Mobbing ist in unserer Gesellschaft ein weit verbreitetes und häufig vorkommendes Phänomen. Etwa 30 % der Schulkinder geben an Gewalt, Hänseleien, Beschimpfungen und dergleichen tagtäglich ausgesetzt zu sein.
In der vorliegenden Arbeit soll nun ausführlicher auf das Thema eingegangen werden. Zunächst werden Definitionen, Ursachen und Folgen von Mobbing in der Schule näher erläutert. In einem weiteren Schritt wird dann sowohl auf die Opfer, als auch auf die Täter eingegangen. Zum Schluss werden dann Präventions- und Interventionsmaßnahmen angeführt, die speziell Mobbing unter Schülern entgegenwirken können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Mobbing?
2.1. Allgemeine Definitionen
2.2. Mobbing in der Schule: Spezifische Definitionen
3. Ursachen
4. Erscheinungsformen
5. Folgen
6. Das Opfer: der Außenseiter
6.1.Schwache Opfer
6.2.Anderes Aussehen
6.3. Sozial unsichere Opfer
6.4. Schwierige Opfer
6.5. Der Prahler
6.6. Der Arrogante
6.7. Der Ungeschickte
7. Der Täter
7.1. Der Haupttäter
7.2. Die Mittäter
7.3. Die Dulder
8. Präventionen
9. Interventionen
9.1.Was Eltern tun können
9.2. Was Lehrer tun können
9.3. Was langfristig gemacht werden kann
10.Eigene Meinung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing im schulischen Kontext, analysiert dessen Ursachen sowie Folgen und beleuchtet die Rollenverteilung zwischen Täter, Opfer und Zuschauern, um daraus effektive Präventions- und Interventionsmöglichkeiten für Eltern und Lehrkräfte abzuleiten.
- Definitionen und Erscheinungsformen von Mobbing
- Entstehungsursachen und sozialpsychologische Hintergründe
- Klassifizierung verschiedener Opfer- und Tätertypen
- Beeinträchtigungen durch Mobbing für Betroffene und Klassenklima
- Handlungsempfehlungen für Eltern und Lehrpersonal
Auszug aus dem Buch
2.2. Mobbing in der Schule: Spezifische Definitionen
Gebauer (2005) beschreibt Mobbing unter Schülern als einen aggressiven Akt, bei dem ein Schüler über einen längeren Zeitraum von seinen Mitschülern belästigt und ausgegrenzt wird. Diese Prozesse laufen meistens verdeckt ab. Die Täter wollen treffen, aber selber nicht getroffen werden, die Opfer fühlen sich alleine und hilflos und können sich nicht ohne Hilfe aus der Isolation befreien. „In der Regel sind alle Schüler einer Klasse, …, mit den Vorgängen vertraut. Mobbing ist daher kein individuelles, sondern ein soziales Phänomen“ (Gebauer, 2005, S. 29).
Olweus (1996, zit. nach Krowatschek und Krowatschek, 2006) definiert Mobbing in der Schule folgendermaßen: „Ein Schüler oder eine Schülerin ist Gewalt ausgesetzt oder wird gemobbt, wenn er oder sie wiederholt und über einen längeren Zeitraum den negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler oder Schülerinnen ausgesetzt ist.“
Mobbing bezeichnet laut Dambach (2002) die „dauerhaft Erniedrigung immer wieder desselben Schülers durch eine größere Mehrzahl von Gruppenmitgliedern. … Mobbing scheint ein alltägliches Verhalten zu sein, das man überall beobachten kann und an dem kaum jemand etwas auszusetzen hat“ (S.15).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Themas Mobbing als weit verbreitetes Phänomen an Schulen ein und erläutert die Struktur der Arbeit.
2. Was ist Mobbing?: Dieses Kapitel definiert Mobbing sowohl allgemein als auch spezifisch im schulischen Kontext unter Rückgriff auf verschiedene wissenschaftliche Autoren.
3. Ursachen: Hier werden die gesellschaftlichen, familiären und entwicklungspsychologischen Hintergründe für gewalttätiges Verhalten und Mobbing untersucht.
4. Erscheinungsformen: Es werden die verschiedenen Arten von Mobbinghandlungen, von körperlichen Angriffen bis hin zum sozialen Ausschluss, dargestellt.
5. Folgen: Dieser Abschnitt thematisiert die negativen Auswirkungen von Mobbing auf die Opfer, das Klassenklima und den Lernerfolg.
6. Das Opfer: der Außenseiter: Das Kapitel kategorisiert verschiedene Opfertypen basierend auf ihren Persönlichkeitsmerkmalen oder Verhaltensweisen.
7. Der Täter: Hier wird die Rollenverteilung innerhalb der Tätergruppe in Haupttäter, Mittäter und Dulder analysiert.
8. Präventionen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über präventive Maßnahmen zur Stärkung der sozialen Kompetenz und des Selbstwertgefühls bei Schülern.
9. Interventionen: Es werden praktische Handlungsoptionen für Eltern und Lehrkräfte sowie langfristige Ansätze für den Schulalltag aufgezeigt.
10.Eigene Meinung: Die Verfasserin reflektiert die Problematik des Tabuthemas Mobbing und plädiert für eine sensibilisiertere Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Mobbing, Schule, Sozialpsychologie, Aggression, Opfer, Täter, Außenseiter, Prävention, Intervention, soziales Lernen, Klassenklima, Ausgrenzung, Gewalt, emotionale Kompetenz, Mobbinghandlungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Phänomen Mobbing unter Schülern, seine Hintergründe sowie die Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit fokussiert sich auf Definitionen, die Rollen der Beteiligten, psychologische Ursachen und praktische Interventionsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Dynamik von Mobbing an Schulen zu vermitteln und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Zusammenfassung psychologischer Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rollen (Opfer, Täter, Zuschauer), die Ursachenforschung sowie konkrete Maßnahmen für Eltern und Lehrer.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Mobbing, schulisches Umfeld, Sozialpsychologie, Täter-Opfer-Dynamik und präventives Handeln.
Welche verschiedenen Opfertypen werden in der Arbeit unterschieden?
Die Arbeit unterteilt Opfer unter anderem in schwache, sozial unsichere, schwierige, arrogante oder ungeschickte Kinder sowie solche mit besonderem Aussehen.
Wie sollten Lehrer laut der Arbeit bei Mobbing reagieren?
Lehrkräfte sollten sofort eingreifen, das Gespräch mit dem Opfer suchen, Vertrauen aufbauen und soziales Lernen in der Klasse aktiv fördern.
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- Magister Martine Bache (Author), 2007, Mobbing in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114114