Zu Beginn dieses Portfolios werden die Begriffe „Kreativität“ und „Farbe“ erläutert und anschließend auf die Phasen des „kreativen Prozesses“ nach Rudolf Seitz eingegangen. Auf die Frage: „Was zeichnet eine kreative Person aus?“, wird eine mögliche Antwort gegeben. Im weiteren Verlauf werden zwei individuelle kreative Prozesse von mir geschildert, analysiert und reflektiert. Zum Abschluss wird Bezug auf die Kreativität und die Auswirkungen auf die Arbeit in der frühkindlichen Bildung genommen. Dabei werden Anregungen für die Fachkräfte vorgeschlagen, welches für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Kooperation mit Kindern in Bezug auf Kreativitätsförderung dienen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kreativität und Farbe
3. Der Kreative Prozess nach Rudolf Seitz
4. Beschreibung und Reflexion der künstlerischen Tätigkeiten
4.1. Müllmonster
4.2. Spatz im Wunderland
5. Konsequenzen für die frühkindliche Bildungsarbeit
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieses Portfolios ist die theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Kreativität und Farbe sowie die praktische Reflexion eigener künstlerischer Gestaltungsprozesse, um daraus Erkenntnisse für eine förderliche pädagogische Begleitung in der frühkindlichen Bildung abzuleiten.
- Theoretische Fundierung von Kreativität und Farbe
- Phasen des kreativen Prozesses nach Rudolf Seitz
- Analyse und Selbstreflexion zweier kreativer Tätigkeitsprozesse
- Bedeutung der Rolle pädagogischer Fachkräfte als Vorbilder
- Methoden der Kreativitätsförderung im Kindergarten
Auszug aus dem Buch
4.1. Müllmonster
In der zweiten Sitzung des Seminars wurde uns die Aufgabe gegeben, alles an Materialien, das wir zu Hause finden, einzusammeln und diese anschließend mit in das Seminar zu bringen. Keiner im Seminar wusste natürlich, was man damit machen werde, da die Aufgabe nur zunächst das Sammeln anbelangte. Die Aufgabe konkret lautete: Sammeln Sie 15 Gegenstände ihrer Lieblingsfarbe und bringen Sie diese zur nächsten Sitzung mit.
Nun begab ich mich auf die Suche nach Gegenständen in meiner Lieblingsfarbe zu sammeln. Ich konnte mich anfangs nicht entscheiden, ob ich nach gelben oder dunkelblauen Gegenständen suchen sollte. So sammelte ich 15 Alltagsmaterialien in der Farbe Gelb und brachte sie in den Seminar. Nachdem alle Seminarbeteiligte ihre 15 Sammel-Materialien gezeigt hatten, durften wir alles Mögliche mit diesen Gegenständen machen. Explorieren mit diesem Material, war die Aufgabe. Gestalterisch sollten wir mit diesem sein und es war alles erlaubt. Meine Materialiensammlung, die ich für mein Werk gebraucht habe, bestand aus: einem Schwamm, einer Schale Physalis, zwei Strohhalme, zwei Schaschlik-Spieße, einem Ahornblatt, einem Knopf, einem gelben Sack und einem Gummiband.
Nachdem ich die konkrete Aufgabe gehört hatte, war ich in Anbetracht meiner Gegenstände zu dem Zeitpunkt unsicher, ob ich überhaupt etwas Anständiges damit konstruieren könnte. Da die Fragestellung offen gestaltet war, hatte ich anfangs Schwierigkeiten aus den 15 mitgebrachten Gegenständen etwas entstehen zu lassen. Die Gegenstände waren alle zusammenhanglos, weil sie nur aus Alltagsmaterialien bestanden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Themen Kreativität und Farbe ein und stellt die Relevanz der pädagogischen Begleitung in kreativen Prozessen bei Kindern dar.
2. Kreativität und Farbe: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Kreativität und Farbe theoretisch und beleuchtet deren Rolle als schöpferische Fähigkeit sowie als dynamisches Wahrnehmungsphänomen.
3. Der Kreative Prozess nach Rudolf Seitz: Hier werden die vier Phasen des kreativen Prozesses – Problemphase, Suchphase, Lösungsphase und Verdeutlichungsphase – nach Rudolf Seitz erläutert.
4. Beschreibung und Reflexion der künstlerischen Tätigkeiten: In diesem Teil werden zwei eigene praktische Arbeiten analysiert und der persönliche kreative Prozess anhand der Seitz'schen Phasen reflektiert.
5. Konsequenzen für die frühkindliche Bildungsarbeit: Das Kapitel überträgt die Erkenntnisse aus den künstlerischen Prozessen auf die pädagogische Praxis und die Rolle der Fachkräfte bei der Kreativitätsförderung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erfahrungen aus dem Wahlmodul zusammen und betont die Wichtigkeit eines anregenden Umfeldes für die kindliche Kreativitätsentwicklung.
Schlüsselwörter
Kreativität, Farbe, Kreativer Prozess, Rudolf Seitz, Frühkindliche Bildung, Kunstpädagogik, Ästhetische Erziehung, Gestaltung, Pädagogische Fachkraft, Selbstreflexion, Materialerfahrung, Kreativitätsförderung, Sinneswahrnehmung, Experimentieren, Ausdrucksmittel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Reflexion eigener kreativer Prozesse im Kontext des Wahlmoduls Kunst und deren Bedeutung für die frühkindliche Bildung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit umfasst die theoretische Auseinandersetzung mit Kreativität und Farbe sowie die praktische Anwendung und Reflexion künstlerischer Tätigkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die eigene Erfahrung kreativer Prozesse ein tieferes Verständnis für die Begleitung von Kindern in deren künstlerischer Entwicklung zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf die methodische Reflexion individueller kreativer Handlungsprozesse anhand des Phasenmodells von Rudolf Seitz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen erläutert, zwei konkrete künstlerische Projekte (Müllmonster und Spatz im Wunderland) beschrieben und reflektiert sowie Konsequenzen für die pädagogische Praxis abgeleitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kreativität, Farbe, der kreative Prozess nach Seitz, frühkindliche Bildung und pädagogische Fachkraft.
Welche Rolle spielt der "Gelbe Sack" im ersten künstlerischen Beispiel?
Der Gelbe Sack diente als zentrale Grundlage, aus der die Autorin durch Assoziation eine kreative Figur entwickelte.
Wie veränderte sich das Projekt "Spatz im Wunderland" während des Prozesses?
Das ursprünglich aus Buchstabennudeln geformte Bild entwickelte sich durch den bewussten Einsatz von Farbe und weiteren Materialien zu einer abstrakten künstlerischen Komposition.
Warum ist laut der Autorin eine Reflexion des eigenen kreativen Prozesses wichtig?
Die Reflexion hilft der angehenden Fachkraft, Empathie für das kreative Verhalten von Kindern zu entwickeln und deren Prozesse besser zu verstehen.
- Arbeit zitieren
- Meryem Akcay (Autor:in), 2015, Kreative Prozesse. Reflexion zwei dokumentierter künstlerischer Tätigkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141853