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Schwangerschaftsabbruch aus Sicht verschiedener ethischer Grundhaltungen

Title: Schwangerschaftsabbruch aus Sicht verschiedener ethischer Grundhaltungen

Term Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Yvonne Jasper (Author)

Social Work
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Schwangerschaftsabbruch ist in den letzten Jahren zu einem viel diskutierten Thema geworden. Viele Frauen befinden sich häufig in einem Zwiespalt, wenn es um die direkte Frage „Würden Sie ein Kind abtreiben?“ geht. Meist werden dann Voraussetzungen genannt, unter welchen sie es sich vorstellen könnten, sich gegen das Kind zu entscheiden, so zum Beispiel mangelndes Geld, „Karriere statt Kind“ oder Krankheit. Jeder Mensch ist in solch einer Situation gezwungen, seine eigenen moralischen und ethischen Prinzipien bei der Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Zu Beginn dieser Arbeit werde ich einige Aussagen zum Thema des Schwangerschaftsabbruchs aus medizinischer Sicht treffen. Anschließend gehe ich näher auf die Entscheidungsfindung gemäß der medizinischen Berufsethik, im Sinne des Utilitarismus und der Advokatorischen Ethik sowie aus christlicher Sicht ein. Hierbei soll folgende Vorstellung betrachtet werden: Eine schwangere Frau erfährt im Rahmen pränataler, also vor der Geburt durchgeführter, Untersuchungen, dass das noch ungeborene Kind einen Gendefekt hat, der schwere körperliche und geistige Behinderung zur Folge hat. Soll sie das Kind bekommen? Wie soll sie sich verhalten? Am Ende meiner Hausarbeit fasse ich die von mir gesammelten Erkenntnisse noch einmal kurz zusammen, in der Hoffnung, die Frage nach der richtigen Entscheidung – für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch – klären zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Schwangerschaftsabbruch

2.1 Definition

2.2 Methoden des Schwangerschaftsabbruches

2.3 Folgen des Schwangerschaftsabbruches

2.4 Anforderung an die Soziale Arbeit

3. Rechtliche Rahmenbedingungen

3.1 Das Grundgesetz

3.2 Das Strafgesetz

4. Entscheidungsfindung gemäß der medizinischen Berufsethik

5. Entscheidungsfindung im Sinne des Utilitarismus

6. Entscheidungsfindung mit Hilfe der Advokatorischen Ethik

7. Die christliche Einstellung

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die ethische Auseinandersetzung mit der Entscheidungssituation bei einem Schwangerschaftsabbruch, insbesondere unter der Prämisse einer pränatal diagnostizierten Behinderung. Die Arbeit untersucht, wie verschiedene ethische Grundhaltungen und rechtliche Rahmenbedingungen diesen Konflikt bewerten, um ein tieferes Verständnis für die Komplexität dieser persönlichen Entscheidung zu gewinnen.

  • Medizinische Methoden des Schwangerschaftsabbruchs
  • Rechtliche Grundlagen in Deutschland (StGB & Grundgesetz)
  • Ethische Perspektiven (Medizinische Berufsethik, Utilitarismus, Advokatorische Ethik)
  • Die christliche Position zur Lebensethik
  • Anforderungen an die professionelle Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.2 Methoden des Schwangerschaftsabbruchs

Ein Schwangerschaftsabbruch kann durch verschiedene Methoden herbeigeführt werden. Nachfolgend werde ich vier Methoden benennen und kurz erläutern. Dabei wird zum einen Bezug genommen auf die Vorgehensweise bei den einzelnen Methoden und zum anderen darauf hingewiesen, wie weit der Embryo bis zum Zeitpunkt der Abtreibung entwickelt ist.

a) Abtreibung durch Absaugen / Vakuumaspiration

Das Absaugen wird bis zur 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt und ist die gebräuchlichste Methode des Schwangerschaftsabbruchs. Dabei wird der Muttermund erweitert und ein Plastikschlauch eingeführt. Ein sehr starker Sog, etwa zehnmal stärker als der eines Staubsaugers, führt dazu, dass der Embryo zusammen mit der Plazenta auseinandergerissen wird. Dieser Gewebebrei wird anschließend abgesaugt.

Da der Kopf meist zu groß für den Plastikschlauch ist, wird dieser mit einer Geburtszange zerteilt. Anschließend werden die Knochenstücke zusammen mit dem Kopfinhalt abgesaugt. Bei einem normal entwickelten Embryo in der zehnten Schwangerschaftswoche sind alle Organe bereits angelegt, unter anderem sind die Sinnesorgane entwickelt, der Embryo kann die Gliedmaßen bewegen, er reagiert auf Berührungen, das Nervensystem sowie das Gehirn sind gebildet und funktionieren. Ab der 12. Schwangerschaftswoche schluckt der Fötus Fruchtwasser, die Verdauung und Ausscheidung funktioniert, er schläft und erwacht, reagiert auf Licht und Wärme und weicht bei schmerzhaften Berührungen zurück, der Embryo bzw. Fötus muss demzufolge größtenteils nur noch wachsen und reifen.

Bei der Öffnung des Muttermundes spürt das Kind die Gefahr. Es ist erregt und macht hektische Bewegungen, sein Herzschlag ist um 60 bis 70 Schläge pro Minute erhöht und es reißt seinen Mund auf, so, als ob es schreien wollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das gesellschaftlich kontrovers diskutierte Thema des Schwangerschaftsabbruchs ein und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit anhand einer spezifischen Fallkonstellation.

2. Der Schwangerschaftsabbruch: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Schwangerschaftsabbruchs, erläutert verschiedene medizinische Methoden sowie deren körperliche und seelische Folgen und beschreibt die Rolle der Sozialen Arbeit.

3. Rechtliche Rahmenbedingungen: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen durch das Grundgesetz und das Strafgesetzbuch, insbesondere der Paragraph 218 StGB, dargestellt.

4. Entscheidungsfindung gemäß der medizinischen Berufsethik: Das Kapitel beleuchtet den hippokratischen Eid und das Genfer Gelöbnis als ethische Fundamente ärztlichen Handelns und deren Haltung zum Schutz menschlichen Lebens.

5. Entscheidungsfindung im Sinne des Utilitarismus: Es wird analysiert, wie utilitaristische Ansätze den Nutzen und das Leid der Beteiligten abwägen, um eine Entscheidung für oder gegen einen Abbruch zu begründen.

6. Entscheidungsfindung mit Hilfe der Advokatorischen Ethik: Dieses Kapitel erläutert den Ansatz, stellvertretend für nicht mündige Personen, wie den Embryo, ethische Entscheidungen zu treffen.

7. Die christliche Einstellung: Es wird die christliche Ethik, insbesondere basierend auf den Zehn Geboten, in Bezug auf die Abtreibung als Tötungsdelikt diskutiert.

8. Resümee: Die Autorin fasst die verschiedenen ethischen Positionen zusammen und reflektiert ihre persönliche Perspektive im Kontext der Debatte.

Schlüsselwörter

Schwangerschaftsabbruch, Ethik, Medizinische Berufsethik, Utilitarismus, Advokatorische Ethik, Christliche Ethik, § 218 StGB, Grundgesetz, Pränatale Diagnostik, Behinderung, Soziale Arbeit, Lebensschutz, Schwangerschaftskonfliktberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ethischen und rechtlichen Dilemmata eines Schwangerschaftsabbruchs, insbesondere bei einer medizinischen Indikation aufgrund einer zu erwartenden Behinderung des Kindes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Lage in Deutschland, medizinischen Abtreibungsmethoden sowie der ethischen Reflexion durch verschiedene philosophische und religiöse Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Vielschichtigkeit der Entscheidungssituation darzustellen und zu verdeutlichen, wie unterschiedliche Wertesysteme eine solche Entscheidung beeinflussen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung verschiedener ethischer Grundhaltungen, die auf eine hypothetische Konfliktsituation angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des rechtlichen Rahmens, die Analyse medizinischer Methoden sowie eine Untersuchung durch die Linse der medizinischen Berufsethik, des Utilitarismus, der Advokatorischen Ethik und des Christentums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Schwangerschaftsabbruch, ethische Entscheidungsfindung, § 218 StGB, Utilitarismus und Advokatorische Ethik.

Wie bewertet die Advokatorische Ethik einen Schwangerschaftsabbruch bei Behinderung?

Die Advokatorische Ethik stellt die Frage, wie das Kind als mündige Person entscheiden würde, und macht den Handelnden zum Fürsprecher für die Interessen des noch nicht mündigen Kindes.

Was unterscheidet den Utilitarismus von der christlichen Ethik in dieser Frage?

Während der Utilitarismus das größtmögliche Glück bzw. den Nutzen der Beteiligten (z.B. finanzielle oder soziale Belastung) abwägt, lehnt die christliche Ethik den Abbruch grundsätzlich als Verstoß gegen das Gebot "Du sollst nicht töten" ab.

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Details

Title
Schwangerschaftsabbruch aus Sicht verschiedener ethischer Grundhaltungen
College
University of Applied Sciences Nordhausen
Course
Berufsethik
Grade
1,0
Author
Yvonne Jasper (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V114352
ISBN (eBook)
9783640150557
ISBN (Book)
9783656217237
Language
German
Tags
Schwangerschaftsabbruch Sicht Grundhaltungen Berufsethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Jasper (Author), 2008, Schwangerschaftsabbruch aus Sicht verschiedener ethischer Grundhaltungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114352
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