Das etwa 500km lange Wattenmeer erstreckt sich entlang der Küste zwischen Den Helder in den Niederlanden und Esbjerg in Dänemark. Es ist ein einzigartiger Lebensraum, denn es wird vom Meer und dem Festland wechselseitig beeinflusst und unterliegt daher einer fortwährenden Wandlung. Unaufhörlich laufen hier Prozesse unterschiedlicher Art ab. Der Küstenbereich außerhalb der Deiche ist dem ständigen Spiel der Elemente ausgeliefert. So hat sich nicht zuletzt deswegen, weil es sich um einen amphibischen Raum oder ein „Sechsstundenland“ (FIEDLER 1992:13) handelt, ein extremer Lebensraum herausgebildet. In der vorliegenden Arbeit sollen nun die Entstehung, Charakteristika und Strukturen des Wattenmeeres und der angrenzenden Marschflächen untersucht werden.
Nach einem allgemeinen Teil beschäftigt sich die Arbeit mit dem Einfluss des Menschen auf diese Landschaft und zeigt aktuelle Probleme auf. In diesem Rahmen wird auch die Frage zu erörtern sein, ob es sich, wie immer wieder behauptet, beim Wattenmeer um eine der letzten Urlandschaften Europas handelt. Glaubt man dem Duden so hängt die Herkunft des Wortes „Watt“ vermutlich mit dem althochdeutschen „wat“ für Furt und „watan“= waten zusammen. Somit wäre das Watt also ein Gebiet, das man durchwaten kann (REINECK 1994:48).
Nach LÜDERS & LUCK (1976), zitiert in REINECK (1994:48), ist das Watt „…das Übergangsgebiet vom festen Land zum Meer an einer Tidenküste, das im Verlauf der Tidenbewegung bei Flut überströmt wird und bei Ebbe trockenfällt. Die obere Grenze ist die Uferlinie (MThw-Linie), die untere die Wattlinie oder Strandlinie.“ Eine zusätzliche Bedingung wäre, dass das Gebiet nur an einer Flachküste entstehen kann...
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Begriffserklärungen
- Das Watt
- Die Marsch
- Die Entstehung der Norddeutschen Wattenküste und der Marschen
- Das Klima
- Die Tiden
- Salzgehalt des Wassers
- Sedimentation
- Watt- und Marschböden
- Wattböden
- Marschböden
- Flora und Fauna
- Der Einfluss des Menschen
- Eindeichung und Landgewinnung
- Auswirkungen auf das Ökosystem
- Nährstoffeintrag
- Exoten im Wattenmeer
- Verschmutzungen durch Schadstoffe
- Weitere Einflussfaktoren
- Begriffserklärungen
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Geoökologie von Watt- und Marschgebieten in Norddeutschland und untersucht deren Entstehung, Charakteristika und Strukturen sowie den Einfluss des Menschen auf diese Landschaft. Die Arbeit analysiert die Wechselwirkungen zwischen den natürlichen Prozessen und den anthropogenen Einflüssen, die zu Veränderungen in diesem Ökosystem führen.
- Entstehung und Entwicklung von Watt- und Marschgebieten
- Geomorphologische und pedologische Charakteristika
- Flora und Fauna des Wattenmeeres
- Eindeichung und Landgewinnung als anthropogene Einflussfaktoren
- Aktuelle Probleme und Herausforderungen für das Ökosystem Wattenmeer
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Geoökologie von Watt- und Marschgebieten in Norddeutschland ein und erläutert die Bedeutung dieser einzigartigen Lebensräume. Der Hauptteil der Arbeit gliedert sich in verschiedene Kapitel, die sich mit den verschiedenen Aspekten der Entstehung, Charakteristika und Strukturen des Wattenmeeres und der angrenzenden Marschflächen befassen. So werden beispielsweise die Entstehung der Norddeutschen Wattenküste und der Marschen, das Klima, die Tiden, der Salzgehalt des Wassers, die Sedimentation, die Watt- und Marschböden sowie die Flora und Fauna des Wattenmeeres behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einfluss des Menschen auf diese Landschaft, wobei die Eindeichung und Landgewinnung, die Auswirkungen auf das Ökosystem, der Nährstoffeintrag, die Verschmutzung durch Schadstoffe und weitere Einflussfaktoren im Detail analysiert werden.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Geoökologie, Watt- und Marschgebiete, Norddeutschland, Entstehung, Charakteristika, Strukturen, Einfluss des Menschen, Eindeichung, Landgewinnung, Ökosystem, Flora und Fauna, Nährstoffeintrag, Verschmutzung, Schadstoffe, Tiden, Sedimentation, Salzgehalt, Klima, Geomorphologie, Pedologie.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird das „Watt“ geographisch definiert?
Das Watt ist das Übergangsgebiet zwischen Land und Meer an einer Tidenküste, das bei Flut überströmt wird und bei Ebbe trockenfällt.
Ist das Wattenmeer eine der letzten Urlandschaften Europas?
Die Arbeit hinterfragt diese Behauptung kritisch, da der Mensch durch Eindeichung, Landgewinnung und Schadstoffeinträge massiv in das Ökosystem eingegriffen hat.
Welchen Einfluss hat der Mensch auf die Marschgebiete?
Durch Deichbau wurde Land für die Landwirtschaft gewonnen, was jedoch das natürliche Gleichgewicht der Sedimentation und die Flora und Fauna veränderte.
Welche Rolle spielen die Tiden für das Ökosystem?
Die Gezeiten sorgen für einen ständigen Wechsel von Überflutung und Trockenfallen, was spezielle Anpassungen bei den dort lebenden Pflanzen und Tieren erfordert.
Was sind aktuelle Probleme des Wattenmeeres?
Zu den größten Herausforderungen zählen der Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft, Verschmutzung durch Schadstoffe und die Ausbreitung exotischer Arten.
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- Sonja Rieber (Author), 2004, Zur Geoökologie von Watt- und Marschgebieten in Norddeutschland und ihre Veränderung durch den Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114490