Der nationale Wandel Spaniens im 20. Jahrhundert im Hinblick auf die Europazugehörigkeit


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007
31 Seiten, Note: 1,0

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen – nationaler Wandel am Beispiel Spaniens

3. Spaniens Weg ins 20. Jahrhundert
3.1. Ausgangslage, Reformation und französische Revolution
3.1.1. Die geschichtliche Ausgangslage der spanischen Nation
3.1.2. Die Auswirkungen der Reformation auf Spanien
3.1.3. Die Auswirkungen der französischen Revolution auf Spanien
3.2. Das Schicksalsjahr 1898 und die Folgen – Beginn des nationalen Wandels
3.2.1. Hegemoniekrise des Ancien Regimes
3.2.2. Wandel der Intellektuellen
3.2.3. Wirtschaftlicher Wandel

4. Das 20. Jahrhundert – der lange Weg zum nationalen Wandel
4.1. Problematik und Stagnation des nationalen Wandels am Anfang des 20. Jahrhunderts
4.1.1. Regeneracionismo und Falangismo
4.1.2. Die Diktatur Primo de Riveras
4.1.3. Die II. Republik und ihre Feinde
4.2. Franco-Spanien – Wiederaufkeimen des nationalen Wandels
4.2.1. Der spanische 'Sonderweg' – Stagnation des Wandels
4.2.2. Opus Dei und die wirtschaftsliberale Öffnung – Neubeginn des Wandels im wirtschaftlich-sozialen Bereich
4.3. Die Transición – der Vollzug des nationalen Wandels im politischen Bereich
4.3.1. Der Monarch Juan Carlos I als treibender Motor der Transición
4.3.2. Spanien in Europa – Anerkennung des Wandels
4.3.3. Nach der Konsolidierung der Demokratie – Ausblick

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

„Spanien braucht Europa und Europa braucht Spanien.“

[José Ospina Valencia, nach den Wahlen vom 14. März 2004]

1. Einleitung

Das wechselhafte Verhältnis Spaniens zu Europa, das bereits Anlass zahlreicher Publikationen gewesen ist, soll auch in dieser Arbeit näher beleuchtet werden. Allerdings steht hier nicht das Verhältnis an sich im Vordergrund, sondern der Einfluss Europas auf den nationalen Wandel Spaniens. Der nationale Wandel soll hier die Funktion haben die politischen Veränderungen Spaniens in einem weit gefassten Überblick aufzeigen zu können. Es geht hierbei weder um einen transitionspolitischen noch um einen modernisierungstheoretischen Ansatz. Im Vordergrund steht die Nation Spanien und ihr Wandel hin zu einer demokratisch-pluralistischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert.

Hierzu müssen zunächst die Begrifflichkeiten des Ansatzes definiert werden und die zeitliche Eingrenzung erfolgen. Anschließend folgt die Darstellung der Entwicklungen und Voraussetzungen der Nation Spanien bis zum Jahre 1898. Der Schwerpunkt dieser Arbeit betont dann den nationalen Wandel im 20. Jahrhundert, der in der Schlussbetrachtung nochmals hervorgehoben wird.

Diese Arbeit bezieht sich insbesondere auf die Rede von Prof. Dr. T. Mayer anlässlich des Dies Academicus der Universität Bonn vom 06. Dezember 2006. Dort stellte er zur Diskussion, welche Wissenschaft sich der Nation an sich widme. Unter dem Aspekt des nationalen Wandels soll hier der Nation als großem Ganzen nachgegangen werden in Bezug zur Bezugsgesellschaft Europa.

2. Grundlagen – nationaler Wandel am Beispiel Spaniens

In der Fachliteratur zur Geschichte Spaniens findet sich häufig der Begriff des `einschneidenden Jahres` im Zusammenhang mit den Jahren 1898 und 1975, die auch Grundlage der Analyse dieser Arbeit sein werden. Diese Einschnitte markieren aber nur den `Ausbruch` vorangegangener Entwicklungen. In dieser Arbeit sollen eben diese Entwicklungen mit dem nationalen Wandel in Zusammenhang gebracht werden. Die Analyse umfasst dabei fast ein Jahrhundert der spanischen Geschichte. Dieses Jahrhundert stellt einerseits den Eintritt Spaniens in das 20. Jahrhundert dar und ist andererseits das Jahrhundert der Eskalation zwischen den zwei Spanien. Diese Spaltung Spaniens wird oft auch als eine Teilung in eine proeuropäische und antieuropäische Haltung der spanischen Intellektuellen verstanden. Europa ist in dieser Arbeit somit als Bezugsgesellschaft nach Reinhard Bendix zu verstehen. Deswegen sollen in dieser Arbeit auch die Auswirkungen der Reformation und der französischen Revolution in Spanien verdeutlicht werden, da anhand dieser Ereignisse die europäische Zugehörigkeit Spaniens in Frage gestellt wurde. Diese europäische Zugehörigkeit soll ebenfalls im Zentrum der Analyse dieser Arbeit stehen und soll dabei als eine an- bzw. ablehnende Haltung Spaniens im ideologischen Sinne gegenüber Europa im jeweiligen geschichtlichen Zusammenhang gesehen werden.

Nationaler Wandel soll hier nach der Definition Mayers verstanden werden, als „[...] schrittweise (evolutionäre) oder umstürzende (revolutionäre) Veränderung der politischen Erscheinungsform (Staatsform, Verfassung, Parteienstatus u.a.m.), der sozialen und wirtschaftlichen Strukturen und Aktivitäten und der nationalen Identität einer Nation [...]“[1]

Dabei betont Mayer auch als Voraussetzung des nationalen Wandels die nationale Lernfähigkeit und Verarbeitungskompetenz einer Nation, sowie die Existenz sogenannter 'Bezugsgesellschaften' nach Reinhard Bendix, die die Nationen zur Lernfähigkeit animieren können.[2]

„Die 'Demonstrationswirkungen' dieser zum Modell gewordenen Bezugsgesellschaften führen in den betreffenden 'Gesellschaften' (Nationen) zur Imitation (nationalen Wandel) oder zur Vermeidung dieser Entwicklung. Meistens ist das einfache Imititationslernen ausgeschlossen, weil die Probleme, die nationale Frage in ihrer konkreten Gestalt, in diesem Land einzigartig sind und einer entsprechenden Lösung bedürfen. Eine Imitation ist im übrigen grundsätzlich dem Vorwurf der Bedrohung der nationalen Identität ausgesetzt. Die Spannungen zwischen Wandel und Identität müssen politisch bedacht und abgewogen werden.“[3]

Dem Vorwurf der Bedrohung der nationalen Identität sahen sich auch die Intellektuellen Spaniens im 17. und 18. Jahrhundert ausgesetzt, als sie versuchten den liberalen Strömungen aus Europa den Weg nach Spanien zu ebnen. Dabei ist gerade die Zugehörigkeit zu Europa auch als Teil der nationalen Identität Spaniens zu sehen. Trotzdem versuchten viele Traditionalisten Spaniens dies zu verleugnen und sich gegenüber den neueren Entwicklungen Europas abzuschotten. Die Lösung der nationalen Frage Spaniens, d.h. wie den neuen, am Ende des 19. Jahrhundert deutlich zum Ausdruck kommenden sozialen und technischen Veränderungen politische Relevanz einzuräumen sei, führte zur Vertiefung der Kluft zwischen den zwei Spanien[4], die sich schließlich unversöhnlich gegenüberstanden, und endete im spanischen Bürgerkrieg.

Da eine Gewichtung der einzelnen Impulse aus den jeweiligen europäischen Ländern, diese Arbeit sprengen würde, soll Europa insgesamt als Bezugsgesellschaft für Spanien verstanden werden, dabei ist mit Europa der westeuropäische Bereich gemeint (mit besonderer Betonung auf Deutschland, England und Frankreich).

3. Spaniens Weg ins 20. Jahrhundert

3.1. Ausgangslage, Reformation und französische Revolution

In diesem Kapitel soll anfangs das Selbstverständnis der Nation aus seiner Geschichte heraus erklärt werden und danach auf die Auswirkungen der Reformation und der französischen Revolution eingegangen werden, die zu der Spaltung innerhalb der spanischen Intellektuellen führte und als geschichtliche Weichenstellung zum Jahr 1898 gesehen werden können.

3.1.1. Die geschichtliche Ausgangslage der spanischen Nation

Nation ist nach Meyer das Ergebnis „eines geschichtlichen Prozesses, in dem die Assimilierung und Enkulturation diverser Gruppen eines Territoriums durch eine erfolgreiche Integration abgeschlossen wurde.“[5]

Spaniens 'Nation-Building' besitzt seinen Anfang 1492 in dem erfolgreichen Abschluss der Reconquista und der kurz davor erfolgten Vereinigung der Königreiche Aragón und Kastilien durch die Matrimonialunion Isabelas und Fernandos, die unter dem Titel 'die katholischen Könige' in die Geschichte eingehen sollten.[6] Spanien verstand sich nach der 800 Jahre andauernden Rückeroberung, aus der sich eine intolerante Kreuzzugsmentalität herausgebildete hatte, als Bastion des Abendlandes gegenüber der arabischen Welt.[7]

Demzufolge führte diese Grenzlage und die Besonderheit Spaniens in seiner geografischen Beschaffenheit als Halbinsel zu einem gemeinsamen Territorium, das die Pyrenäen als natürliche Grenze Spaniens ansah. Allerdings herrschte zu jeder Zeit ein starkes Regionendenken vor, das bis heute zu starken Spannungen innerhalb dieser 'natürlichen' Grenzen führte. Castellano wurde zur lingua franca erwählt und sollte ebenfalls in diesem Jahr durch die Gramatica Nebrijas zu neuen Ehren gelangen.

„Es ist die Zeit, in der das kastilische (Castellano) immer häufiger mit der aus dem Okzitanischem stammenden Fremdbezeichnung Español genannt wird, worin man den Beweis gesehen hat, dass die von den Königen und ihren Intellektuellen geeinte Nation sich in der nunmehr gemeinsamen Sprache erkennt.“[8]

Auch die Conquista in Lateinamerika erhob Spanisch zu einer internationalen Verkehrssprache.

Durch die Entdeckung Lateinamerikas betrat das neu geeinte Königreich als imperiale Macht von bis dahin unbekannter Größe die europäische Bildfläche. Dieser Umstand sollte es Spanien auch so schwer machen im weiteren Verlauf der Geschichte auf seine imperiale Größe zu verzichten und sich auf seine internen Konflikte zu konzentrieren. Doch zuerst folgte im 16. Jahrhundert eine Steigerung dieser imperialen Macht, als Spanien in Personalunion durch Carlos I (Karl V.) mit dem Habsburger Reich vereint wurde und er selbst sein Reich definierte als eines, 'in dem die Sonne nie untergeht'.[9] Dies führte zu einem starken Selbstbewusstsein Spaniens im europäischen Raum. Die geschichtlichen Ereignisse führten zu einem Nationalbewusstsein, das sich aus der katholischen Einheit, der imperialen Geschichte und dem Kastilischen als Nationalsprache zusammensetzte.

Nach Miroslav Hroch trat schon im 16. Jahrhundert die vom Staat her definierte spanische nationale Identität innerhalb der herrschenden Klasse stark hervor und „integrierte während des bourbonischen Absolutismus im 18. Jahrhundert auch die katalanische Identität“.[10]

Nachdem Spanien die europäische Bühne mit so viel Glanz und Ruhm betreten hatte, befand es sich ab dem 17. Jahrhundert zunehmend in der Defensive, was sich auch im folgenden Jahrhundert nicht ändern sollte. So musste Spanien beispielsweise 1649 die Souveränität der Niederlande anerkennen und Portugal erreichte 1640 seine Unabhängigkeit.[11] 1700 starb Carlos II kinderlos, so dass ein blutiger Erbfolgekrieg folgte.

3.1.2. Die Auswirkungen der Reformation auf Spanien

Die Entfremdung Spaniens von Europa nahm ihren Anfang in der Contrarreforma, die als Antwort auf die Reformation, die sich immer mehr in Europa verbreitete, gedacht war. Spaniens Zusammenhalt gründete sich auf den Katholizismus, der insbesondere bei der Vereinigung des Königreichs eine große Rolle gespielt hatte. Deswegen war eine innere Spaltung des Glaubens für Spanien ein nicht zu tolerierender Akt, der mit allen Mitteln bekämpft werden musste. Somit verschloss es sich dem Protestantismus und den damit einhergehenden liberalen Strömungen.[12]

Auf die innerspanische Problematik der 'Dekadenz', die natürlich mit eine entscheidende Rolle für diese ablehnende Haltung Spaniens spielte und schließlich auch zum Zerfall der Nation führte, kann hier nur kurz eingegangen werden. Die 'Dekadenz' ergab sich in erster Linie aus dem Nationalkatholizismus Spaniens, der durch die mächtige Inquisition einerseits durchsetzte, dass ein Großteil aller handwerklich und ökonomisch aktiven Gruppen, wie Mauren, Juden und Moriscos, während und auch nach der Reconquista vertrieben wurden (und alle ökonomisch Arbeitenden von da an in dem Verdacht standen, andersgläubig zu sein) und andererseits jedwede 'intellektuelle Neugier' unterdrückte.[13] Ebenfalls in dieser 'Dekadenz' zu finden, war der Gedanke, dass die Ausbeutung der neuen Kolonien diesen dekadenten Lebensstandard ermöglichen würde. Tatsächlich aber kam es in regelmäßigen Abständen zu Staatsbankrotten, da die zahlreich geführten Kriege der Habsburger die Gold- und Silbereinkünfte ständig überstiegen.[14]

Der Impuls in Form der Reformation der von Europa ausging, fand in Spanien keinen Beifall und wurde somit nicht imitiert, sondern sollte vermieden werden. Schon Max Weber stellte in seinen religionssoziologischen Untersuchungen heraus, dass ein „Zusammenhang zwischen der protestantischen Ethik (insbesondere dem Calvinismus) und dem Aufstieg des Frühkapitalismus im 16. Jahrhundert“[15] zu sehen ist. Die Abschottung führte folglich dazu, dass der europäische Wandel, der zwar erst religiöse, später aber auch wirtschaftliche, kulturelle und soziale Folgen haben sollte, von Spanien nicht vollzogen wurde.

3.1.3. Die Auswirkungen der französischen Revolution auf Spanien

Grundsätzlich wird das 18. Jahrhundert als das Zeitalter der Reformen bezeichnet. Erst in diesem Jahrhundert fanden z. B. die wirtschaftsliberalen und freihändlerischen Ideen Adam Smiths ihre Verbreitung. Es wurde versucht umfassende Reformen in fast allen Bereichen wie Wirtschaft, Sozialordnung, Staat, Kirche, Kultur und Militär umzusetzen, jedoch blieben die Reformen besonders im agrarischen Bereich trotzdem noch unzureichend. Außenpolitisch befand sich der imperiale Stern Spaniens immer mehr im Sinken, da einerseits von Seiten der Kolonien der Wunsch nach Unabhängigkeit laut wurde, andererseits kam es zwischen England und Spanien aufgrund der Konkurrenzsituation als Seemächte zu immer mehr Konfrontationen auf See, aus denen England fast immer als Sieger hervorging. Dadurch wurde die Autorität Spaniens in den Kolonien untergraben.[16]

Ab Ende des 18. Jahrhunderts änderte sich die Situation drastisch. Die französische Revolution hatte weitreichende Folgen auch für Spanien. Das Land wurde unfreiwillig in die verschiedenen Revolutionskriege verstrickt. Einmal verbündete es sich mit England gegen Frankreich, danach musste es eine verheerende Niederlage einstecken, als es mit französischer Unterstützung gegen die englische Flotte auslief. Nach der Schlacht bei Trafalgar war von einer spanischen Seemacht keine Rede mehr. Die Seerouten nach Lateinamerika wurden unterbrochen, so dass die Handelsbeziehungen und der Einflussbereich Spaniens in Lateinamerika stark beeinträchtigt waren.

Die Besetzung Spaniens durch Napoleon markierte einen tiefen Einschnitt in der spanischen Geschichte. In der Folge brach ein spanischer Befreiungskrieg aus, der sich gegen die französischen Eindringlinge richtete. Dieser Kampf führte einerseits zu einem Auflodern eines Nationalbewusstseins, andererseits zur absoluten Abwehr jeglicher Erneuerungen, die seitens der Eindringlinge eingeführt wurden. Zwar wurde 1812 unter dem Schutz der englischen Flotte in Cádiz eine Verfassung geschrieben, die für damalige Verhältnisse eine der fortschrittlichsten in ganz Europa war, diese wurde aber von Ferdinand VII. direkt nach seiner Rückkehr aus französischer Gefangenschaft außer Kraft gesetzt. Er hob alle bisherigen Reformen auf und regierte weiterhin als absolutistischer Herrscher. Nachdem mit Ferdinand VII die traditionellen Kräfte wieder die Macht innehatten, kam es zu einer regelrechten Hexenjagd auf liberale Intellektuelle, die bis in die 30er Jahre anhalten sollte. Wiederum erfolgte eine Abschottung zu Europa. Im ersten Karlistenkrieg[17] loderten die Spannungen jedoch erneut auf und spiegelten die innereuropäischen Konflikte wieder. So stellte sich die heilige Allianz (das restaurative Preußen, Russland und Österreich) hinter die Carlistas, während die Cristinos von England, Frankreich und Portugal unterstützt wurden. Die Carlisten repräsentierten die traditionellen Kräfte, während die Cristinos von den liberalen Kräften unterstützt wurden. Zwar gewannen die Cristinos diesen ersten Karlistenkrieg, aber von einer Beruhigung der Situation war keine Rede. Es sollten bis zum Jahr 1898 noch weitere Kriege folgen, die die Aufspaltung des Landes vertieften.

Die späteren Auswirkungen der französischen Revolution in Spanien lassen sich an vier Punkten festmachen. 1) Die Reformtätigkeiten des aufgeklärten Absolutismus fanden ein abruptes Ende; 2) die Inquisition wurde wiederbelebt und ergriff starke Zensurmaßnahmen, um alles liberale Gedankengut zu unterdrücken; 3) aus Angst vor revolutionären Übergriffen innerhalb der Bevölkerung wurde auf die sozialen Spannungen, die aus der miserablen Wirtschaftssituation resultierten, mit drastischen Maßnahmen reagiert; 4) im Kampf um das Gedankengut der französischen Revolution erfolgte die tiefe Spaltung zwischen den zwei Spanien.[18]

[...]


[1] Mayer, Tilman: Prinzip Nation: Dimensionen der nationalen Frage, dargestellt am Beispiel Deutschlands, Opladen, 1997², S. 420.

[2] Zu den Bezugsgesellschaften ausführlich in: Bendix, Reinhard: Könige oder Volk: Machtausübung und Herrschaftsmandat, Frankfurt am Main, 1997.

[3] Mayer: Prinzip Nation, S. 421.

[4] Natürlich ist hier anzumerken, dass es nicht ausschließlich zwei Strömungen gab, die in Spanien existierten, sondern mehrere, allerdings sollen der Einfachheit halber in dieser Arbeit die sogenannten zwei Spanien im Vordergrund stehen. Für die unterschiedlichen Bewegungen innerhalb dieser beiden Strömungen siehe Manuel Tuñon de Lara: Strukturelle Ursachen und unmittelbare Anlässe, in: ders. u.a. (Hgg), Der Spanische Bürgerkrieg. Eine Bestandsaufnahme, Frankfurt a.M., 1987, S.7-64.

[5] Mayer: Prinzip Nation, S.425.

[6] Vgl. Helmchen, Anette: Die Entstehung der Nationen in Europa. Ein integraler Ansatz aus humanistischer Sicht, Bern, 2005, S. 254.

[7] Vgl. Lindau, Hans Christian: España y Europa. Spaniens Selbstverständnis zwischen den Kulturen im Spiegel der Geschichte, Stuttgart, 2006, S. 7.

[8] Lebsanft, Franz: Nation und Sprache: das Spanische, in: Nation und Sprache. Die Diskussion ihres Verhältnisses in Geschichte und Gegenwart, Berlin, 2000, S.643-671, S. 649.

[9] Vgl. Schauff, Frank: Der Spanische Bürgerkrieg, Göttingen, 2006, S. 11.

[10] Hroch, Miroslav: Das Europa der Nationen. Die moderne Nationsbildung im europäischen Vergleich, Göttingen, 2005, S. 264-265. Er folgert weiter: "Bis zur siegreichen Revolution in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts kann allerdings von bürgerlichem Nationalbewusstsein kaum die Rede sein."

[11] Vgl. Lindau: España y Europa, S. 9.

[12] Vgl. Bernecker, Walther L.: Spanien. Zwischen Isolation und Integration, in: Salewski, Michael (Hg.): Nationale Identität und Europäische Einigung, Göttingen/Zürich, 1991, S. 125-168, S. 128.

[13] Vgl. ebd.

[14] Vgl. Lindau: España y Europa, S. 8.

[15] Bernecker, Walther L./Brinkmann, Sören: Spaniens schwierige Identität. Geschichte und Politik zur Jahrtausendwende, in: Bernecker, Walther L./Dirscherl, Klaus (Hgg.): Spanien heute. Politik – Wirtschaft – Kultur, Frankfurt a. M., 20044, S. 123-144, S. 128.

[16] Vgl. Bernecker, Walther L.: Spanische Geschichte, München, 1999, S. 46-51.

[17] Karlistenkriege: Streit um die Erbnachfolge, wobei Ferdinands Bruder Karl und seine Anhänger, die Carlisten, gegen die Königinwitwe María Cristina (die für ihre 3-jährige Tochter Isabela als Regentin eingesetzt war) und deren Anhänger, den Cristinos, kämpften.

[18] Vgl. Bernecker: Geschichte, S. 54-60.

31 von 31 Seiten

Details

Titel
Der nationale Wandel Spaniens im 20. Jahrhundert im Hinblick auf die Europazugehörigkeit
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Seminar für politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar : Theorie und Praxis des Nationales Wandels
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
31
Katalognummer
V114216
Dateigröße
452 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Leider schwer zu fassendes Thema.
Schlagworte
Wandel, Spaniens, Jahrhundert, Hinblick, Europazugehörigkeit, Hauptseminar, Theorie, Praxis, Nationales, Wandels
Arbeit zitieren
Helena Hemberger (Autor), 2007, Der nationale Wandel Spaniens im 20. Jahrhundert im Hinblick auf die Europazugehörigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114216

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