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Zur Geoökologie von Watt- und Marschgebieten in Norddeutschland und ihre Veränderung durch den Menschen

Title: Zur Geoökologie von Watt- und Marschgebieten in Norddeutschland und ihre Veränderung durch den Menschen

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 32 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Sonja Rieber (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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Summary Excerpt Details

Das etwa 500km lange Wattenmeer erstreckt sich entlang der Küste zwischen Den Helder in den Niederlanden und Esbjerg in Dänemark. Es ist ein einzigartiger Lebensraum, denn es wird vom Meer und dem Festland wechselseitig beeinflusst und unterliegt daher einer fortwährenden Wandlung. Unaufhörlich laufen hier Prozesse unterschiedlicher Art ab. Der Küstenbereich außerhalb der Deiche ist dem ständigen Spiel der Elemente ausgeliefert. So hat sich nicht zuletzt deswegen, weil es sich um einen amphibischen Raum oder ein „Sechsstundenland“ (FIEDLER 1992:13) handelt, ein extremer Lebensraum herausgebildet. In der vorliegenden Arbeit sollen nun die Entstehung, Charakteristika und Strukturen des Wattenmeeres und der angrenzenden Marschflächen untersucht werden.
Nach einem allgemeinen Teil beschäftigt sich die Arbeit mit dem Einfluss des Menschen auf diese Landschaft und zeigt aktuelle Probleme auf. In diesem Rahmen wird auch die Frage zu erörtern sein, ob es sich, wie immer wieder behauptet, beim Wattenmeer um eine der letzten Urlandschaften Europas handelt. Glaubt man dem Duden so hängt die Herkunft des Wortes „Watt“ vermutlich mit dem althochdeutschen „wat“ für Furt und „watan“= waten zusammen. Somit wäre das Watt also ein Gebiet, das man durchwaten kann (REINECK 1994:48).
Nach LÜDERS & LUCK (1976), zitiert in REINECK (1994:48), ist das Watt „…das Übergangsgebiet vom festen Land zum Meer an einer Tidenküste, das im Verlauf der Tidenbewegung bei Flut überströmt wird und bei Ebbe trockenfällt. Die obere Grenze ist die Uferlinie (MThw-Linie), die untere die Wattlinie oder Strandlinie.“ Eine zusätzliche Bedingung wäre, dass das Gebiet nur an einer Flachküste entstehen kann...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Begriffserklärungen

1.1 Das Watt

1.2 Die Marsch

2. Die Entstehung der Norddeutschen Wattenküste und der Marschen

3. Das Klima

4. Die Tiden

5. Salzgehalt des Wassers

6. Sedimentation

7. Watt- und Marschböden

7.1 Wattböden

7.2 Marschböden

8. Flora und Fauna

9. Der Einfluss des Menschen

9.1 Eindeichung und Landgewinnung

9.2 Auswirkungen auf das Ökosystem

9.3 Nährstoffeintrag

9.4 Exoten im Wattenmeer

9.5 Verschmutzungen durch Schadstoffe

9.6 Weitere Einflussfaktoren

III. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die komplexen geoökologischen Zusammenhänge und Strukturen des norddeutschen Wattenmeeres sowie der angrenzenden Marschflächen. Ein zentrales Ziel ist es, die anthropogenen Einflüsse auf diesen sensiblen Lebensraum zu analysieren und kritisch zu erörtern, inwiefern das Wattenmeer heute noch als ursprüngliche Naturlandschaft betrachtet werden kann.

  • Geomorphologische Entstehung und Dynamik der Küstenregion
  • Klimatische und hydrographische Rahmenbedingungen (Tiden, Salzgehalt)
  • Ökologische Anpassungsstrategien von Flora und Fauna
  • Folgen menschlicher Eingriffe durch Eindeichung und Schadstoffbelastung

Auszug aus dem Buch

1.1 Das Watt

Glaubt man dem Duden so hängt die Herkunft des Wortes „Watt“ vermutlich mit dem althochdeutschen „wat“ für Furt und „watan“= waten zusammen. Somit wäre das Watt also ein Gebiet, das man durchwaten kann (REINECK 1994:48).

Nach LÜDERS & LUCK (1976), zitiert in REINECK (1994:48), ist das Watt „…das Übergangsgebiet vom festen Land zum Meer an einer Tidenküste, das im Verlauf der Tidenbewegung bei Flut überströmt wird und bei Ebbe trockenfällt. Die obere Grenze ist die Uferlinie (MThw-Linie), die untere die Wattlinie oder Strandlinie.“ Eine zusätzliche Bedingung wäre, dass das Gebiet nur an einer Flachküste entstehen kann.

Eine geologische genauere Definition gibt REINECK (1994:49) selbst: Sein erster Punkt ist, dass alle Watten im Tidenbereich liegen. Außer den Watten der Nordsee, um die es in dieser Arbeit geht, findet man auch noch weitere Watten. Zum Beispiel an der Ostküste der USA, in Kanada, im Golf von Kalifornien, Mangrovenwatten in Brasilien...

Das zweite Merkmal ist laut REINECK, dass die Watten im marinen Bereich liegen müssen. Ausnahmen sind die Süßwasserwatten an Flüssen, die von der Tidenbewegung beeinflusst sind, wie z. B. die Weser und die Elbe. Drittens sind Watten aus marinem Material aufgebaut und haben eine marine Fauna und Flora, Ausnahmen sind auch hier die Flusswatten. Dass das Watt aus Lockersedimenten bestehen, ist REINECKS vierter Punkt. Das so genannte Felswatt an der Küste von Helgoland bildet hier eine Ausnahme.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die geografische Ausdehnung des Wattenmeeres und Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich seiner Entstehung und anthropogenen Veränderung.

1. Begriffserklärungen: Definition der Fachbegriffe "Watt" und "Marsch" sowie geologische Einordnungen der betroffenen Zonen.

2. Die Entstehung der Norddeutschen Wattenküste und der Marschen: Erläuterung der geologischen Entwicklung der Nordsee und des Zusammenspiels von Meeresspiegelschwankungen und Sedimentation.

3. Das Klima: Analyse der klimatischen Faktoren, insbesondere Luft- und Wassertemperaturen, Niederschlagsmengen und Windverhältnisse an der Küste.

4. Die Tiden: Beschreibung der hydrographischen Prozesse, insbesondere Gezeiten, Tidenhub und deren Einfluss auf die Küstenstruktur.

5. Salzgehalt des Wassers: Untersuchung der Salzkonzentrationen im Wattenmeer im Vergleich zur offenen Nordsee und deren Variabilität.

6. Sedimentation: Darstellung der Ablagerungsräume und der Beschaffenheit der Wattsedimente (Sand, Schlick, Mischwatt).

7. Watt- und Marschböden: Beschreibung der spezifischen Bodenbildungsprozesse und Horizontierungen in Watt- und Marschgebieten.

8. Flora und Fauna: Analyse der biotischen Anpassungen an die extremen Lebensbedingungen im Gezeitenbereich.

9. Der Einfluss des Menschen: Kritische Auseinandersetzung mit Eindeichung, Landgewinnung, Nährstoffeintrag und Schadstoffbelastung.

III. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der ökologischen Empfindlichkeit des Wattenmeeres unter dem Druck menschlicher Eingriffe.

Schlüsselwörter

Wattenmeer, Marsch, Nordsee, Gezeiten, Sedimentation, Eindeichung, Ökosystem, Küstenschutz, Salzwiesen, Artenvielfalt, Anthropogener Einfluss, Schadstoffe, Tidenhub, Biozönosen, Küstenmorphologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den geoökologischen Grundlagen des Wattenmeeres und der Marschgebiete in Norddeutschland sowie deren tiefgreifender Veränderung durch menschliche Aktivitäten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geologie der Küstenentstehung, klimatische Einflüsse, hydrographische Tidenprozesse, ökologische Anpassungen der Lebewesen sowie die Auswirkungen von Eindeichung und Verschmutzung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die wissenschaftliche Untersuchung der Strukturen und Charakteristika dieser Landschaft sowie eine kritische Erörterung der Frage, ob das Wattenmeer als Urlandschaft erhalten bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender geographischer und ökologischer Fachliteratur, um die geoökologischen Prozesse und den historischen Wandel der Küste zu belegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine physisch-geographische Grundlagenanalyse (Klima, Tide, Boden, Flora/Fauna) und eine thematische Analyse der anthropogenen Eingriffe durch Landnutzung und Industrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wattenmeer, Marsch, Tiden, Sedimentation, Eindeichung, anthropogener Einfluss und ökologisches Gleichgewicht.

Wie beeinflusst der Mensch die Küstenlinie?

Durch Eindeichungen und Landgewinnungsmaßnahmen wurde die Dynamik der Küstenlinie stark eingeschränkt, was zu einem Absinken von Marschböden und einem "Schlickdefizit" führt.

Was sind die Hauptgefahren für das Ökosystem?

Die Hauptgefahren liegen in der Veränderung natürlicher Übergangszonen, der Verschmutzung durch Schwermetalle und Biozide sowie der Überfischung und dem touristischen Druck.

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Details

Title
Zur Geoökologie von Watt- und Marschgebieten in Norddeutschland und ihre Veränderung durch den Menschen
College
University of Tubingen  (Geographisches Institut)
Course
Geoökosysteme ausgewählter Landschaftszonen
Grade
1,5
Author
Sonja Rieber (Author)
Publication Year
2004
Pages
32
Catalog Number
V114490
ISBN (eBook)
9783640161065
ISBN (Book)
9783640161225
Language
German
Tags
Geoökologie Watt- Marschgebieten Norddeutschland Veränderung Menschen Geoökosysteme Landschaftszonen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Rieber (Author), 2004, Zur Geoökologie von Watt- und Marschgebieten in Norddeutschland und ihre Veränderung durch den Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114490
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