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In Würde Altern. Ein Recht für jeden Menschen?

Titel: In Würde Altern. Ein Recht für jeden Menschen?

Facharbeit (Schule) , 2021 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Alter
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Arbeit wird die Frage thematisiert, inwiefern die Würde des Menschen im Bereich der Altenpflege bewahrt werden kann. Zunächst wird das Altern auf verschiedenen Ebenen genauer erklärt und der Begriff der Würde definiert. Abschließend wird die aktuelle Situation der Pflegeeinrichtungen sowie die Kernproblematik der schlechten Zustände im Bereich der Altenpflege analysiert und ein möglicher Lösungsansatz präsentiert.

Der Prozess des Alterns beginnt schon als Fötus im Bauch der Mutter. Mit der Geburt des Menschen erhält dieser das Grundrecht der Menschenwürde, wodurch sein Leben unantastbar wird. Sowohl das Altern als auch das Recht auf Menschenwürde begleiten das Individuum bis hin zu seinem Tod. Der Alterungsprozess kann dabei auf verschiedenste Weise interpretiert und beeinflusst, jedoch nicht aufgehalten werden. Das Recht auf Menschenwürde bleibt konstant und unveränderbar. Trotzdem kommt es im Laufe des Lebens bei einem Großteil der Menschheit zu Ereignissen, in denen die Würde erheblich verletzt wird. Besonders im hohen Alter kommt es immer häufiger zu Situationen, in denen die Würde angetastet wird, denn der Prozess des Alterns schwächt den Menschen ab dem Zeitpunkt, in dem die physische oder psychische Leistung nachlässt. Durch die weltweit alternde Bevölkerung leben auf der Erde aktuell mehr über 65-Jährige als je zuvor und auch in Zukunft wird die Bevölkerung durch Fortschritte in der Wissenschaft und Technik weiter altern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Alter und Altern

2.1) Die Definition des Altseins in verschiedenen Dimensionen

2.2) Das Altern in vier Phasen

3) Altern innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung

3.1) Das Leben von Senioren im internationalen Vergleich

3.2) Aufgaben verschiedener Generationen innerhalb einer Familie

4) Der Verlust der Leistung mit zunehmendem Alter

5) Die Würde des Menschen

5.1) Begriffserklärung

5.2) Wann spricht man von einer Verletzung der Menschenwürde?

5.3) Die Würde von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung

6) Missstände in Pflegeheimen

6.1) Ein möglicher Lösungsansatz

7) Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kernfrage, inwiefern die Würde des Menschen im Bereich der Altenpflege unter den gegebenen gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen bewahrt werden kann. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem rechtlich verankerten Anspruch auf Menschenwürde und der täglichen Realität in Pflegeeinrichtungen aufzuzeigen sowie Lösungsansätze für eine würdevolle Gestaltung des Alterns zu identifizieren.

  • Biologische, rechtliche und soziale Dimensionen des Alterungsprozesses
  • Die Wahrung der Menschenwürde im Kontext von Pflege und kognitiver Beeinträchtigung
  • Analyse systemischer Missstände in deutschen Pflegeheimen
  • Internationale Vergleiche der Lebensbedingungen alter Menschen
  • Bedeutung von Selbstbestimmung und bedürfnisorientiertem Wohnraum

Auszug aus dem Buch

6) Missstände in Pflegeheimen

Es treten bei Angehörigen immer mehr Unsicherheiten über die Erhaltung der Würde in Pflegeheimen auf, da sich aktuell viele Pflegekräfte zu den vorhandenen Missständen äußern. So auch ein Altenpfleger aus Rheinland-Pfalz, welcher über seine Erfahrungen in vier verschiedenen Pflegeheimen berichtet. Er stellt die entsetzlichen Umstände dar, unter denen besonders die zu Pflegenden leiden müssen. Er erzählt wie in Pflegeeinrichtungen von „Menschenwürde und Respekt keine Spur“ mehr bleibt und spricht über Pflegebedürftige in einem Altersheim, die durch Bauchgurte am Aufstehen gehindert oder mithilfe von Medikamenten ruhiggestellt wurden. In einer weiteren Einrichtung, von der er berichtet, musste eine einzige „Pflegekraft in einer Nachtschicht allein für 70 Bewohner“ sorgen und auch über die darauffolgende Einrichtung, in der er arbeitete, konnte er nicht positiv sprechen. Im Gegenteil; er erzählt von unhygienischen Zuständen und Pflegekräften, die kaum ein Wort deutsch sprechen konnten. Sie sollen nicht auf die Bedürfnisse der Bewohner eingegangen sein und es soll auch hier nicht selten zu „Freiheitsberaubung durch Bettgitter oder Festhalten der alten Menschen“ gekommen sein. Er beschreibt zudem den Fall einer 103-jährigen Bewohnerin, die täglich vor Schmerzen schrie, „da sie auf Grund mangelnder Lagerung und Mobilisation am ganzen Körper offene Druckstellen […] hatte“.

Es ist nun offensichtlich, dass es in Pflegeheimen des Öfteren zur Verletzung der Würde kommt, doch warum „sind gerade alte und pflegebedürftige Menschen derart entwürdigenden und lebensbedrohenden Bedingungen ausgesetzt […]? Warum lösen diese Berichte in der Öffentlichkeit nur hilflose Empörung aus im Unterschied zu sonstigen Reaktionen auf Missstände oder Vergehen, bei denen in aller Regel sofort gesetzliche Gegenmaßnahmen gefordert oder eingeleitet werden?“.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Alterungsprozesses und das Grundrecht der Menschenwürde ein und skizziert die Problematik unzureichender Bedingungen in deutschen Pflegeheimen.

2) Alter und Altern: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Altersdefinitionen wie dem biologischen, sozialen und rechtlichen Alter und unterteilt den Alterungsprozess in vier aufeinanderfolgende Phasen.

3) Altern innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung: Hier wird der Status alter Menschen im gesellschaftlichen Kontext beleuchtet, ergänzt durch einen internationalen Vergleich und die Betrachtung generationenübergreifender Aufgaben in Familienstrukturen.

4) Der Verlust der Leistung mit zunehmendem Alter: Dieses Kapitel behandelt die körperlichen und kognitiven Abbauprozesse im Alter und analysiert, wie sich diese auf die allgemeine Leistungsfähigkeit und das psychische Befinden auswirken.

5) Die Würde des Menschen: Die theoretischen Grundlagen der Menschenwürde werden erläutert, inklusive der rechtlichen Debatte um deren Verletzung sowie der spezifischen Problematik bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen.

6) Missstände in Pflegeheimen: Unter Einbeziehung von Erfahrungsberichten werden die negativen Zustände in Pflegeeinrichtungen kritisch analysiert und ein Modell der begleiteten Wohngruppe als Lösungsansatz präsentiert.

7) Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die strukturellen Defizite in der aktuellen Altenpflege die Umsetzung des Rechts auf würdevolles Altern massiv behindern.

Schlüsselwörter

Altern, Menschenwürde, Altenpflege, Pflegemissstände, Selbstbestimmung, Lebensqualität, Grundrechte, Generationenvertrag, Wohnbedürfnisse, Wohngruppe, Pflegebedürftigkeit, Ethik, Schutzpflicht, soziale Sicherheit, Altersdiskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem verfassungsrechtlich garantierten Anspruch auf Menschenwürde und der faktischen Situation in der deutschen Altenpflege.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören der Alterungsprozess, die Definition und Wahrung der Menschenwürde, die Analyse von systemischen Missständen in Heimen sowie Konzepte zur Förderung der Selbstbestimmung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie strukturelle Mängel in der Altenpflege die Würde alter Menschen verletzen, und durch den Vergleich mit anderen Modellen (wie in Schweden) Lösungen zur Verbesserung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Diskursanalyse, die durch Fallbeispiele und Expertenzitate (z.B. von Prof. Dr. Otto Speck und Brigitte Ziegler) gestützt wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition des Alters, die soziologische Betrachtung, die medizinisch-psychologischen Aspekte des Leistungsverlustes, die rechtliche Einordnung der Würde und eine kritische Auseinandersetzung mit Pflegezuständen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Menschenwürde, würdevolles Altern, Altenpflege, Selbstbestimmung und systemische Missstände.

Inwiefern beeinflusst der Wohnraum das würdevolle Altern?

Laut der zitierten Forschung von Brigitte Ziegler ist der Wohnraum entscheidend für Sicherheit, Geborgenheit, Privatsphäre und die Aufrechterhaltung der sozialen Identität, was in Heimen oft vernachlässigt wird.

Was genau sind die „begleiteten Wohngruppen“, die als Lösung genannt werden?

Dabei handelt es sich um kleine Wohnformen für 4-6 Personen, die durch Betreuer unterstützt werden, um den Bewohnern ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, anstatt sie in starren Heimstrukturen zu isolieren.

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Details

Titel
In Würde Altern. Ein Recht für jeden Menschen?
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1142386
ISBN (eBook)
9783346518514
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alter Pflegeheim Senior*innen Würde Menschenwürde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, In Würde Altern. Ein Recht für jeden Menschen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1142386
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Leseprobe aus  22  Seiten
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