebene verschoben hat.
Wie bewertet die Arbeit den Naturschutz im urbanen Raum?
Die Arbeit plädiert dafür, den Naturschutz nicht auf ländliche Räume zu begrenzen, sondern urbane Strukturen aktiv einzubeziehen, um der fortschreitenden Urbanisierung und Globalisierung mit einer neuen Form der Landschaftsgestaltung zu begegnen.
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- Anonym (Autor:in), 2018, Heimat in der globalisierten Welt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140881