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Die Schlafkrankheit und deren geographische, historische und ethische Komponente

Title: Die Schlafkrankheit und deren geographische, historische und ethische Komponente

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 18 Pages , Grade: 2

Autor:in: Arthur Benisch (Author)

Biology - Diseases, Health, Nutrition
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Die Schlafkrankheit bzw. die afrikanische Trypanosomiasis kommt im tropischen Afrika vor. In mehr als 30 Ländern des schwarzen Kontinents führt die Ansteckung mit der Schlafkrankheit zu schweren neurologischen Erkrankungen bei Tieren und Menschen. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, die etwa jeden 1000. Einwohner dieses Gebiets betrifft. Unbehandelt verläuft die Krankheit tödlich. Die Erreger der Schlafkrankheit sind einzellige Lebewesen (parasitische Flagellaten), die zur Ordnung der Kinetoplastidae und zur Familie der Trypanosomatidae gehören und als Trypanosomen bezeichnet werden. Die Trypanosomen sind Parasiten, die je nach Wirtstier in verschiedenen Formen auftreten. Die wichtigste Art ist das Trypanosma brucei, das sich in drei Unterarten gliedern lässt: Trypanosoma brucei gambiense, den Erreger der westafrikanischen Schlafkrankheit und Trypanosoma brucei rhodesiense, das in Ostafrika beheimatet ist. Beide gelten als die Modifikationen von Trypanosoma brucei brucei, dem Erreger der Naganaseuche, die Haustiere (Ziegen, Rinder und Schafe) infiziert.
Die WHO1 schätzt, dass in Zentralafrika 300.000 bis 500.000 Menschen mit dem Erreger infiziert sind und geht von einer steigenden Tendenz aus. In einzelnen Gebieten wie dem Südsudan liegt die Prävalenz bei 25%. Offiziell werden pro Jahr 30.000 neue Fälle der Schlafkrankheit registriert, und 60.000 Menschen sterben daran jährlich, aber die WHO geht von einer viel höheren Zahl aus, da die Krankheit schwer zu diagnostizieren ist und viele der Regionen zu abgeschieden sind, um eine genaue Datenerhebung durchzuführen. Im Folgendem werden die Schlafkrankheit selbst und die geographische, historische und ethische Komponente der Krankheit genauer betrachtet.

1 http://www.m-ww.de/krankheiten/infektionskrankheiten/schlafkrankheit.html2 Rommel et.al., 2000

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Schlafkrankheit (Parasit, Übertragung und Vorkommen)

2.1 Entwicklungszyklus von Trypanosoma brucei

2.2 Klinische Symptome der Schlafkrankheit

2.3 Diagnostik

3. Reservoire und Epidemien

4. Behandlung der Krankheit (Therapie und Substanzen)

4.1 Bekämpfungsmaßnahmen und Prophylaxe

5. Durch die Schlafkrankheit verursachte medizinische und soziale Probleme

6. Quellen und weiterführende Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der afrikanischen Trypanosomiasis, um die biologischen Grundlagen der Erreger, ihre Übertragungswege sowie die daraus resultierenden medizinischen und sozioökonomischen Herausforderungen in den betroffenen Regionen zu beleuchten.

  • Biologie und Entwicklungszyklus von Trypanosoma brucei
  • Klinische Symptomatik und diagnostische Verfahren
  • Epidemiologie und Bedeutung von Tierreservoiren
  • Therapeutische Ansätze und Strategien zur Krankheitsbekämpfung
  • Soziale und medizinische Auswirkungen der Krankheit in Afrika

Auszug aus dem Buch

2.1 Entwicklungszyklus von Trypanosoma brucei

Die infizierte Tsetsefliege überträgt bei einem Stich bis zu 20000 metazyklische trypomastigote Trypanosomen in das Bindegewebe der Haut des Menschen. Dort verbleiben sie für ca. 2 Wochen in den Interzellularräumen in der Einschtichstelle und vermehren sich durch Zweiteilung. An der Einstichstelle bildet sich zunächst ein ödematöser Primäraffekt. Hier sind auch die Erreger mikroskopisch nachweisbar, bevor es zur Allgemeinerscheinung kommt. Dieser Zeitpunkt und die richtige Erkennung des Einstiches ist von größter Bedeutung für die Behandlung von der Krankheit. Im nächstem Stadium gelangen die Trypanosomen über das Lymphsystem in den Blutkreislauf. In einem Blutausstrich oder besser in einem Zentrifugat lassen sich die Trypanosomen im Blut nach etwa zwei Wochen nachweisen. Im Blutkreislauf sind die trypomastigoten Blutformen beweglich und teilungsaktiv. Als Blutform sind die Trypanosomen zunächst schlank und spindelförmig (Slender mit einer Länge von 15 bis 30µm). Bei der mikroskopischen Betrachtung erkennt man eine frei endende Geißel, die nahe dem Kinetoplasten (einer Ansammlung von mitochondrialer DNA und morphologischem Leitmerkmal der Ordnung Kinetoplastida) hinter dem Basalkorn entspringt und seitlich entlang des Zellleibes scheinbar eine wellenförmig verlaufende Membran bildet und von einer außen liegenden Geißel begleitet wird. Die freischwingende Geißel haftet allerdings nur an einigen Stellen an der Zellmembran.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der afrikanischen Schlafkrankheit, ihre Verbreitung und den aktuellen Forschungsstand.

2. Die Schlafkrankheit (Parasit, Übertragung und Vorkommen): Beschreibung der Erregerarten und der Rolle der Tsetsefliege als Überträger.

2.1 Entwicklungszyklus von Trypanosoma brucei: Detaillierte Darstellung der Stadien des Parasiten im Menschen und in der Fliege.

2.2 Klinische Symptome der Schlafkrankheit: Erläuterung des Krankheitsverlaufs in verschiedenen Stadien und der auftretenden Symptome.

2.3 Diagnostik: Übersicht der Methoden zum Nachweis des Parasiten in Blut, Liquor und Lymphknoten.

3. Reservoire und Epidemien: Analyse der tierischen Reservoire und der historischen Ausbrüche der Krankheit.

4. Behandlung der Krankheit (Therapie und Substanzen): Diskussion der verfügbaren Medikamente und deren Nebenwirkungen.

4.1 Bekämpfungsmaßnahmen und Prophylaxe: Darstellung von Strategien zur Fliegenbekämpfung und individuellen Schutzmaßnahmen.

5. Durch die Schlafkrankheit verursachte medizinische und soziale Probleme: Analyse der sozioökonomischen Auswirkungen und der Problematik der pharmazeutischen Versorgung.

6. Quellen und weiterführende Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Online-Ressourcen.

Schlüsselwörter

Schlafkrankheit, Trypanosomiasis, Trypanosoma brucei, Tsetsefliege, Glossina, Parasitologie, Tropenkrankheiten, Vektorübertragung, Epidemiologie, Trypanosomiasis-Diagnostik, Therapieresistenz, Medikamentenentwicklung, medizinische Probleme, soziale Auswirkungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die biologischen, klinischen und epidemiologischen Aspekte der afrikanischen Schlafkrankheit sowie die Herausforderungen bei ihrer Bekämpfung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Lebenszyklus des Erregers, die Übertragung durch Vektoren, Diagnoseverfahren, Therapiemöglichkeiten und die sozioökonomische Belastung der betroffenen Regionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für den Parasitismus von Trypanosoma brucei zu schaffen und die Komplexität der medizinischen Versorgung in betroffenen Ländern aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller parasitologischer und epidemiologischer Daten, inklusive offizieller Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die morphologische Differenzierung der Erreger, den zellulären Entwicklungszyklus sowie die klinischen Stadien und deren therapeutische Herausforderungen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren den Kern der Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Trypanosomiasis, Tsetsefliege, Glossina, Parasitenstadien, diagnostische Anreicherungsverfahren und die Problematik vernachlässigter Tropenkrankheiten.

Was bedeutet das "Winterbottomsche Zeichen"?

Es bezeichnet das für das zweite Stadium charakteristische Anschwellen der Nackenlymphknoten, das bei Patienten mit Schlafkrankheit auftritt.

Warum ist die Behandlung der zweiten Krankheitsphase so schwierig?

Im zweiten Stadium haben die Erreger das Zentralnervensystem erreicht, was hochtoxische Präparate wie Melarsoprol erfordert, die mit signifikanten Risiken für die Patienten verbunden sind.

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Details

Title
Die Schlafkrankheit und deren geographische, historische und ethische Komponente
College
University of Heidelberg  (Fakultät für Biologie)
Grade
2
Author
Arthur Benisch (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V11413
ISBN (eBook)
9783638175845
ISBN (Book)
9783638777445
Language
German
Tags
Trypanosoma brucei gabienese TrypanosomParasit Übertragung und Vorkommena brucei rhodesiense
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arthur Benisch (Author), 2003, Die Schlafkrankheit und deren geographische, historische und ethische Komponente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11413
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