In diesem Scientific Essay werden zunächst die agilen Methoden Scrum, Extreme Programming und Kanban definiert und erläutert. Im nächsten Schritt werden sie im Hinblick auf die Erstellung eines interaktiven Fahrplans für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr verglichen und es wird herausgearbeitet, welches Modell sich dafür am besten eignet.
Durch agiles Projektmanagement werden die Veränderungen an einem Produkt in kürzeren Entwicklungsprozessen bearbeitet. Es bindet die Erkenntnis mit ein, dass in vielen Projekten die Abweichung vom Plan keine Ausnahme ist. Der Vorteil von agilen Methoden ist eine höhere Kundenzufriedenheit durch eine frühzeitige und kontinuierliche Lieferung von Software. Verändernde Anforderungen an das Produkt sind erwünscht. Bei agilen Methoden stehen flexible Prozesse und die Erarbeitung der Software in Einzel- schritten im Vordergrund.
Ein Anwendungsbereich ist die flexible Steuerung von öffentlicher Mobilität. Damit die Menschen heutzutage flexibel mit dem öffentlichen Personennahverkehr von A nach B kommen, erstellen viele Verkehrsverbünde mit agilen Methoden interaktive Fahrplanauskünfte. Diese Fahrplanauskunft gibt Fahrgästen online Auskünfte und Routenvorschläge zu ihren gewünschten Zielen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Scrum
3 Extreme Programming
4 Kanban
5 Vergleich
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die agilen Vorgehensmodelle Scrum, Extreme Programming und Kanban hinsichtlich ihrer Eignung für die Erstellung einer interaktiven Fahrplanauskunft für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zu bewerten und ein begründetes Empfehlungsmodell abzuleiten.
- Grundlagen agiler Projektmanagement-Methoden
- Detaillierte Analyse der Scrum-Methodik
- Untersuchung der Praktiken von Extreme Programming
- Funktionsweise und Prinzipien von Kanban
- Vergleichende Evaluierung der Modelle für das Anwendungsszenario VRR
Auszug aus dem Buch
Extreme Programming
Extreme Programming wird zum Lösen einer Programmieraufgabe in der Softwareentwicklung genutzt. Diese Methode ist vor allem für kleine Projekte geeignet, die ständig ändernde Anforderungen haben und dessen Kunden hohe Ansprüche an die Qualität der Software haben. Durch eine extreme Kundenorientierung, Qualitätssicherung und Verschlankung der Softwareentwicklung entsteht ein codezentrierter Prozess. Dieser beruht auf einer Reihe von Techniken, die in der XP-Terminologie als Praktiken bezeichnet werden und nur in ihrer Gesamtheit sinnvoll sind.
Manager, Kunden und Entwickler sind in der Hierarchie gleichgestellte Partner und legen großen Wert auf Zusammenarbeit und Kommunikation. Zu Beginn einer Aufgabe stellt der Kunde seine Anforderungen den Programmierern vor und der Aufgabe wird ein Schwierigkeitsgrad zugeordnet. Aus den Anforderungen wird ein Projektplan erstellt, der dazu dient, dem Team eine Vorstellung aufzuzeigen, welche Wünsche der Kunde hat. Darin sind weder Richtlinien noch ein Zeitplan enthalten, damit Freiraum für genauere Definitionen und Änderungen gelassen werden kann. Lediglich ein Zeitplan von zwei Wochen ist vorgegeben, bei dem am Anfang vom Kunden festgelegt wird, welche Softwarefunktionen innerhalb der nächsten zwei Wochen umgesetzt werden sollen.
Der Entwicklungsprozess (Release-Zyklus) wird in mehrere Iterationen unterteilt. Er strebt eine Dauer von ein bis drei Monaten an, die Iterationen einen Zeitraum von ein bis drei Wochen. Die Iterationen werden in Arbeitspakete (Tasks) zerlegt und innerhalb von ein bis drei Tagen bearbeitet. Nach jeder Iteration kann der Kunde seine Anforderungen ändern und korrigieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Notwendigkeit agilen Projektmanagements und Vorstellung des Anwendungsfalls der interaktiven Fahrplanauskunft.
2 Scrum: Erläuterung der Scrum-Methode mit Fokus auf Sprints, Rollenverteilung und dem iterativen Entwicklungsprozess.
3 Extreme Programming: Detaillierte Darstellung der XP-Praktiken, die auf intensiver Kommunikation und Kundenorientierung basieren.
4 Kanban: Beschreibung der Kanban-Methodik mit Schwerpunkt auf Visualisierung durch Boards und der Limitierung von "Work-in-Progress".
5 Vergleich: Gegenüberstellung der drei Methoden hinsichtlich ihrer Eignung für das spezifische Projekt der interaktiven Fahrplanauskunft.
6 Fazit: Zusammenfassende Beurteilung und Empfehlung der geeignetsten Methode für das genannte Projekt.
Schlüsselwörter
Agiles Projektmanagement, Scrum, Extreme Programming, Kanban, Fahrplanauskunft, Softwareentwicklung, Kundenorientierung, Iteration, Sprint, Prozessoptimierung, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Work-in-Progress, Entwicklungsprozess, Kundenzufriedenheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht drei bekannte agile Projektmanagement-Methoden, um zu evaluieren, welche sich am besten für die Erstellung einer interaktiven Fahrplanauskunft eignet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen von Scrum, Extreme Programming und Kanban sowie deren praktische Anwendung in IT-Projekten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein begründetes Vorgehensmodell für ein konkretes Softwareprojekt beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen wissenschaftlichen Essay, der auf einer Literaturanalyse der agilen Vorgehensweisen basiert und diese im Kontext eines spezifischen Anwendungsbeispiels vergleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Scrum, Extreme Programming und Kanban einzeln definiert und erläutert, gefolgt von einer vergleichenden Analyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Agilität, Softwareentwicklung, Kundenfeedback, Iteration, Prozessvisualisierung und Projektmanagement.
Warum ist Extreme Programming für das Projekt besonders geeignet?
Die Methode bietet laut Autor durch ihre Grundsäule der Kommunikation und die hohe Flexibilität bei unklaren Anforderungen den größten Mehrwert für das Fahrplanauskunft-Projekt.
Welche Rolle spielt der Kunde bei der Erstellung des Fahrplans?
Der Kunde ist maßgeblich in den Prozess eingebunden, da sein fortlaufendes Feedback und die Flexibilität bei Anforderungsänderungen während der Iterationen im Vordergrund stehen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Agiles Projektmanagement mit Scrum, Extreme Programming und Kanban. Ein Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141899