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Möglichkeiten zur Stärkung des Eigenkapitals für den Mittelstand

Title: Möglichkeiten zur Stärkung des Eigenkapitals für den Mittelstand

Diploma Thesis , 2006 , 82 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Klenz (Author)

Business economics - Economic Policy
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Das Thema Mittelstand hat Hochkonjunktur. Jede Woche gibt es in Deutschland Tagungen, Kolloquien, Arbeitskreise und Konferenzen zur Lage der Unternehmen abseits der großen Börsennamen. Dabei sind sich die Politiker, Verbände, Banker und Berater stets einig: Kränkelt der Mittelstand, so geht es auch der ganzen Wirtschaft schlecht, da in 99 von 100 Betrieben hierzulande weniger als 500 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer beschäftigt sind. Aus diesem Grund gilt der Mittelstand zu Recht als das Rückgrat der gesamten Volkswirtschaft. Während die DAX-Konzerne die Schlagzeilen in der Wirtschaftspresse beherrschen, wird oftmals übersehen, dass das Heer der eigentümergeführten Unternehmen der eigentliche Antriebsmotor für die wirtschaftliche Dynamik ist.
Dieser Motor wurde über Jahrzehnte mit einer billigen Kreditversorgung als Schmierstoff ausgestattet. In Deutschland gehört es zu den historischen Besonderheiten, dass Eigenkapital in der Nachkriegszeit rar blieb, während die Kreditkultur nachhaltig gepflegt wurde. Eine tief greifende Strukturveränderung wurde allerdings über die internationalen Vorgaben wie die Eigenkapitalrichtlinien Basel II eingeläutet. Es zeigt sich, dass ein Instrument wie der Kredit in der heutigen Unternehmensfinanzierung allein nicht mehr ausreicht. Laut der „Unternehmensbefragung 2005“ der KfW Bankengruppe und der führenden Industrieverbände berichten 42 % der Manager von einer „spürbar schwieriger gewordenen Kreditaufnahme“.
Die niedrigen Eigenkapitalquoten wirken sich bei der Bonitätsbeurteilung der Unternehmen i. d. R. negativ aus, so dass hier ein wesentlicher Ansatzpunkt für alternative Finanzierungsinstrumente ins Spiel zu bringen ist. Egal ob es sich um Factoring, Leasing, Private Equity oder mezzanine Produkte zwischen Eigen- oder Fremdkapital handelt, letztlich zielen alle Alternativen auf eine bessere Kapitalstruktur und eine höhere Eigenkapitalquote ab.
Nachfolgend werden nun die Einsatzmöglichkeiten von alternativen Finanzierungsinstrumenten beschrieben, welche speziell eine Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Mittelständler versprechen. Nach einer Skizzierung des Eigenkapitals sowie des Mittelstands wird dessen aktuelle Finanzierungssituation im Kontext von Basel II dargestellt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung des Eigenkapitals für Unternehmen

3. Der deutsche Mittelstand

3.1 Definition des Mittelstands

3.2 Die Finanzierungs- und Eigenkapitalsituation

4. Die Einflüsse durch Basel II

4.1 Die Entstehung und Zielsetzung von Basel II

4.2 Die Kreditvergabepolitik der Kreditinstitute und die neuen Anforderungen an Unternehmen

5. Die Instrumente der Finanzierung

5.1 Die Finanzierungsarten

5.2 Die Beteiligungsfinanzierung

6. Private Equity

6.1 Der Begriff Private Equity

6.2 Die Historie

6.3 Der deutsche Private Equity Markt

6.4 Die Charakteristika eines Private Equity Investments

6.5 Die Beteiligungsgründe

6.6 Die Investorensuche

6.7 Kritische Analyse der Einsatzmöglichkeit von Private Equity im Mittelstand

7. Mezzanine-Kapital

7.1 Der Begriff Mezzanine

7.2 Die Charakteristika von Mezzanine-Kapital

7.3 Die rechtliche Behandlung von Mezzanine-Kapital

7.4 Das wirtschaftliche Eigenkapital

7.5 Die Vergütung der Mezzanine-Finanzierung

7.6 Die Erscheinungsformen von Mezzanine-Kapital

7.6.1 Das Nachrangdarlehen

7.6.2 Die typische stille Beteiligung

7.6.3 Die Wandel- und Optionsanleihe

7.6.4 Der Genussschein

7.6.5 Die atypische stille Beteiligung

7.6.6 Die Klassifizierung der Erscheinungsformen

7.7 Kritische Analyse der Einsatzmöglichkeit von Mezzanine-Kapital im Mittelstand

8. Going Public

8.1 Der Begriff Going Public

8.2 Das Marktsegment Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse

8.3 Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Going Public

8.4 Börsenkandidaten finanziert durch Private Equity

8.5 Kritische Analyse der Einsatzmöglichkeit des Going Public im Mittelstand

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Stärkung der Eigenkapitalbasis für mittelständische Unternehmen unter Berücksichtigung der veränderten Rahmenbedingungen durch Basel II. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie alternative Finanzierungsinstrumente wie Private Equity, Mezzanine-Kapital und der Börsengang (Going Public) zur Verbesserung der Eigenkapitalsituation und des Ratings beitragen können.

  • Analyse der aktuellen Finanzierungs- und Eigenkapitalsituation im deutschen Mittelstand.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Basel II auf die Kreditvergabepolitik und die Unternehmensfinanzierung.
  • Evaluierung von Private Equity als Finanzierungsinstrument und Börsenvorstufe.
  • Detaillierte Betrachtung verschiedener Formen von Mezzanine-Kapital als hybride Finanzierungsform.
  • Einschätzung des Börsengangs (Going Public) und des Entry Standards als Alternative für den Mittelstand.

Auszug aus dem Buch

6.4 Die Charakteristika eines Private Equity Investments

Private Equity wird in den meisten Fällen von Private Equity-Fonds bereitgestellt. Diese sammeln zunächst Geld von institutionellen Anlegern, also Versicherungen, Pensionsfonds und Banken sowie privaten Investoren ein. Mit diesen Mitteln engagieren sich die Investoren nun direkt als Eigenkapitalgeber in die nicht börsennotierten Unternehmen. Damit werden die Fonds voll haftende Anteilseigner bzw. Mitgesellschafter. Sie erhalten dadurch Mitspracherechte und können so Einfluss auf das Management des Unternehmens ausüben. Des Weiteren ist eine Beteiligung am unternehmerischen Erfolg gegeben. Im Insolvenzfall sind die Eigenkapitalinvestoren nachrangig gegenüber Kreditgebern und oft auch gegenüber anderen Gesellschaftern. Da im ungünstigsten Fall das eingesetzte Kapital verloren gehen kann, besteht ein starkes Interesse, wirtschaftliche Schieflagen zu vermeiden und das Unternehmen auf Wachstumskurs zu bringen.

Die Folge ist, dass die meisten Unternehmen einer rigorosen betriebswirtschaftlichen Fitnesskur unterzogen werden. Dazu gehört i. d. R. auch, dass die Kapitalgeber strategisches Know-how und Branchenkompetenz einbringen. Das Unternehmen wird in diesem Zuge durch folgende Maßnahmen verbessert:

• Investitionen in Wachstum

• Niedrigere Kosten

• Rasches Abstellen von Verlustbringern und Überkapazitäten

• Sparsamere Verwaltung

• Reduzierte Kapitalbindung

• Verringerte Abhängigkeit von mächtigen Lieferanten oder Einzelkunden

• Bessere und motiviertere Mitarbeiter

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Mittelstands als Rückgrat der deutschen Wirtschaft und stellt die durch Basel II verschärfte Finanzierungsproblematik sowie den Bedarf an alternativen Finanzierungsinstrumenten dar.

2. Die Bedeutung des Eigenkapitals für Unternehmen: Dieses Kapitel erläutert die Funktion und Zusammensetzung von Eigenkapital als Fundament der Unternehmensfinanzierung und dessen Bedeutung für das finanzielle Gleichgewicht.

3. Der deutsche Mittelstand: Hier werden verschiedene Mittelstandsdefinitionen vorgestellt und die spezifische, oft durch geringes Eigenkapital geprägte Finanzierungssituation dieser Unternehmensgruppe analysiert.

4. Die Einflüsse durch Basel II: Dieses Kapitel beschreibt die Zielsetzung von Basel II und analysiert, wie die veränderte Kreditvergabepolitik der Banken durch Ratinganforderungen Druck auf die Eigenkapitalausstattung von Unternehmen ausübt.

5. Die Instrumente der Finanzierung: Es wird ein Überblick über Außen- und Innenfinanzierung sowie die grundlegende Rolle der Beteiligungsfinanzierung als Alternative zum Bankkredit gegeben.

6. Private Equity: Dieses Kapitel behandelt das Konzept von Private Equity, dessen Historie in Deutschland, die Investorensuche sowie die Vor- und Nachteile von Beteiligungen für den Mittelstand.

7. Mezzanine-Kapital: Hier werden die verschiedenen hybriden Finanzierungsformen (z. B. Nachrangdarlehen, stille Beteiligungen) sowie deren bilanzielle und steuerrechtliche Behandlung ausführlich dargestellt.

8. Going Public: Dieses Kapitel widmet sich dem Börsengang als Finanzierungsoption, erläutert die Besonderheiten des Entry Standards und definiert Kriterien für eine erfolgreiche Börsenreife.

9. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung bewertet die Einsatzmöglichkeiten der vorgestellten Instrumente vor dem Hintergrund, dass für den breiten Mittelstand weiterhin eine starke Abhängigkeit von Bankfinanzierungen besteht.

Schlüsselwörter

Mittelstand, Eigenkapital, Basel II, Rating, Private Equity, Mezzanine-Kapital, Unternehmensfinanzierung, Going Public, Beteiligungsfinanzierung, Nachrangdarlehen, Stille Beteiligung, Entry Standard, Eigenkapitalquote, KMU, Fremdkapital

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Wege, wie mittelständische Unternehmen durch alternative Finanzierungsinstrumente ihre Eigenkapitalbasis stärken können, um den Herausforderungen durch Basel II und den Erwartungen der Kreditinstitute zu begegnen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Finanzierungssituation im Mittelstand, den Auswirkungen von Basel II auf die Kreditvergabe sowie einer detaillierten Untersuchung von Private Equity, Mezzanine-Kapital und dem Börsengang als Finanzierungsalternativen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine verbesserte Kapitalstruktur mittels Beteiligungs- oder hybrider Finanzierungsformen das Bonitätsrating optimiert werden kann, um den langfristigen Erfolg und den Spielraum des Unternehmens zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf umfangreicher Literaturrecherche, der Auswertung von Studien (z.B. KfW, BVK) sowie der Anwendung der Finanzierungstheorie auf die Praxis im Mittelstand basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage, die Beschreibung und kritische Würdigung der Instrumente Private Equity, Mezzanine-Kapital und Going Public, ergänzt durch ein Praxisbeispiel zur Bilanzoptimierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Mittelstandsfinanzierung, Eigenkapitalstärkung, Basel II-Rating, hybride Finanzierungsinstrumente sowie die verschiedenen Segmente des Kapitalmarkts für KMU.

Warum ist das Thema Mezzanine-Kapital für Familienunternehmen besonders relevant?

Mezzanine-Kapital ist für Familienunternehmen attraktiv, da es die Eigenkapitalbasis stärkt, ohne die gesellschaftsrechtliche Unabhängigkeit durch eine Mitbestimmung von externen Gesellschaftern (wie bei einer Private Equity-Beteiligung) aufzugeben.

Welche Bedeutung hat der "Entry Standard" für den deutschen Mittelstand?

Der Entry Standard bietet kleineren und mittleren Unternehmen einen kosteneffizienten und weniger bürokratischen Zugang zum Börsenparkett, was den Einstieg in die Kapitalmarktfinanzierung erheblich erleichtert.

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Details

Title
Möglichkeiten zur Stärkung des Eigenkapitals für den Mittelstand
College
University of Siegen
Grade
2,0
Author
Michael Klenz (Author)
Publication Year
2006
Pages
82
Catalog Number
V114261
ISBN (eBook)
9783640145133
Language
German
Tags
Möglichkeiten Stärkung Eigenkapitals Mittelstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Klenz (Author), 2006, Möglichkeiten zur Stärkung des Eigenkapitals für den Mittelstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114261
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