Die Arbeit wird sich mit Georg Simmel und seinem Werk „Hauptprobleme der Philosophie“ auseinandersetzen. Die Arbeit thematisiert die Hegelsche Philosophie des Seins und geht der Frage nach, inwiefern Simmel diese verwendet und damit umgeht. Die kontroversen Auffassungen und philosophischen Theorien innerhalb der Seins- und Werdens-Philosophie sind enorm und reichen von Immanuel Kant und Johann Gottlieb Fichte bis zu Georg Wilhelm Friedrich Hegel.
Diese Arbeit wird hinsichtlich der Frage untersucht, inwiefern Georg Simmel in der Tradition Hegels steht. Dazu wird vorerst die Auseinandersetzung und Darstellung Hegels in Simmels „Hauptprobleme der Philosophie“ untersucht und erläutert. Daraufhin wird das Ergebnis dieser Untersuchung in den Zusammenhang mit Simmels Idee einer „philosophischen Kultur“ gesetzt. Abschließend wird der Bezug zu Simmels Hauptanliegen in „Hauptprobleme der Philosophie“ hergestellt, um die Leitfrage dieser Arbeit letztlich beantworten und Georg Simmels Werk hinsichtlich dieser, verstehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1.) Einführung
2.) Auseinandersetzung und Darstellung Simmels mit Hegel
3.) Zusammenhang mit Simmels Idee einer „philosophischen Kultur“
4.) Das Hauptanliegen Simmels in „Hauptprobleme der Philosophie“
5.) Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Beziehung zwischen Georg Simmel und G.W.F. Hegel. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine Analyse von Simmels Werk "Hauptprobleme der Philosophie" und seiner Idee einer "philosophischen Kultur" zu ergründen, inwiefern Simmel in der Tradition Hegels steht und wie er dessen dialektische Ansätze transformiert.
- Die Hegelsche Philosophie des Seins und Werdens bei Simmel
- Rekonstruktion des Begriffs des objektiven Geistes
- Die Dialektik des Werdens und deren kritische Hinterfragung
- Simmels Konzept der philosophischen Kultur als Synthese
- Bedeutung des Denk- und Schaffensprozesses gegenüber reinen Ergebnissen
Auszug aus dem Buch
Auseinandersetzung und Darstellung Simmels mit Hegel
Nachdem Simmel sich in dem zweiten Kapitel „Vom Sein und vom Werden“ mit den Seins bzw. Werdens-Theorien von Spinoza und Heraklit beschäftigt, findet er den Weg zu Hegel. Sein größtes Anliegen in der Ausführung und Auseinandersetzung mit Hegel sei es, die von Hegel entwickelte Begrifflichkeit die Selbstbewegung der Idee zu deuten. Laut Simmel sei in dieser Formel alles zusammengefasst, was die Hegelsche Werdens-Philosophie so einzigartig mache.
Simmel erläutert vorerst, den von Hegel entwickelten, maßgeblich wichtigen Begriff, des objektiven Geistes. Er rekonstruiert den Begriff des objektiven Geistes, indem er zuerst am Beispiel der Naturgesetze, den Unterschied zwischen den Naturgegebenheiten und dem, wie wir diese Gegebenheiten begrifflich formulieren und festhalten, vorstellt. Wird beispielsweise eine mathematische Formel für die Berechnung der Bewegung zweier Materienmassen entwickelt, so sei es für den realen Vorgang dieser Bewegung in diesen Massen selbst nicht enthalten. Die mathematische Formel sei hierbei der objektive Geist. Sie würden sich genauso aufeinander zu bewegen, hätten bestimmte Mathematiker keine Formal dafür hergeleitet. Genauso verhalte es sich entgegengesetzt. Die Formel, welche die Mathematiker entwickelt hätten, wäre ebenso gültig, würde dieser Vorgang im Moment, nirgends im Universum geschehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Einführung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwiefern Georg Simmel in der Tradition Hegels steht und stellt das Werk "Hauptprobleme der Philosophie" als Untersuchungsgegenstand vor.
2.) Auseinandersetzung und Darstellung Simmels mit Hegel: Dieses Kapitel analysiert Simmels Rekonstruktion der Hegelschen Begriffe wie des "objektiven Geistes" und zeigt auf, dass Simmel die Dialektik Hegels zwar erläutert, aber auch kritisch hinterfragt.
3.) Zusammenhang mit Simmels Idee einer „philosophischen Kultur“: Der Autor untersucht die Parallelen zwischen Simmels Kulturphilosophie und Hegels Theorie, wobei insbesondere die Synthese von subjektivem und objektivem Geist hervorgehoben wird.
4.) Das Hauptanliegen Simmels in „Hauptprobleme der Philosophie“: Dieses Kapitel beleuchtet Simmels Fokus auf den Schaffens- und Denkprozess der Philosophie statt auf starre Endergebnisse.
5.) Schluss: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Resultat, dass Simmel zwar in der Tradition Hegels steht, dessen Theorie jedoch durch eine kritische Distanz und Weiterentwicklung in seine eigene Philosophie des Diesseits integriert.
Schlüsselwörter
Georg Simmel, Hegel, Hauptprobleme der Philosophie, Werden, Sein, objektiver Geist, Dialektik, philosophische Kultur, Erkenntnistheorie, Selbstbewegung der Idee, Werdens-Philosophie, Metaphysik des Diesseits, Denkprozess, Synthese, Geist.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die philosophische Auseinandersetzung Georg Simmels mit den Lehren von G.W.F. Hegel innerhalb seines Werkes "Hauptprobleme der Philosophie".
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind das Hegelsche Werden, der Begriff des objektiven Geistes sowie Simmels spezifisches Verständnis von Kultur und philosophischer Erkenntnis.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Untersuchung geht der Frage nach, inwiefern Georg Simmel tatsächlich in der philosophischen Tradition Hegels verortet werden kann und wo er sich kritisch von ihm abgrenzt.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Textanalyse, die Simmels Interpretationen Hegels mit seinen eigenen theoretischen Konzepten, wie etwa der "philosophischen Kultur", vergleicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Simmels Hegel-Rezeption, die Analyse seines Kulturbegriffs und die Erörterung seines Anliegens, Philosophie als lebendigen Denkprozess zu begreifen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind insbesondere die "Selbstbewegung der Idee", die "Metaphysik des Diesseits" und die Dialektik des Werdens.
Wie bewertet Simmel den "objektiven Geist" bei Hegel?
Simmel rekonstruiert diesen Begriff, um zu verdeutlichen, wie geistige Gebilde und Naturgesetze eine von der subjektiven Vorstellung unabhängige Gültigkeit erlangen.
Welchen Widerspruch entdeckt Simmel in der Hegelschen Philosophie?
Simmel argumentiert, dass Hegel inkonsequent sei, da er seine eigene "Philosophie des Werdens" als zeitlose, abgeschlossene Formel darstelle, was dem Prinzip des ständigen Wandels widerspreche.
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- Anonym (Author), 2018, Inwiefern steht Georg Simmel in der Tradition Hegels? Eine Untersuchung von Georg Simmels "Hauptprobleme der Philosophie", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140897