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Martin Heideggers Wahrheitsverständnis. Seine Wissenschaftskritik in seinem Vortrag "Was ist Metaphysik?"

Title: Martin Heideggers Wahrheitsverständnis. Seine Wissenschaftskritik in seinem Vortrag "Was ist Metaphysik?"

Term Paper , 2020 , 18 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Diana Roth (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Diese Arbeit widmet sich den Darlegungen bezüglich des Zusammenhangs von Wissenschaft und Wahrheit im Rahmen des im Seminar thematisierten Vortrags „Was ist Metaphysik“ (1929) von Martin Heidegger.

Wie Wahrheit und Wirklichkeit zu denken seien, ist seit Jahrtausenden Streitfrage in der
Philosophie. Von der Antike bis zur heutigen Zeit hat sich dabei die Perspektive und Definition von Wahrheit verändert. Im Wesentlichen zeichnet sich der heutige Zeitgeist dadurch aus, die Welt mit ihren Bestandteilen und Zusammenhängen in modern-naturwissenschaftlicher Methode zu definieren und dadurch festzulegen, was wahr und wirklich sei.

Martin Heidegger und lädt uns dazu ein unsere gängige Perspektive im wahrsten Sinne des Wortes von Grund auf zu überdenken. Diese Arbeit widmet sich ebendieser Darlegungen bezüglich des Zusammenhangs von Wissenschaft und Wahrheit im Rahmen seines Vortrags „Was ist Metaphysik“ (1929).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Gliederung und Inhalt

2. Heranführung an Heideggers Denken

3. Wahrheitskonzeption

3.1. Wahrheit als Unverborgenheit und das Dasein als Ort der Wahrheit

3.2. Schwundstufen von Wahrheit: Seinsvergessenheit in der Geschichte der Metaphysik

4. Wissenschaftsverständnis in „Was ist Metaphysik“

4.1. Perspektivische Beschränkung auf das Seiende selbst

4.2. Das Nichts

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Wahrheit und Wissenschaft im Denken Martin Heideggers, insbesondere auf Grundlage seines Vortrags „Was ist Metaphysik“ (1929). Dabei wird kritisch hinterfragt, inwiefern die moderne Wissenschaft durch ihre Fokussierung auf das Seiende den Zugang zum Sein sowie dessen ursprünglicher Wahrheit verliert und dadurch in eine nihilistische Lebenshaltung münden kann.

  • Analyse der phänomenologischen Grundlagen Heideggers und der sogenannten ontologischen Differenz.
  • Untersuchung des Begriffs der Wahrheit als Unverborgenheit im Kontext des Daseins.
  • Erörterung der historischen „Seinsvergessenheit“ in der abendländischen Metaphysik.
  • Kritische Reflexion des Wissenschaftsverständnisses und der Rolle des „Nichts“ für die menschliche Existenz.

Auszug aus dem Buch

4.2. Das Nichts

Heidegger versucht weiter anhand der Sprache, genauer durch Redewendungen wie das eben verwendete „und sonst nichts“, auf das Thema des „Nichts“ hinzuleiten, um diesbezüglich tiefer Widersprüchlichkeit und Zwiespalt im Wesen der wissenschaftlichen Sichtweise aufzuzeigen. So bestehe die wissenschaftlich strenge Erfassung des Nichts darin, dass sie vom Nichts nichts wissen wolle und dieses höchstens lediglich als dasjenige verstehe, „was es nicht gibt“. Doch genau in diesem Verständnis offenbare sich ein Zugeben dieses Nichts, auch wenn dieses begriffene Nichts laut Heidegger fälschlicherweise erneut als ein Seiendes begriffen werde, da es sich dabei um bloße Negierung von Seiendem handele. Die Negierung sei an sich bereits eine Eigenschaftszuschreibung, was jedoch somit eine Kontradiktion darstelle, da das Nichts nichts sein könne und sich gerade darin von dem Seienden unterscheide. Nach Heideggers Versuch von Definition sei das Nichts die „Verneinung der Allheit des Seienden“ und damit ursprünglicher als das Nicht und die Verneinung.

Weil sich somit die Frage nach dem Nichts bereits in logischer Disziplin seines eigenen Gegenstandes beraube, sei nicht erst die Zurückweisung der Wissenschaften von Nöten. Dabei begreife die Logik die Verneinung als eine spezifische Verstandeshaltung. Aus diesem Aspekt, sowie der These, dass das Nichts ursprünglicher als die Verneinung sei, folgert Heidegger, dass die Möglichkeit der Verneinung als Verstandeshaltung und damit der Verstand in irgendeiner Weise vom Nichts abhängen müsse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des modernen Wissenschaftsverständnisses ein und skizziert den Aufbau der Arbeit, die Heideggers Vortrag „Was ist Metaphysik“ als zentralen Bezugspunkt nutzt.

2. Heranführung an Heideggers Denken: Dieses Kapitel legt die phänomenologischen Grundlagen dar und erläutert die für das Verständnis notwendige Unterscheidung zwischen Sein und Seiendem.

3. Wahrheitskonzeption: Der Abschnitt befasst sich mit dem Verständnis von Wahrheit als Unverborgenheit und analysiert die historische Entwicklung der Seinsvergessenheit in der Metaphysik.

4. Wissenschaftsverständnis in „Was ist Metaphysik“: Hier wird untersucht, wie die Wissenschaften durch ihre perspektivische Beschränkung auf das Seiende und die Vernachlässigung des Nichts ihren Wesensgrund verkennen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Notwendigkeit, das gängige Vertrauen in die wissenschaftliche Welterklärung kritisch zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

Martin Heidegger, Was ist Metaphysik, Wahrheit, Unverborgenheit, Wissenschaft, Sein, Seiendes, Dasein, Seinsvergessenheit, Ontologische Differenz, Nihilismus, Nichts, Phänomenologie, Moderne, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Heideggerschen Kritik am modernen Wissenschaftsbegriff und untersucht, inwieweit die Philosophie als Fundamentalontologie einen tieferen Zugang zur Wahrheit ermöglicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Wesen der Wahrheit, die ontologische Differenz zwischen Sein und Seiendem sowie die Auseinandersetzung mit der Wissenschaftsideologie der Moderne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Wissenschaften durch ihre einseitige Konzentration auf das Seiende und die Missachtung der Seinsfrage den ursprünglichen Wahrheitsbezug verlieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine phänomenologische Analyse, um Heideggers Denken und seine Kritik an der traditionellen Metaphysik nachzuvollziehen und auf die Wissenschaften anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte der Wahrheit und des Daseins geklärt, bevor Heideggers spezifische Kritik an der Wissenschaft und die Bedeutung des „Nichts“ dargelegt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Heidegger, Wahrheit, Sein, Seinsvergessenheit, Dasein und Wissenschaftsverständnis geprägt.

Was bedeutet Heideggers Aussage „Die Wissenschaft denkt nicht“ in diesem Kontext?

Der Satz bedeutet, dass die Wissenschaft zwar methodisch exakt arbeitet, jedoch von ihrem Wesen her nicht in der Lage ist, ihre eigenen Voraussetzungen und ihren Sinnbezug im Ganzen zu reflektieren.

Wie verhält sich das „Nichts“ zur Wissenschaft?

Heidegger argumentiert, dass die Wissenschaft das Nichts als bloße Verneinung abtut, während es in Wirklichkeit eine zentrale Rolle für die Offenheit des Daseins und die Möglichkeit des Forschens selbst spielt.

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Details

Title
Martin Heideggers Wahrheitsverständnis. Seine Wissenschaftskritik in seinem Vortrag "Was ist Metaphysik?"
College
University of Kassel
Grade
1.0
Author
Diana Roth (Author)
Publication Year
2020
Pages
18
Catalog Number
V1141657
ISBN (eBook)
9783346523129
ISBN (Book)
9783346523136
Language
German
Tags
Martin Heidegger Philosophie Existenzialismus Wahrheit Phänomenologie Wissenschaftskritik Wissenschaftsphilosophie Sein und Zeit Was ist Metaphysik Metaphysik Technik Technikkritik Dasein Wissenschaftsideologie Wissenschaftsideologiekritik Heidegger
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana Roth (Author), 2020, Martin Heideggers Wahrheitsverständnis. Seine Wissenschaftskritik in seinem Vortrag "Was ist Metaphysik?", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141657
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