Diese Hausarbeit beschäftigt sich damit, wie Gewalt durch Fremdenfeindlichkeit an Schulen entsteht und wie man dem vorbeugen kann.
Einige mögen dies leider am eigenen Leib erfahren haben, andere durch Freunde oder durch die Nachrichten. Rassismus. Auch im Jahre 2021 ein immer noch präsentes Thema. Daher ist es sinnvoll, dahingehend zu forschen, besonders an Schulen. Die Schule ist als eine pädagogische Institution ein großer Handlungsakteur, der die Schüler/innen formt. Die Schule ist nämlich nicht nur eine Bildungsstätte, es finden Sozialisationsprozesse statt. Dort erlernen wir die gesellschaftlichen Normen, die zur Allokation unserer Person in der Gesellschaft beiträgt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Definition Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus
Bestandsaufnahme: Wie viele Bürger sind gewaltbereit?
Motivation zur Gewalt aufgrund von Ausländerfeindlichkeit
Rechtsextreme Tendenzen unter Schüler/innen
Prävention an Schulen: „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Erscheinungsformen von Gewalt aufgrund von Ausländerfeindlichkeit an Schulen und analysiert dabei sowohl soziokulturelle Motive der Täter als auch Ansätze der schulischen Prävention. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Schulen durch pädagogische Programme wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ dem Phänomen des Rechtsextremismus und fremdenfeindlich motivierter Gewalt entgegenwirken können.
- Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus als gesellschaftliche Herausforderungen
- Statistische Analyse der Entwicklung rechtsextremistisch motivierter Straftaten
- Psychologische und soziale Motive für die Ausübung fremdenfeindlicher Gewalt
- Einflussfaktoren der Schulumgebung auf gewaltaffine Einstellungen
- Präventionsansätze und deren Wirksamkeitsgrenzen im schulischen Kontext
Auszug aus dem Buch
Motive zur Gewalt aufgrund von Ausländerfeindlichkeit
„Die haben wir überfallen, dann haben wir einen Türken zusammengeschlagen, und dann drei Jugoslawen und dann noch auf ‚ner Party irgend so einen Typ, und dann das Auto zusammengeschlagen und dann ‘nen Wachmann überfallen (...). Alles innerhalb von zwei Monaten. (...). Sind wir rumgefahren und da war ein Platz, wo wir uns normalerweise getroffen haben. Und da war halt ein Türke, naja, haben wir halt zusammengeschlagen (mit einem Eishockeyschläger), ohne Grund halt. Weil er halt Türke war. War sein Pech. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Das Opfer hatte ,,Nasenbein- und Jochbeintrümmerfraktur und dann, ‘nen Schädelbruch hat er noch gehabt. (...) Bei der Tat waren wir zu viert (...) Alkohol, der hat mich halt mehr aggressiv gemacht, aufgeputscht. Und die Musik (...) Die aggressiven Texte, die peitschen ja noch mehr hoch.“ Wahl, Klaus: Skinheads, Neonazis, Mitläufer (2003, S.81)
Was wir aus diesem Textabschnitt zu den Motiven zur Gewalt aufgrund von Fremdenfeindlichkeit entnehmen können, erkläre ich nun im Folgenden.
Macht der Effekte und Emotionen
Emotionen spielen bei Motivation menschlichen Verhaltens eine grundlegendere Rolle als rationale Überlegungen. Die Mehrheit beschrieb die Taten als spontan. Sie verspürten wenig bis kein Mitgefühl oder Empathie für die Opfer, eine Art Gleichgültigkeit wird beschrieben.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fortwährende Relevanz von Rassismus im Jahr 2021 und begründet die Notwendigkeit, Schulen als Sozialisationsinstanzen bei der Erforschung von Gewalt und Ausländerfeindlichkeit in den Fokus zu rücken.
Definition Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung der Begriffe und erläutert die ideologischen Hintergründe, die zur Diskriminierung aufgrund von Herkunft oder kultureller Merkmale führen.
Bestandsaufnahme: Wie viele Bürger sind gewaltbereit?: Basierend auf Statistiken zur rechtsextremistisch motivierten Kriminalität wird die Entwicklung der Gewaltbereitschaft in Deutschland zwischen 2009 und 2019 analysiert.
Motivation zur Gewalt aufgrund von Ausländerfeindlichkeit: Der Fokus liegt hier auf den psychologischen Auslösern wie dem Einfluss von Alkohol, rechter Musik, zerrütteten Familienverhältnissen und dem Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit.
Rechtsextreme Tendenzen unter Schüler/innen: Hier wird untersucht, inwiefern sich die Schulform und regionale Faktoren auf die Verbreitung ausländerfeindlicher Einstellungen und gewaltaffiner Orientierungen bei Jugendlichen auswirken.
Prävention an Schulen: „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage: Dieses Kapitel stellt das namensgebende Präventionsprojekt vor und diskutiert die systemischen Möglichkeiten sowie die professionellen Grenzen schulischer Interventionsarbeit.
Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Schule eine entscheidende erzieherische Rolle spielt, weist jedoch darauf hin, dass pädagogische Programme keine alleinige Lösung für familiär geprägte Einstellungen bieten können.
Schlüsselwörter
Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Schule, Gewaltprävention, Sozialisation, Rassismus, Jugendkultur, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Schulklima, Primärprävention, Gruppenidentität, politisch motivierte Kriminalität, Bildungsauftrag, Jugendliche.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit den Motiven und Präventionsmöglichkeiten von Gewalt aufgrund von Ausländerfeindlichkeit im schulischen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die Definition von Rechtsextremismus, die Analyse von Täter-Motiven, statistische Entwicklungen und die Wirksamkeit von Präventionsprogrammen an Schulen.
Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?
Es wird untersucht, wie fremdenfeindliche Gewalt entsteht und ob bzw. wie Projekte wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ effektiv zur Prävention an Bildungseinrichtungen beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Statistiken zur rechtsextremistisch motivierten Kriminalität sowie der Untersuchung von Schülerbefragungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst Begriffe definiert, Statistiken zur Gewaltentwicklung aufgearbeitet, Motive (wie familiäres Klima und Konsum rechter Musik) analysiert und abschließend Präventionskonzepte diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind unter anderem Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Prävention, Schule und Sozialisation.
Warum spielen Schulen laut Autorin eine so große Rolle?
Schulen fungieren nicht nur als reine Bildungsstätten, sondern als Orte der Sozialisation, an denen gesellschaftliche Normen erlernt und die Persönlichkeitsentwicklung maßgeblich beeinflusst wird.
Welche Rolle spielt die Schulform bei der Belastung durch Extremismus?
Die Arbeit zeigt, dass die Schulform sowie der Bildungsgrad der Schülerschaft Faktoren sind, die mit der Ausprägung ausländerfeindlicher Einstellungen korrelieren können.
Wo liegen laut der Arbeit die Grenzen der Prävention?
Die Autorin betont, dass pädagogische Instrumente an ihre Grenzen stoßen, wenn Jugendliche bereits eine tief verwurzelte, radikale Weltanschauung entwickelt haben, und hier spezialisierte Interventionsmaßnahmen gefragt sind.
Wie beeinflussen Familie und Freizeit das Gewaltpotenzial von Jugendlichen?
Zerrüttete Familienverhältnisse, Alkoholkonsum und der Konsum rechter Musik werden als begünstigende Faktoren für die Entstehung von Gewalt und die Suche nach Bestätigung in rechtsextremen Gruppierungen identifiziert.
- Arbeit zitieren
- Joana Gones (Autor:in), 2017, Gewalt durch Ausländerfeindlichkeit an Schulen. Motive und Prävention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141071