Die Hausarbeit liefert eine Zusammenfassung zum aktuellen Stand von Burn-out und beschreibt, inwiefern Auszubildende in Pflegeberufen von Burn-out betroffen sind. Im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche wurden fünf Studien sowie der Ausbildungsreport Pflegeberufe 2015 berücksichtigt.
Die Ausbildung in der Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege und die damit verbundene Tätigkeit im Rahmen der praktischen Einsätze ist durch Faktoren gekennzeichnet, die die Entstehung von Burn-out begünstigen. Psychosomatische Beschwerden, Unzufriedenheit und Überforderung mit der Ausbildung sowie krankheitsbedingte Fehlzeiten werden in diesem Zusammenhang beobachtet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Burn-out
2.1.1 Geschichtlicher Hintergrund und Begriffsentwicklung
2.1.2 Definitionsversuche
2.1.3 Dimensionen
2.1.4 Symptome
2.1.5 Ursachen und Risikofaktoren
2.1.6 Phasenmodelle
2.1.7 Klassifikation
2.1.8 Diagnostik und Messinstrumente
2.1.9 Prävalenz
2.2 Der Auszubildende im Allgemeinen
2.2.1 Belastungen und Fehlzeiten
2.2.2 Physische und psychische Besonderheiten
2.3 Ausbildung in der Pflege
2.3.1 Gesetzliche Verankerung
2.3.2 Besonderheit des Pflegeberufs
2.3.3 Besonderheit eines Pflegeauszubildenden
3 Methodik
4 Ergebnisse
5 Diskussion
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht, inwieweit Auszubildende in dreijährigen Pflegeberufen in Deutschland von Burn-out betroffen sind. Dabei werden Belastungsfaktoren im Ausbildungsalltag identifiziert und analysiert, ob diese bereits während der Ausbildung Symptome eines Burn-out-Syndroms begünstigen können.
- Grundlagen des Burn-out-Syndroms
- Belastungssituation von Auszubildenden
- Besonderheiten der Pflegeausbildung als Stressor
- Empirische Befunde zu psychischen Belastungen in der Pflege
- Präventionsmöglichkeiten im Rahmen der Pflegeausbildung
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Definitionsversuche
Ausgehend von den Beobachtungen und Erfahrungen von Freudenberger, definierte er „Burn out als einen emotionalen Zustand, der besonders bei Angehörigen der helfenden Berufe auftritt und der - durch übermäßigen Stress ausgelöst - zu verminderter Motivation und Antriebslosigkeit führt und mit Einstellungs- und Verhaltensänderungen einhergeht.“ (Freudenberger, 1974, zit. n. vbw, 2014, S. 21). Seit 1974 - der ersten Begriffsbestimmung für Burn-out - häufen sich die verschiedensten Definitionen. Eine allgemeingültige, international akzeptierte Definition von Burn-out gibt es bis heute nicht. Auch mit der Vielzahl unterschiedlicher Forschungsansätze lässt sich dies erklären.
Einige Definitionen haben sich mehr durchgesetzt als andere. Pines, Aronson und Kafry (2006) beschreiben 1983 Burn-out als ein Syndrom des Überdrusses, als einen Zustand innerlicher und äußerlicher Erschöpfung durch andauernden, intensiven und emotionalen Einsatz für andere Menschen. Demnach tritt Burn-out weniger als Folge vereinzelter traumatischer Ereignisse auf, sondern als schleichende Auszehrung. Als weiterer Ansatz sei das Konzept von Cherniss (1999) genannt, der sich mit seiner Definition eng an das transaktionale Stresskonzept von Lazarus anlehnt. Demnach steigt die Wahrscheinlichkeit für Burn-out mit der Stärke und Dauerhaftigkeit von Stress sowie mit der Hilflosigkeit der betroffenen Personen, unbefriedigende Situationen zu verändern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Relevanz des Themas angesichts der hohen Belastungsfaktoren in der Pflegeausbildung und definiert die Forschungsfrage sowie Zielgruppe der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Übersicht über die Konzepte von Burn-out, die spezifische Situation von Auszubildenden und die besonderen Anforderungen der Pflegeausbildung.
3 Methodik: Hier wird das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche erläutert, inklusive der gewählten Datenbanken, Suchbegriffe und Ein- bzw. Ausschlusskriterien für die einbezogenen Studien.
4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die zentralen Befunde der ausgewählten Studien, die sich mit psychischen Belastungen, Fehlzeiten und Burn-out-Symptomen bei Pflegeauszubildenden befassen.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und in den Kontext der theoretischen Burn-out-Modelle gesetzt, wobei die Limitationen der vorliegenden Studienlage betrachtet werden.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Burn-out bei Pflegeauszubildenden ein präsentes Problem darstellt, und skizziert Ansätze zur Prävention durch die Pflegeberufereform.
Schlüsselwörter
Burn-out, Pflegeausbildung, Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, psychische Belastung, Arbeitsüberlastung, Ausbildung, Prävention, Stressoren, Gesundheitsförderung, Fehlzeiten, psychische Gesundheit, Auszubildende, Pflegeberufe, Stressbewältigung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit widmet sich der Frage, inwiefern Auszubildende in dreijährigen Pflegeberufen in Deutschland Anzeichen oder Risiken für ein Burn-out-Syndrom aufweisen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Das Spektrum reicht von den theoretischen Grundlagen der Burn-out-Forschung über die spezifischen psychischen und physischen Belastungen von Auszubildenden bis hin zur Analyse der Situation in der Pflegeausbildung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu Burn-out bei Pflegeauszubildenden zusammenzufassen und die Auswirkungen der spezifischen Ausbildungsbedingungen auf die psychische Gesundheit zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken, um den aktuellen Kenntnisstand zu validieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Darstellung des Vorgehens sowie eine detaillierte Ergebnisanalyse und Diskussion der betrachteten Studien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Burn-out, Pflegeausbildung, psychische Belastung, Arbeitsüberlastung und Prävention.
Wie unterscheidet sich die Belastung in der Stadt vom Land?
Studien, wie die von Hausmann, zeigen signifikante Unterschiede: Auszubildende im städtischen Bereich weisen teils eine geringere Lebenszufriedenheit und höhere Erschöpfungswerte auf als Auszubildende in ländlichen Regionen.
Welche Rolle spielt die Pflegeberufereform für die Prävention?
Die Arbeit diskutiert, dass die Reform durch bessere Strukturierung, mehr Praxisanleitung und finanzielle Entlastung präventive Wirkungen gegen Burn-out erzielen könnte.
Wie wird Burn-out diagnostisch eingeordnet?
Die Arbeit stellt dar, dass Burn-out keine eigenständige Krankheit im ICD-10/11 ist, sondern oft als Faktor der Lebensbewältigung (Z73) klassifiziert wird.
- Arbeit zitieren
- Robin Scharfenberg (Autor:in), 2020, Burn-out bei Auszubildenden in Pflegeberufen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141993