Die Begriffe Gemeinschaft und Erziehung beschreiben zwei komplizierte Sachverhalten, die lange Objekt minutiöser Forschungen waren und die nicht vollständig voneinander unabhängig sind. Diese Arbeit nimmt sich vor, diesen Zusammenhang anhand von zwei konkreten Beispielen zu erklären und genauer zu definieren: Die Schule und die Familie.
Zuerst werden die zwei Begriffe mithilfe von Definitionen ausführlicher erläutert, mit besonderer Aufmerksamkeit darauf, was eine Gemeinschaft ausmacht und was sie von einer Gesellschaft unterscheidet. Ebenfalls wird das Konzept der Erziehung näher analysiert und es wird erklärt, warum sie eine wichtige Rolle in dem Leben der Menschen spielt. Daraufhin folgt eine Analyse des Zusammenhangs, der zwischen Gemeinschaft bzw. Gesellschaft mit der Erziehung existiert. Als Beispiele dafür ist es sinnvoll und hilfreich, die Institutionen der Schule und der Familie zu verwenden, denn sie stehen in enger Verbindung mit der Gesellschaft bzw. Gemeinschaft. Schließlich werden die Ergebnisse dieser Untersuchung im Fazit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gemeinschaft: Was ist das und wie entsteht sie?
3. Erziehung
3.1. Was ist Erziehung?
3.2. Warum ist Erziehung wichtig?
4. Gemeinschaft und Erziehung
4.1. Der Zusammenhang zwischen Gemeinschaft und Erziehung
4.2. Konkrete Beispiele: Die Schule und die Familie als erzieherische Institutionen
4.2.1. Die Schule
4.2.2. Die Familie
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen Gemeinschaft und Erziehung, indem sie die theoretischen Grundlagen beider Begriffe analysiert und ihre wechselseitige Abhängigkeit aufzeigt. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie gesellschaftliche Institutionen einerseits und echte Gemeinschaften andererseits unterschiedliche erzieherische Wirkungen auf Individuen ausüben.
- Grundlegende Definition und Abgrenzung der Begriffe Gemeinschaft und Gesellschaft
- Analyse des Erziehungsbegriffs und seiner Bedeutung für die menschliche Entwicklung
- Untersuchung der symbiotischen Beziehung zwischen Erziehung und sozialer Umwelt
- Vergleichende Betrachtung der Institutionen Schule und Familie in ihrer erzieherischen Funktion
Auszug aus dem Buch
4.2.1. Die Schule
Wenn man an die Schule denkt, wird jeder eine sehr ähnliche Vorstellung davon bekommen. Die Schule ist ein Ort, an dem Menschen anderen Menschen Wissen vermitteln möchten. Dies geschieht in einem Prozess, der Unterricht genannt wird. Es wird außerdem zwischen Lernenden oder auch Schülerinnen und Schüler genannt (Kinder und Jugendlichen) und Lehrenden, also Lehrerinnen und Lehrer (Erwachsene) unterschieden, wobei letztere die Aufgabe haben, den Unterricht zu gestalten und in eine bestimmte Richtung zu lenken, sodass den Lernenden etwas mitgeteilt werden kann. Der Inhalt des Unterrichtes hängt von der Gesellschaft ab, der die Schule zugehört und hat das Ziel, die Lernenden so zu erziehen, dass sie sich als geeignete Mitglieder der selben Gesellschaft entwickeln und somit zur Weiterführung dieser beitragen können, wobei die Kultur eine wichtige Rolle in diesem Verfahren spielt (Menck 2015: 87). Man kann daher feststellen, dass die Institution der Schule eine erzieherische Funktion erfüllt, die für alle zugänglich ist und damit jeder die gleichen Möglichkeiten bekommt, sich weiter zu entwickeln, wurde ihr Besuch als obligatorisch eingeführt (Menck 2015: 90; Fabel-Lamla, Heinzel, Klomfaß 2008: 447).
Es ist nun deutlicher geworden, dass die Schule die Werte und Handlungsnormen der Gesellschaft widerspiegelt, denn die Individuen werden im Unterricht unter anderem mit dem Ziel erzogen, dass sie sich von ihren angeborenen asozialen Verhaltensweisen trennen und sich somit gesellschaftlich Verhalten können (Claßen 1991: 190).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Themen Gemeinschaft und Erziehung ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit anhand der Beispiele Schule und Familie.
2. Gemeinschaft: Was ist das und wie entsteht sie?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Gemeinschaft durch die Abgrenzung zur Gesellschaft und beschreibt die tieferen Bindungen, die eine echte Gemeinschaft ausmachen.
3. Erziehung: Hier wird der Erziehungsbegriff theoretisch beleuchtet und die fundamentale Notwendigkeit von Erziehung für die Entwicklung menschlicher Kompetenzen verdeutlicht.
4. Gemeinschaft und Erziehung: In diesem Hauptkapitel wird die symbiotische Wechselwirkung zwischen Erziehung und dem gesellschaftlichen Kontext analysiert sowie Schule und Familie als erzieherische Instanzen gegenübergestellt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Familie als echte Gemeinschaft tiefgreifendere Bildungsprozesse ermöglicht als die institutionell geprägte Schule.
Schlüsselwörter
Gemeinschaft, Gesellschaft, Erziehung, Sozialisation, Schule, Familie, Lebensverband, Werte, Normen, Bildung, Symbiose, menschliche Entwicklung, Vergemeinschaftung, Handlungsweisen, Institutionen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und praktischen Verknüpfung zwischen den Konzepten der Gemeinschaft und der Erziehung sowie deren Bedeutung für das menschliche Zusammenleben.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themenfelder sind die soziologische Abgrenzung von Gemeinschaft und Gesellschaft, die Definition von Erziehung sowie die Analyse der erzieherischen Wirkung in den Institutionen Schule und Familie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den notwendigen Zusammenhang zwischen Gemeinschaft und Erziehung aufzuzeigen und zu ergründen, warum diese beiden Bereiche nicht unabhängig voneinander existieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem systematischen Vergleich pädagogischer sowie soziologischer Konzepte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition der Begriffe, der Darstellung der symbiotischen Beziehung zwischen Individuum, Gesellschaft und Erziehung sowie einem detaillierten Vergleich von Schule und Familie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Gemeinschaft, Gesellschaft, Erziehung, Sozialisation, sowie die spezifischen erzieherischen Rollen von Schule und Familie.
Warum wird die Familie als "wahre Gemeinschaft" bezeichnet?
Die Familie gilt als "wahre Gemeinschaft", da sie durch starke emotionale Bindungen, Gefühlsintimität und ein "Wir-Bewusstsein" geprägt ist, die über rein zweckorientierte institutionelle Strukturen hinausgehen.
Welchen Unterschied in der erzieherischen Wirkung gibt es zwischen Schule und Familie?
Während die Schule als gesellschaftliche Institution primär gesellschaftliche Normen vermittelt und auf die Anpassung der Lernenden zielt, bietet die Familie einen vertrauten Raum, der neben der Erziehung auch die Lust zur persönlichen Bildung wecken kann.
- Arbeit zitieren
- Arianna Mirata (Autor:in), 2020, Der Zusammenhang zwischen Gemeinschaft und Erziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1143225