Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Museum Studies

Die Vermittlung von historischem Wissen durch die Aura von Museumsobjekten

Title: Die Vermittlung von historischem Wissen durch die Aura von Museumsobjekten

Term Paper , 2021 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Armin Frobel (Author)

Museum Studies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Entwicklung der Institution Museum und ihren einzelnen Häusern sowie der aktuelle Forschungsstand lässt die Frage offen, welchen Einfluss die auratische Eigenschaft von musealen Objekten, die eine zentrale Rolle für die Institution Museum darstellt, auf die Vermittlung von historischen Inhalten hat.

Die Vielzahl an historischen Museen, die es in Deutschland gibt, sind wichtige öffentliche Institutionen der deutschen Geschichtskultur und damit ein Bestandteil zur "Anstrengung unserer Gesellschaft, sich über kollektive Erinnerungen ein tragfähiges Selbstverständnis zu sichern" und die historische Identität zu bewahren. Deshalb wird schon in der Schulbildung darauf Wert gelegt, dass alle MitgliederInnen der Gesellschaft während ihrer Sozialisation Strategien zur Aneignung dieses kulturellen Gedächtnisses erlangen. Dieses Gedächtnis kann dann unter dem Motto des lebenslangen Lernens mit der erworbenen Fähigkeit erweitert oder neu bewertet werden. Diese Fähigkeit kann nach Kröll als Museumskompetenz bezeichnet werden oder aber auch als Geschichtsbewusstsein. Letzteres besitzt dieselben Zentralkategorien, Zeit-, Wirklichkeits-, Historizitäts-, und Identitätsbewusstsein, politisches, ökonomisch-soziales und moralisches Bewusstsein, wie die Geschichtskultur einer Gesellschaft.

Die Museen reagieren auch auf den kognitiven Wandel ihrer BesucherInnen bei der Vermittlung von historischen Wissen gestützt von einer konstruktivistischen Lerntheorie. Außerdem bleibt auch neben der vermittlungszentrierten Orientierung die Aura des Objekts als Zentrum im Museum bestehen. Weiterhin ist auch die Entwicklung in den digitalen Raum hin zu Online-Museen, als Erweiterung eines bestehenden traditionellen Museum8 oder auch als reines Online-Museum, welches ganz ohne eigene originale Objekte auskommen zu erkennen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Das Museum als Lernort

Die Funktion von Museen

Der Wert der Dinge für das Museum

Der aktuelle Trend

Die Aura

Der Begriff Aura und Authentizität

Entstehung und Wirkung der Aura

Geschichtsdidaktische Perspektive

Arbeitsformen und Kompetenzerwerb im Museum

Vorteile beim Lernen am auratischen Objekt

Nachteile beim Lernen am auratischen Objekt

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der auratischen Eigenschaft von Museumsobjekten auf die Vermittlung historischer Inhalte und die Aneignung von historischem Wissen. Dabei wird beleuchtet, welche Rolle die "Aura" eines Originals im Kontext musealer Vermittlungsprozesse spielt und wie sich diese auf die Wahrnehmung und den Kompetenzerwerb der Besucherinnen und Besucher auswirkt.

  • Die Funktion von Museen in der Gesellschaft als Lernorte
  • Die begriffliche Herleitung und Bedeutung von Aura und Authentizität
  • Die Analyse der auratischen Wirkung aus geschichtsdidaktischer Sicht
  • Möglichkeiten der Vermittlung und des Kompetenzerwerbs im Museum
  • Die Abwägung von Vorteilen und Nachteilen des Lernens an auratischen Objekten

Auszug aus dem Buch

Entstehung und Wirkung der Aura

Walter Benjamin hat die Aura im Hier und Jetzt ausgemacht. Er erläutert am Beispiel einer Theateraufführung von Macbeth, dass die Aura, die das Publikum den SchauspielerInnen der Inszenierung zuschreibt, nicht von der Bühne losgelöst werden kann. Bei Benjamin ist die Aura aber keine vom Objekt ausgehende Eigenschaft, sondern eine spezifische Art von Medialität die durch den Blickkontakt zwischen dargestellten Personen, wie beim obigen Beispiel die SchauspielerInnen oder Gegenständen und den RezipientInnen entsteht. Durch diesen Blick entsteht bei den RezipientInnen eine Kunst- und Naturerfahrung. Diese Erfahrung kann als Ergebnis einer wechselseitigen Beziehung aufgefasst werden, sodass nur ein Subjekt mit medialer, gesellschaftlicher und historischer Erfahrung die Aura des originalen Objekts wahrnehmen kann. Ob das abgerufene Wissen der BetrachterInnen falsch oder richtig ist, spielt hierbei keine Rolle. Dafür spielt die Faszination und Sinnlichkeit eine umso größere Rolle, wenn Gegenstände über viele Jahrzehnte aufbewahrt oder über Generationen hinweg vererbt werden. Hierbei kann es sein, dass die auratische Wirkung der Objekte nur bei den BesitzerInnen entsteht, da sie den Gegenstand kontextualisieren können.

Die faszinierende Begegnung mit einem auratischen Objekt regt zu Fragen an, Fragen dessen Antworten zur Kontextualisierung führen und damit den Beginn vom historischen Lernen darstellt. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die numinöse Erfahrung der Aura durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Objekt, einen emotionalen Zugang zur Geschichte, wie auch dem Gefühl der Ehrfurcht gegenüber der Autorität der Sache entsteht. Dadurch ist diese Erfahrung besetzt mit weiteren nicht greifbaren Begriffen wie Gefühlen und Emotionen, die mehrdimensionale Konstrukte des affektiven Erleben darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Museen für die Geschichtskultur sowie die Fragestellung nach dem Einfluss auratischer Objekte auf die Wissensaneignung.

Das Museum als Lernort: Überblick über die historische Entwicklung von Museen, ihre gesellschaftlichen Funktionen und aktuelle Trends in der musealen Vermittlung.

Die Aura: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Aura (nach Walter Benjamin) und der Bedeutung von Authentizität bei historischen Sachquellen.

Geschichtsdidaktische Perspektive: Analyse der Vermittlungsmethoden im Museum und der kognitiven sowie emotionalen Vor- und Nachteile der Arbeit mit auratischen Exponaten.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Stellenwerts auratischer Objekte für die Förderung der Geschichtskompetenz und der historischen Bildung.

Schlüsselwörter

Aura, Authentizität, Museumspädagogik, Geschichtsdidaktik, Historisches Lernen, Sachquellen, Museumsobjekte, Geschichtskultur, Museumskompetenz, Medialität, Vermittlung, Konstruktivismus, Historisches Bewusstsein, Rezeption, Exponate.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die besondere Wirkung ("Aura") von originalen Museumsobjekten auf den Lernprozess und die Aneignung von historischem Wissen bei Museumsbesuchern hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die gesellschaftliche Rolle des Museums, die theoretische Definition der Aura bei Objekten, Konzepte der Authentizität sowie die geschichtsdidaktische Analyse von Lernprozessen im musealen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob und wie auratische Eigenschaften von Objekten die historische Vermittlung fördern oder behindern und welche Rolle diese für die Ausbildung eines historischen Bewusstseins spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer geschichtsdidaktischen Analyse, die auf aktueller Fachliteratur und theoretischen Diskursen (wie denen von Walter Benjamin oder Hans-Jürgen Pandel) aufbaut.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Museumslandschaft, eine Begriffsbestimmung der Aura und Authentizität sowie eine differenzierte Untersuchung der Vor- und Nachteile beim Lernen mit auratischen Objekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Aura, Authentizität, Museumspädagogik, Geschichtsdidaktik und historisches Lernen charakterisieren.

Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Besuchertypen?

Es werden drei Typen unterschieden: Die "existential visitors" (geringes Interesse), die "aesthetic visitors" (Interesse an Ästhetik/Idealisierung) und die "social visitors" (Fokus auf Unterhaltung und Bildung).

Warum spielt die Kontextualisierung eine Schlüsselrolle bei auratischen Objekten?

Da auratische Objekte oft fragmentarisch sind, ist die Kontextualisierung durch das Museum entscheidend, um den Besuchern zu helfen, Verbindungen zur Lebenswelt herzustellen und echtes historisches Wissen zu erwerben.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Die Vermittlung von historischem Wissen durch die Aura von Museumsobjekten
College
Martin Luther University  (Institut für Geschichte)
Course
Geschichtsaneignung in der Mediengesellschaft des 21. Jahrhunderts
Grade
2,0
Author
Armin Frobel (Author)
Publication Year
2021
Pages
20
Catalog Number
V1145827
ISBN (eBook)
9783346530691
ISBN (Book)
9783346530707
Language
German
Tags
Geschichte Geschcihtsdidaktik Museum Aura Geschichtsbewusstsein Mediengesellschaft 21. Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Armin Frobel (Author), 2021, Die Vermittlung von historischem Wissen durch die Aura von Museumsobjekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1145827
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint