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Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Nachkriegszeit. Heime der Offenen Tür als Glücksfall für Jugendliche?

Titel: Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Nachkriegszeit. Heime der Offenen Tür als Glücksfall für Jugendliche?

Hausarbeit , 2021 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Oskar Stranzenbach (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Studienarbeit widmet sich dem institutionellen Wandel der Jugendsozialarbeit in Deutschland, deren Wurzeln vor allem in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg liegen. In diesem Rahmen wird der Umbruch in der Arbeit und dem Umgang mit Jugendlichen, beginnend in der Zeit des Nationalsozialismus und der Teilnahmepflicht in der Hitler-Jugend (HJ) bis hin zu den Anfängen der bedürfnisorientierten Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Nachkriegszeit, verdeutlicht. Anhand dieser Studienarbeit wird die Frage beantwortet, ob die bedürfnisgerechte Offene Kinder- und Jugendarbeit, am Beispiel von Heimen der Offenen Tür (HOT), den Bedürfnissen von Jugendlichen entsprach, die in Folge des Zweiten Weltkriegs entstanden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Situation der Jugend während des Zweiten Weltkriegs

3. Situation der Jugend in der Nachkriegszeit

4. Antwort der Kinder- und Jugendhilfe auf die Bedingungen in der Nachkriegszeit

5. Analyse

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den institutionellen Wandel der Jugendsozialarbeit in Deutschland mit Fokus auf die Nachkriegszeit, um zu klären, ob die bedürfnisorientierten "Heime der Offenen Tür" (HOT) eine adäquate Antwort auf die kriegsbedingten Nöte der Jugendlichen darstellten.

  • Lebensbedingungen von Jugendlichen während des Zweiten Weltkriegs
  • Soziale Notsituationen und Verwahrlosungstendenzen in der Nachkriegszeit
  • Genese und pädagogische Konzepte der "Offenen Kinder- und Jugendarbeit"
  • Vergleichende Analyse zwischen NS-Jugenderziehung und demokratischer Jugendarbeit

Auszug aus dem Buch

2. Situation der Jugend während des Zweiten Weltkriegs

Das Leben der Menschen während des Zweiten Weltkrieges wurde geprägt von Zerstörungen durch Bombenangriffe, Hungerleiden sowie Ängsten, die durch Fliegeralarme, Ausgangssperren, Aufenthalten in Luftschutzkellern, dem Leben als Soldat, der Flucht aus dem eigenen Wohnhaus und dem Tod ausgelöst wurden (vgl. Zinnecker 1987, S. 58).

Kinder und Jugendliche wechselten aufgrund von Evakuierungen, Bombenangriffen oder Kriegsflucht teils mehrmals den Wohnort. Viele Familien wurden zu ihrer Sicherheit auf dem Land untergebracht. Die Familienväter hingegen waren entweder im Krieg oder wurden freigestellt und mussten andere Dienste, meist fernab der eigenen Familie und in städtischen Regionen leisten. Familien mussten daher in mehr als der Hälfte der Fälle bei der Versorgung und Erziehung der Kinder ohne ihre Familienväter zurecht kommen (vgl. Preuss-Lausitz et. al. 1991, S. 30 f.).

Bedingt der Nöte von Jugendlichen wird die Jugendgeneration des Kriegs häufig mit Jugend ohne Jugend oder Not der Jugend etikettiert. Jugendliche mussten häufig tragende Rollen in Familien übernehmen und zur Überlebenssicherung beitragen. Nicht selten ersetzten die ältesten Geschwister ein oder sogar zwei Elternteile. Andere Jugendliche, die ihre gesamte Familie verloren, lebten nicht selten in Lagern, Jugenddörfern, Lehrlingsheimen oder irrten durch Deutschland auf der Suche nach Arbeit und Bleibe. Zum Ende des Kriegs, wurden sogar männliche Jugendliche der Jahrgänge 1926 bis 1928 als Kindersoldaten im Zuge des Volkssturms im Jahr 1943 eingesetzt (vgl. Zinnecker 1987, S. 39 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des institutionellen Wandels der Jugendsozialarbeit ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Eignung der Heime der Offenen Tür.

2. Situation der Jugend während des Zweiten Weltkriegs: Dieses Kapitel beleuchtet die prekären Lebensumstände von Jugendlichen unter den Belastungen des Krieges und die ideologische Formung durch die Hitler-Jugend.

3. Situation der Jugend in der Nachkriegszeit: Hier werden die spezifischen Notlagen, die Wohnraumnot und die Verwahrlosungstendenzen der Jugend unmittelbar nach 1945 analysiert.

4. Antwort der Kinder- und Jugendhilfe auf die Bedingungen in der Nachkriegszeit: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung neuer sozialpädagogischer Angebote und die Etablierung der Heime der Offenen Tür als niedrigschwellige Hilfeleistung.

5. Analyse: In diesem Teil werden die Konzepte der nationalsozialistischen Erziehung und der Offenen Jugendarbeit gegenübergestellt und kritisch bewertet.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Offene Kinder- und Jugendarbeit eine notwendige und bedürfnisorientierte Antwort auf die Herausforderungen der Nachkriegszeit bot.

Schlüsselwörter

Jugendsozialarbeit, Nachkriegszeit, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Heime der Offenen Tür, Hitler-Jugend, Jugendnot, Verwahrlosung, Pädagogik, Sozialpädagogik, Bundesjugendplan, Lebensbedingungen, Partizipation, Erziehung, Kindersoldaten, Demokratisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Jugendsozialarbeit in Deutschland, insbesondere den Übergang von der NS-Zeit zur bedürfnisorientierten Offenen Jugendarbeit nach 1945.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf Jugendliche, die Entstehung der Heime der Offenen Tür (HOT) und die pädagogische Reaktion auf Jugendnot.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die bedürfnisgerechte Offene Kinder- und Jugendarbeit den in Folge des Zweiten Weltkriegs entstandenen Bedürfnissen der Jugendlichen tatsächlich entsprach.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Studienarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung historischer Quellen und Berichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Kriegsjugend, der Nachkriegsjugend, der Entstehung der HOT und den anschließenden Vergleich zur NS-Erziehungspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen "Offene Kinder- und Jugendarbeit", "Jugendnot", "Nachkriegszeit" und "institutioneller Wandel" beschreiben.

Welche Rolle spielte die amerikanische Militärregierung für die Offene Arbeit?

Die amerikanische Militärregierung war maßgeblich an der Etablierung professioneller Strukturen wie den "German Youth Activities" (GYA) beteiligt, die der Demokratisierung und Reorientierung der Jugend dienten.

Warum gab es Kritik an der Überführung der GYA-Heime in deutsche Verantwortung?

Die Kritik nach Hafeneger besagt, dass die Einrichtungen nach der Übernahme durch deutsche Träger zunehmend exklusiver für die Mittelschicht wurden und ihre ursprüngliche Offenheit durch zu starre Programme verloren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Nachkriegszeit. Heime der Offenen Tür als Glücksfall für Jugendliche?
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Die Geschichte der Jugend
Note
2,0
Autor
Oskar Stranzenbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
24
Katalognummer
V1140998
ISBN (eBook)
9783346517517
ISBN (Buch)
9783346517524
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Offene Kinder- und Jugendarbeit Heime der Offenen Tür Jugendliche Nachkriegszeit Hitlerjugend HOT Zweiter Weltkrieg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oskar Stranzenbach (Autor:in), 2021, Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Nachkriegszeit. Heime der Offenen Tür als Glücksfall für Jugendliche?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140998
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Leseprobe aus  24  Seiten
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