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Das Aufgabenspektrum in der Pflege aus pflegewissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht

Eine kritische Betrachtung

Title: Das Aufgabenspektrum in der Pflege aus pflegewissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht

Diploma Thesis , 2008 , 76 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ronny Weiß (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Die Geschichte der Krankenpflege lässt sich bis in die Frühzeit der menschlichen Entwicklung zurückverfolgen. Die Menschen züchteten Kulturpflanzen und sammelten Erfahrungen in deren Nutzung. In den Zeiten der Hochkulturen gab es bereits eine hoch entwickelte Heilkunst. So wurden etwa 800 Heilrezepte aus dieser Zeit gefunden und übersetzt. Im Christentum wurde das Ideal der Nächstenliebe geboren und der Begriff des „Dienstes am Menschen“ entstand. Die Institution des Diakonats wurde eingerichtet und mit ihr der Vorläufer der klassischen Krankenschwester oder des Krankenpflegers. Tatsächlich bestand die Aufgabe des Diakons, beziehungsweise der Diakonin, in vorwiegend niedrigen Dienstleistungen wie das Waschen und Salben von Kranken oder das Bekleiden und Bestatten von Toten. Das Verrichten karitativer Aufgaben wurde zum Ideal. Während der Zeit der Kriege und Kreuzzüge wurde die Pflege der Verwundeten und Kranken von Frauen übernommen. Ebenso entstanden neben vielen Pflegeorden die kirchlich begründet waren, auch sogenannte weltliche Orden. Frauen aus allen Schichten der Bevölkerung pflegten vorwiegend die Armen, da die Ärzte hauptsächlich den Reichen zur Verfügung standen. Während der Zeit der Inquisition wurden viele dieser Einrichtungen zerstört. In dieser Zeit etablierte sich die Pflege in öffentlichen Siechenhäusern, in denen die Patienten unter verheerenden hygienischen Verhältnissen von Frauen versorgt wurden, die in der Gesellschaft ein zweifelhaftes Ansehen genossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Vorstellung der Fragestellungen

2. Was ist Pflege?

2.1 Ein ganz normaler Arbeitstag

2.2 Verschiedene Definitionen von Pflege

2.2.1 Pflegedefinition nach ICN

2.2.2 Pflegedefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

3. Das Aufgabenspektrum der Pflege

3.1 Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation

3.1.1 Was ist damit gemeint?

3.1.2 Ziele der Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation

3.1.3 Handlungsmöglichkeiten für die Pflege

3.1.4 Konsequenzen für die Pflege

3.2 Beratung / Information

3.2.1 Was ist damit gemeint?

3.2.2 Ziele der Beratung / Information

3.2.3 Handlungsmöglichkeiten für die Pflege

3.2.4 Konsequenzen für die Pflege

3.3 Gefühlsarbeit

3.3.1 Was ist damit gemeint?

3.3.2 Ziele und Handlungsmöglichkeiten für die Pflege

3.3.3 Konsequenzen für die Pflege

3.4 Caring

3.4.1 Bedeutung und Ziel des Caring

3.4.2 Anforderung des Caring an die Pflegenden

3.5 Kommunikation

3.5.1 Was ist damit gemeint?

3.5.2 Warum eine gelebte Kommunikation in der Pflege wichtig ist

3.5.3 Konsequenzen für die Pflege

3.6 Koordination, Kooperation und Vernetzung

3.7 Pflegewissenschaft

3.7.1 Gegenstand und Ziel der Pflegewissenschaft

3.7.2 Wird Pflegewissenschaft als Aufgabe verstanden?

3.8 Pflege im Krankheitsbezug

4. Der Arbeitsalltag aus betriebswirtschaftlicher Perspektive

4.1 Darstellung der Entwicklungen im deutschen Gesundheitssystem und die Auswirkung auf die Pflege

4.1.1 Die Eckdaten Einrichtungen, Bettenanzahl, Fallzahlen und Personalbestand

4.1.2 Kritik an der DRG-Einführung

4.2 Auswirkungen der Entwicklung auf die Pflegenden

4.3 Die Abbildung der Pflege unter DRG-Gesichtspunkten am Beispiel einer urologischen Station

4.3.1 Vorstellung der Studie und der Forschungsfrage

4.3.2 Schwierigkeiten bei der Durchführung

4.3.3 Ergebnisse der Erhebung im Tätigkeitsbezug

4.3.4 Ergebnisse im Tätigkeitsbezug als Kostenfaktor

4.3.5 Weitere Ergebnisse der Erhebung

4.3.6 Ist der Pflegeaufwand durch die DRG abgedeckt?

4.3.7 Lösungsmöglichkeiten für die Problematik

4.3.8 Fazit des Projektes

5. Fazit / Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch das Aufgabenspektrum in der professionellen Pflege unter Berücksichtigung pflegewissenschaftlicher Standards sowie betriebswirtschaftlicher Einflüsse. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob professionell Pflegende ihren originären Aufgaben in der aktuellen Krankenhausstruktur gerecht werden können oder ob systemische Rahmenbedingungen eine notwendige Neuausrichtung erfordern.

  • Historische Entwicklung und Definitionen professioneller Pflege
  • Analyse des komplexen Aufgabenspektrums (z.B. Gefühlsarbeit, Caring, Prävention)
  • Einfluss der DRG-Vergütung auf die pflegerische Arbeitsorganisation
  • Empirische Untersuchung der Tätigkeitsverteilung im Stationsalltag
  • Diskussion von Lösungsansätzen zur effizienteren Aufgabenverteilung und Delegation

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Was ist damit gemeint?

Ein bedeutender Aspekt pflegerischer Arbeit ist laut Büssing u.a. (2003) das Konzept der Gefühlsarbeit. Dieses Konzept wurde Anfang der 80er Jahre vom amerikanischen Soziologen Strauss und seinen Mitarbeiterinnen entwickelt. Es handelt sich dabei, grob erklärt, um eine Einflussnahme auf die Gefühle der Patienten. Das bedeutet, dass die pflegerische Arbeit weit über das handwerkliche Tun hinausgeht. Erst durch die Gefühlsarbeit werden diese Handlungen möglich.

Strauss et all definieren Gefühlsarbeit als funktional für das Erreichen der Kernaufgaben und als wesentlichen Bestandteil gelungener personenbezogener Arbeit. Sie stellen klar, dass schlechte oder keine Gefühlsarbeit oftmals die Ursache dafür sind, dass Patienten sich als Objekt behandelt oder ihre Intimsphäre nicht gewahrt fühlen.

Dabei unterscheiden sich im Wesentlichen sieben Typen von Gefühlsarbeit:

1. Interaktionsarbeit und moralische Regeln:

Das bedeutet das Einhalten der als selbstverständlich erachteten Umgangsformen und das Erklären von Arbeitshandlungen sowie das Eingehen auf den Patienten. Dies bedeutet, dass die Pflegekraft nicht nur freundlich mit dem Patienten spricht und angemessen und respektvoll auftritt, sondern ihm auch erklärt, was sie jetzt gerade durchführen möchte. Dies kann in einem kurzen Satz geschehen wie: „Darf ich Ihnen gerade die Injektion zur Thromboseprophylaxe geben?“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Vorstellung der Fragestellungen: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung der Pflege vom karitativen Dienst hin zur eigenständigen Profession und begründet die Relevanz der Untersuchung des Aufgabenspektrums.

2. Was ist Pflege?: Hier werden grundlegende Definitionen der Pflege nach ICN und WHO vorgestellt, ergänzt durch eine praktische Darstellung eines typischen Arbeitstages auf einer gastroenterologischen Station.

3. Das Aufgabenspektrum der Pflege: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen pflegerischen Handlungsfelder, wie Gesundheitsförderung, Beratung, Gefühlsarbeit, Caring, Kommunikation und deren Bedeutung für die Pflegequalität.

4. Der Arbeitsalltag aus betriebswirtschaftlicher Perspektive: Das Kapitel beleuchtet den Einfluss des DRG-Systems auf die Pflege, stellt die Ergebnisse einer eigenen Multimomentstudie zur Tätigkeitsverteilung vor und diskutiert betriebswirtschaftliche Lösungsansätze.

5. Fazit / Diskussion: Hier erfolgt die abschließende Reflexion über die Möglichkeiten der Pflege in Deutschland, ihren originären Aufgaben nachzukommen, sowie die Notwendigkeit von Reformen und strukturellen Veränderungen.

Schlüsselwörter

Professionelle Pflege, Aufgabenspektrum, DRG, Pflegewissenschaft, Gefühlsarbeit, Caring, Arbeitsbelastung, Delegation, Gesundheitsökonomie, Patientenversorgung, Professionalisierung, Arbeitsorganisation, Pflegequalität, Krankenhausmanagement, Berufspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit untersucht kritisch das aktuelle Aufgabenspektrum in der professionellen Pflege und setzt dieses in Bezug zu sowohl pflegewissenschaftlichen Anforderungen als auch den betriebswirtschaftlichen Zwängen im deutschen Gesundheitssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definitionen professioneller Pflege, die Analyse spezifischer Tätigkeitsbereiche wie Gefühlsarbeit und Caring sowie der Einfluss des ökonomischen Drucks durch die DRG-Vergütung auf die Arbeitsrealität des Pflegepersonals.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Pflege durch ineffiziente Strukturen oft nicht in der Lage ist, ihre professionellen Potenziale voll zu entfalten, und Ansätze für eine bessere Aufgabenverteilung und Delegation zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird im Hauptteil verwendet?

Im vierten Kapitel wurde eine empirische Multimomentstudie auf einer urologischen Station durchgeführt, um die tatsächliche zeitliche Verteilung pflegerischer Tätigkeiten zu analysieren und deren ökonomische Auswirkungen zu berechnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich erörtert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung pflegerischer Handlungsfelder wie Gesundheitsförderung und Kommunikation sowie die betriebswirtschaftliche Analyse des Arbeitsalltags, inklusive der Darstellung von Einsparungspotenzialen durch Aufgaben-Delegation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Pflegewissenschaft, betriebswirtschaftliche Perspektive, Aufgabendelegation, DRG, Gefühlsarbeit, Arbeitsbelastung und Professionalisierung der Pflege.

Welche Bedeutung hat das untersuchte Projekt für die Praxis?

Das Projekt zeigt exemplarisch auf, dass ein erheblicher Teil der Arbeitszeit für Tätigkeiten verwendet wird, die keine volle Pflegefachkraft-Qualifikation erfordern, was die Notwendigkeit einer Neuorganisation unterstreicht.

Welche Schlussfolgerung zieht der Verfasser zur Pflegekammer?

Der Verfasser sieht in der Errichtung einer Pflegekammer ein wichtiges Instrument zur Förderung der beruflichen Selbstverwaltung und zur rechtlichen Stärkung der Pflege als eigenständige Profession.

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Details

Title
Das Aufgabenspektrum in der Pflege aus pflegewissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht
Subtitle
Eine kritische Betrachtung
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Grade
1,7
Author
Ronny Weiß (Author)
Publication Year
2008
Pages
76
Catalog Number
V114398
ISBN (eBook)
9783640152711
ISBN (Book)
9783640154814
Language
German
Tags
Kritische Betrachtungsweise Aufgabenspektrums Pflege Sichtweise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ronny Weiß (Author), 2008, Das Aufgabenspektrum in der Pflege aus pflegewissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114398
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