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Die stille Gesellschaft. Zivilrechtliche Gestaltungsformen, handelsrechtliche Grundlagen und steuerliche Behandlung

Titel: Die stille Gesellschaft. Zivilrechtliche Gestaltungsformen, handelsrechtliche Grundlagen und steuerliche Behandlung

Hausarbeit , 2021 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand dieser Hausarbeit ist die stille Gesellschaft. Zunächst wird allgemein ein Überblick über die zivilrechtlichen Gestaltungsformen der stillen Gesellschaft sowie über die allgemeinen handelsrechtlichen Grundlagen gegeben. Im nächsten Schritt wird auf die steuerliche Behandlung, die Abgrenzung zu anderen Rechtsverhältnissen sowie das Konstrukt GmbH & atypisch Still erläutert und auf die möglichen Vor- und Nachteile eingegangen.

Die stille Gesellschaft ist im deutschen Gesellschaftsrecht eine Sonderform einer Personenvereinigung. Sie entsteht, wenn sich eine Person im Innenverhältnis eines Handelsgewerbes, das ein anderer betreibt, beteiligt. Der stille Gesellschafter erhält im Gegenzug für seine Einlage eine Gewinnbeteiligung.

Die stille Gesellschaft ist im HGB geregelt. Das Gesetz hat sie aber nicht definiert. Daher kann sie vertraglich so gestaltet werden, dass sie für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt werden kann. Es wird zwischen zwei Formen unterschieden. Es gibt die typisch und die atypisch stille Gesellschaft. Häufig wird die Sonderform der Personengesellschaft in Form der typisch stillen Gesellschaft zur Investition von Kapitalanlegern genutzt. Der Kapitalanleger tritt damit nicht nach außen hin in Erscheinung und hat keine Berechtigung Teil der Geschäftsführung zu sein oder den Geschäftsbetrieb aktiv zu gestalten. Die Kapitalanlage begründet einen Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung.

Werden dem stillen Gesellschafter im Gegensatz zum typisch stillen Gesellschafter umfangreiche mitunternehmerische Rechte und Kontrollrechte eingeräumt, trägt er das Mitunternehmerrisiko und ist Mitunternehmer im Sinne des § 15 EStG. Diese Form wird als atypisch stille Gesellschaft bezeichnet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zivilrechtliche Formen

2.1 Typisch stille Gesellschaft

2.2 Atypisch stille Gesellschaft

3 Handelsrechtliche Grundlagen

3.1 Gründung der stillen Gesellschaft

3.2 Haftung des stillen Gesellschafters

3.3 Geschäftsführer

3.4 Ergebnisbeteiligung

3.5 Auflösung der stillen Gesellschaft

4 Steuerliche Behandlung der stillen Gesellschaft

4.1 Einkommensteuer

4.2 Umsatzsteuer

4.3 Gewerbesteuer

5 Abgrenzung zu anderen Rechtsverhältnissen

6 Konstrukt GmbH & atypisch Still

7 Vor- und Nachteile

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Rechtsinstitut der stillen Gesellschaft unter Berücksichtigung zivilrechtlicher und steuerlicher Aspekte. Dabei wird analysiert, wie sich die typische von der atypischen stillen Gesellschaft unterscheidet und welche Gestaltungsspielräume sich insbesondere durch das Modell "GmbH & atypisch Still" für Unternehmen und Investoren ergeben.

  • Unterscheidung zwischen typischer und atypischer stiller Gesellschaft
  • Handelsrechtliche Grundlagen und Gründungsvoraussetzungen
  • Steuerliche Behandlung der Gewinn- und Verlustanteile
  • Abgrenzung zu anderen Beteiligungsformen wie partiarischen Darlehen
  • Vorteile und Risiken der steuerlichen Gestaltung mit dem Konstrukt GmbH & atypisch Still

Auszug aus dem Buch

3.1 Gründung der stillen Gesellschaft

Die stille Gesellschaft wird von mindestens zwei Gesellschaftern gegründet. Sie besteht aus dem Geschäftsinhaber, sowie dem stillen Gesellschafter. Beide Gesellschafter können natürliche Personen, Personengesellschaften oder juristische Personen sein. Der Gesellschafter, der die stille Beteiligung gewährt, muss allerdings Kaufmann sein. Der stille Gesellschafter kann also nicht der unternehmenstragende Geschäftsinhaber sein, sondern muss immer ein Dritter sein. Die einzige Ausnahme besteht bei einem Gesellschafter einer unternehmenstragenden Gesellschaft. Hier kann der Gesellschafter auch der stille Gesellschafter sein. Dies gilt beispielsweise bei einem Alleingesellschafter einer GmbH. Daraus resultiert die GmbH & Still. 3

Durch Abschluss eines Gesellschaftsvertrages gemäß § 705 BGB, welcher formlos abgeschlossen werden kann, verpflichtet sich der stille Gesellschafter, sich mit einer Vermögenseinlage am Handelsgewerbe zu beteiligen. Es gibt kein Mindestkapital. Der stille Gesellschafter ist gemäß § 230 Absatz 1 HGB verpflichtet die Einlage zu leisten.

Der Abschluss des Gesellschaftsvertrages ist insoweit formfrei, solange der Gesellschafter sich nicht verpflichtet ein Grundstück als Einlage einzubringen. Eine Eintragung der stillen Gesellschaft in das Handelsregister in nicht notwendig. 4

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die stille Gesellschaft als Sonderform der Personengesellschaft und Überblick über die Relevanz der Kapitalbeschaffung.

2 Zivilrechtliche Formen: Differenzierung zwischen der typisch stillen Gesellschaft als reine Kapitalüberlassung und der atypisch stillen Gesellschaft als Mitunternehmerschaft.

3 Handelsrechtliche Grundlagen: Erläuterung der Gründung, Haftungsfragen, Geschäftsführungsbefugnisse und Regeln zur Ergebnisbeteiligung sowie Auflösung.

4 Steuerliche Behandlung der stillen Gesellschaft: Detaillierte Analyse der Besteuerung (Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer) je nach Art der Beteiligung.

5 Abgrenzung zu anderen Rechtsverhältnissen: Abgrenzung der stillen Gesellschaft von Unterbeteiligungen, partiarischen Darlehen und Treuhandverhältnissen.

6 Konstrukt GmbH & atypisch Still: Untersuchung des speziellen Gestaltungskonstrukts hinsichtlich seiner steuerlichen Vorteile und der Qualifikation als Mitunternehmerschaft.

7 Vor- und Nachteile: Zusammenfassende Darstellung der Stärken und Risiken für Unternehmen und stille Gesellschafter.

8 Fazit: Resümee über die Eignung der stillen Gesellschaft als Instrument für diskrete Kapitalinvestitionen und steuerliche Gestaltung.

Schlüsselwörter

stille Gesellschaft, typisch still, atypisch still, Personengesellschaft, Innengesellschaft, Mitunternehmerschaft, Kapitalbeteiligung, Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Abgeltungsteuer, GmbH & Still, Handelsrecht, Verlustbeteiligung, Einlage, Gesellschaftsvertrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der stillen Gesellschaft als Rechtsform und deren Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere mit Fokus auf zivilrechtliche und steuerrechtliche Gestaltungsoptionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen typischen und atypischen stillen Gesellschaften, die rechtlichen Voraussetzungen nach HGB und die steuerliche Einordnung der verschiedenen Beteiligungsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die stille Gesellschaft als flexibles Instrument der Unternehmensfinanzierung und Steuergestaltung genutzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Gesetzesanalyse, die aktuelle steuerrechtliche Vorschriften und die einschlägige Rechtsprechung (z.B. des BFH) zur stillen Gesellschaft auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die zivilrechtlichen Grundlagen, die steuerlichen Konsequenzen, die Abgrenzung zu anderen Rechtsverhältnissen sowie das spezielle Konstrukt der "GmbH & atypisch Still".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie stille Gesellschaft, Mitunternehmerschaft, Gewerbesteuer, Kapitalüberlassung und GmbH-Beteiligung charakterisiert.

Was unterscheidet die typisch stille von der atypisch stillen Gesellschaft wesentlich?

Die typisch stille Gesellschaft beschränkt sich auf eine reine Kapitalüberlassung, während die atypisch stille Gesellschaft dem Investor weitreichende Mitbestimmungsrechte einräumt und ihn steuerlich als Mitunternehmer qualifiziert.

Welchen steuerlichen Vorteil bietet das Konstrukt "GmbH & atypisch Still"?

Das Konstrukt ermöglicht es, die Vorteile einer GmbH (beschränkte Haftung) mit der steuerlichen Behandlung einer Personengesellschaft zu kombinieren, wodurch unter anderem gewerbesteuerliche Freibeträge genutzt werden können.

Wie wirkt sich eine Verlustbeteiligung steuerlich aus?

Verlustanteile werden steuerlich als Betriebsausgabe oder Werbungskosten gewertet, wobei jedoch gesetzliche Verlustabzugsbeschränkungen nach § 15 EStG zu beachten sind.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die stille Gesellschaft. Zivilrechtliche Gestaltungsformen, handelsrechtliche Grundlagen und steuerliche Behandlung
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Dortmund früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1141901
ISBN (eBook)
9783346523938
ISBN (Buch)
9783346523945
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesellschaft zivilrechtliche gestaltungsformen grundlagen behandlung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Die stille Gesellschaft. Zivilrechtliche Gestaltungsformen, handelsrechtliche Grundlagen und steuerliche Behandlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141901
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Leseprobe aus  22  Seiten
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