Die folgende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Binnentourismus in Deutschland von 1945 bis zur heutigen Zeit.
Dabei wird zu Beginn ein allgemeiner Überblick über die Bedeutung des Binnentourismus für die deutsche Wirtschaft gegeben, und es werden grundlegende Begriffe und Definitionen erklärt.
Im Hauptteil der Arbeit werden zunächst die Entwicklung des Binnentourismus in der BRD sowie in der DDR von 1945 bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 vorgestellt, um anschließend die gemeinsame Entwicklung nach der Wiedervereinigung Deutschlands sowie aktuelle Entwicklungen im Binnentourismus aufzuzeigen.
Der Schlussteil stellt in einer kurzen Zusammenfassung die Entwicklung des Binnentourismus in Deutschland dar, gibt einen Ausblick in die Zukunft und zeigt mögliche Tendenzen und Entwicklungen des deutschen Binnentourismus.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen und Definitionen
2.1 Der Tourismus und seine wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland
2.2 Binnentourismus
2.3 Motivationen der Reisenden im Binnentourismus (Tourismusarten)
3. Entwicklung des Binnentourismus
3.1 Entwicklung des Binnentourismus in Deutschland von 1945 bis zur Wiedervereinigung im Jahr 1990
3.2 Entwicklung des Binnentourismus in der DDR von 1945 bis zur Wiedervereinigung im Jahr 1990
3.3 Entwicklung des Binnentourismus in den alten und neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung von 1990 bis 2005
3.4 Aktuelle Entwicklungen im Binnentourismus
4. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die historische Entwicklung des Binnentourismus in Deutschland von 1945 bis 2005, untersucht die strukturellen Veränderungen im Reiseverhalten nach der Wiedervereinigung und bewertet die aktuellen Herausforderungen sowie Perspektiven des Inlandstourismus.
- Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Deutschland
- Vergleichende Analyse des Tourismus in der BRD und DDR
- Einfluss der Wiedervereinigung auf touristische Reiseströme
- Trend zur Verkürzung der Reisedauer und Bedeutung von Kurzreisen
- Anpassungsstrategien an steigende Ansprüche und Wettbewerb durch Auslandstourismus
Auszug aus dem Buch
3.2 Entwicklung des Binnentourismus in der DDR von 1945 bis zur Wiedervereinigung im Jahr 1990
In der DDR wurde dem Tourismus eine bedeutende Rolle beigemessen. Jährlich unternahmen 70 bis 80 Prozent der Bürger eine Urlaubsreise mit einer durchschnittlichen Dauer von ca. 13 Tagen. 80 bis 90 Prozent dieser Reisen fielen in den Bereich des Binnentourismus, wobei die Ostseeküste, der Thüringer Wald, der Harz, das Erzgebirge und das Elbsandsteingebirge von größter Beliebtheit waren (Deutscher Tourismusverband 2002, S.46).
Ausreichende Freizeit und Erholung der Bürger wurde offiziell als Mittel zur Reproduktion des Arbeitsvermögens und damit zur Produktivitätssteigerung in der Wirtschaft angesehen. Deshalb sollte jedem Bürger unabhängig von dessen Einkommen eine Urlaubsreise ermöglicht werden, da diese auch eine Anreiz- und Belohnungsfunktion übernehmen konnten und der Pflege der sozialistischen Kultur dienten (Becker / Hopfinger / Steinecke 2003, S. 112). „Um diese gesellschaftspolitischen Ziele zu erreichen, wurde der Reisemarkt durch Staat und Partei entlang planwirtschaftlicher Maßgaben reglementiert und massiv subventioniert.“ (Becker / Hopfinger / Steinecke 2003, S. 112)
In den 50er Jahren wurden die privaten Eigentümer der Fremdenverkehrsbetriebe mehrheitlich enteignet, und das touristische Angebot wurde von vier staatlichen Anbietergruppen übernommen. Zu diesen zählten der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), das staatliche Campingwesen, das staatliche Reisebüro der DDR und das Reisebüro der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Bereits Ende der 50er Jahre war der Großteil der touristischen Leistungsträger, wie Reiseveranstalter und Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, verstaatlicht, so dass Individualreisen nur einen Anteil von 10 bis 20 Prozent ausmachten, da neben den staatlichen Unterkünften nur noch ein in geringem Umfang öffentlich zugängliches Beherbergungswesen existierte ( Deutscher Tourismusverband 2002, S. 43).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den Binnentourismus in Deutschland seit 1945, wobei die wirtschaftliche Relevanz und die methodische Vorgehensweise erläutert werden.
2. Grundlagen und Definitionen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Tourismus und Binnentourismus und analysiert deren ökonomische Bedeutung sowie die zentralen Reisemotive.
3. Entwicklung des Binnentourismus: Der Hauptteil beleuchtet die touristischen Entwicklungen in der BRD und DDR bis 1990 sowie die gesamtdeutsche Entwicklung und aktuelle Trends bis 2005.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die historischen Entwicklungsphasen zusammen und skizziert notwendige Strategien zur Steigerung der Attraktivität Deutschlands als Reiseland.
Schlüsselwörter
Binnentourismus, Deutschland, DDR, Wiedervereinigung, Reiseverhalten, Inlandstourismus, Tourismuswirtschaft, Tourismusarten, Campingtourismus, Beherbergung, Nachfrage, Reiseströme, Erholungstourismus, Reisemarkt, Strukturwandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den Wandel des Binnentourismus in Deutschland von 1945 bis 2005.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Fokus stehen die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus, die Unterschiede zwischen BRD- und DDR-Tourismus sowie die Auswirkungen der Wiedervereinigung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Publikation?
Ziel ist es, die Entwicklungslinien des Inlandstourismus aufzuzeigen und Faktoren für die Veränderung der Reisesegmente und die rückläufigen Anteile des Binnentourismus zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von statistischem Datenmaterial, Literaturstudien und Branchenanalysen der Tourismuswirtschaft.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil analysiert detailliert die touristischen Entwicklungen vor und nach 1990, inklusive der Umstrukturierungen in den neuen Bundesländern.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Binnentourismus, Strukturwandel, Tourismusentwicklung und Reiseintensität.
Wie unterscheidet sich der Tourismus in der ehemaligen DDR?
Der DDR-Tourismus war stark staatlich gelenkt, planwirtschaftlich organisiert und durch Massensubventionen sowie ein dominantes Beherbergungswesen durch den FDGB geprägt.
Welchen Einfluss hatte die Wiedervereinigung auf den Reisemarkt?
Die Wiedervereinigung löste kurzzeitig einen Boom aus, führte jedoch langfristig zu einer Verlagerung der Reiseströme und zur Notwendigkeit, den neuen Marktstrukturen gerecht zu werden.
- Quote paper
- Verena Bayer (Author), 2006, Entwicklung des Binnentourismus in der Bundesrepublik Deutschland seit 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114471