Was beeinflusst das Entscheidungsverhalten von Frauen im Internet? Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort, dennoch soll das Entscheidungsverhalten und die zugehörigen Einflussfaktoren besser verstanden werden. Daher wird im Verlauf der Arbeit der Prozess des menschlichen Entscheidens mit Blickwinkel auf das weibliche Geschlecht verdeutlicht. So werden zum Einstieg die Grundlagen von Werbung und der Entscheidungspsychologie sowie das Konzept von Entscheidungen vorgestellt.
Anschließend werden einige Einflussvariablen analysiert, die einen besonderen Einfluss auf Konsumentenentscheidungen im Internet haben. Da Entscheidungen im Internet ein vielfältiges Themengebiet ist, wird vor allem auf kommerzielle Entscheidungssituation von Frauen im Bereich des online Shoppings eingegangen. Zusätzlich wird die psychologische Wirkung von Erotik und Frauendiskriminierender Werbung beleuchtet.
Der Schlussteil ermöglicht einen Ausblick auf die Entwicklung von weiblichen Entscheidungsfaktoren im Internet.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Theoretische Grundlagen
2.1 Definition von Werbung
2.1.1 Die Stellung von Werbung aus betriebswirtschaftlicher Sicht
2.1.2 Die unterschiedlichen Rollen einer Frau in der Werbung
2.2 Entscheidungspsychologie
3. Die unterschiedlichen Entscheidungstypen
3.1 Der Prozess der Entscheidung (Prospect Theory)
3.2 Theorie der Verhaltenssteuerung (nach Kahneman)
4. Konsumentenentscheidungen im Internet
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf das Entscheidungsverhalten von Frauen bei kommerziellen Aktivitäten im Internet. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, welche psychologischen und gesellschaftlichen Aspekte – insbesondere unter Berücksichtigung der medialen Darstellung der Frau – die Kaufentscheidungen maßgeblich steuern.
- Historische Entwicklung des Frauenbildes in der Werbung
- Grundlagen der Entscheidungspsychologie und kognitive Denksysteme
- Differenzierung von Entscheidungstypen (routiniert, stereotypisch, reflektiert, konstruktiv)
- Spezifische Verhaltensmuster weiblicher Konsumenten im Internet
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Die unterschiedlichen Rollen einer Frau in der Werbung
Nun folgt eine kurze historische Zeitleiste, die die gesellschaftliche Veränderung der Frauenrolle in der letzten Dekade einordnet. Denn das Bild der Frau im sozialen Status und die Darstellung der Frau in unterschiedlichen Rollen beeinflussen sich wechselseitig. Ganz gleich, in welchem Jahrzehnt man Werbung konsumiert, das Vorhaben ist es, dass sich die Zielgruppe mit diesen Personen identifiziert und zum Kauf des Produktes animiert wird.
50er-Jahre: Frauen werden in der Werbung als hilfsbereite, brave, gehorsame und fürsorgliche Hausfrau und Mutter dargestellt. Die Selbstlosigkeit der Frau/Mutter im Bezug auf die Familie wurde als elementarer Familienwert vorausgesetzt (Hübner, 1994 a+b).
60er-Jahre: Trotz der feministischen Bewegung änderte sich das Bild der Frau als attraktives Dekorationsobjekt nicht. Doch die Frau wurde deutlich erotischer und verführerischer dargestellt. So war es ebenso normal, Frauen in der Werbung als Objekt der Begierde zu zeigen, welche voll und ganz für ihren Ehemann da ist (Méhes, 2004).
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Werbung im Alltag ein und formuliert die zentrale Fragestellung bezüglich der Einflussfaktoren auf das Entscheidungsverhalten von Frauen im Internet.
2.Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten von Werbung sowie die psychologischen Mechanismen der Entscheidungsfindung definiert und kontextualisiert.
3. Die unterschiedlichen Entscheidungstypen: Das Kapitel erläutert vier grundlegende Entscheidungstypen und führt in die wissenschaftlichen Theorien der Prospect Theory sowie die Verhaltenssteuerung nach Kahneman ein.
4. Konsumentenentscheidungen im Internet: Hier werden spezifische Faktoren beleuchtet, die das Kaufverhalten von Frauen online prägen, wie beispielsweise der Bedarf an Beratung und die Rolle der familiären Nützlichkeit.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung des Frauenbildes zusammen und betont die Notwendigkeit respektvoller, moderner Werbestrategien, um Vertrauen bei der weiblichen Zielgruppe aufzubauen.
Schlüsselwörter
Konsumentenpsychologie, Werbung, Frauenbild, Entscheidungsverhalten, Internet, Prospect-Theorie, Daniel Kahneman, Kaufentscheidung, Gender-Marketing, Rollenbilder, Online-Shopping, Marketing-Mix, Konsumverhalten, Werbewirkung, Zielgruppenansprache
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, welche Faktoren das Entscheidungsverhalten von Frauen beim Einkauf im Internet beeinflussen und welche Rolle dabei mediale Frauenbilder sowie psychologische Prozesse spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Frauenrollen in der Werbung, den theoretischen Grundlagen der Entscheidungspsychologie und den spezifischen Mustern des Online-Kaufverhaltens.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Einflussfaktoren auf das weibliche Entscheidungsverhalten besser zu verstehen, um daraus Erkenntnisse für eine effektivere und zielgruppengerechte Werbeansprache abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer Literaturanalyse zu konsumentenpsychologischen Theorien und historischen sowie aktuellen Werbestudien basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Typisierung von Entscheidungen, die Erläuterung psychologischer Modelle wie der Prospect-Theorie und eine Analyse des digitalen Konsumverhaltens von Frauen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Konsumentenpsychologie, Rollenbilder, Entscheidungsverhalten, Online-Shopping und Werbewirkung definiert.
Wie unterscheidet sich der routinierte vom konstruktiven Entscheidungstyp?
Der routinierte Entscheidungstyp handelt automatisch und unbewusst basierend auf Vorwissen, während der konstruktive Typ den höchsten kognitiven Aufwand betreibt, da er Optionen und Werte erst während des Entscheidungsprozesses definiert.
Welchen Einfluss hat das "Denksystem 1" nach Kahneman auf weibliche Konsumenten?
Es beeinflusst die emotionale Denkweise, die besonders dann angesprochen wird, wenn in der Werbung der Nutzen für die Familie oder empathische Aspekte in den Vordergrund gestellt werden.
- Quote paper
- Bachelor of Science BWL & Wirtschaftspsychologie Victoria-Katharina Schnadt (Author), 2020, Das Bild der Frau in der Werbung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141833