Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit Kennzahlen eines bestimmten Funktionsbereiches - dem Produktions-Controlling. Hierfür wird zunächst definiert, was sich hinter dem Begriff Produktions-Controlling verbirgt. Daraufhin erfolgt eine Erläuterung der Aufgaben und der Instrumente dieses Bereiches.
Den größten Raum dieser Arbeit nimmt der Abschnitt Kennzahlen ein. Nach einer grundlegenden Darstellung der wichtigsten Merkmale einer Kennzahl sowie der verschiedenen Arten wird darauf eingegangen, für welche Zwecke Kennzahlen in einem Unternehmen benutzt werden. Eine Herausarbeitung und Vorstellung wichtiger Kennzahlen des betrachteten Bereiches bilden den Kern dieses Abschnitts. Dieser wird mit einer Ausführung über die Grenzen der Kennzahlenanwendung abgeschlossen. Ist von Kennzahlen die Rede, müssen folglich auch Kennzahlensysteme betrachtet werden, da diese verschiedene Kennzahlen miteinander in Verbindung setzen.
Eine genauere Definition sowie eine Auswahl verschiedener Systeme finden sich im vierten Kapitel. Abgerundet wird die Arbeit mit einer Zusammenfassung, in der die wichtigsten Ergebnisse aufgeführt werden.
Struktur der Seminararbeit
1. Einleitung
2. Das Produktions-Controlling
2.1 Definition und begriffliche Abgrenzung
2.2 Aufgaben des Produktions-Controlling
2.3 Instrumente des Produktions-Controlling
3. Kennzahlen
3.1 Charakterisierung und Klassifizierung von Kennzahlen
3.2 Funktionen von Kennzahlen
3.3 Ausgewählte Kennzahlen des Produktions-Controlling
3.3.1 Problem der Auswahl
3.3.2 Mengengrößen
3.3.3 Zeitgrößen
3.4 Grenzen der Kennzahlenanwendung
4. Kennzahlensysteme
4.1 Definition
4.2 DuPont-System
4.3 ZVEI-System
4.4 Balanced Scorecard (BSC)
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung und Anwendung von Kennzahlen im Bereich des Produktions-Controlling. Ziel ist es, den Begriff Produktions-Controlling einzuordnen, die zentralen Instrumente sowie ausgewählte Kennzahlen (Mengengrößen, Zeitgrößen) darzustellen und deren Einsatz in Kennzahlensystemen zur Unternehmenssteuerung zu analysieren.
- Grundlagen des Produktions-Controlling und seiner Aufgaben
- Klassifizierung und Funktionen von Kennzahlen im betrieblichen Kontext
- Detaillierte Analyse ausgewählter Produktionskennzahlen
- Vergleich gängiger Kennzahlensysteme wie DuPont, ZVEI und BSC
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Mengengrößen
Kapazitätsauslastung: Die Kapazitätsauslastung ist für Unternehmen aufgrund des steigenden Automatisierungsgrades und der damit verbundenen hohen fixen Kosten sehr wichtig. Werden die vorhandenen Kapazitäten nicht ausgelastet, kann dies dazu führen, dass das Unternehmen Verluste macht. Um die Kapazitätsausnutzung bestimmen zu können, muss zuerst die Kapazität ermittelt werden. Nach Schott kann zwischen maximaler, normaler und optimaler Kapazität unterschieden werden. Die maximale Kapazität, ist die bei der die installierten Maschinen auf vollen Touren laufen. Diese wird in der Praxis jedoch meist nicht angewendet, sondern auf die optimale oder normale Kapazität zurückgegriffen. Die optimale unterscheidet sich von der normalen, dass sie eine vorherige Berechnung des Optimums voraussetzt. Die Kapazität kann zum einen in absoluten Zahlen wie z.B. Zahl der Maschinen und zum anderen als relative Zahl, z.B. mögliche Stück/Stunde angegeben werden.
Aufgrund der Heterogenität einzelner Abteilungen und deren unterschiedlichen Kapazitäten treten Probleme bei der Berechnung der Kapazitätsauslastung für das gesamte Unternehmen auf. Die Engpasskapazität bildet somit die Maximalkapazität.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Kennzahlen für die Unternehmensführung ein und umreißt den Fokus der Arbeit auf das Produktions-Controlling.
2. Das Produktions-Controlling: Dieses Kapitel definiert Produktions-Controlling als Subsystem des Controllings und beleuchtet dessen Aufgaben sowie die Rolle bei der Informationsversorgung.
3. Kennzahlen: Hier werden Merkmale, Funktionen und konkrete Kennzahlen wie Mengengrößen und Zeitgrößen des Produktionsbereiches detailliert erläutert und deren Anwendungsgrenzen aufgezeigt.
4. Kennzahlensysteme: Dieses Kapitel analysiert, wie einzelne Kennzahlen in Systemen wie dem DuPont-System, ZVEI-System oder der Balanced Scorecard integrativ zur Steuerung verknüpft werden.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der wichtigsten Erkenntnisse über die Instrumente des Produktions-Controllings und deren Verbesserungspotenziale.
Schlüsselwörter
Produktions-Controlling, Kennzahlen, Unternehmensführung, Kapazitätsauslastung, Durchlaufzeit, Kennzahlensysteme, DuPont-System, ZVEI-System, Balanced Scorecard, Wirtschaftlichkeit, Produktionsplanung, Produktionssteuerung, Informationsversorgung, Rentabilität, Termintreue
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Ziel dieser Seminararbeit?
Die Arbeit untersucht, wie Kennzahlen als Instrument des Produktions-Controlling genutzt werden können, um die Wirtschaftlichkeit der Produktion zu sichern und die Unternehmensführung zu unterstützen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die Definition des Produktions-Controlling, die Spezifikationen und Klassifizierungen von Kennzahlen sowie den Einsatz verschiedener Kennzahlensysteme.
Was ist der Kern der Forschungsbetrachtung?
Der Kern liegt in der Auswahl und Analyse wichtiger Produktionskennzahlen, speziell im Bereich der Mengen- und Zeitgrößen, und deren Einordnung in übergeordnete Steuerungssysteme.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse bestehender Ansätze sowie Studien (z.B. von Syska und der WHU Koblenz) basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition des Produktions-Controlling, eine tiefgehende Darstellung von Kennzahlen inkl. ihrer Berechnungsgrundlagen und eine Untersuchung von Kennzahlensystemen.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?
Produktions-Controlling, Kennzahlensysteme, Kapazitätsauslastung, Durchlaufzeit und Balanced Scorecard sind die zentralen Begriffe.
Warum wird zwischen dem DuPont-System und der Balanced Scorecard unterschieden?
Während das DuPont-System primär auf monetäre Größen und die Rentabilität ausgerichtet ist, integriert die Balanced Scorecard auch nicht-monetäre Perspektiven und strategische Ziele.
Warum wird die Kapazitätsauslastung als kritische Kennzahl hervorgehoben?
Aufgrund steigender Automatisierung und hoher Fixkosten ist eine unzureichende Kapazitätsauslastung ein wesentlicher Risikofaktor, der direkt die Rentabilität eines Unternehmens gefährden kann.
- Quote paper
- Marco Bodamer (Author), 2008, Kennzahlen des Produktions-Controlling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114091