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Schwerpunktbezogene Diskussion über das „Health Belief Modell“ im Bezug auf sporttherapeutische Konsequenzen

Title: Schwerpunktbezogene Diskussion über das „Health Belief Modell“ im Bezug auf sporttherapeutische Konsequenzen

Seminar Paper , 2003 , 26 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Thorsten Reichelt (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Im Folgenden soll ein Modell der Gesundheitspsychologie näher untersucht werden. Dabei handelt es sich um das Health- Belief- Modell (HBM). Auf Deutsch bedeutet dies soviel wie Modell des Gesundheitsglaubens. Es wurde 1982 von Becker entwickelt und gehört heute noch zu dem glaubwürdigsten Modellen der Gesundheitspsychologie.
Bevor eine genaue Erklärung zu dem Modell folgt soll dies schematisch dargestellt werden. [...] Nach dieser schematischen Darstellung kann das HBM erklärt und dargestellt werden. Dieses Modell stammt ursprünglich aus den USA und wurde dort entwickelt, weil die Teilnehmer an medizinischen Vorsorgemaßnahmen für zu gering erachtet wurden. Die Intervention war also, dass die amerikanischen Bürger an medizinischen Vorsorgemaßnahmen mehr teilnehmen sollten (vgl. Schwenkmezger 1994, 106). Darauf hin erstellten die Sozialpsychologen Hochbaum, Kegeles, Leventhal und Rosenstock das HBM. In diesem Modell wird den kognitiven Variablen eine wichtige Bedeutung bei dem Zustandekommen von präventiven Maßnahmen zu gewiesen (vgl. Schwenkmezger 1994, 106).
Wie schon angedeutet steht das Gesundheitsverhalten bei diesem Modell im Vordergrund. Es betrifft dabei nicht nur das Gesundheitsverhalten in Form von präventiven Maßnahmen, sondern vielmehr auch das Verhalten bei bereits ausgebrochenen Krankheiten. Dabei wird davon ausgegangen, dass die subjektiv wahrgenommen Bedrohungen der Krankheit das Gesundheitsverhalten beeinflussen. Die Erscheinungen der Krankheiten bestimmen also das Gesundheitsverhalten, dies kann natürlich auf positive und negative Erscheinungen der Krankheit zurückgeführt werden.

Excerpt


Gliederung

1 Erläuterungen zum Health Belief Modell

1.1 Grundlagen des Gesundheitsmodells

1.2 Andere Modelle auf Basis des HBM

2 Eigene und negative Aspekte des Modell

3 Themenorientierte Diskussion über einen möglichen Praxisbezug des Modells

3.1 Aspekte der Krankheit Epilepsie

3.2 Zusammenhang Sport und Epilepsie

4 Anwendbarkeit des Modells in diesem Bezug

4.1 Beziehungsgefüge zwischen Epileptikern und Gesundheitsbewusstsein

4.2 Über den Einsatz des Modells bei präventiven Maßnahmen

4.3 Gesundheitsfördernde Maßnahmen im Bezug auf psychosoziale Faktoren

4.4 Gesundheitsfördernde Maßnahmen im Bezug auf lebensverbessernde Faktoren

5 Abschließende Argumente und positive Werte des Modells

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des Health Belief Modells (HBM) im Kontext sporttherapeutischer Interventionen für Epilepsiepatienten. Dabei wird analysiert, inwiefern das Modell trotz der Unvorhersehbarkeit epileptischer Anfälle dazu beitragen kann, das Gesundheitsverhalten zu verstehen, präventive Ansätze bei Folgeerkrankungen zu unterstützen und psychische sowie soziale Barrieren abzubauen.

  • Grundlagen und theoretische Einordnung des Health Belief Modells
  • Kritische Reflexion des HBM hinsichtlich seiner Aussagekraft für den Einzelpatienten
  • Spezifische Problematik der Epilepsie im Sport und psychosoziale Belastungsfaktoren
  • Einsatzmöglichkeiten des Modells in verschiedenen Phasen des Krankheitsverlaufs
  • Bedeutung von Kosten-Nutzen-Abwägungen für die Befolgung therapeutischer Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1 Aspekte der Krankheit Epilepsie

Die Krankheit Epilepsie ist nicht, wie viele annehmen eine Krankheit, sondern ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Krankheiten mit den gleichen Symptomen. Also ist die genauere Bezeichnung Epilepsie. Außerdem gehören sie auf Grund dieses Aspektes zu den häufigsten chronischen Krankheiten überhaupt. In Deutschland leben ca. 800.000 Menschen mit dieser Krankheit. Dies entspricht dem Stand von 1994 (vgl. Worms 1994, 8).

Grundlegend gibt es zwei Arten des Anzeichens von Epilepsie. Zum einen gibt es anfallsfreie Epileptiker und zum anderen Epileptiker die nicht anfallsfrei sind. Die Anfallsfreiheit wird oft durch jahrelange medikamentöse Behandlung erreicht. Deshalb sind von den Epileptikern nur etwa 65 % auffällig. Das bedeutet sie befinden sich in speziellen Einrichtungen zur Behandlung. Etwa 25% der Epileptiker haben noch gelegentlich Anfälle und 10% sind bereits therapiesiert (vgl. Worms 1994, 8). Die Spezifik der epileptischen Anfälle macht es besonders schwer eine Verbindung zwischen Sport und Epilepsie herzustellen. Wobei man an dieser Stelle schon unterscheiden muss, in welchem Rahmen überhaupt der Begriff Sport verwendbar ist. Dabei kommt es auch auf den Schweregrad der Behinderungen an und außerdem noch auf die Verbindung mit anderen Behinderungen bzw. Krankheiten. In diesem Rahmen soll jedoch der Begriff umfassend alle eventuell auftretenden sportlichen Therapiemaßnamen einschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erläuterungen zum Health Belief Modell: Einführung in das HBM als kognitives Modell zur Erklärung von Gesundheitsverhalten und Darstellung seiner theoretischen Grundlagen.

2 Eigene und negative Aspekte des Modell: Kritische Reflexion der Grenzen des Modells, insbesondere hinsichtlich der Vorhersagekraft für individuelle Entscheidungen und der Komplexität psychischer Einflussfaktoren.

3 Themenorientierte Diskussion über einen möglichen Praxisbezug des Modells: Analyse des Krankheitsbildes Epilepsie sowie der psychologischen und sozialen Herausforderungen im Sportkontext für Betroffene.

4 Anwendbarkeit des Modells in diesem Bezug: Detaillierte Untersuchung, wie das HBM zur Unterstützung von Patienten in verschiedenen Krankheitsphasen und bei der Bewältigung psychosozialer Folgen eingesetzt werden kann.

5 Abschließende Argumente und positive Werte des Modells: Zusammenfassende Bewertung der Stärken des HBM als Planungsinstrument im Gesundheitssektor trotz der identifizierten methodischen Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Health Belief Modell, Gesundheitspsychologie, Epilepsie, Sporttherapie, Prävention, Krankheitsbewältigung, Patientenverhalten, psychosoziale Faktoren, Kosten-Nutzen-Analyse, Gesundheitsförderung, Intervention, medikamentöse Einstellung, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Health Belief Modells in der Sporttherapie bei Patienten mit Epilepsie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Verständnis von Gesundheitsverhalten, die Bewältigung chronischer Krankheiten und die Integration von Sport in den Lebensalltag trotz medizinischer und sozialer Barrieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen des HBM für die sporttherapeutische Praxis zu prüfen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das Modell bei der Gestaltung von Interventionen unterstützen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit psychologischen Gesundheitsmodellen und deren Anwendung auf klinische Fallbeispiele unter Berücksichtigung relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Struktur des HBM, diskutiert dessen Grenzen und überträgt die Erkenntnisse auf die spezifischen Bedürfnisse und Phasen des Krankheitsverlaufs von Epilepsiepatienten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Health Belief Modell, Epilepsie, Sporttherapie, Gesundheitsverhalten und Prävention.

Warum ist die Anwendung des HBM bei Epilepsie laut Autor eine Herausforderung?

Da Epilepsie meist ohne Vorwarnung auftritt, ist eine direkte primäre Prävention wie bei anderen Krankheiten kaum möglich, weshalb das Modell eher für sekundäre Ziele und zur Bewältigung psychosozialer Folgen genutzt werden muss.

Welche Rolle spielt das soziale Umfeld laut der Arbeit?

Das soziale Umfeld, inklusive Familie und Ärzten, beeinflusst durch modifizierte Faktoren (wie Informationen oder emotionale Unterstützung) die Wahrnehmung der Bedrohung und damit die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten gesundheitsfördernde Maßnahmen ergreifen.

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Details

Title
Schwerpunktbezogene Diskussion über das „Health Belief Modell“ im Bezug auf sporttherapeutische Konsequenzen
College
Martin Luther University  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
Gesundheitspsychologie
Grade
bestanden
Author
Thorsten Reichelt (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V114427
ISBN (eBook)
9783640160204
ISBN (Book)
9783640668229
Language
German
Tags
Schwerpunktbezogene Diskussion Belief Modell“ Bezug Konsequenzen Gesundheitspsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Reichelt (Author), 2003, Schwerpunktbezogene Diskussion über das „Health Belief Modell“ im Bezug auf sporttherapeutische Konsequenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114427
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