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Die Tradition des Hegelschen Bildungsbegriffs innerhalb der Philosophiedidaktik

Titre: Die Tradition des Hegelschen Bildungsbegriffs innerhalb der Philosophiedidaktik

Thèse de Bachelor , 2019 , 31 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Julia Hintze (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, Hegels philosophischen Grundzüge pädagogischer Erkenntnis zu rekonstruieren und bildungsphilosophisch zu interpretieren, um sie in Zusammenhang mit den elementaren Lernzielen der heutigen Philosophie und ihrer Didaktik sowie den Fachanforderungen Schleswig-Holsteins zu setzen. Es wird die Frage diskutiert, inwiefern Hegel fruchtbar für die philosophische Fachdidaktik ist und welche Erkenntnisse seinerseits zur heutigen Didaktik beigetragen haben. Hegels pädagogische Wirksamkeit gründet wohl in der Gesamtheit seiner Werke - im Ganzen seiner Philosophie. Da die Erfassung und Analyse seines gesamten philosophischen Systems allerdings im Rahmen dieser Arbeit nicht erarbeitet werden kann, wird hier nicht auf diese Ganzheit seiner Philosophie und damit auf all seine Schriften eingegangen werden. Die Arbeit beschränkt sich demnach auf die Schriften Hegels, die einer pädagogischen am ähnlichsten kommen: Nürnberger und Heidelberger Schriften von 1808-1817.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Zur Tätigkeit Hegels in Nürnberg

3. Nürnberger Schriften 1808-1817

3.1. Zu den Lehrgegenständen

3.2. Zur Methode

4. Zur gegenwärtigen Philosophiedidaktik

4.1. Zum bildungstheoretisch-identitätstheoretischen Ansatz

4.2. Zum Unterrichtsprinzip Roland Henkes

4.3. Zum Kontext zu den aktuellen Fachanforderungen

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Hegelschen Bildungstheorie und Philosophiedidaktik für den modernen Philosophieunterricht. Ziel ist es, Hegels pädagogische Ansätze aus seinen Nürnberger Schriften zu rekonstruieren und kritisch mit zeitgenössischen fachdidaktischen Anforderungen, insbesondere denen Schleswig-Holsteins, in Beziehung zu setzen, um Potenziale für eine wissenschaftlich orientierte Unterrichtsgestaltung aufzuzeigen.

  • Rekonstruktion der Hegelschen Bildungs- und Didaktikkonzepte
  • Analyse der Nürnberger Schriften (1808-1817) im Hinblick auf den Philosophieunterricht
  • Kontrastierung von deduktiven (Hegel) und induktiven (moderne Fachanforderungen) Lehransätzen
  • Diskussion zeitgenössischer philosophiedidaktischer Ansätze (Rehfus, Henke, Raupach-Strey)
  • Kritische Bewertung der aktuellen Fachanforderungen für das Fach Philosophie

Auszug aus dem Buch

3.1. Zu den Lehrgegenständen

In dem Gutachten aus dem Jahr 1812 über Philosophie an Gymnasien schreibt Hegel über die Lehrgegenstände selbst und die Methoden, mit denen die Inhalte gelehrt werden sollen. Es handelt sich hierbei um ein Privatgutachten, welches für den Oberschulrat Immanuel Niethammer angefertigt wurde. Zunächst beschreibt er die Verteilung der Themengebiete auf die jeweiligen Klassenstufen, die das Normativ festgelegt hat. Für die Unterklasse waren die Religions-, Rechts- und Pflichtenkenntnis bestimmt, die bereits Anfänge des spekulativen Denkens mittels der Logik beinhalten sollten. Hegel aber übt eine erste Kritik an dieser Einteilung. Er hält die Logik als Themengebiet für die Unterklasse für unpassend. Nicht etwa, weil diese zu anspruchsvoll für die jungen SuS der Unterklasse sei, sondern weil die Rechts-, Pflichten und Religionslehre mit der Logik nicht vereinbar seien. Demnach beinhaltete erst der Unterricht der Mittelklasse unter seiner Leitung das Thema der Logik. Für die Mittelklasse waren die Kosmologie, die natürliche Theologie in Verbindung mit den Kantischen Kritiken sowie die Psychologie vorgesehen. Für die Oberklasse war die philosophische Enzyklopädie, die Begriffslehre, angesetzt.

In der Unterklasse war es bestimmt, mit der Rechtslehre zu beginnen, da sie die simpelste und gleichzeitig abstrakteste Folge der Freiheit sei. Von dort ging es zum Thema der Moral und weiter zur Religion. Hegel betont, dass diese Lehrgegenstände als Einführung in den Philosophieunterricht geeignet seien, weil einfache Begriffe mit einer Bestimmtheit für das Leben der SuS dieses Alters zugänglich seien, da sie praktisch und alltäglich sind sowie bereits eine gewisse Relevanz im Leben der SuS darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung führt in Hegels Bedeutung als Pädagoge ein und problematisiert die fehlende systematische Berücksichtigung seiner Didaktik in der modernen Philosophiepädagogik.

2. Zur Tätigkeit Hegels in Nürnberg: Dieses Kapitel beleuchtet Hegels praktische Erfahrung als Lehrer und Schuldirektor im Kontext des neuhumanistischen Normativs von Niethammer.

3. Nürnberger Schriften 1808-1817: Untersuchung von Hegels didaktischen Konzepten, Lehrplanentwürfen und seiner kritischen Auseinandersetzung mit der Verteilung von Lehrinhalten auf verschiedene Altersstufen.

3.1. Zu den Lehrgegenständen: Detaillierte Analyse von Hegels Ansichten zur inhaltlichen Sequenzierung, von der Rechtslehre in der Unterklasse bis zur philosophischen Enzyklopädie in der Oberklasse.

3.2. Zur Methode: Darstellung von Hegels methodischem Ansatz, der das deduktive Lernen und das Durchdringen philosophischer Inhalte in den Vordergrund stellt.

4. Zur gegenwärtigen Philosophiedidaktik: Kritische Gegenüberstellung aktueller Fachdidaktik-Debatten mit dem Hegelschen Denken.

4.1. Zum bildungstheoretisch-identitätstheoretischen Ansatz: Auseinandersetzung mit Rehfus’ Didaktik, die in Teilen eng an Hegel anschließt, aber auch Abweichungen aufweist.

4.2. Zum Unterrichtsprinzip Roland Henkes: Untersuchung eines Kompromissmodells, das versucht, Hegels Dialektik mit modernen lebensweltlichen Bezügen zu verbinden.

4.3. Zum Kontext zu den aktuellen Fachanforderungen: Analyse der Fachanforderungen Schleswig-Holsteins und Nachweis der dort vorherrschenden induktiven Vorgehensweise gegenüber dem deduktiven Ansatz Hegels.

5. Schlussbetrachtung: Fazit über die anhaltende Relevanz Hegels und Plädoyer für eine Stärkung wissenschaftlich-philosophischer Inhalte im modernen Unterricht.

Schlüsselwörter

G.W.F. Hegel, Philosophiedidaktik, Bildungstheorie, Nürnberger Schriften, Philosophieunterricht, Neuhumanismus, Deduktive Methode, Fachanforderungen, Dialektik, Objektivität, Selbstdenken, Bildungsphilosophie, Unterrichtsplanung, Schulpädagogik, Wissenschaftlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Didaktik G.W.F. Hegels, insbesondere basierend auf seinen Nürnberger Schriften, und bewertet deren Fruchtbarkeit für den modernen Philosophieunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die historische Pädagogik Hegels, die Kontroverse um didaktische Methoden (deduktiv vs. induktiv) sowie die Analyse aktueller fachdidaktischer Standards in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hegels Verständnis der Philosophie als Wissenschaft heute dazu beitragen kann, den Philosophieunterricht von einer reinen Lebensberatung hin zu einer reflektierten, inhaltsorientierten Auseinandersetzung zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die rekonstruktive Analyse historischer Quellentexte (Nürnberger Schriften) sowie die interpretative Analyse gegenwärtiger fachdidaktischer Literatur und offizieller Fachanforderungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Hegels Nürnberger Tätigkeit, die Auswertung seiner Schriften zu Lehrgegenständen und Methoden sowie die kritische Prüfung heutiger Ansätze wie der von Rehfus, Henke und aktueller Lehrpläne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hegel, Philosophiedidaktik, Bildungstheorie, deduktive Methode, Fachanforderungen, Dialektik, Objektivität, Philosophieunterricht.

Warum hält Hegel die Logik für Unterstufenschüler für problematisch?

Hegel kritisiert dies, weil er die Rechts- und Pflichtenlehre als einen für das praktische Leben der Schüler geeigneteren und logisch kohärenteren Einstieg betrachtet, bevor man sich abstrakten logischen Systemen zuwendet.

Wie unterscheidet sich Hegels Ansatz von den heutigen Fachanforderungen?

Hegel befürwortet einen deduktiven Weg (vom Allgemeinen zum Besonderen, von der philosophischen Tradition zum Schüler), während moderne Fachanforderungen primär induktiv vorgehen und vom subjektiven Problem des Schülers ausgehen.

Inwieweit kann der Dialog laut der Arbeit problematisch sein?

Unter Bezugnahme auf Hegel und Rehfus wird argumentiert, dass ein Dialog ohne die solide Basis fachwissenschaftlicher Inhalte oft inhaltsleer bleibt und bei den Schülern eher Verwirrung statt philosophischer Erkenntnis stiftet.

Welche Rolle spielt der "objektive Geist" im didaktischen Kontext?

Für Hegel und in der Interpretation durch Rehfus steht der objektive Geist für die kulturelle und historische Errungenschaft menschlichen Geistes, deren Vermittlung im Unterricht notwendig ist, um eine echte Objektivierung der eigenen Weltanschauung zu erreichen.

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Résumé des informations

Titre
Die Tradition des Hegelschen Bildungsbegriffs innerhalb der Philosophiedidaktik
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Philosophische Fakultät)
Note
1,0
Auteur
Julia Hintze (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
31
N° de catalogue
V1140900
ISBN (ebook)
9783346519566
ISBN (Livre)
9783346519573
Langue
allemand
mots-clé
tradition hegelschen bildungsbegriffs philosophiedidaktik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Hintze (Auteur), 2019, Die Tradition des Hegelschen Bildungsbegriffs innerhalb der Philosophiedidaktik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140900
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Extrait de  31  pages
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