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Die SPIEGEL-Affäre 1962. Auswirkungen und Reaktionen der Öffentlichkeit

Title: Die SPIEGEL-Affäre 1962. Auswirkungen und Reaktionen der Öffentlichkeit

Term Paper , 2020 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tamara-Maria Groß (Author)

Communications - Media History
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Welche Rolle spielte die Öffentlichkeit in der SPIEGEL-Affäre 1962? Wie wurde die Regierung kritisiert? Welche Auswirkungen hatten die Proteste? Um diese Fragen beantworten zu können, wird zunächst ein historischer Kontext gegeben, um die Ereignisse einordnen zu können. Selbstverständlich muss ebenso der SPIEGEL und seine Reichweite in den 60er Jahren erläutert werden. Daraufhin wird der Artikel "Bedingt abwehrbereit", welcher der Startschuss für die Affäre war, vorgestellt. Darauf aufbauend wird gezeigt, wie sich die Verhaftungen und Prozesse ereigneten. Dahingehend werden dann die Reaktionen der Öffentlichkeit vorgestellt, analysiert und deren Relevanz für die SPIEGEL-Affäre herausgearbeitet.

Der SPIEGEL veröffentlichte einen Bericht, der sich auf die Staatsrahmenübung FALLEX 62 bezieht. Es werden angeblich geheime Details über das deutsche Militär und seine Aufstellung preisgegeben, weshalb der SPIEGEL wegen Landesverrats verklagt wird. Einige der Redakteure wurden sogar verhaftet. Die eigentliche Affäre ereignete sich jedoch in der Öffentlichkeit. Viele Passanten, andere Nachrichtenmagazine, Studenten, Professoren und andere Länder wurden auf die Verhaftungen der SPIEGEL-Redakteure aufmerksam. Die vorerst politische Affäre verbreitete sich rasant in der ganzen Republik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext

2.1 Die politische Lage

2.2 FALLEX 62

3. DER SPIEGEL

3.1 Bedingt abwehrbereit

3.2 Die Affäre

4. Reaktionen der Öffentlichkeit und ihre Bedeutung für die Affäre

4.1 Proteste

4.2 Reaktionen in Zeitung im In- und Ausland

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die SPIEGEL-Affäre von 1962 mit einem Fokus auf die Rolle und die Reaktionen der Öffentlichkeit. Dabei wird analysiert, wie staatliche Maßnahmen gegen die Pressefreiheit zu einem gesellschaftlichen Aufbruch führten und welche Bedeutung dieses Ereignis für das Demokratieverständnis der jungen Bundesrepublik hatte.

  • Historische Einordnung der politischen Lage und der Staatsrahmenübung FALLEX 62
  • Analyse des SPIEGEL-Artikels „Bedingt abwehrbereit“ als Auslöser der Affäre
  • Untersuchung der behördlichen Maßnahmen und der anschließenden Verhaftungswelle
  • Dokumentation und Auswertung zivilgesellschaftlicher Proteste und Reaktionen
  • Bewertung der SPIEGEL-Affäre als Wendepunkt für Pressefreiheit und Demokratiebewusstsein

Auszug aus dem Buch

Die Affäre

Dass der Artikel so polarisieren würde, war Ahlers und Schmelz sicherlich nicht bewusst. Dass der SPIEGEL jedoch nach der Veröffentlichung in aller Munde war, damit hatte niemand gerechnet. Conrad Ahlers verfasste den Artikel gemeinsam mit Redakteur Hans Schmelz in Bonn. Sie ließen sich Zeit für ihren Artikel und wollten ihn gründlich überprüfen lassen, sodass auch alle Informationen der Richtigkeit entsprachen. Drüber hinaus wollten sie sich absichern, dass keinerlei Informationen in diesem Artikel preisgegeben werden, die ihnen schaden könnten.

Sie ließen den Artikel vom sozialdemokratischen Wehrexperten Helmut Schmelz gegenlesen, welcher ein paar Stellen ankreuzte, bei denen er sich nicht sicher, ob sie nicht geheimhaltungsbedürftig wären. Auch dem Bundesnachrichtendienst zeigten Ahlers und Schmelz „Bedingt abwehrbereit“. Dieser sah an einigen Stellen die Geheimhaltung verletzt, woraufhin der SPIEGEL diese entfernte.

Nach Veröffentlichung regte sich beim Bonner Verteidigungsministerium und der Bundeswehr nichts bei diesem Titel. Erst als Friedrich August von der Heydte, Oberst der Reserve und Professor in Würzburg, auf diesen Artikel aufmerksam machte, wendete sich das Blatt. Es ist wichtig zu wissen, dass er die ganz alten Werte vertrat, z.B. dass die Bundeswehr in katholische und evangelische Divisionen aufgeteilt werden sollte. Er zeigte den SPIEGEL wegen Landesverrats und landesverräterischer Fälschung bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die SPIEGEL-Affäre von 1962 ein, skizziert den Anlass durch den Artikel „Bedingt abwehrbereit“ und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Rolle der Öffentlichkeit.

2. Historischer Kontext: Dieses Kapitel erläutert die Teilung Deutschlands, die politische Stimmung im Kalten Krieg sowie die Details der NATO-Stabsrahmenübung FALLEX 62.

3. DER SPIEGEL: Der Abschnitt beschreibt die Geschichte des Magazins, seine Arbeitsweise und analysiert den inhaltlichen Kern des Artikels „Bedingt abwehrbereit“ sowie den Verlauf der einsetzenden Affäre.

4. Reaktionen der Öffentlichkeit und ihre Bedeutung für die Affäre: Dieses Kapitel thematisiert den Protest der Bevölkerung, die Rolle der Presse sowie die Auswirkungen auf das Demokratieverständnis in den 60er Jahren.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Affäre einen Wendepunkt für die Pressefreiheit in Deutschland darstellte und das Demokratiebewusstsein der Nachkriegsgesellschaft maßgeblich stärkte.

Schlüsselwörter

SPIEGEL-Affäre, Pressefreiheit, Bundesrepublik, 1962, Landesverrat, Franz Josef Strauß, Konrad Adenauer, FALLEX 62, Demokratie, Zivilgesellschaft, Proteste, Meinungsfreiheit, Kalter Krieg, Journalismus, Rechtsstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit behandelt die SPIEGEL-Affäre von 1962 und untersucht dabei insbesondere die Auswirkungen und Reaktionen der Öffentlichkeit auf die staatlichen Maßnahmen gegen das Nachrichtenmagazin.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen den historischen Kontext des Kalten Krieges, die journalistische Arbeit des SPIEGELs, die staatlichen Reaktionen auf den Artikel „Bedingt abwehrbereit“ sowie die darauffolgenden gesellschaftlichen Protestbewegungen.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Autorin geht der Frage nach, welche Rolle die Öffentlichkeit in der SPIEGEL-Affäre spielte, wie die Regierung für ihr Handeln kritisiert wurde und welche langfristigen Auswirkungen diese Proteste hatten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer SPIEGEL-Artikel, politischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Analyse der Zeit, die detaillierte Darstellung des Artikels „Bedingt abwehrbereit“, den Hergang der Verhaftungswelle und die umfassende Aufarbeitung der öffentlichen Reaktionen im In- und Ausland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Pressefreiheit, Landesverrat, Demokratiebewusstsein und der Wandel der deutschen Nachkriegsgesellschaft.

Warum war der Artikel „Bedingt abwehrbereit“ ein so kritischer Auslöser?

Er enthüllte gravierende Schwachstellen in der deutschen Landesverteidigung während eines NATO-Manövers und kritisierte offen die militärpolitische Führung unter Franz Josef Strauß.

Welche Bedeutung hatten die Proteste für das Ende der Ära Adenauer?

Die Proteste mobilisierten weite Teile der Bevölkerung und führten zu einer Regierungskrise, die letztlich das Ansehen von Adenauer und Strauß nachhaltig schwächte und einen politischen Wandel einleitete.

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Details

Title
Die SPIEGEL-Affäre 1962. Auswirkungen und Reaktionen der Öffentlichkeit
College
University of Siegen  (Historisches Institut)
Grade
1,7
Author
Tamara-Maria Groß (Author)
Publication Year
2020
Pages
22
Catalog Number
V1141992
ISBN (eBook)
9783346527516
ISBN (Book)
9783346527523
Language
German
Tags
Siegel Spiegel-Affäre Konrad Adenauer Landesverrat Pressefreiheit Franz Josef Strauß Bedingt abwehrbereit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tamara-Maria Groß (Author), 2020, Die SPIEGEL-Affäre 1962. Auswirkungen und Reaktionen der Öffentlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141992
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