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Innovative Arzneimittelmanagementmodelle in der Integrierten Versorgung nach §§ 140 a ff SGB V

Title: Innovative Arzneimittelmanagementmodelle in der Integrierten Versorgung nach §§ 140 a ff SGB V

Diploma Thesis , 2006 , 114 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. Ges. Ökon. Stefanie Kruse (Author)

Health - Miscellaneous
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Die Diplomarbeit „Innovative Arzneimittelmanagementmodelle in der Integrierten Versorgung nach §§ 140 a ff SGB V“ beschreibt die neu entstandene Situation im deutschen Gesundheitswesen nach Verabschiedung des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetztes) zum 1. Januar 2004 und konzentriert sich daraufhin besonders auf die „Integrierten Versorgung“ sowie die Möglichkeiten der pharmazeutischen Industrie durch neuartige Arzneimittelmanagementmodelle an dieser speziellen Versorgungsform teilzunehmen. Das Anliegen, die Arzneimittelversorgung inDeutschland im Rahmen dieser neuen Gesetzeslage zu optimieren, steht hier im Mittelpunkt der Überlegungen. Dabei stellt sich die pharmazeutische Industrie nicht länger nur als reiner Arzneimittel-Produzent und Distribuent dar, sondern kann als Anbieter von innovativen Versorgungskonzepten einen ganz neuen Beitrag zur Optimierung der Patientenversorgung in Deutschland leisten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aufbau und Zielsetzung dieser Diplomarbeit

1.2 Aktuelle Situation

1.3 GKV-Modernisierungsgesetz

1.3.1 Struktur, Ziele und Auswirkungen des GMG

2 Integrierte Versorgung

2.1 Begriffserklärung Integrierte Versorgung

2.2 Anwendungsbereich

2.3 Gesetzesgrundlage SGB V „Integrierte Versorgung“

2.3.1 § 140 a „Integrierte Versorgung“

2.3.2 § 140 b „Verträge zu integrierten Versorgungsformen“

2.3.3 § 140 c „Vergütung“

2.3.4 § 140 d „Anschubfinanzierung, Bereinigung“

2.4 Möglichkeiten für pharmazeutische Unternehmen in der IV mitzuwirken

2.4.1 § 130 SGB V „Rabatt“

2.4.2 § 130 a SGB V „Rabatte der pharmazeutischen Unternehmen“

3 Arzneimittelmarkt

3.1 Rechtsbereiche im Arzneimittelmarkt

3.2 Regulierungsformen des Arzneimittelmarktes

3.3 Preisbildung von Arzneimitteln

3.3.1 Arzneimittelfestbeträge (§ 35 SGB V)

3.3.2 Arzneimittelbudgets / Richtgrößen / Regress

3.3.3 Parallelimporte (§ 129 Abs. 1 Nr. 2 SGB V)

3.3.4 Herstellerzwangsrabatt (§ 130 a SGB V)

3.3.5 Zuzahlungen (§ 61 SGB V)

3.3.6 Aut Idem (§ 129 Abs. 1 Nr. 1 SGB V)

3.4 Erstattung von Arzneimitteln

3.5 Arzneimittelausgaben der GKV

3.5.1 Komponenten der Arzneimittelausgaben

3.5.2 Arzneimittelausgaben der GKV 2004

3.6 Veränderungen durch das GMG

3.6.1 Für den Patienten

3.6.2 Für die Industrie

3.6.3 Für Apotheken

3.6.4 Im Arzneimittelverordnungsprozess

4 Arzneimittelmanagement-Modelle

4.1 Anforderungen an Arzneimittelmanagement-Modelle

4.2 Kriterien zur Umsetzung

4.3 Modelle

4.3.1 Kopfpauschale / Capitation

4.3.2 Arzneimittellisten

4.3.3 Rabattverträge

4.3.3.1 Chancen von Rabattverträgen

4.3.3.2 Risiken von Rabattverträgen

4.3.4. Add-On

4.3.5. Risk-Sharing

4.3.6. Komplexpauschale für eine komplette Behandlung innerhalb einer Indikation

5 Praxisbeispiel - Intelligentes Arzneimittelmanagement anhand der Indikation Diabetes Mellitus

5.1 Diabetes Mellitus

5.1.1 Prävalenz Diabetes Mellitus

5.1.2 Ursachen des Diabetes Mellitus

5.1.3 Prä-Diabetes

5.1.4 Begleit- / Folgeerkrankungen

5.1.5 Früherkennung

5.1.6 Prävention

5.2 Exkurs DMP / RSA

5.2.1 Grundlagen

5.2.2 Verlauf der Gesetzgebung zu DMP

5.2.3 Dokumentation

5.2.4 DMP Diabetes Mellitus Typ II

5.2.5 Einschreibevoraussetzungen

5.2.6 Vorteile einer Verknüpfung von DMP und RSA

5.2.7 Nachteile einer Verknüpfung von DMP und RSA

5.2.8 Anforderungen an DMP

5.3 Gesundheitsökonomische Betrachtung von Kosten und Folgekosten

5.3.1 KoDiM-Studie

5.3.2 Kosten des Diabetes Mellitus Typ-2

5.3.3 Kosten der durch Diabetes verursachten Komplikationen

5.4 Prävention

5.5 Einsparpotentiale für Krankenkassen

5.6 Pilotprojekt Arzneimittelpauschale „Diabetes Basket“

5.6.1 Konzept / Hintergrund

5.6.2 Konzept-Ablauf

5.6.3 Paketinhalte

5.6.4 Daten und Fakten zur Pilotregion

5.6.5 Datenbank-Analyse IMS Disease-Analyser MediPlus®

5.6.6 Ergebnisse der Analyse

5.6.7 Screening von Risikopatienten

5.6.8 Definition Win-Win-Situation

5.6.9 Win-Win-Situation dieses Konzeptes

5.6.10 „Diabetes Basket“

5.6.11 Berechnung „Diabetes-Basket“

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten der pharmazeutischen Industrie zu untersuchen, durch neuartige Arzneimittelmanagementmodelle aktiv an der "Integrierten Versorgung" gemäß § 140a ff. SGB V mitzuwirken. Die Forschungsfrage konzentriert sich dabei darauf, wie Arzneimittelversorgungsmodelle unter der neuen gesetzlichen Lage des GKV-Modernisierungsgesetzes (GMG) zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung der Patientenversorgung beitragen können, wobei das Modell der Komplexpauschale als konkreter Lösungsansatz analysiert wird.

  • Analyse des GKV-Modernisierungsgesetzes und der Integrierten Versorgung
  • Struktur und Regulierung des deutschen Arzneimittelmarktes
  • Entwicklung und Anforderungsprofile für innovative Arzneimittelmanagementmodelle
  • Praxisbeispiel: Modell der Komplexpauschale bei Diabetes Mellitus Typ-2
  • Potenziale von Disease-Management-Programmen (DMP) und Risikostrukturausgleich (RSA)
  • Anforderungen an Screening- und Präventionskonzepte

Auszug aus dem Buch

4.3.6. Komplexpauschale für eine komplette Behandlung innerhalb einer Indikation

Bei dem Modell der Komplexpauschale vergütet die Krankenkasse den Leistungserbringern pro Patient einen prospektiv vereinbarten Betrag, der alle notwendigen Leistungsschritte einer Behandlung abdecken und diese gleichzeitig durch Optimierung der Phasenübergänge zwischen Akut- und Rehabilitationsbehandlung so effektiv wie möglich gestalten soll. Darunter fallen die Diagnostik in der ambulanten Versorgung, die Behandlung im stationären Bereich und die anschließenden Rehabilitations-Maßnahmen. Diese Pauschalen umfassen bisher nur die diagnostische und therapeutische Behandlung des Patienten, beinhalten meist aber nicht die Versorgung mit Arzneimitteln. Ein ganz neuer Ansatz wäre daher, auch die Arzneimittel in solch einer Pauschale mit zu vergüten.

Zur Berechnung der jeweiligen pauschalen Vergütung muss über ein Referenzkostenmodell sowohl Case-Mix-Analysen sowie Kostenanalysen in einigen ausgewählten Pilotpraxen durchgeführt werden, um den Arzneimittelverbrauch je Patientenklasse und Präparat zu ermitteln. Auf dieser Basis kann dann die Pauschale für das jeweilige indikationsbezogene Präparate-Paket kalkuliert werden, die dann mittels einer Plausibilitätsprüfung Bezug nehmend auf anerkannte Studien auf ihre Richtigkeit überprüft werden kann. Implementiert werden kann eine Komplexpauschale in einen Vertrag nach § 130 a SGB V zwischen Arzneimittelhersteller und Krankenkassen oder über einen Kooperationsvertrag zwischen Hersteller und einer ein Ärztenetz vertretenden Managementgesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die aktuelle politische Situation nach Einführung des GKV-Modernisierungsgesetzes und umreißt den Aufbau sowie die Zielsetzungen der Arbeit.

2 Integrierte Versorgung: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen und die Ziele der Integrierten Versorgung nach SGB V analysiert sowie die Möglichkeiten für pharmazeutische Unternehmen aufgezeigt.

3 Arzneimittelmarkt: Dieses Kapitel beschreibt die komplexen Regulierungs- und Preisbildungsmechanismen im deutschen Arzneimittelmarkt unter Berücksichtigung der Veränderungen durch das GMG.

4 Arzneimittelmanagement-Modelle: Hier werden verschiedene Management-Modelle wie Kopfpauschalen, Rabattverträge und Risk-Sharing im Hinblick auf ihre Anforderungen und Umsetzbarkeit geprüft.

5 Praxisbeispiel - Intelligentes Arzneimittelmanagement anhand der Indikation Diabetes Mellitus: Dieses Kernkapitel präsentiert ein konkretes Pilotprojekt ("Diabetes Basket") und erläutert die gesundheitsökonomischen Aspekte sowie die Vorteile einer Verknüpfung von DMP und RSA.

6 Schlussbetrachtung: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Rolle der pharmazeutischen Industrie als Dienstleister in Versorgungsnetzwerken.

Schlüsselwörter

Integrierte Versorgung, GKV-Modernisierungsgesetz, Arzneimittelmanagement, Diabetes Mellitus, Komplexpauschale, Rabattverträge, Disease Management Programm, Risikostrukturausgleich, Pharmazeutische Industrie, Arzneimittelmarkt, Versorgungsqualität, Prävention, Gesundheitsökonomie, Patientenversorgung, Arzneimittelpauschale

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die veränderten Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen durch das GKV-Modernisierungsgesetz und untersucht, wie pharmazeutische Unternehmen durch innovative Arzneimittelmanagementmodelle in der Integrierten Versorgung neue Rollen als Versorgungsanbieter einnehmen können.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Integrierten Versorgung, die Regulierung des Arzneimittelmarktes, die verschiedenen Modelle des Arzneimittelmanagements sowie die praktische Anwendung am Beispiel des Diabetes Mellitus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Einbindung der pharmazeutischen Industrie in neue Versorgungsformen die Qualität der Patientenversorgung gesteigert und gleichzeitig Einsparpotenziale für Krankenkassen realisiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse der geltenden Gesetzeslage (SGB V), die Auswertung gesundheitsökonomischer Studien sowie eine praxisorientierte Modellentwicklung und Datenauswertung anhand von Patienten-Echtdaten aus dem "IMS Disease-Analyser".

Welche Themen werden im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Anforderungen an Arzneimittelmanagementmodelle, der Preisbildung und Erstattung von Arzneimitteln sowie einem umfassenden Praxisbeispiel zur Arzneimittelpauschale ("Diabetes Basket") bei Diabetes Mellitus.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Integrierte Versorgung, Arzneimittelmanagement, Komplexpauschale, Diabetes Mellitus, Disease Management Programme (DMP) und Risikostrukturausgleich (RSA).

Warum ist das "Diabetes Basket"-Modell für die Forschung so relevant?

Das Modell ist ein innovatives Praxisbeispiel, das zeigt, wie die pharmazeutische Industrie über die reine Produktion hinausgeht und als Kooperationspartner die gesamte Behandlungskette bei einer chronischen Erkrankung effizienter gestalten kann.

Welche Rolle spielen Screening-Aktionen in dieser Arbeit?

Screening-Aktionen wie die Messung des C-Peptid-Wertes dienen der Identifikation von Risikopatienten (Prä-Diabetes), um durch frühzeitige Interventionen sowohl Folgekosten zu minimieren als auch die Lebensqualität der Patienten durch rechtzeitige Behandlung zu sichern.

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Details

Title
Innovative Arzneimittelmanagementmodelle in der Integrierten Versorgung nach §§ 140 a ff SGB V
College
Niederrhein University of Applied Sciences Krefeld
Grade
2,0
Author
Dipl. Ges. Ökon. Stefanie Kruse (Author)
Publication Year
2006
Pages
114
Catalog Number
V114139
ISBN (eBook)
9783640144945
ISBN (Book)
9783640146130
Language
German
Tags
Innovative Arzneimittelmanagementmodelle Integrierten Versorgung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Ges. Ökon. Stefanie Kruse (Author), 2006, Innovative Arzneimittelmanagementmodelle in der Integrierten Versorgung nach §§ 140 a ff SGB V, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114139
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